Die Frage: Was will ich – was nicht?

Eine scheinbar sehr einfache Frage: Was will ich – was nicht?

Doch… ist diese Einfachheit tatsächlich so einfach zu beantworten? Wo liegt unser Fokus?

In der Beantwortung dieser Frage, wie im Leben…?

 

Herzlich willkommen liebe LeserInnen zu einem weiteren Blog-Beitrag!

Gerne nehme ich doch immer wieder Ansätze, so richtig aus dem täglichen Leben gegriffen, um mal z.B. die eine oder andere Frage in den Raum zu stellen. So mancher könnte das nun in gewissem Sinne und „Provokation“ einordnen wollen… 

Wenn also eine direkte Frage, die ein Großteil der Menschen – aus der Fragestellung heraus – nur teilweise beantworten kann, bedeutet, dass ich provozierte… Ja. Dann wäre dies Provokation.

Jetzt ist es ja so eine Sache mit Fragen… Mit dem menschlichen Geist und seinen Fähigkeiten…

Nehmen wir nun doch der Einfachheit halber ein grade höchst aktuelles Thema: Corona, Covid 19.

Nein. Wir werden uns hier nun nicht in Diskussionen über Sinnhaftigkeiten oder ähnliches verlieren.

Fakt ist wohl einzig, dass es nun Befürworter und Gegner in dieser Sache gibt. Dass mitunter zwischen diesen „Lagern“ gewechselt wird.

Fakt ist auch unüberhörbar, dass vielerorts… und mal lauter oder leiser… Kritik geäußert wird.

Vermutlich würden sich viele Menschen jetzt definitiv verarscht vorkommen, würde ich sie fragen, ob sie Corona „wollen“ oder nicht…  Auch hier scheint jegliche Willensmotivation hinlänglich klar…

Vielfach wird also kritisiert, Unmut geäußert, was wir nicht wollen, richtig? Und… wir sind imstande, hierzu gaaaanz genau zu äußern, was uns wann, wie und wo… und auch noch warum… nicht gefällt.

Benötigen wir für diese mannigfaltige Kritik überhaupt Corona? Oder haben wir hier ungeschaut und sehr schnell x-fache andere Beispiele aus dem täglichen Treiben parat? Sei es der Arbeitsbereich, ein Beziehungsbereich…  Ja bishin zum Wetter, dass womöglich grade nicht in den Kram passt. Da sitzt ein verbaler „Colt“ sehr locker. Bis ins kleinste Detail.

 

Die Frage: Was will ich - was nicht?
Bildquelle: Pixabay

Was will ich – was nicht?

Ich möchte also den Fokus nun in eine Richtung lenken, wo das mit einer Motivation zum „Wollen“, schon weit weniger klar scheint!

Immer wieder begegne ich auch in meinem Tun, z.B. im Bereich eines Stressmanagement, sehr oft Statements, wo an Kritik nicht gespart wird. Also ganz genau umschrieben wird, was man nicht will. Es hat sich schon beinah ein Phänomen entwickelt, dass bei dieser Frage „Was will ich – was nicht?“, der erste Teil der Frage beinah automatisch ausgeblendet wird. Es wird sofort auf den „Negativ-Teil“ Bezug genommen. Die „Pistole“ ist schnell bei der Hand…

Dann, wenn ein wenig Raum zum „mentalen Auskotzen“ genutzt werden konnte, kommt von mir die explizite „Gegenprobe“. Der/die KlientIn darf sich fragen: „Was will ich?“

Und dann bleibt es nicht selten erst einmal eine ganze Weile still!

Es kommt..:     Nichts…    Vielleicht Wortfetzen…

 

Die Frage: Was will ich - was nicht?
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Zielfokus…   oder was ich will

Wenn ich Dich, liebe(r) LeserIn, nun für eine Minute mal einladen darf, ganz dieser Frage für Dich zu folgen…

„Was will ich – was nicht?“

Welcher Impuls macht sich bei Dir Luft? Wohin fokussiert sich Dein Denken, Deine Wahrnehmung?

Geht es auch gleich zum Negativ, was Du nicht willst – samt Detailbeschreibung?

Oder kannst Du aus dem Stegreif gleich mal Dinge aufzählen, die Du willst!? Hast Du einen „aktiven Zielfokus“?

Begnügst Du Dich mit teils unscharfen Umrissen? Oder Willst Du scharfe Details?  😉

 

Nicht zuletzt aus eigener Praxis, will ich mich hier gar nicht auf ein Podest stellen! Auch ich habe jahrelang bis in die Perfektion geübt! Von Kindesbeinen an! 🙂

Und doch stecke ich – voll motiviert – mittendrin, mir genau dieses Reaktionsmuster, diese Grundsatzgedanken/-einstellungen, Tag für Tag bewusst zu machen. Im Zuge einer Achtsamkeit zu beobachten, festzustellen, zu realisieren, zu verändern. Und selbstverständlich – dabei gibt es „bessere Tage“ und auch andere.

Es liegt nun in einer der eingangs erwähnten Fähigkeiten des menschlichen Geistes, sich alles zu merken. Und mit „alles“ meine ich auch tatsächlich ALLES! Freilich sind wir uns vieler Dinge nicht mehr bewusst. Da sie – nicht zuletzt aufgrund verschiedentlicher emotionaler, begleitender Erfahrung – mehr oder minder gut im Unterbewusstsein verstaut, verdrängt wurden. Und es liegt offenbar im menschlichen Geisteszustand, dass negative Erlebnisse, Eindrücke, viel länger, lebhafter, greifbarer in Erinnerung bleiben.

Es gibt zwei Möglichkeiten: entweder ein Erlebnis war derart traumatisch, dass dann entgültig „ausgeblendet“ wird. Als Schutzfunktion des Körpers. Oder aber es war noch im „erduldbaren Bereich“… und die Erinnerungen können über Jahrzehnte hinweg, bis ins letzte Detail geschildert werden. Ob nun über die Jahre hinweg, einige Dinge hinzugefügt oder weggelassen (verzerrt) werden, ist an sich nebensächlich…

 

Die Frage: Was will ich - was nicht?
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Produktiver Alternativvorschlag – oder Kritik?

Andere Worte für: Was will ich – oder nicht?

Durchaus!

Dass, was wir nicht wollen, kritisieren wir. Wie zuvor beschrieben, geschieht dies also aus einer Art Gewohnheit, die negative Erlebnissen mehr Raum erlaubt. Geht ganz leicht.

Doch beide, alle Richtungen sind eine Form der Entscheidung!

Die schönsten Momente im Leben sind jene, in denen Dein Herz vor Freude und nicht vor Gewohnheit schlägt!

Gewohnheiten nun kann man ändern! Jederzeit!

Ich für meinen Teil, hab die Weisheit nicht mir dem Schöpfer gefressen. Auch ich habe nicht jederzeit für alles entsprechende Antworten. Erwähnte Alternativvorschläge. Was mache ich dann in einem solchen Fall? Zuerst einmal den Mund halten. Nichts sagen.

Für den ersten Teil der Frage „Was will ich – was nicht?“, nehme ich mir seit geraumer Zeit… eben immer wieder ein Quäntchen Zeit für mich. Um nämlich dieser Frage einmal ganz konkrete Dinge nachzureihen.

So. Und damit sind wir an einem sehr auffälligen „Knackpunkt“.

Kritik, so hatte ich ausgeführt, geht schier automatisch von der Hand. Ratz fatz.

Produktiv/alternativ nun etwas vorschlagen, ausführen, leben, was diese Kritik aushebelte, erfordert also Aufwand! Oha!

Wenn Menschen – wie auch ein Gehirn – etwas gar nicht gerne hört, dann sind das Worte, wie „Aufwand“! Rein biologisch gesehen nun schon, benötigt alleine das menschliche Gehirn ca. 20% des gesamten Energieaufwandes (!) des Körpers. Selbst im vermeintlichen „Leerlauf“…  Es trachtet also tunlichst danach, möglichst viel auf die „Automatisierungs-schiene“ zu bringen, wie nur irgendwie machbar.

Wie nun jedoch wollen wir letztendlich leben?

Wollen wir jeden Tag nur herummotzen? Eben Kritik üben, demonstrieren, ständig gegen etwas angehen?

Wieviel Energie raubt uns das?!?

Oder wäre es – zumindest langfristig gesehen – eine wertvolle Investition, für etwas, in etwas hineinzugehen. Alternative, andere Möglichkeiten zu erfinden, erdenken, erleben. Um letztlich gar keine Kritik, somit negative Energie, mehr zu benötigen bzw. erzeugen!?

Sehr gerne höre ich ich an dieser Stelle, dass wir ja schließlich in einer Gesellschaft lebten. In einem System, in dem andere vorgäben, was zu sein hätte und was nicht. Und vieles mehr…

Wir befinden uns also schon wieder in der Kritik. Wir umschreiben schon wieder, was wir eigentlich nicht wollen…

Aus welchem Grund nun tun wir aber genau dies?

Möglicher Weise, weil wir mit der Kritik in die „Opfer-Rolle“ gehen, unsere eigene Verantwortung Anderen aufbürden; er-warten und hoffen dass Andere tun oder lassen…?

In einer verantwortungsvollen Rolle/Position sind WIR gefragt! Ob es nun im Gesellschaftssystem nun gewisse Normen, Vorgaben gibt oder nicht… Wir haben jederzeit die Möglichkeit, Alternativen zu finden!

Ein Versuch eines Beispiels: Im Ortsgebiet besteht eine Geschwindigkeitsbeschränkung von 50 km/h. Nun. Wir können nun – einer Gewohnheit folgend – natürlich sofort kritisierend zum Ausdruck bringen, dass uns das nicht passt. Dass wir so etwas nicht wollen (negative Sichtweise).  Ooooder… wir können die Beschränkung als gegeben ansehen, da aller Wahrscheinlichkeit ein Grund dahinter steckt (neutrale Sichtweise). Ooooder noch einmal anders… wir könnten nun auch sogar noch ein klein bisschen langsamer durch den Ort fahren, da wir irgendwann mal gelernt haben, dass z.B. insbesondere in Orten, wo auch „kleine Menschlein“ wohnen, die von einem Vertrauensgrundsatz ausgenommen sind, plötzlich hinter einem Fahrzeug hervorlaufen könnten (positive Sichtweise).

Was hat das mit „Was ich will – was nicht?“ zu tun?

Ich beginne damit, nicht schon wieder einen negativen Ansatz zu suchen (ich will kein Kind anfahren/verletzen). Sondern… ich will, dass sich alle Verkehrsteilnehmer, auch Kinder, sicher fühlen können. Ich reagiere nicht nur auf die Beschränkung, sondern agiere verantwortungsvoll und fahre sogar noch langsamer.

Kannst Du mir soweit folgen? Erkennst Du das Potential einer Veränderung dieses Mechanismus?

 

Die Frage: Was will ich - was nicht?
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Die Frage für´s Leben

In der Tat nun ließe sich die Frage „Was will ich – was nicht?“ in schier jeden Bereich des Lebens ausdehnen! Es geht hierbei um die Essenz! Mitunter DEN EINEN „Tropfen“…

Ich nehme da doch nur einmal als Beispiel, dass in der Regel ja eigentlich doch recht gut funktioniert… Sowohl bei den Damen als auch den Herren…  🙂  Die Partner-Wahl! Die Meisten haben hier doch bitte großteils sehr konkrete Vorstellungen, wer nun die Dame oder der Mann des Herzens werden/sein soll…! Oder etwa nicht…?

Wie sieht das mit einem Job aus? Beginnt es nicht bereits bei der Wahl der Ausbildung? Oder strebern wir einfach mal ein paar Jährchen in den Sand… nach dem Motto…: „Na wird schon irgendwas rauskommen bei…“ Gehen wir hier zielgerichtet vor…? Wissen wir, was wir wollen – und was nicht?  Wobei… zugegeben… wenn man sich mancherorts umsieht, scheint die Fokussierung auf „Was ich will – was nicht?“ dezent verloren gegangen zu sein. Ein Motivationsfaktor, ein Spaßfaktor u. dgl. sind einem Notwendigkeitsfaktor gewichen. Also in gewisser Weise ein Drahtseilakt per excellance…

 

Die Frage: Was will ich - was nicht?
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Was habe ich nun mit der Sache zu tun?

Wie schon beschrieben… diese Diskrepanz begegnet mir immer wieder in meiner Arbeit mit den Menschen. Nicht zuletzt heute wieder, zu (m)einem kürzlichen Post dieser Frage(n) auf bekannter Internetplattform. Wo es darum ging, sich, seine Person, sein berufliches Wirken, präsentieren zu können… konnte jemand mit dieser Frage rein gar nichts anfangen. Weder mit „was ich will“, noch mit „was ich nicht will“…  Ja – auch das gibt es offenbar.

Ja wie nun soll denn etwas im Leben entstehen, wenn man es nicht einmal benennen, beschreiben könnte…?!?

Zu wissen, was wir nicht wollen… Dazu habe ich ausführlich beschrieben.

Doch… wollen wir unser Leben ausschließlich oder vorwiegend damit verbringen?

Oder möchten wir viel lieber Gestalter unseres Lebens sein, genau und klar wissend, was wir wollen? Möchten wir zielgerichtet dorthin „arbeiten“, oder machen wir ein „Wischi Waschi“… und am Ende kommt nur ein großes Bedauern…?

Was also – wollten schon viele wissen – habe ich mit solchen Dingen zu tun? Ganz einfach! Ich setze mich mit Menschen zusammen. Es darf einmal ausführlich, bis ins letzte Detail „geträumt“, visioniert werden! Und dann brechen wir Stück für Stück herunter, sodass der Berg nicht, völlig unrealistisch, mit einem einzigen Schritt, mit ach und krach bewältigt werden müsste… Sondern dass das Ganze Schritt für Schritt, entspannt, fröhlich, entstehen darf. Dass entsprechender Sog entsteht, der solche Dinge dann auch ins Leben zieht!

Deshalb also an Dich – für ein knackig kurzes Ende dieses Beitrages – DIE Frage schlechthin:

Die Frage: Was will ich - was nicht?
Bildquelle: Pixabay

Frage Dich:

„WAS WILL ICH?“

Werde zum Macher, zum Architekten Deines Lebens!

 

 

Bei allfälligen Fragen, Wünschen, Anregungen dazu… melde Dich! Das ist meine „Profession“!

https://www.das-neue-ich.com/kontakt/

Ich wünsche Dir noch viele schöne Träume, Ziele, Visionen! Dinge, die Du definitiv willst!

 

Ernold Prinz

psycholog. Berater, Esperte Stressmanagement & Burnoutprävention, Lifecoach

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