Das „Muss“ – Zwang oder Chance?

Muss

Das "Muss" – tatsächlich nur Pflicht, oder Chance auf die Kür?

Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser!


Zumal ich mich nun schon einige Zeit mit der Sprache, Sprachanwendung und "Sprach-Energetik" befasse, widme ich heute diesen Beitrag dem allseits bekannten "Muss".

Die Frage vorweg: wo fange ich da an?

Denn… ich denke, wir "müssen" nicht allzu intensiv in die eigene Vergangenheit/Kindheit spüren, und wir können feststellen, dass wir da mitunter sehr bald… und sehr oft auf das "Muss" in diversen Formen und Anwendungen stoßen.

Beginnen wir also einmal mit einem kleinen Experiment, o.k.?! Und ich lade Dich herzlich dazu ein, hier tatsächlich mitzumachen!
Egal, ob Du Dich nun schon mit dem "Muss" selbst in Resonanz begeben hast, oder ob das noch "Neuland" ist…

Was benötigst Du dazu? Nur ein paar Minuten Deiner Zeit – möglichst ohne Störung. Dich. Und einen Spiegel.

Alles bereit?

Prima!
Stell/setze Dich also so, dass Du Dich, Dein Gesicht, gut im Spiel beobachten kannst.
Und nun…
…sprich ein oder mehrmals ganz bewusst, überdeutlich, langsam das Wort "Muss" aus… und beobachte. Fühle auch die Muskulatur Deines Gesichts. Betrachte den Ausdruck Deines Gesichts, Deinen Atem…
Wie fühlt sich das an?
Alles locker, easy cheesy?
Oder ist da doch eine gewisse Anspannung, Verkrampfung, ein Schließen, eine klangliche Schärfe zu bemerken?

Und jetzt die "Gegenprobe":
Sprich in gleicher Weise das Wort "darf" aus.
Wie empfindest Du dies?
Doch öffnender, weicher, fließender, sanfter im Klang…?

So. Jetzt haben wir nur einmal ganz konkret die Aussprache, das Spüren dabei angesprochen.

Jetzt lass und einmal einen Schritt in die Tiefe gehen…


Was verbinden wir herkömmlich mit dem Wort "Muss"…?
Ist es nicht eine schier unausweichliche Verbindlichkeit, Zwang, Notwendigkeit/Übel… und noch so einiges mehr?
Und wie ist entsprechend das Gefühl, dass uns beim "Muss" so ereilt…?

Friede Freude Eierkuchen? "Ooooch… ich muss jetzt eben mal malochen gehen, weil ich ja die Rechnungen bezahlen muss… (*tänzel tänzel…*)"

Ist es DAS???

Oder verbinden wir mit dem "Muss" viel eher eine schier bleierne Schwere, eine Art Übelkeit, eine Unlust die zum Himmel schreit… und noch so einiges mehr?
Kommt eher hin, ja?


Wenn wir an dieser Stelle nun angelangt sind, dann will ich mal eine Frage markant in den Raum stellen, die mitunter alles auszuhebeln vermag:

WAS MUSS ICH WIRKLICH ???

Und ich erahne, dass alleine schon aus einer Art "Reflex", einem Impuls, da eine ganze Liste möglicher Einwände hochkäme!
Einwände, die dahin gehen, wie im Beipiel eben aufgeführt: "Ja, ich muss ja arbeiten, sonst kann ich meine Rechnungen nicht bezahlen".

Folgende These drücke ich nun ganz bewusst einmal provokant aus: Ist es möglich, dass dieses "Muss" lediglich als Vorwand dient, ein Konstrukt des sogenannten Verstandes ist…, Namensgebung eigenen Unvermögens, oder Rechtfertigung eigenen Unwillens ist, sein Hinterteil aus der Komfortzone zu bewegen? Wie ehrlich gehen wir hier mit uns selbst um???

Wie weit reichen diese vermeintlichen Zwänge in uns hinein, dass sogar Belastungsstörungen, Burn-Outs entstehen können? Wie weit ist dieses "Muss" auferlegte Erfüllung eigener Erwartungen oder die Anderer?

Nun…, stellen wir mal "Gleichungen" an…
…reduzieren wir einmal kurz auf ein "Ursache-Wirkung-Modell":  Arbeit ergibt Geld. Geld ermöglicht Bezahlung von Rechnungen.
So gesehen Richtig.

Jetzt verändern wir einmal fiktiv eine Komponente: Die da heißt "Geld".
Was wäre, wenn wir anstelle von Geld, z.B. Lebensmittel verdienen würden… oder Steine… oder was weiß ich.
Womit würden wir Rechnungen bezahlen? Würden uns dort z.B. Steine "vorgeschrieben"…
Die Gleichung beginnt ob der praktischen Handhabung nun ein wenig zu wackeln. Im Prinzip jedoch stimmt sie noch immer.

Verändern wir nun die Komponente "Arbeit".
Diese fällt weg.
Jetzt wird die Sache kniffelig.
Denn… egal ob wir nun in Geld oder Steinen "rechnen"… wir benötigen diese(s), um bezahlen zu können. Haben diese(s) also bereits auf Vorrat… oder es wird eng.
Diese Gleichung nun beginnt in der Tat erheblich zu wanken.

Was nun passt für mich nicht in dieses "Gleichungs-Bild"?
Eine Art Abhängigkeit, die im bestehenden System geschaffen wurde.
Ich bin letztlich davon abhängig, entweder Geld bereits im Überfluss zu haben… oder dieses mittels Arbeit verdienen zu können, um meine Rechnungen zu bezahlen.
Besteht diese "Vorraussetzung, Grundlage" nicht, dann gibts Brösel.

Kleiner Seitenhieb an dieser Stelle, in Richtung bedingungsloses Grundeinkommen… wink

"Muss" ich also deshalb arbeiten gehen?
Rein logisch gesehen, wenn ich nicht nackt unter einer Brücke "wohnen" will… Logisch gesehen… ja.


MÖCHTE ich unter einer Brücke hausen?

Irgendwann… in grauer Vorzeit bereits… hat sogar der Steinzeitmensch begonnen, sich Behausungen zu schaffen, zu suchen.
Ja sieh einer an! Er wollte / möchte also nicht mehr im Freien hausen… zumal es auch noch keine Brücken gab… laugh Ein Bedürfnis verschaffte sich somit Form.

Wir Menschen der Moderne möchten also auch eine schöne Behausung haben. Die Bedürfnisse gehen hier bekanntlich auseinander. Manchem reicht eine kleine Räumlichkeit, manche "benötigen" halbe Schlösser.

 

Muss

Wäre es also im Sinne einer bewussten, sprachlichen Verwendung dann bedeutsam und empfehlenswert, das zuvor aufgestellte "Muss" einmal mehr als gründlich zu überdenken…?!?

 

Könnte es so sein, dass aus dem "Ich muss arbeiten gehen"… schlussendlich ein "ich möchte arbeiten gehen" viel eher "passend" ist bzw. wird? "Ich möchte Arbeit, damit ich…soundso"

Nochmal: "Ich möchte eine nette Wohnung"
Dann "möchte" ich aber nicht dafür arbeiten? Ja soll´s die vom Himmel regnen?

"Muss" ich dann noch? Oder möchte ich schon viel eher…?

 

"Ich möchte ein glückliches Leben!"

Wartest Du womöglich tatsächlich, dass Dir jemand anderer dieses Leben ermöglicht? Dass Dich ein Anderer glücklich macht? Dass ein Wunder geschieht, Dir dieses erwünschte Leben so einfach in den Schoß fällt? Ich würde meinen, dann wird Dir das Leben auf seine "charmante Weise" begreiflich machen, dass Du schön weiter warten darfst!  wink

Möchte ich ein glückliches Leben, dann darf ich meinen Allerwertesten aber sowas von rasch aus meiner Komfortzone bewegen… und etwas dafür tun! Und ich für mich, möchte dies in der Tat tun! Ich möchte nicht Mangelkind sein und diese Verantwortung auf andere abwälzen, sondern ich möchte selbst tun… und DANN dies mit anderen teilen und feiern.

 

An dieser Stelle lade ich Dich liebe Leserin, lieber Leser nochmals herzlich ein:
Halte noch einmal inne… und fühle in Dich hinein. Auf die Wirkung dieser beiden Sätze!

"Ich muss arbeiten gehen"    vs.    "Ich möchte arbeiten gehen"

Welcher der Beiden fühlt sich für Dich besser an?
Und aus welchem Grund?

Lasse Dir zur Beantwortung, zum Erfühlen dieser Antworten ruhig Zeit!

***   G E D A N K E N –  UND  F Ü H L P A U S E   ***


Ich frage Dich also nochmal:   WAS MUSST DU ???

Welchen Ausdruck schenkst Du letztlich Deinem Leben???

Jenen des "Muss"… somit eines Widerstandes, eines Kampfes, eine Zwangs und dieser Dinge…  Oder Jenen des "Darf"… somit eines Geschehen lassens bzw. aktiven Tuns, eines Empfangens, Gestaltens, Wollens…?

Wenn Du nun Lust bekommen hast, kannst Du gerne einmal alle Deine "Muss" auf den Prüfstand stellen!

Eine Sache ist mir im Zuge meiner eigenen Beobachtungen aufgefallen…:
Jedes Mal, wenn mir etwas meinen Vorstellungen, Erwartungen entgegenkam, dann war alles eitel Wonne. Weit und breit kein "Muss" zu entdecken!
Ergab es jedoch nur den Ansatz einer Schieflage hinsichtlich meiner Vorstellungen… Ohhhh… ja wie schnell trat da das "Muss" auf den Plan.
Was geschah?
Nichts anderes, als dass ich durch diese vermeintliche Schieflage, schnell an meine Komfortgrenze geraten war! Schluss mit lustig. Es galt, den Arsch zu bewegen.
Oder im Weiteren dann meine Grundsatzgedanken, meine Einstellung zu überprüfen! Somit Aufwand!
Und wir Menschen sind doch derartige Gewohnheitstiere. Machen auch gedanklich sooo gern und schnell daran fest, dass etwas am Besten immer gleich bleiben müsse. Nur ja keine Veränderung.

Nur… ist Leben auch tatsächlich IMMER gleich? Gibt es im Leben keine ständigen Veränderungen?
"Muss" das Leben immer gleich sein… oder böte grade die Veränderung erst die Chance, zu wachsen, zu erfahren, zu erfüllen…?

"Muss" ich also leben… oder darf ich…, möchte ich? Mit allem darin…


Irgendwann in meiner Kindheit schnappte ich von meinem Opa den Spruch auf: "Ich muss gar nichts, höchstens irgendwann sterben!"

Nun…
…je nachdem, wie sehr ich spirituell "veranlagt" bin, werde ich dem beipflichten. Da ich selbst an eine Art "göttliche Energie" glaube, die in menschlichen Körpern zu Gast ist, um zu erfahren… Ja da stellte ich mittlerweile selbst diese Aussage in Frage. Je nachdem, wie ich dieses "Ich" definiere…


Da nun – um den Beitrag abzurunden – im tagtäglichen Geschehen an allen Ecken und Enden ständig ein "Muss" im Raum steht, so darf ich diesmal zu folgender "Hausaufgabe" im Sinne einer Achtsamkeit einladen:
Beobachte Dich selbst in der nächsten Zeit!
Je nach Lust und Laune… in der Intensität Deiner Beobachtung.
Stelle für Dich fest, wann Du jeweils im "Muss" bist.

Eine Bitte dazu: Be- oder Verurteile Dich in diesem Zusammenhang jedoch nicht! Bedenke Dich auch nicht mit allfälligen "Selbstliebkosungen" wie "schon wieder, ich Trottel" oder Sonstigem!
Wir alle wurden bereits über unzählige Generationen in dieses "Muss-System" geboren, haben diese Muster übernommen. Es WAR so, Punkt.

Nur weil wir dies einst getan haben, "müssen" wir dies nicht fortsetzen!

Vergangenheit war damals! Raus aus diesem konstruierten Zwang!

Oder… um gleich mit "Beispiel" voran zu gehen bzw. zum "zweiten Teil" der Hausaufgabe überzuleiten:

"Nur weil wir dies einst getan haben, MÖCHTEN wir dies nicht fortsetzen!"

Wie klingt dies für Dich?

Seltsam? Abstrakt? Weil es etwa eine "neue Form" ist, zu denken. Ungewohnt…?

Doch fühle tief hinein in Dich!!! Lasse Dich von dieser möglichen "neuen Stimmung" mittragen in das jeweilige Tun! Ginge es hier aus der vermeintlichen Pflicht in eine gewollte Kür?

Welche Aussage verschafft Dir welche Energie, welches Gefühl?
Und so kannst Du jedes Deiner "Muss" auf den Prüfstand stellen!

Willst Du letztlich Vergangenheit, Stillstand sein… oder Erneuerung, Veränderung, Jetzt, Möglichkeit und Chance?

WAS "MUSST" DU…  oder… WAS MÖCHTEST DU ???

Es ist eine Entscheidungsfrage, an deren Beantwortung sich alles in Deinem Leben ausrichten wird.


In diesem Zusammenhang wünsche ich Dir eine spannende Zeit voll vieler "Aha-Momente" Deiner Beobachtung und Veränderung!
Für allfällige Anfragen stehe ich Dir natürlich gerne zur Verfügung!

Dein Blogautor
Ernold Prinz
(pscholog. Berater, Lifecoach, Biofeedback (HRV), Sachbuchautor)

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Heute beginnt der Rest Deines Lebens

Heute

Heute beginnt der Rest Deines Lebens!

Herzlich willkommen zu diesem Beitrag liebe Leserin, lieber Leser!

Es ist ja nicht so, dass gewisse "Weisheiten" erst seit gestern existieren. Nein.
Gewisse "Weisheiten" reichen über tausende von Jahren zurück in die menschliche Vergangenheit.

Es könnte nun in der Tat die Frage aufwerfen: Aus welchem Grund nun haben sich diese "Weisheiten" nie wirklich verbreitet? Wirklich großflächig Umsetzung gefunden? Bis ins Heute…
War es – auf das Grundlegende reduziert – schließlich die Angst, die alles zunichte machte…?

Denn was anderes als Angst, wären da deren Ableger namens Neid, Eifersucht, Ärger, Unzufriedenheit, Einsamkeit u.v.m….?


Keine tausende Jahre ist es nun her, dass hier zum beispiel ein bekannter Musiker und Entertainer namens Udo Jürgens ein Lied schuf.
Genau genommen ist es nun 22 Jahre her.
Der Titel des Songs: "Heute beginnt der Rest Deines Lebens"

Ich darf an dieser Stelle mal den Text zitieren:

"Von jetzt an Freiheit wagen
Heuchelei nicht ertragen
Das Glück erfassen
Statt nur suchen nach mehr

Fünf einmal grad sein lassen
Nicht in Tabellen passen
Und um die Wahrheit kämpfen

Tun, was man will
Und wollen, was man tut
Ob jung oder alt
Gilt unsre Devise

Heute beginnt der Rest deines Lebens
Jetzt oder nie und nicht irgendwann!
Schau' auf dein Ziel kein Traum ist vergebens
Heut' fängt die Zukunft an!

Von jetzt an Sein statt Haben
Nicht das Gefühl vergraben
Einander finden anstatt Worte verlieren

Über die Trägheit siegen
Und nicht das Rückgrat biegen
Nicht seinen Traum verraten

Sehen mit dem Herz
Und nie resignieren
Mit dir Hand in Hand
Alles erfühlen

Heute beginnt der Rest deines Lebens
Jetzt oder nie und nicht irgendwann!
Schau' auf dein Ziel kein Traum ist vergebens
Heut' fängt die Zukunft an!

Heute beginnt der Rest deines Lebens
Heute fängt an was du daraus machst!
Geh' durch die Nacht dem Morgen entgegen
Als ob du neu erwachst"

(Songwriter: Udo Jürgens / Michael Kunze
Songtext von Heute beginnt der Rest deines Lebens © BMG Rights Management US, LLC)

 

Wie wirkt dieser Text auf Dich? Welche Gefühle schafft er, welche davon lässt Du zu?

 

Erwecken diese Worte doch eine Art "Sehnsucht", Erinnerung an einen einstigen Traum…? Oder ist dies für Dich einzig Schnulze und irgendein hohles Wortspiel…?


WO SIND SIE DENN HIN, UNSERE TRÄUME UND ZIELE ???

Sind letztlich wieder einmal die äußeren Umstände oder eine Vergangenheit schuld?
Oder haben wir einfach nur zu früh aufgegeben, weils halt ein bisschen "anstrengend" wurde? Weg des geringeren Widerstandes? Haben wir überhaupt angefangen, Träume zu verwirklichen???

Sind wir Macher, die ihr Bestes entdecken und geben…
…oder sind wir Jammerer, die Verantwortung abgeben, die (er-)warten, hoffen?

Und wann wollen wir unseren Traum in unserem Leben verwirklicht sehen?
Zeitnah…?
Oder kommt kurz vor dem Abtreten dann spätestens das große Bedauern auf, dies und jenes an Traum nicht getan, gelebt zu haben?
Haben wir immer und immer wieder aufgeschoben…? Und stellen dann fest, dass die Zeit um ist…


HEUTE BEGINNT DER REST DEINES LEBENS !!!

Heute!
Jetzt – in dieser Sekunde!

Und dieser…

Und dieser…

Wie lange also möchtest Du noch zuwarten?
Wie lange möchtest Du womöglich Begründungen dafür suchen, das etwas nicht funktioniert?

Wo bleibt der Blick dafür, was funktioniert? Dass etwas umsetzbar wird?

Wann beginnt Dein Rest des Lebens???

Wenn wir (er-)warten, dass eine geteerte Strasse auf einen Berg führt, auf der wir gemütlich hinauffahren können… Dann werden wir mitunter lange warten!
Dann wird uns das Leben auf seine Weise lehren, dass wir schön brav weiter warten dürfen!
Sobald wir jedoch erkennen, dass wir uns die Strasse selbst schaffen dürfen…, diese Strasse mitunter gar nicht benötigen, um oben anzukommen…
Dann gehen wir ins Tun!
Dann beschreiten wir aktiv den Rest unseres Lebens!


Im Sinne einer achtsamen Betrachtung und Nutzung unserer Lebenszeit, heute und hier folgende Einladung an Dich:
Mache Dir Deine Träume einmal bewusst!!!
Und das nicht nur so mal schnell "wischi-waschi"… sondern ganz konkret!
Schaffe Dir Bilder! Gehe ins Fühlen zu diesen Bildern! Lebe sie mit dem Herzen!
Und dann öffne Dich, gib dem Leben sprichwörtlich die Erlaubnis, Dich mit Ideen zu füllen, wie Du dieses Ziel erreichen kannst!

Nicht nach herkömmlichen Gedankenmustern! Nicht dort verweilen, das bedauern, was nicht funktioniert hat. Der, der denkt und tut, was er immer getan hat, wird das bekommen, was er immer bekommen hat!

Erlaube Dir neue Gedanken, neue Wege!


Und ein kleiner gedanklicher Ausflug sei mir noch erlaubt:
Im Song-Text heißt es da gegen Schluss… "Mit Dir Hand in Hand…"

Wir Menschen sind Gesellschaftswesen.
Allerdings – letztlich obliegt unser Weg, unser Leben, einzig uns selbst!
Jedoch… wir dürfen um Hilfe bitten! Wir dürfen miteinander etwas schaffen! Gemeinsam ein Stück des Weges gehen…
Und dieses "Mit Dir…" bedeutet für mich nun, nicht einzig eingeschränkt auf Lebenspartnerschaften, Freundschaften. Dies wäre für mich so eine gesellschaftliche Reduzierungen, Einengung von Chance und Möglichkeit.
Wir alle dürfen mit diesem klassifizierenden Denken aufhören, weiter denken. Vor allem aus dem Mangeldenken heraus, dass ein Anderer micht glücklich machen könnte! Da wären wir dann wieder bei jener erwähnten Strasse…, dass jemand Anderer diese bauen sollte, damit ich…
Schwachsinn!
Jeder Einzelne von uns, kann zu diesem "Mit Dir…" werden. Jedoch aus eigener Fülle und Balance heraus. Letztlich erfüllt miteinander feiern, beschenken, teilen! Und wer könnte wirklich wiederlegen, dass mit diesem "Dir" … auch das Leben direkt gemeint sein könnte…  Alle Möglichkeiten also stehen uns offen!


HEUTE BEGINNT DER REST DEINES LEBENS !

BEGINNE !!!

JETZT !!!


WORAUF ALSO WARTEST DU NOCH ???


In diesem Sinne liebe Leserin, lieber Leser…
…hier noch der Song zum Anhören…

Die Umsetzung dessen obliegt Dir. Auch die Nicht-Umsetzung. Deine Entscheidung!!!

Dein Blogautor
Ernold Prinz
(pscholog. Berater, Lifecoach, Biofeedback (HRV), Sachbuchautor)

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Das Gefühl – Chance des menschlichen Ausdruckes

Gefühl

Das Gefühl. Ist das nur chemisch bedingte Dusselei… oder haben Gefühle einen wichtigen Hintergrund?

Herzlich willkommen liebe FreundInnen und LeserInnen!

Habe ich das korrekt ausgedrückt… nach letztem Stand des "Gender-handlings"…?

Welches Gefühl erreicht Dich bei dieser "Begrüßung" grade?
Fühlt es sich grade heraus, ganz logisch an? Oder kommt da zumindest irgendwie ein seltsames Gefühl hoch?

Und schon wären wir mittendrin im Gefühl!

Was hat es also mit dem Gefühl so auf sich… in unserem menschlichen Dasein…?

Ich will mich hier nun nicht lange in irgendwelchen Definitionen versteigen. Auch läge mir nun nichts daran, einen vermeintlichen Unterschied zwischen Gefühl und Emotion zu erläutern.
Ich würde meinen: spätestens wenn jeder von uns mit seinen Gefühlen konfrontiert ist… wen interessiert da Definition?

Wie ist das aber nun mit dem Gefühl?
Ist dies tatsächlich einzig eine Reaktion chemischer Prozesse im Körper, Ablauf von Energieflüssen im Gehirn…? Eine "Herumdusselei", eine Vergabe von Namen, Bezeichnungen dafür. Mehr nicht…?

Nun… rein biologisch (chemisch) gesehen könnte man nun in der Tat darauf reduzieren.
Die Forschung/Wissenschaft hat dies schon von längerer Zeit belegt.

Jedoch…
…selbst wenn diese Prozesse aus körperlicher, oder wie auch immer gearteter Sicht gegeben sind…
…aus welchem Grund wurde uns diese Fähigkeit gegeben?

AUS WELCHEM GRUND / ZU WELCHEM ZWECK HAT DER MENSCH DIE FÄHIGKEIT ZU FÜHLEN ?

Eine Fähigkeit, oftmals ein tiefes Gefühl zu empfinden!

Es genau nicht zu tun…???

Vorweg… ja… es existiert auch bei einem sehr bekannten Begriff, schon lange eine Diskussion aus selbem Hintergrund: Chemie oder Einbildung? Oder Tatsache?
Es geht um die viel zitierte LIEBE.

Unsere "Palette" an Gefühl/Emotion nun umfasst aber nicht nur Liebe. Da gibt es zum Beispiel den großen "Gegenspieler"… Die Angst mit all ihren "Kindern"… Wie Eifersucht, Neid, Minderwertigkeit; Wut etc. etc. Und selbstverständlich die ganze Bandbreite "dazwischen"! Vielfältig wie das Leben selbst.

Wenn wir zurückgehen in der menschlichen Entwicklung, dann war die Angst einst einmal sehr nützlich. Bog da in grauer Vorzeit ein hungriger Säbelzahntiger oder ein wütendes Mammut ums Eck, dann war Angst sicherlich hilfreich.
Egal nun, ob der damalige Mensch dann in den "Flucht- oder Angriffsmodus" überging. Was es "gebracht" hat, lasse ich mal dahingestellt…

Was ist mit Gefühlsbereichen wie Mitgefühl…? Bitte nicht verwechseln mit Mitleid!
Das sei gar das Selbe?
Bei weitem nicht!
Erlaube Dir doch mal hineinzuhören, hineinzufühlen… beide Worte langsam, sehr bedacht, genau, übertrieben deutlich auszusprechen! Am Besten vor einem Spiegel…
Und dann beobachte! Fühle hinein in Dich, was bei der Aussprache möglicherweise hochkommt!

Naaaa…?  wink


Nach einer sehr schönen und für mich stimmigen "Definition" von R. Betz zufolge, sind Gefühle da, um gefühlt zu werden. So wie ein Bonbon dazu da ist, um gelutscht zu werden!

Gefühle.

"Geh und fühle!"


Was allerdings nun geschieht seit Generationen einer Anpassung?
Wir werden in Vorgaben gepresst, in denen es oftmals nicht erwünscht, erlaubt ist, ein Gefühl zu fühlen! Oder die andere "Variante"…: wir dürfen nur das Fühlen, was uns erlaubt ist, was "angesagt" ist.

"Jungs weinen nicht!"   "Du brauchst keine Angst zu haben!"   "Reiß Dich endlich zusammen!"   …und dererlei Aussagen, sind ständige Wegbegleiter.

Gehen wir nun ebenfalls mal in die Basics kindheitlichen Heranwachsens.
Welche Ausdrucksmöglichkeiten hat den ein kleines Kind?

Kommt da mit Geburt ein derart eloquenter kleiner Erdenmensch hervor, der den Erwachsenen gleich einmal tierisch ne Ansage macht? So nach dem Motto: "Ich glaube, ihr irrt hier!"
Wohl kaum!
Das Baby schreit, ob der Dinge, die ihm in dieser kalten, fremden Welt z.B. Angst machen. Das Kind kommt aus DER innigsten Verbindung zu einem Menschen, der Mutter. Wird dann mit Geburt getrennt. Darf sich im weiteren Lebensweg Liebe erst verdienen.
Das z.B. soll keine Angst bereiten?
Nein?
Wer steht dem kleinen Kind denn als das berühmte Engelchen, der Mentor ständig zur Seite und sorgt dafür, dass möglichst erst gar keine unwahren Gedanken entstehen?
Keiner!

Wozu aber nun ist Gefühl dann nütze?


Stellt das gesamte Gefühlserleben für uns Menschen denn nicht ein riesengroßes Potential dar, uns als Mensch Ausdruck zu verschaffen?!?

Wie stellte sich für Dich das Leben dar, könntest Du Dich mit keinerlei Gefühl ausdrücken?

Erlaube Dir doch mal den Gedanken, es gäbe kein Gefühl. Nichts. Gar nichts!
Was wäre das für ein Gefühl? Nur alleine diese Vorstellung…!

Ist es für Dich liebe(r) LeserIn überhaupt möglich, rein gar nichts zu fühlen? Wie alleine fühlst Du Dich bei dieser Frage…?!?

So. Jetzt haben wir also diesen großen Schatz der Gefühlswelt.
Weshalb aber geriet diese in eine Art "Tabu-Zone"? Oder oftmals diese bewertete Trennung von Gefühlen… in "gute" und "schlechte"? "Freude" zum Beispiel darf sein, wird erwünscht, gesucht, ja regelrecht gejagt. "Trauer" hingegen wird unterdrückt, verdrängt, verurteilt.

Aus welchem Grund laufen unzählige Menschen durchs tägliche Treiben… allesamt mit Masken auf???
Gefühle äußern, zeigen…  ein "No-Go"!   "Reiß Dich zusammen!"

Auch hier in diesem Bereich, oftmals dann Auswirkungen in Form passiver Aggressivität zu bemerken.

Nur als Beispiel: Zwei Menschen treffen sich. Übliche Standardfloskeln "Wie geht es Dir?" werden ausgetauscht. Jeder stellt sich entweder total toll in seinem Befinden hin, denn "man kann ja nicht"…  Oder auch oft das umgekehrte Beispiel… alles wird ins Negative gezogen. Es geht ja soooo schlecht.
Masken! Es wird mitunter schöööön gejammert.
Kaum gehen diese zwei wieder ihres Weges, kommt dann innerlicher Groll hoch. Sei es, dass sich diese beiden über den jeweils Anderen ärgern (z.B. aus Neid, Eifersucht, etc.). Oder dass sie sich letztlich über sich selbst und ihr "Unglück" ärgern usw usw.
Und der Nächstbeste, der den beiden dann im Weiteren über den Weg läuft, bekommt diesen Groll, eine allfällige Unzufriedenheit, mehr oder minder zu spüren.

Haben wir zu diesem Zweck denn Gefühle? Um sie sozusagen "hinter Glas" zu stellen, jedoch auch hier nicht einmal zu betrachten…? Oder diese maximal an anderen unpassender Weise auszuleben…


WIE GEHST DU MIT DEINEN GEFÜHLEN UM ???

Um nochmal auf grade angeführtes Beispiel einzugehen… Oder auch eine hervorragende "Spielwiese": Beziehungen!
Was machen diese beiden… oder halt jener, der Groll, Unzufriedenheit u. dgl. empfindet, fühlt…?
Entweder, wie erwähnt, aus mangelnder Konfliktfähigkeit, vielleicht auch mangelndem Selbstbewusstsein, "sich hinten anstellen", diesen Groll dann am Nächstbesten auslassen, der einem über den Weg läuft? Diesen Nächstbesten als Blitzableiter zu missbrauchen, um eigene Verantwortung abzuschieben?
Oder… er/sie macht…  NICHTS.
Verdrängt maximal…

Der Groll jedoch… er bleibt. Er unterliegt keinem Verfallsdatum, besitzt keine Halbwertszeit. Und gärt. Und wächst…

Wer von uns nimmt sich unmittelbar oder zumindest zeitnah die Zeit, ganz genau auf dieses Gefühl einzugehen? Es da sein zu lassen…? Es zu fühlen…?!?

Kommt da jetzt etwa sowas wie… "Das kann man nicht", "Das darf man nicht", "Sowas macht man nicht", "Das gehört sich nicht" …usw. usw. usw.
Oder packts die Denkmurmel da oben auf den Schultern gleich eine Stufe trickreicher: "Dafür hab ich jetzt keine Zeit" … oder dergleichen.

Wie steht es da so mit Deinen Gedanken, Gefühlen…?!?
Ganz ehrlich!

Nimm Dir mal ein paar Minuten Zeit und lasse diese Fragen an Dich wirklich wirken!


***  G E D A N K E N P A U S E  ***


Und? Wie erging es Dir?

Zu zuvor angeführten Vorwänden darf ich an dieser Stelle dann noch ergänzen:
Wer ist alleine schon einmal "man"???  ""Man" darf das nicht!"

Wer oder was … ist diese(r) "Man"???

Das ist eine verbale Ausflucht! "Man" existiert nicht! "Man" ist eine Depersonalisierung, um es wohl leichter mitsamt Verantwortung abschieben zu können. Eine Form der depersonalisierten "Vergesellschaftlichung".
Wenn ich hier die selbe Aussage ""Man" darf das nicht!" transformierte in ein individuelles "Ich darf das nicht!", dann kommen wir alleine anhand dieser Aussage schon einen gewaltigen Schritt näher an das "Grundübel", letztlich einer Angst.

Und zudem:
Welch gewaltiger Grundsatzgedanke offenbarte sich hier…?

"Ich darf das nicht"

Sagt wer bitte!?!?!?!?

Vermutlich habe ich genau diesen Satz dann schon sehr oft in meinem Leben gehört. Ihn irgendwann geglaubt. Ihn zum Grundsatzgedanken gemacht. "Ich darf das nicht"…

Oder dann noch die andere Ausrede: "Ich habe dafür jetzt keine Zeit".
Ich meine… ja… es kann durchaus sein, dass auf die Sekunde hin vielleicht wirklich "schwierig" ist. Wenn ich zum Beispiel in einem Kundengespräch bin.
Jedoch kann mir niemand weismachen, dass zu einem zeitnahen, späteren Zeitpunkt nicht ein paar Minuten frei wären, um mich diesem Gefühl zu widmen. Es zu fühlen, da sein zu lassen!
Nicht analysieren, begründen und all diese teils mühsamen Ansinnen. Einfach nur da sein lassen. Es bewusst wahrnehmen.
Keine Zeit also … hmmm…? Im Hamsterrad der vermutlich bekanntesten Mantras der Menschheit gefangen!  wink


Im Sinne einer Achtsamkeit nun darf ich Dir folgende "Hausaufgabe" mitgeben:
Ich möchte Dich einladen, zumindest in den nächsten Tagen, ganz bewusst auf Deine Gefühlswelt zu achten!!!
Und alles, was da hochkommt, einzig mal ganz bewusst DA SEIN ZU LASSEN !!!
Keinesfalls sofort in einen schier automatisierten Verdrängungsmechanismus zu gehen und Dich sofort abzulenken!

Ja! Es wird Deine Geduld und Fokussierung fordern!
Ja! Es wird sich mitunter nicht angenehm anfühlen!

Jedoch: All diese Gefühle – sowohl "positive" wie "negative"… Sie sind Du… Du bist Sie.
Somit lade ich Dich herzlich ein:

Sei Du! Erlaube es Dir!
Du bist die einzige "Instanz", die dies zu entscheiden vermag!

Gefühl also… im Sinne der "Hausaufgabe" … nicht analysieren, Ursachen zuweisen etc.
Raus aus dem Kopf – hinein ins Herz!

Wenn Du Lust hast… notiere Dir Dein jeweiliges Gefühl… Mache an dieser Stelle Notizen, aufgrund welcher Situation dieses Gefühl kam, um später bei Lust und Laune mal hinblicken zu können!
"Positiv" wie "negativ". Ganz wichtig!

Das Wichtigste bei diesem Gefühlserleben: TUE ES MIT UND IN LIEBE!!!

Wenn sich Deinerseits Fragen auftun sollten, was dann die jeweiligen Gefühle und deren mögliche "Auslöser" betrifft, stehe ich Dir gerne zur Verfügung!

In diesem Sinne wünsche ich Dir also eine schöne Zeit voller Gefühle!

Dein Blogautor
Ernold Prinz
(pscholog. Berater, Lifecoach, Biofeedback (HRV), Sachbuchautor)

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

„Ach das passt schon!“ – Aussage eigener Verleugnung?

Verleugnung

Wie oft fällt die Aussage eigener Verleugnung, Verleugnung von Bedürfnissen, Anliegen?
"Ach das passt schon!"
Wie oft "passt", tief in uns, rein gar nichts…???

Herzlich willkommen zu einem weiteren Achtsamkeitsbeitrag!

Erneut aus aktueller, achtsamer Wahrnehmung in meinem Umfeld, stieß ich auf dieses "Thema".

Die Hintergrundgeschichte dazu:
Eine bekannte fragte kürzlich über einen Chat nach, wie es denn ginge.
Da ich erst am Nachmittag dann dazu kam, in Ruhe zu antworten, tat ich dies.
Als weiteres Statement kam dann zurück, dass sie an sich am Vormittag hinaus ins schöne Wetter wollte. Aber jetzt sei es ohnehin zu spät (das Wetter hatte sich merklich in Richtung unfreundlich verändert).

Aus einem inneren Impuls heraus fragte ich dann nach, was sie denn abgehalten habe, aus welchem Grund sie nicht eben hinausgegangen sei?
Inhaltliche Antwort: Weil sie nicht so ganz alleine wollte…
Nochmalig nachgefragt, was denn nun in dem Moment (also Vormittag bei Schönwetter) wichtig(er) gewesen sei… das schöne Wetter… oder nicht allein zu sein… Da kam als Antwort dann retour: "Ja ist eh Wurst. Egal. Wollt halt nur fragen!"

Wurst ist bekanntlich gefüllte Haut, hinten und vorne abgebunden.

Ich hake also nochmal nach, mit dem Hinweis, dass ich dies aus einem bestimmten Grund täte…
Erneut: "Ist Wurst".

Die Frage anders formuliert, ob die Bedürfnisse (welche auch immer) "Wurst" seien…, oder wichtig wären, gelebt zu werden?
Als erneute "Entwertung"…: Es wäre "nur" eine Frage gewesen.

Also erlaubte ich mir die letzte Hinterfragung: Wenn also die Beantwortung einer so einfach scheinenden Frage zur "Wurst" gemacht werde… Wie wichtig sei sie sich selbst?
Dahingehend wurde dann unwirsch abgewürgt, dass ich mit meinem "Psychogequatsche" aufhören solle.


Nun… liebe(r) LeserIn!

Wie bekannt kommt Dir so eine Situation vor…? Schon mal gehört/gesehen/erlebt?

Wie oft haben wir selbst schon, die Antwort einer Frage zur "Wurst" gemacht? "Passt schon!"


Passt es denn wirklich…?

Wie in diesem geschilderten Beispiel nun geht es doch darum, dass wir als Menschen nun einmal kleinere bis größere Bedürfnisse haben!
Menschlich!
Absolut in Ordnung!

Ob diese Bedürfnisse nun einzig aus unerfülltem eigenem Mangel entstammen… nicht Thema dieses Beitrages!  Und ja… vielleicht dürfen wir auch ein wenig auseinanderhalten, was die Art von Bedürfnissen angeht. Wenn es zum Beispiel körperliche angeht wie Essen, Trinken… na dann wird da im Sinne einer Existenzfrage wenig Spielraum für Debatte sein. Aber auch nicht wirklich Thema heute.

Ob wir diese Bedürfnisse – wie im Beispiel geschildert – nun im Jetzt erfüllen können? Punktlandung!
Dass diese Bedürfnisse – am Besten grade heraus – klar angesprochen werden dürfen? Punktlandung Nr. 2!
Und dass diese Bedürfnisse nicht durch eine floskelhafte Verleugnung abgewertet, verdrängt, zunichte gemacht werden mögen? Punktlandung Nr. 3!


Im Einzelnen nun…
Wenn zum Beispiel schönes Wetter ist draußen… Wir das Verlangen verspüren raus zu gehen…
Was hindert uns daran?
Die schier übermenschliche Anziehungskraft des Wohnzimmersofas?
Mehr nicht…?

Eine Ebene "tiefer" nun … wie im beschriebenen Beispiel…:
Wenn sich nun hier als eigentliches Bedürfnis hervortut, dass man keine Lust hat, alleine herumzustapfen…
Was hindert uns daran? Was hindert uns, konkret nach "Begleitung" Ausschau zu halten?
Oder in dem Sinne nun treffender beschrieben: Was hindert uns daran, dies ganz offen und gerade anzusprechen?
Aus welchem Grund nun erfolgt hier so eine Art "Herumgeeier" um das grundlegende Anliegen, Bedürfnis?
Dass gefragt wird, wie es mir geht… Feine Sache! Nur hier dient es einem anderen "Zweck".

Wenn nun letzten Endes nun ein Gegenüber nicht (sofort) reagiert…, wir die Gelegenheit vermeintlich verpassen… wohl eher vorübergehen lassen…
…ja was tun wir dann in der Regel?
Aufgeben? Sauer, frustriert sein? Und so weiter…  Aufgrund nicht erfüllter eigener Erwartung… Es geht also oft nicht nur um das Bedürfnis alleine…

Und dann erfolgt doch ein Kontakt, es wird in die Tiefe nachgefragt…
Schon "passt es schon". Schon wird die Angelegenheit zur "Wurst". Zur "nur eine Frage". Zur Not… zum "Psychogequatsche".
Im Hintergrund nun aber brodelt der Groll.
Sei es über sich selbst, dass man halt nicht rausgegangen ist, die Chance eben nicht genutzt hat. Sei es über die Nachfragerei… weil sich das Gegenüber erdreistet.

Mich beim Verleugnen meiner eigenen Bedürfnisse im Grunde voll erwischt hat. Sowas geht schon gar nicht!


Aus welchen Gründen gehen wir aber oftmals in solche Verleugnung eigener Bedürfnisse???
Verpacken sie maximal in ein verbales Herumeiern um das Thema, anstelle grade mit dem Anliegen rauszurücken?

Vielleicht etwa aus Angst…?
Angst davor, eine Absage zu bekommen? Angst, dem "gefragten" Gegenüber doch irgendwie zu nahe zu treten?
Zeigt sich durch den Lebensspiegel hier eine Art von mangelndem Selbstwert…?


Ich darf an dieser Stelle ganz klar auseinander halten: Selbstwert, Selbstliebe hat nichts mit Egoismus zu tun!
Ein etwaiges Bedürfnis ist auch ganz klar kein Fehler, keine Schwäche nach hinlänglich bekanntem Bewertungsmaß!

Wieder an dieses Beispiel angelehnt…:
a) Wenn es tatsächlich um das schöne Wetter geht… Aus welchem Grund könnte ich dieses nicht ebenso alleine in vollen Zügen genießen? Bräuchte ich dazu Beistand? Bestätigung? Aufmerksamkeit?
b) Oder bin ich genau bei diesen zuletzt genannten Themen? Geht es mir vielmehr um das Bedürfnis von Gesellschaft? Etwas miteinander teilen? Welche Scheu hätte ich, dies direkt anzusprechen?

Wie ergeht es uns im Leben?
Können wir auch völlig alleine genießen? Oder sehen wir uns in dieser Form getrennt…?

Und aus welchem Grund wird ein Bedürfnis dann zum "Wurst"? Zum "passt schon"?
Zum "es war ja nur eine Frage"…?


Worauf ziele ich ab?
Auf die eingangs angeführte, eigene Verleugnung! Abwertung, Hintanstellen von Bedürfnis!

In dem Moment, wo ich ein Bedürfnis habe, hat es eine Wichtigkeit! Punkt! Basta!
Sonst käme mir der Gedanke ja erst gar nicht!
Aus welchem Grund also, wird diese Wichtigkeit dann wieder bewusst negiert? Ist "Wurst", "passt schon"?

WIE WICHTIG BIST DU DIR IN DEINEM TUN, DEINEN BEDÜRFNISSEN ???


Wir alle sind erwachsen. Und ja – wir wissen, dass wir manches Mal nicht absolut gleichzeitig mit Auftauchen eines Bedürfnisses, dieses auch umgehend befriedigen können. Weil es vielleicht grade äußere Umstände nicht erlauben… (was hinsichtlich Auslegung "Umstände" auch seeehr dehnbar ist)…

Es geht mir grundlegend viel eher um die "chronische Verleugnung"! Es geht um die Anzahl der Impulse, die Menschen sich hier setzen!
Wenn Bedürfnisse ständig nach dem Motto "Wurst" und "passt schon" unterdrückt werden. Wenn grob gesagt, dauernd gute Mine zum Bösen Spiel gemacht wird, tief in uns jedoch Ärger, Frust brodeln… und natürlich weiterhin das Bedürfniss auf seine Befriedigung wartet.
Oder noch gröber ausgedrückt: "Wenn einen Scheiß etwas passt… oder Wurst ist!"

Es beginnt bereits in der Kindheit… findet im Erwachsenenalter seine Fortsetzung. In Form von ständiger Unzufriedenheit, einem Jammern, schlechter Stimmung die ins Umfeld projiziert wird. Nicht selten wird zum Beispiel in Beziehungen gerne auf den jeweiligen Partner/die Partnerin projiziert. Der jeweils Andere möge mich glücklich machen. Ja es wird gradezu die Forderung aufgestellt, dass der jeweils Andere am Besten Gedanken lesen können soll… Weiters Probleme in Arbeitsumfeldern. Entsprechende Kommunikation steht hinten an.

An dieser Stelle… Hast Du meinen letzten Blog zur passiven Aggressivität gelesen?  Falls es Dich interessiert: Am Blog-Ende findest Du einen Hinweis / Link zur den gesammelten Achtsamkeitsbeiträgen.

Genau solche Aggressivität nun vermag auch über diese Verleugnung entstehen!

Wir riskieren mitunter eher, dass wir einem Bedürfnis keinen Raum geben, es einer inneren Verleugnung, Abwertung unterziehen…
Und im "Härtefall" weisen wir dann dafür noch einem Gegenüber die Verantwortung zu. Gehen gar zu anderen jammern.

"Weil der und der nicht Zeit hatte, konnte ich nicht rausgehen ins schöne Wetter!"
"Aber es ist ja "Wurst", "passt schon"!"


Als schöne und interessante "Hausaufgabe" im Sinne einer Achtsamkeit nun, heute folgende Einladung:
Beobachte in der nächsten Zeit einmal Dein Denken und Tun!
Wann treten eigene Bedürfnisse auf? Innerhalb welcher Zeit gibst Du diesen Zeit und Raum zum Erleben, Ausleben?
Oder wo wird verdrängt … tritt oft Anwendung von vermeintlich sachlich begründeten Ausreden an deren Stelle?

Als zentrale Frage:

WIE WICHTIG BIN ICH MIR ALS MENSCH ???

Wichtig in diesem Zusammenhang: bewerte nicht, be- oder verurteile nicht! Das ist ganz sicher nicht Sinn und Zweck der "Übung"!
Sondern viel mehr darf ich hier motivieren, inspirieren… dass Du ganz bewusst, achtsam und liebevoll mit Dir selbst umgehst!

Dass Du der Erfüllung Deiner Bedürfnisse, Möglichkeit gibst!

Vielerorts wird immer von Zentrierung, innerer Mitte, Balance gesprochen. Meiner bescheidenen Meinung nach gehört dieser liebevolle Umgang und eine allfällige innere Zufiredenheit mit sich selbst, vorrangig dazu!

Eine kleine "Vorwarnung" dazu allerdings…: Sollte zur Erfüllung eines Bedürfnisses die Präsenz eines oder mehrerer anderer Mitmenschen vonnöten sein… ERWARTE NICHT!
Lade sie ein, an Deinem "Vorhaben" teilzunehmen. Aber erwarte nicht, dass dies "automatisch" so sein müsste! Mache Dein Glück nicht von Anderen abhängig!  wink

 

Abschließend wünsche ich Dir somit von Herzen eine achtsame Zeit, mit dem Fokus auf den Umgang mit Deinen Gefühlen!

Wenn Fragen bestehen… ich bin gerne für Dich da!

Dein Blog-Autor
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Ein großes Vergangenheitsthema: passive Aggressivität

passive Aggressivität

passive Aggressivität…
…ein absoluter Konfliktförderer, entstanden zumeist in der Kindheit.

Herzlich willkommen liebe LeserInnen!

Anhand eines weitreichenden Themas lässt also mitunter erneut die Vergangenheit ein weiteres Mal grüßen.

Diese erwähnte passive Aggressivität vergleiche ich bildlich so auf die Art eines "unterirdischen Kohlebrandes". Er schwelt so "unterirdisch"… also großteils völlig unbewusst… dahin. Weggeschlossene Wut über mangelnde Bedürfnisbefriedigung, indirekt kanalisiert über das Umfeld. Ein Umfeld vergiftend, manipulierend. Drückt sich in dem Sinne zu sehr hohem Prozentsatz selten direkt aus. Wirkt jedoch teils massiv – und vor allem auf Dauer verheerend – in der unbewussten, zwischenmenschlichen Kommunikation.

Was ist diese passive Aggressivität nun?
Alleine vom Klang her könnte man hier schon eine gewisse "Zerrissenheit" fühlen. Denn einerseits fällt hier das Wort "passiv", andererseits "Aggressivität". Und herkömmlich kennen wir besagte "Aggressivität" viel eher aus einem oft ziemlich "aktiven Geschehen". Wie also kann eine aktive Aggressivität gleichzeitig passiv sein…?
Irgendwie also scheint hier ein "Widerspruch" vorzuliegen.

Gemäß dem ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) wird die passive Aggressivität tatsächlich als Persönlichkeitsstörung geführt.
Beschrieben wird diese Aggressivität mit einer Art Trotzverhalten, dass sich über eine Pubertät hinaus manifestiert. Dieser Widerstand richtet sich gegen (zumeist autoritären) Anforderungen mit einer durchgängig negativen, angstbeeinträchtigten und abwertenden Grundhaltung. Es handelt sich um eine Einstellung, die einerseits Menschen zu unterstützen scheint. Sich gleichzeitig jedoch gegenüber Anforderungen in passiven Widerstand versetzt. Entweder haben die "Betroffenen" keine sozial angemessene Kompetenz im Umgang mit Ärger und Wut gelernt, oder sie haben Angst, dass die Durchsetzung ihrer eigenen Bedürfnisse gehemmt oder behindert wird (mangelnde Konfliktfähigkeit). Die negativistische Persönlichkeit zeichnet eine besondere Ambivalenz von beobachteter (dennoch-)Zustimmung und (dennoch-)Verweigerung aus. Also oftmaliger Bedürfnisbefriedigung und Bedürfnisunterdrückung gleichzeitig. Oder sich wechselnd.

Menschen in dieser passiven Aggressivität fühlen sich von anderen oft missverstanden, können anhaltend über persönliches Unglück klagen. Sind häufig und "gerne" streitsüchtige Zeitgenossen. Zeigen sich gegenüber Kritik sehr empfindlich, üben jedoch im Gegenzug gerne übermäßig und scharf Kritik. Teils sogar vermengt mit regelrechter Verachtung, was ihre Position keinesfalls verbessert. Sie begegnen vermeintlich "glücklicheren" Menschen mit Neid, Missgunst, Groll oder einem eigenartigen, kaum nachvollziehbaren Wechselspiel zwischen feindseeligem Trotz und (teils mitunter schier unterwürfiger) Reue.
Die zutage tretende Zwiespältigkeit im Denken und Handeln und das geringe Selbstwertgefühl, das aus einer solchen Einstellung entsteht (ständige fremd-Abwertung schlägt meist in eine selbstzerstörendede selbst-Abwertung um). Sie führen unbewusst oft zu Auseinandersetzungen und Streitigkeiten mit dem Umfeld. Wiederum daraus resultierende Enttäuschungen werden auch häufig auf andere projiziert, Schuld anderen zugewiesen.

Klingt doch richtig übel, oder?

Das "üble" an dieser Sache ist: wie schon zuvor beschrieben… es tritt nicht wirklich offen zutage!

Es gibt selbstverständlich hier gewisse "Anzeichen", die man sowohl im eigenen Verhalten, als auch im Verhaltenen eines allfälligen Gegenübers beobachten kann.
Doch… wie bei jeder Beobachtung bedarf es hier eines absolut offenen und ehrlichen Willens dazu. Einer inneren Bereitschaft, sich selbst auf den Grund zu gehen!

Ist dieser nicht vorhanden, läge es im Grunde in der "Eigenschaft" dieser aggressiven Passivität, dass man sich selbst sozusagen "in den Sack lügt" und auch in diesem Zusammenhang die Verantwortung von sich weist.

Auffällig wird im Grunde eine solche "Beeinträchtigung" im Falle auftretender Inkongruenz des Denkens und Handelns. Es offenbart sich in einem Widerspruch des Denkens (Fühlens) und Handelns.

Zum Beispiel im allseits beliebten Arbeitsbereich: Ein Mitarbeiter erhält von seinem Vorgesetzten Lob. Erhält vom Chef gleichzeitig noch ein oder zwei Empfehlungen, kleine Bereiche vielleicht noch umzustellen. Der Mitarbeiter blendet mitunter das Lob dann völlig aus. "Sieht" nur mehr die beiden "Anregungen" als Kritik.
Und jetzt kommt die passive Aggressivität in ihrer Erscheinungsform an die Reihe.
Der Mitarbeiter macht die bekannte "gute Mine zum bösen Spiel". Lässt in Richtung Chef nichts von empfundenem Ärger durchblicken. Lächelt gar…
Dann kehrt der Mitarbeiter zu Kollegen zurück… und lässt an dortiger Stelle zum Beispiel seinem Frust mal so richtig freien Lauf.
Oder noch "schlimmer": frisst auch dort seinen Frust weiter in sich, wertet sich auf´s Übelste selbst ab. Und geht in passiven Widerstand.
Setzt die Anregungen des Chefs ohnehin nicht um. Geht sogar soweit, dass er durch "passiven" Widerstand gar auch noch Arbeiten von Kollegen boikottiert.

Klingelt da was?

Und das ist jetzt nur eines von vielen "Beispielen", wie sich diese passive Aggressivität ausdrücken kann.

Ein weiteres bekanntes Beispiel einer solchen "Auswirkung": Wenn es zum Beispiel einen Konflikt gibt… und eine Seite dann vehement schweigt. Also sein Gegenüber dann über Gedanken und/oder Gefühle völlig im Unklaren lässt. Im Inneren jedoch brodelt es und dieser Mensch geiselt sich nach allen Regeln und Künsten.

Oder die Menschen (sie)…

  • sie stimmen zu, etwas zu tun, um dann vorzugeben es vergessen zu haben oder bringen es nicht zu Ende.
  • sie schwanken zwischen feindseligem Wiederstand und Reue.
  • sie sind mürrisch und streitlustig, ohne irgendwelche konstruktiven Ideen anzubieten.
  • sie machen andere für alles verantwortlich, während Sie Verantwortung vermeiden.
  • sie beklagen sich, nicht gebührend gewürdigt und durch Andere missverstanden zu werden.
  • sie äußern Neid und Missgunst gegenüber denen, die Ihrer Meinung nach mehr Glück haben.
  • sie strafen jemandem mit Schweigen, aber lassen die Person nicht wissen warum.
  • ihnen fehlt das Selbstvertrauen, Ihre Gefühle und Wünsche auszudrücken, aber erwarten von Anderen zu wissen, was diese sind.
  • sie bieten öffentlich Unterstützung an, aber indirekt verzögern, wiedersetzen oder schwächen sie die erfolgreiche Umsetzung einer Aufgabe.
  • sie überdecken Ihre positiven Anmerkungen mit Sarkasmus und/oder negativer Körpersprache.
  • sie sind freundlich und hilfsbereit Anderen gegenüber, aber erniedrigen sie hinter ihrem Rücken.
  • sie prophezeien negative Ergebnisse bevor Sie überhaupt mit einer Aufgabe beginnen.
  • sie unterdrücken Ihre Gefühle, aus Angst vor Konflikt, Enttäuschung oder Versagen.
  • sie reagieren auf unerwünschte Autorität mit verdeckten, unehrlichen Handlungen.
  • sie kritisieren Ihre Kollegen unangemessen.
  • sie äußern andauernd übertriebene Beschwerden über Ihr eigenes Unglück.

(Auszug aus: Siegmund Linda. Passive Aggression: Ein leicht verständlicher Schritt-für-Schritt Ratgeber zum Umgang mit verborgenen Aggressionen (Passive Aggressivität))

Reichen diese Beispiele als Beobachtungsansatz???


Woher kommts nun aber?

Nein… auch diesmal haben sich´s die Menschen nicht mit Strohhalmen aus dem Boden gesogen.

Diese Verhaltensmuster entstehen – wie schon oft – in einer Kindheit, in einer Zeit der Anpassung an Liebe gegen Leistung, an diverse Vorgaben und Erwartungen eines Umfeldes.
In dessen Zuge darf ein Kind seine Meinung, seine Gefühle mitunter wenig bis gar nicht ausdrücken. Oder man lehrt dem Kinde zum Teil, welche es an welcher Stelle auszudrücken hätte… oder auch nicht.
Ein Kind fühlt sich nicht wahrgenommen. Nicht ernst genommen.
Das Kind geht in Trotzhaltung.
Und wie wiederum reagiert das Umfeld darauf?

Die Bandbreite ist auch hier groß. Zumeist jedoch geht diese Reaktion in Richtung Unmutsäußerung. Ob das "Umfeld" nun lautstark mittels verbaler Zurechtweisung und Konsequenz reagiert, ob es gar handgreiflich wird und so Einstellungen, Gedanken und Gefühle des Kindes negiert… oder natürlich auch über diese passive Aggressivität reagiert…
…im Grunde wird diesem "Schwelbrand" hier Nährboden verschafft. Ein Teufelskreislauf beginnt.


Woher weiß ich das nun wieder?

Hätte ich die Weisheit mit dem Löffel gefressen? Nein!
Es bedurfte auch erst einiger Lektionen und gewisser Gedanken- und Gefühlsansätze, mein Denken und Tun einer gewissen "kritischen Bewertung"… oder besser… Analyse zu unterziehen!
Es bedurfte einiger Geduld mir selbst gegenüber, da gewissen Dingen die Zeit zur Entwicklung zu lassen.
Schlussendlich einer gewissen Akzeptanz meiner selbst, dass dies nun eben auch ein Teil von mir war oder ist. Dieser Teil, jene Muster, die ich in meiner Kindheit vorgelebt bekam… und irgendwann unbewusst übernahm. Lebte. Andere und mich selbst damit belastete.

Jedoch wie ist das mit dem Puzzle-Spielen? Bringt man da auch das gesamte Bild auf einen Schlag in Betrachtung? Oder ist so manches "Teilchen" eine Sache höchster Konzentration?
Kleinarbeit, Teil für Teil auszuprobieren, zusammenzufügen. Und wie oft hat man beim Puzzle ein und dasselbe Teil mehrfach in Händen, ohne dass es sofort passend ist…?
Wie im richtigen Leben also…  laugh

Was will ich letztlich damit zum Ausdruck bringen?
Nichts ist unmöglich!
So auch nicht eine Veränderung in diesem passiven Aggressionsdenken!

Ebenfalls wie im richtigen Leben – manches Mal benötigt es eben mehrere Anläufe, mehrerer Lebenssituationen, in denen man seine "Ohrfeigen" abholt.
Es brächte nun wenig, gleich mit der "Schuldkeule" zu schwingen gegen die damalige Kindheit…, gegen ein Umfeld… oder dergleichen. All diese Menschen darin wussten es zu jedem einzelnen Moment auch nicht besser. Konnten aus Ihrer Haut genauso wenig heraus, wie wir heute.
Genauso wenig brächte es besagte "Keule" gegen uns selbst zu schwingen. Für uns – als Kinder – war damals die Situation so. Und Punkt. Es war damals!

Heute nun ist aber nicht damals!

Heute sind wir in der Lage, jede Situation, jeden Gedanken, jedes Gefühl, erneut und ganz genau unter die Lupe zu nehmen.
Im Heute haben wir eine Sprache, mit der wir sehrwohl unseren Gedanken und Gefühlen Ausdruck verleihen können.
Und "zur Not" können wir auch eine Konfliktfähigkeit erlernen, sodass wir selbstverständlich nicht gleich jedem Nächstbesten unsere Wut um die Ohren schmeißen… jedoch auch dem in angemessener Form Ausdruck verleihen können.
Nicht in beschuldigender, anklagender Form… sondern aus einer Ich-Form heraus.

Und wenn wir bei diesem Ausdruck auch einräumen, einen "Fehler" gemacht zu haben…
…WIR SIND MENSCHEN!
Menschen dürfen "Fehler" machen, denn daran können sie wachsen. Fehler darf in diesem Kontext keine Anklage, kein Festnageln sein. Sondern als Momentaufnahme dessen, was in diesem Moment nicht funktioniert, gepasst hat. Es ist auch kein Schuldgeständnis oder gar Ausdruck von Schwäche! Im Gegenteil!
Wir sind in der Lage, über diese "Fehler" in der Chance, Vielfalt zu entwickeln. Nicht verbeißen an einer oder wenigen Dingen, sondern eine Öffnung des Geistes für Vielfalt schaffen. Eben mitunter ungewohnte Wege zu gehen.


Im Sinne einer folgenden Achtsamkeit darf ich jeden nun herzlich einladen…:
Beobachten!
Am Besten beginnend bei sich selbst!
Und selbst, wenn einem Anzeichen dieser passiven Aggressivität am Gegenüber eher auffallen sollten… Denken wir liebevoll an den Lebensspiegel!

Beobachten also, den Geist öffnen für dererlei Dinge! Zulassen.
Das ist schon die "halbe Miete"!

Zur Veränderung letztlich gibt es genug Lektüre, in die sich jeder einlesen kann. Es bedarf keiner teueren Medikamente oder Therapien. Es bedarf nur eigenem Willen und Liebe.
Freilich kann sich jeder auch ein wenig Hilfe beiziehen. Ich – für meinen Teil – tue das mittlerweile sehr gerne. Denn sich selbst gegenüber hat man oft eine gewisse "Blindheit".

In diesem Sinne also wünsche ich Euch eine spannende Zeit der Beobachtung!
Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Habt eine schöne Zeit!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Das Helfersyndrom – eine positive Erscheinung?

Helfersyndrom

Das Helfersyndrom.
Ist ein Mensch, der mit dieser "Charaktereigenschaft" verbunden ist, ein Segen für sein Umfeld, für sich selbst…
…oder unterliegt dieser Mensch vielmehr nur einer Angst hinter einer Angst? Ist es letztlich ein Zeichen eigener Hilfsbedürftigkeit?

Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser!

An sich nochmals angestoßen durch einen kürzlichen FB-Beitrag…, wie es auch ein Kapitel meines neuen Buches umfasst…, erlaube ich mir da einmal ein paar Gedanken zu äußern.

Helfersyndrom also…
… klingt irgendwie krank, so ein wenig übel… oder?

Nun, das „Helfersyndrom“ symbolisiert in der Regel ein Modell seelischer Probleme. Vielfach „versteckt“ findet man dieses Syndrom im sozialen Berufen wieder, wo es ja definitiv darum geht, anderen Menschen zu helfen. Oftmals den Glauben, helfen zu müssen, da sie ihren Alltag nicht anderwertig bewältigen können.

In der heutigen Psychologie, mitunter auch Psychotherapie wird dieses Helfersyndrom mitunter auch einer Konfliktbewältigungsstrategie zugeschrieben, die in sich mitunter eine Art Abwehrmechanismus darstellen kann.

Wie kommt es nun dazu?

Meine These lautet: Dies alles entsteht im Zuge der kindlichen Anpassung!
Laut diesem Seelenproblem-Modell nun hat ein vom „Helfersyndrom“ Betroffener zumeist ein schwaches Selbstwertgefühl und ist irgendwann auf seine Helferrolle total fixiert. Dieses unbedingt Helfen… beziehungsweise „gebraucht- werden-wollen“… dieser Anspruch an seine Hilfe also… kann mitunter zu einer regelrechten Sucht ausarten. Der Betroffene versucht in seiner „Helferrolle“ ein Ideal zu verkörpern, dass er selbst, z.B. bei seinen Eltern…, oder generell in seiner Kindheit vermisst hat! Also hier schon deutlicher Hinweis auf den Unterschied des Denkes uns Fühlens des Kindes… und das des erwachsenen Umfeldes!

In groben Fällen vermag diese Hilfsbereitschaft im weiteren Verlauf – anfänglich meist unbemerkt – zu einer Selbstschädigung / Selbstaufopferung und Vernachlässigung von eigenen sozialen Kontakten führen.

Nicht selten unterschätzt der Betroffene auch seine Grenzen… oder Grenzen eines Möglichen und ignoriert mitunter irgendwann auch die Frage, ob die Hilfe überhaupt erwünscht oder sinnvoll ist.
Er wird oftmals zum „Einzelkämpfer“… lehnt also Hilfe anderer ab.
Und wie bei vielen Dingen, die sich „überspitzen“… sind dann – grade im Falle von Zurückweisungen oder Kritik – Erscheinungen wie Depressionen oder sogar Burn-Out möglich. Oder schlimmere Dinge, wie das tägliche Weltgeschehen nur allzu oft „beweist“.

Und dann noch so ein anderer Gedanke…

Ich spreche da mal das große Thema der "Liebe" an. Erst heute erreiche mich da wieder eine Darlegung, dass es als jeweilige Verantwortung gesehen wird, den Anderen glücklich zu machen. Dass Liebe eine Sache von Investment und Return-on-Investment sei. Schlichtweg also eigentlich nüchterner Handel.

Was nun, wenn dieses vermeintliche Pflichtgefühl einer Verantwortung, eines Investments, auch ursprünglich einem solchen "Helfersyndrom" entspringt? Wenn ein Mensch dem Glauben unterliegt, dass er eben investieren müsse, um geliebt zu werden? Investieren… lediglich ein anderes Wort für "helfen"…?

Wird hier vielleicht gar schon ein altes Muster erkennbar…? Liebe gegen Leistung… Sprechen wir allerdings hier tatsächlich noch von Liebe…?

 

Wie nun kann es zu einem schwachen Selbstwertgefühl kommen?

Indem ein Kind schon vielfach erfährt, dass es so, wie es ist, nicht in Ordnung ist!
Freilich – Kritiker mögen mir nun entgegen halten, dass ein Kind gewisse Regeln des Lebens erlernen muss.

Zuerst jedoch würde ich hier schon einmal dagegen halten: "Muss" das Kind?
Egal nun, ob für dieses "Muss" dann "Abwandlungen" wie z.B. "soll", "hat zu" und alle Möglichkeitsformen verwendet werden.

Wie verhält es sich denn? Das Kind wird in ein vorgegebenes Regel-Korsett seines Umfeldes gezwängt. Ob es will oder nicht.
"Lerne, damit aus Dir mal etwas wird!"
Das Kind IST also noch nicht, es muss erst werden.

Ich könnte an verschiedensten Erlebnissen aus meiner Kindheit wohl ganze Bände füllen. Erlebnisse, die mir immer und immer wieder zeigen sollten, dass meine Meinung einen feuchten Kehricht wert war. Ja selbst vermeintlich positiv scheinende Dinge, erfuhren selten bis gar keine Anerkennung.
Wie also sollte großartig Selbstwert entstehen?

Ist das Helfersyndrom also in gewissem Maße Zeichen einer eigenen "Hilfsbedürftigkeit"? Letztlich eines Mangels an Selbstbewusstsein, Selbstwert?

Es würde nun zu weit ausufern, hier alleine schon die sprachliche Anwendung heranzuziehen, um teils systematische Demontage von Selbstwert, Selbstbewusstsein zu demonstrieren.
Gleichzeitig nun ein schöner "Schwenk" zum Helfersyndrom.

Wenn ein Kind also auf vielfältige Weise wenig beachtet, anerkannt wird, Liebe gegen Leistung erfolgt…
…dann käme man durchaus leicht auf jenen Gedankengang, dass man als Kind "HELFEN" müsste.

HELFEN, um wenigstens hier "Anerkennung" zu erhalten.

Das Surreale an dieser Situation ist ja…: Wie soll ein Kind aus seinem Kind-Sein heraus großartig in der Erwachsenenwelt HELFEN können? Die Gedanken- und Gefühlswelt klafft hier dramatisch auseinander.
Aber das Kind versucht es trotzdem auf seine Weise.
Dass hier mitunter jedoch eine Art "Teufelskreis" ensteht, der sich sukzessive ausweitet… Dies wird teils grob missachtet.


Eine Analyse von vielen Beziehungsmustern in diesem „Dunstkreis“ des „Helfersyndroms“ ergaben eine oft ziemlich klare „Dreiecks-Beziehung“… auch als „Drama-Dreieck“ bekannt! Die Rollen darin sind klar definiert:

Opfer… Verfolger… Retter!

Oftmals zu beobachten, dass 2 oder 3 dieser Rollen, in einer einzigen Person wechselwirkend zu finden sind!

Nicht das mich hier jetzt jemand falsch versteht und mir unterstellte, dass wirklichen Opfern nicht geholfen gehörte!
Dies steht völlig außen vor!

Doch „Kandidaten für ein Helfersyndrom“ sprengen diesen „Hilfsrahmen“ oftmals bei weitem, indem sie schon beim kleinsten „Fingerzeig“ von „Opferrollenspielern“ tätig werden!

„Opferrollenspieler“…?

Ooooohhh … welch schier unglaublicher Ausdruck…!?

Und doch gibt es sie zuhauf! All die armen „Opfer“-„Rollenspieler“…
…die Jammerer…
…die einfach nur ihren Arsch nicht hochbekommen wollen… und es lieber über diese Schiene versuchen, über die dann sogleich agierenden „Helferlein“ eigentlich ihrer eigenen Verantwortung zu entgehen! „Irgendein Trottel wird schon was machen…!“

Es gibt – trocken ausgedrückt – also durchaus viele Menschen, die diese "Hilfsbereitschaft" Anderer nach Strich und Faden ausnützen. Wohl zumeist als versuchter, unbewusster Mangelausgleich auf verschiedenen Ebenen. Teils auch aus reiner Absicht.

Und eben die Gegen- oder "Helfer"-Seite. Jene, die wie zuvor schon erwähnt, im "schlimmsten Fall" irgendwann eigene Grenzen längst überschritten haben. Sich vor lauter Drang, gemocht, anerkannt, geliebt zu werden, selbst übernommen, ausgebrannt haben.
Selbst jedoch dann Hilfe annehmen, liegt bei diesen Menschen oft fern, zumal sie es fataler Weise als eigene Schwäche auslegen.


Was aber nun hat dies mit der Angst zu tun? Gar einer Angst hinter der Angst?

Nun…
…wie immer mag die Lösung sehr einfach klingen.

Einerseits haben Menschen mit Helfersyndrom aus früher Anpassung jene Angst übernommen, dass sie ohne Helfen nichts "wert" sind. Nicht anerkannt, geliebt werden. Sich sehr leicht u.a. als ausgeschlossen fühlen u.v.m.
Andererseits reicht in dieser "Helfer-Konstellation" die Angst noch eine Ebene tiefer.
Diese eben beschriebene Angst ist sicherlich unangenehm für den Betroffenen. Teils konnte ich in diesem Kontext beobachten, dass manche Menschen "Hilfeschreie" aussenden. Aber letztlich kennen sie nur diese Form der Anpassung, dieses Lebens. Es bedarf hier tiefreichender und sensibler "Vorgehensweise", um die Menschen einmal erkennen zu lassen.
Wobei…: Ein häufig auftretendes Phänomen ist, dass genau diese Menschen im Leben selbst immer und immer wieder mit Situationen konfrontiert sind, in denen ihnen diese "negativen" Auswirkungen vor Augen geführt werden. Mitunter sehen sie jedoch "den Wald vor lauter Bäumen nicht".

Es bedarf also – wie in vielen Dingen des Lebens – einer gewissen "Leidensdruckgrenze". Eine Grenze, die erst überschritten werden muss, damit der Mensch endlich in die Gänge kommt. Vorher wird keine Veränderung geschehen. Nur wird der Mensch – ebenfalls in schon in der Kindheit – schon gut darauf trainiert, zu verdrängen. Was bliebe dem Kind denn anderes übrig? Sollte es zu den Eltern etwa sagen "Vater, Mutter… ich glaube ihr irrt hier!"…?
Das habe ich – in meiner Kindheit – ganz sicher bleiben lassen! Denn jegliche Form von Widerstand wurde mit Konsequenzen belegt. Nicht selten auch körperlich Spürbare.
Je stärker Kinder jedoch an verminderten Selbstwert, Selbstbewusstsein, angepasst wurden, umso höher liegt meist diese Grenze. Eine beinahe "Perversität" des Lebens.

So. Und dann kommt also noch die Angst vor zuvor beschriebener Angst hinzu. Potenziert sich also nach oben. Der betroffene Mensch will dieses unangenehme Gefühl des nicht geliebt/angenommen Werdens nicht erleiden. Diese Angst vor Ablehnung.
Der Mensch entwickelt irgendwann eine Angst vor dieser Angst.


Wie kommt ein Mensch also raus aus diesem Hamsterrad???

Es gibt kein Patentrezept.
Dies ist eine höchst individuelle Sache. Eine "Sache", mit der sich mein Tun befasst.

Letztlich läuft es jedoch auf gesunde Achtsamkeit, Selbstliebe hinaus.
Und: zu keiner Zeit ist alles verloren!

Heute… da sind wir keine Kinder mehr. Heute stehen wir auch nicht mehr in dieser Abhängigkeit. Heute können wir für uns selbst festlegen, wie wertvoll wir sind!
Es ist "erlernbar" – so doof sich das womöglich auch anhören mag…!

Helfen an sich ist eine schöne Sache.
Jedoch habe ich für mich erfahren, sie ist dann schön, wenn ich das Helfen in keiner Weise BRAUCHE. Um mich z.B. gut zu fühlen.
Wenn ich helfe, dann rein und aus tiefstem Herzen.
Und: Ich habe gelernt, zu fragen! Gleich z.B. einem Feedback, überschritte es für mich meine Verantwortung, wenn ich einfach ungefragt helfe.
Wenn mein Gegenüber NEIN sagte, dann ist das eben so. Dieser Mensch ist "erwachsen" genug, um darüber zu entscheiden.


Ja. Dieses Helfersyndrom hat auch mein Leben beeinflusst. Mich bis zuletzt in Situationen gebracht, die ich als "Boten des Lebens" sehe. Als Wecker, Einladung, Aufforderung, gegebenenfalls etwas zu ändern.
Selbstwert, Selbstliebe hat so gar nichts mit irgendwelchem Ego-Mist zu tun. Sondern es ist für mich einzig ständige Aufforderung einer Prüfung des IST.
Nicht einmal Selbstwert oder Selbstliebe ist eine starre Sache, sondern Bewegung. Wie das Leben selbst.

Im Sinne einer Achtsamkeit darf ich also einladen, mal tiefer in sich zu fühlen. Die Motivation zum täglichen Tun ehrlich zu hinterfragen.
Hineinzufühlen in die Tiefe, ob da womöglich so ein leichtes Unbehagen feststellbar ist.

Wer Fragen hat, kann sich gerne melden!

Ich wünsche Euch eine schöne Zeit einer eigenen Bewusstheit, eines Selbstwertes und respektvoller Begegnung!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Ich gebe etwas, jemandem eine Chance…

Chance

Etwas oder jemandem eine Chance geben. Wovon sprechen wir hier?

Ich darf heute auf meine Weise erneut hinter die Kulissen blicken, hinterfragen, einem Herzgefühl, einer Erkenntnis dessen folgen, sie zum Ausdruck bringen…


Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser zu diesem Beitrag!

Da es sich so zu einer Vorliebe entwickelt hat, gewissen sprachlichen Äußerungen einmal auf den Grund zu gehen, darf ich mich dieses Mal dieser Aussage, "Ich gebe etwas, jemandem eine Chance", intensiver auseinander setzen. Nicht zuletzt, weil aus dieser unscheinbaren, gar positiv gemeinten Aussage, mitunter heftiges Konfliktpotential entstehen kann!

Freilich…
…schon aus alter Gewohnheit wird dieser Satz, diese Aussage jetzt nicht außergewöhnlich scheinen. Auffallen. Aufgrund sehr langer sprachlichen Gebrauches, hat sich das halt so eingebürgert.

Aus der gängigen Verwendung nun könnte man zum Beispiel ableiten, dass diese Aussage eine durchaus positive Wirkung haben könnte. Es wird etwas, jemandem, eine Chance zu etwas gegeben. Also eine Möglichkeit für etwas, jemanden. Toll!

Als eifriger Beobachter der Sprache stoße ich hier jedoch auf Widerspruch. Im Grunde genommen auch auf absolut bewertendes Objektdenken.
Die Oberflächenstruktur dieses Satzes ist unvollständig, für mich nicht wohlgeformt. Die Verbindung zur Tiefenstruktur fehlt. Und dem will ich mich nun widmen.

Rufen wir uns also am Besten diese Aussage konkret in Erinnerung. Und um es noch wirkungsvoller zu gestalten, personifizieren wir das ganze und "untermalen" das noch mit ein bisschen "Hintergrund".

Wo wird diese Aussage sehr gerne getroffen?
Zum Beispiel in Arbeitssituationen, in Beziehungen.

"Ich gebe Dir noch eine Chance!"

Der Chef wendet sich damit an den Mitarbeiter.
Ein Partner/eine Partnerin eben an sein/ihr Gegenüber in der Beziehung.

Wenn ich diesen Satz betrachte… Was ist unstimmig, was fehlt?
Zuerst schon einmal das Wort "noch".
Aus einer sprachlichen Intuition nun würde ich ableiten, dass entweder zuvor schon zumindest eine Chance gegeben wurde. Deshalb "noch" eine. Oder es fand zumindest vorher ein Ereignis, ein Verhalten, statt, welches nicht unbedingt das erwünschte Ergebnis erbrachte.

Und damit bin ich auch schon bei dem Wort "Chance".
Was beinhaltet diese? Was ist genau damit gemeint?

Derjenige, der diese Aussage tätigt, diese "Chance" gibt, erwartet also offenbar etwas. Hat mitunter eine ziemlich genaue Vorstellung, was der Mitarbeiter, der/die PartnerIn, innerhalb dieser erfüllen soll.
Ist also letztlich dieser wohlklingende Name der "Chance" nichts anderes, als sprachliche Tarnung letztlich einzig eigener Erwartung?!
Befinden wir uns hier nicht glasklar in einem bewertenden Objektdenken? Die Chance gilt als erfüllt, wenn es meinen Vorstellungen entsprechend erledigt ist. Und die Chance ist vertan, wenn nicht. Dann hat es Konsequenzen. Der Mitarbeiter verliert mitunter seinen Job. Eine Partnerschaft geht in die Brüche.
Das ist doch Handel!
Die sogenannte Möglichkeit (Chance) zu einer Verbesserung einer Sache, Situation etc. etc….nichts Anderes, als eine Art manipulatives Korrekturdenken. Mitunter auch Wunschdenken.

Und noch so als Zusatz: Fühle mal in diese Aussage hinein…! Für mich entsteht hier auch emotionell, energetisch eine Art Ungleichgewicht. Der, der Chance gibt, erhebt sich über den Anderen. Für mich nicht Großmut… sondern ziemlich augeklügelt verschleierte Überheblichkeit. Ego.

Die vorige Aussagebeispiel nun etwas anders formuliert:
"Ich gebe dem Mitarbeiter die Chance, dass er die ihm gestellte Aufgabe zu meiner Zufriedenheit erledigt."
"Ich gebe meinem Partner/meiner Partnerin die Chance, den begangenen Fehler zu berichtigen". In gerne verwendeter "Abwandlung" dieser Aussage: "Ich gebe der Beziehung noch eine Chance".
In beiden Fällen also meiner Vorstellung zu entsprechen.

Die Tiefenstruktur des Satzes wird schon langsam sichtbar. In beiden Fällen legt es offen, dass eben etwas nicht nach meiner Vorstellung gelaufen ist.
Und als Referenz zu dieser Tiefenstruktur könnte man nun darlegen, dass hier unbewusst gewisse Glaubenssätze, Regeln, Werte, innere Landkarten, heftig am Wirken sind. Wie genau etwas zu sein oder nicht zu sein hat! Also wie die Erledigung auszuführen ist, das Ergebnis auszusehen hat. Wie die Beziehung auszusehen hat.
Letzlich diese Glaubenssätze, Regeln, inneren Landkarten, aufgrund eigenen früheren Erlebens und Fassens von Gedanken und Emotionen, entstanden sind. Gespeichert wurden…

Und jetzt kommt die große "Gegenfrage": Und was wenn nicht?!? Was wenn diese Chance also vermeintlich "verplempert" wird…???
Respektiere ich damit noch mein Gegenüber? Lasse ich damit meinem Gegenüber noch sein/ihr Ich-Sein, seine/ihre Verantwortung? Oder greife ich damit in diese ein? Bin ich hier nicht im absolut bewertenden, gar verurteilenden Objektdenken…?

Ist eine solche "Chance" womöglich eine kaschierte Hoffnung, in gewisser Weise Abgabe von eigener Verantwortung?
Ich gebe jemand anderem eine angebliche Chance… weil es einfacher ist, eigene Mängel, Glaubenssätze, Regeln, innere Landkarten, auf das Gegenüber zu projizieren. Anstelle dieses eigene Chancen-Denken einmal zu hinterfragen. Weil es leichter ist, im Falle des "Versagens" die "Schuld" dem Anderen zuzuweisen.

Im Bereich Hirnforschung gibt es einen bekannten Vertreter dieser "Zunft", Pfof. Gerald Hüther. Ich habe hier für Dich liebe(r) LeserIn einen ca. halbstündigen Vortrag von ihm, in dem er sich fachlich, jedoch verständlich zum Thema Erwartungen, eigenen Vorstellungen ausdrückt. Und diese sind eben nicht unerheblich bei der genaueren Betrachtung der vermeintlichen Chance.

Viel Wissenswertes und Interessantes mit dem Beitrag:

 

Willkommen zurück! Konnte Prof. Hüther Dir verständlich machen, wie Erwartungen, Vorstellungen und zumeist folgend Forderungen, entstehen, funktionieren und wirken? Alles also Produktion unseres Gehirns!

Ein anderes Beispiel nun:
"Ich bewerbe mich bei einer Firma und erschaffe somit die Chance auf einen Job". Auch fein.
Wovon nun wird es abhängen, ob ich den Job bekomme?
Letztlich, dass genau ich die Vorstellungen, Erwartungen des Personalers, Chefs, erfülle?
Ja oder ja?
Ist das dann letztlich wirklich Chance…? Oder auch wieder nur verdeckter Handel? Angebot (Job) und Nachfrage (Bewerbung)…

Oder noch ein anderes Beispiel:
"Das Leben bietet viele Chancen". Klingt auch sehr gebräuchlich.
Worauf zielt dies jedoch ab? Wie wären diese Chancen zu definieren?
Was sich für den Einen als "Chance" darstellt, vermag für den Anderen gar nichts zu sein.
Steht hinter dieser Äußerung, letztlich in der Tiefe also auch ein gewisses Regelwerk, eine gewisse subjektive Interpretation? Was als Chance zu werten wäre und was nicht? Erneut also Bewertung…? Sind diese vermeintlichen Chancen nicht letztlich nur ein menschliches Gedankenkonstrukt, um es bennenen, ihm einen Namen geben zu können? Ist das Leben selbst nicht derart flexibel, dass sich jede Sekunde sozusagen Chancen ergäben… wir nur zuzugreifen bräuchten…? Sind wir da wieder bei der Schöpferkraft…? Wird nicht neuerdings durch Quantenphysik, Quantenphilosophie diese "Lebenschance" beleuchtet…?

Nur mal ein Gedanke… Wenn unsere Fähgikeiten nicht nur auf unsere 5 Sinne beschränkt wären… wieviele Türen von Chance wären da tatsächlich zu sehen…?

Chance


Ich für meinen Teil, sähe mich aus erläuterten Gründen veranlasst, mit diesem Wort Chance also eher vorsichtig umzugehen.
Denn – wie oft im Sprachgebrauch – entsteht eben durch ungenaue, teils getilgte, teils verzerrte Ausdrucksweise an der Oberfläche, ein gänzlich anderer Eindruck, als er in der Tiefe vorhanden ist. Es wird über den sprachlichen Ausdruck nur mehr teilweise oder gar nicht repräsentiert, was im Inneren an Wirkmechanismen bestimmend ist.

Gingen wir nun davon aus, dass wir die eigentliche Tiefenstruktur, also eine gewisse Erwartungshaltung, zum Ausdruck bringen wollten…
…dann getraute ich mich zu behaupten, dass es in heutiger Zeit einer gewissen Offenheit, ja sogar mitunter eines gewissen Mutes bedarf! Wir kommunizieren nicht mehr miteinander! Wir reden zwar, kommunizieren aber nicht (richtig). Zumindest gehen wir mit unseren Repräsentationssystem namens "Sprache" schlampig um. Man kann nicht nicht kommunizieren.

Denn im Falle "richtiger" Anwendung der Sprache, rede ich sozusagen mit "von wegen Chance" nicht mehr um den heißen Brei herum, sondern spreche direkt meine Erwartung an. Gegebenenfalls konkretisiere ich dann sogar noch diese Erwartung, damit ein Gegenüber überhaupt in die Lage gerät, dieser Erwartung zu entsprechen. Oder aber auch die Entscheidung zu treffen, dieser nicht zu entsprechen!

Aus welchem Grund tun wir das jedoch vielfach nicht? Das klare nutzen sprachlichen Potentials, sondern Herumeiern? Weil etwa – tief in uns – unser Selbstwert angekratzt ist? Gar demontiert ist? Weil wir u.a. einer Angst aufsitzen, den Anderen womöglich zu verletzen? Und schon schließt sich ein Kreis! Wenn ich ein gesundes Selbstbewusstsein habe, kann mich nichts verletzen. Ich werde eine Aussage eines Mitmenschen nehmen, als das was sie ist: eine Aussage mit einem Inhalt. Der entweder für mich bestimmt ist… bishin, dass er eigentlich nur mein Gegenüber "spiegelt". Dessen Weltbild, dessen Emotion, Zustand etc.

Beispiel: Mein Gegenüber bezeichnet mit verbal als "Arschloch". Na dann ist doch wohl klar, was hier grade läuft. Ich habe etwas in diesem Menschen getriggert, er gerät in Wut, beschimpft mich. Bin ich nun nicht selbstbewusst… dann wird dieses "Arschloch" meinerseits meinen gefühlten Minderwert triggern. Ich werde mich verletzt fühlen. Der Andere hat nur etwas gesagt. Buchstaben aneinander gereiht. Der Schmerz in mir, der berührt wird, ist schon da. Erschaffen irgendwann von mir selbst. Er, das Gegenüber hat diesen nur unbewusst wahrgenommen und seine Finge in diese Wunde gelegt. Bin ich mir meiner selbst bewusst (bitte nicht mit Ego verwechseln!!!), ist da keine Wunde, die in Resonanz gehen kann… dann bleiben dies nur aneinander gereihte Buchstaben.

 

So… genug dieses kleinen inhaltlichen Ausrittes… wink
Erwarten kann ich also alle Nase lang. Für mich. Wie ich lustig bin.
Ein Gegenüber darf jedoch für sich entscheiden, ob er/sie dem folgen wird bzw. will.
Es wäre reine Überschreitung von eigener Verantwortung, davon auszugehen, dass mein Gegenüber aufgrund meiner Vorstellungen, Glaubenssätze, Werte und Regeln, zu irgend etwas verpflichtet wäre!

Noch einmal in die Praxis…

Was würdest Du, liebe Leserin, lieber Leser, nun von folgendem Satz halten:

"Ich gebe Dir die Chance, über meine Worte nachzudenken"

Selbst wenn ich das Wort "Chance"… auf "Gelegenheit, Möglichkeit" austauschte… irgendwie bleibt da so ein schaler Nachgeschmack, oder…?  wink

 

Ich würde die Sache mit der Chance nun zusammenfassen wollen:

Wir alle wurden ausnahmslos, von Geburt an (und sogar schon davor), einer gewissen Anpassung unterzogen. Vielfach begannen wir aufgrund verschiedener Erlebnisse, Erfahrungen, dazu entstandener Emotionen… unsere inneren Werte, Glaubensätze, inneren Landkarten, Lebensskripten, zu schaffen, nach denen sich unser Leben nahezu vollautomatisiert richtet. Eine in dem Sinne nicht 100 %ig vorteilhafte Funktion des Gehirns regelt, dass durch diese "Vollautomatisierung" nun auch ständig "Suchaufträge" laufen, um eine Bestätigung für dieses Wertedenken, diese Landkarten zu bekommen. Unbewusst wird unser eigenes Verhalten (!) dahingehend gesteuert, dass alles drauf hinausläuft, eine Bestätigung zu erhalten, ja gar zu provozieren. Damit wir dann sagen können: "Na bitte, ich habe doch Recht gehabt".  Es geht schon beinah in die sogenannte selbsterfüllende Prophezeihung. Oder wie wir es eher schon gehört haben: Was und wie wir denken, lenken… oder erschaffen wir!

Erkennen wir aber diese mitunter fatale Einstellung? Wir suchen unbewusst gradezu danach, werden zu gedanklichen und emotionalen Wiederkäuern! Versperren uns selbst den Weg auf Veränderung. Leben. Und wundern uns aber dann, wenn´s früher oder später… immer und immer wieder knallt!

Recht gehabt. Ja. Subjektiv haben wir das. Unsere inneren Regeln, Werte, Landkarten wurden bestätigt. Und im Grunde ist es völlig legitim das zu tun. Es obliegt jedem von uns, unserer jeweiligen Verantwortung. Wir dürfen das für uns Leben. Für uns umsetzen.

Heikel könnte die Sache nun aber doch werden, wenn wir genau in jene Resonanz mit anderen Menschen gehen. Denn was für mich wichtig, richtig ist… muss es für mein Gegenüber noch lange nicht sein! Von der sogenannten Wahrnehmung angefangen, bishin über die Verschiedenen Repräsentationssysteme des Wahrgenommenen. Letzlich bis zur Werte-/Regel-/Gedankenschaffung und Verankerung. dem Ausleben derer.

Freilich…. da kommen nun spätestens jetzt solche Arrangements namens "Kompromiss" ins Spiel. Vereinbarungen also, wo zumindest zwei oder mehrere ein Arrangement treffen, zumindest ein wenig von eigener Wertvorstellung abzurücken, mögliche Gemeinsamkeiten zu finden oder schaffen…  Es ist halt immer so eine Sache mit dem Kompromiss.

Kompromiss hat für mich so die Beutung… Ich mache etwas, was ich aber letzten Endes doch nicht will. Aber es soll, muss halt sein, um dies oder jenes zu ermöglichen. Also faule Lösung. Innere Offenheit fehlt, Festhalten an vermeintlich Beständigem wird sichtbar.

Wenn ich mir nun jedoch erlaube, jede Situation neu zu "beurteilen" und nicht stur inneren Werten, Landkarten, Glaubenssätzen, zu folgen… Wenn ich für mich erkennen darf, dass eine Änderung dieser Dinge dem Jetzt viel zuträglicher ist… Dann ist nichts Faules mehr daran. Dann benötige ich auch keinen Kompromiss, sondern bin im Sein. Schwinge im Lebensrythmus ständiger Veränderung, Feinjustierung, mit. Dann lebe ich das!

Vielleicht wird jetzt für den einen oder anderen erneut sichtbar, wie fragil diese Verbindungen zwischen Menschen sind! Zudem sind wir ja auch nicht jeden einzelnen Tag gleich gut drauf. Wir sind keine Maschinen, die haargenau dem Eingegebenen folgen. Stump jeden der 365 Tage im Jahr.

Selbstverständlich ist es hier wieder eine geniale Eigenschaft des Gehirns, dass wir auch diese Werte, Grundsatzgedanken, unser oft gesamtes Verhalten, Wissen, einer unbewussten Automation unterworfen hat. Ganze Lebensskripten erschaffen hat. Stellen wir uns vor, dass wir jeden Tag immer und immer wieder, alles erneut erst zu einem Lebensprozess zusammensuchen und -stöpseln müssten!

Und hier schließe ich jedoch den Kreis! Das Gehirn automatisiert zwar…

JEDOCH… es hat ein Hintertürchen offen gelassen! Wir haben die Möglichkeit – jede Minute unseres Lebens – diese Werte, Grundsatzgedanken, Glaubenssätze, inneren Landkarten, u.v.m…. auf ihre "Richtigkeit" zu prüfen!

Nur weil wir sie unter Umständen abänderten, hieße das niemals, dass wir z.B. "wankelmütig" wären. Das entspränge nur unreifen Geistes. Der Begriff "Kompromiss" verlöre für mich dann seinen schalen Beigeschmack einer faulen Lösung. Ich – nach meinem Gefühl – lebte dann am Puls des Lebens. Lebte ein Sein!

Selbstverständlich dürfen wir auch Werte beibehalten! Für uns! Einzig, so weit die Nasenspitze reicht!

Wir dürfen allerdings damit aufhören, von Anderen zu erwarten! Zu erwarten, dass diese jenes innere Wertesystem (unbedingt) teilen! Wir dürfen aufhören, mit diesem in Chance(n) denken. Solche Aussagen, wie "Ich dachte, Du verstehst das"… dürfen aufhören! Ja… ich darf das für mich denken. So oft und so lange ich will! Aber damit endet es auch. Es ist eine Überschreitung eigener Verantwortung, für den Anderen sozusagen mitzudenken! Dem Gegenüber meine eigene Vorstellung, Erwartung (dass dieser "das" versteht) aufzubürden!

Ich als "Sprachanalyst" würde zudem hier schon wieder im Sinne einer sprachlichen Deformation (Unvollständigkeit) nachhaken: Was ist "das", was das Gegenüber verstehen soll?!? Dieses "das" hat in keiner Weise Bezug, lässt höchstens Vermutungen zu. Ist also ganz klar Tilgung, wenn nicht gar Verzerrung der Tiefenstruktur, die eigentlich dahintersteht. Jene, die erklären würde, welches Wertedenken, welche Regeln letztlich als Referenz dienten.

Wir dürfen sehrwohl mit anderen Menschen über unsere Vorstellungen, Erwartungen sprechen. Ja wir sollten dies sogar ganz klar tun! Eben jeweils immer auf die einzelne Situation bezogen erforschen, ob wir vielleicht Gemeinsamkeiten finden. Diese dann leben, praktizieren können. Und selbst hier darf diese allfällige Übereinstimmung immer wieder geprüft und ggf. erneuert werden. Und nicht einfach festlegen: weil´s einmal so war/ist, ist es jetzt auf unbestimmte Zeit so. Nicht innerhalb von Jahreszeiträumen, ja nicht einmal innerhalb von Minutenzeiträumen!

Es ist doch letztlich, genau JETZT… in diesem Moment, wo Du dies liest, auch so!

Ich spreche mit Dir über meine Gedanken, mein momentanes inneres Bild, meine Landkarte. Präsentiere Dir diese in Form dieses Blogs.

Spreche ich nun davon, dass ich Dir eine Chance gebe, meinen Gedanken zu folgen, diese womöglich zu übernehmen, damit Du am Ende gleich denkst und fühlst?

Oder stelle ich die Gedanken in den Raum, stelle sie Dir als Leser vor. Punkt. Bin gleich einem Echolot, das "Pings" aussendet, um seine Umwelt zu erkunden. Auf die Resonanz achtet.

Und überlasse es nun zu 1000% rein Dir, ob überhaupt… und inwieweit Du Deine inneren Werte, Landkarten in diesem Moment überprüftst, vielleicht sogar änderst… oder einfach weiterhin Deine Chance an Mitmenschen verteilst…

Es geht letztlich nicht um das Bewerten, das Be- oder gar Verurteilen dieses Chance geben, dieses Erwartungen erfüllt sehen Wollen. Dies stünde mir auch niemals zu. Es geht vielmehr ums Bewusstmachen! Hinzusehen, hineinzufühlen.

Eröffnet das Leben nicht ständig Chancen, Möglichkeiten, Gelegenheiten… wie auch immer man dies nun in der sprachlichen Beschränktheit bennenen will…?

Doch: hat das Leben Erwartungen? Oder geschiet dieses einfach…?

 

Worin liegt die Chance? Ist Leben ein vorher einstudierter Dialog, mit einstudierten Handlungen. Jeder, der Inhalt des Theaterspielens, Konzepte von Theatergestaltung kennen würde, kann also genau erwarten, was als nächstes zu kommen hat…

Oder ist Leben vielmehr wie absolut pures Improvisationstheater, bei dem sich jede Zukunft einzig aus dem momentanen Jetzt ergibt? Keine Planung, kein Konzept. Hinstellen ins Leben und Tun… Jede einzelne Milisekunde…


Im Sinne einer täglichen Achtsamkeit, darf ich Dich nun jedoch gerne einladen, dieser Tage einmal darauf zu achten, in welchen Situationen… und wie oft, Du etwas, jemandem eine sogenannte Chance gibst. Sei es nun verbal ausgesprochen… oder "nur" in Gedanken!

Chance

Ich möchte Dich einladen, motivieren, inspirieren, diese jene "Seifenblasen", in denen sich unser jeweiliges Leben abspielt, teils beschränkt… zum Platzen zu bringen. Hinauszutreten ins Leben…
Möglicherweise entdeckst Du für Dich auch jene gewisse Muster einer Erwartungshaltung.

In diesem Sinne noch viel Spaß beim Entdecken und eine "chancenreiche" Woche… laugh

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Die Schuldfrage

Schuldfrage

Die Schuldfrage
Wie oft im Leben tragen oder übernehmen wir für etwas Schuld…?

Herzlich willkommen liebe Freunde und LeserInnen!

Angestoßen durch einen kürzlichen Post auf bekannter Plattform und einer anschließenden Darlegung des bekannten Autors, möchte ich heute selbst dieses Thema aufgreifen bzw. Hinterfragen.

Es ging konkret um "die Schuld des Mannes"
Um die Vorstellung, dass die Männer über Millionen von Jahren hinweg darauf getrimmt worden seien, zu kämpfen und zu erobern. In all diesen Zeiten seien die Männer dafür belohnt worden mit den schönsten Frauen, Reichtum, Ruhm. Dann irgendwann habe sich das Blatt wohl gewendet und Männer seien auf die Anklagebank gerückt worden. Schuldig für die Kriege dieser Welt, die Ausbeutung des Planeten, die Unterdrückung der Frauen, die Unerfülltheit der Frau, das Versagen der Kinder.
Der Spot läge nun auf den Männern, es bräuchte jedoch keine Feministinnen, Mütter oder Geliebte, um zu wissen, dass die Männer schuldig seien.

Es gäbe nach bisherigen Erfahrungen nicht einen Mann, der nicht – zumindest zuletzt in einem Zweiaugengespräch – zugegeben hätte, dass er sich offen oder insgeheim, schuldig fühlte. Der Autor sprach davon, dass Männer nicht schuldig seien, aber viele sich schuldig fühlten, sich deshalb unterwürfig verhielten oder gegenteilig protestierten.
Wie gingen Männer nun mit der Schuld um? Ignorierten die Männer weiterhin trotzig ihren Anteil an der Weltgeschichte, knickten sich wehleidig ein und fühlten sich mies? Ließen sie sich von unbewussten Schuldgefühlen kastrieren und richteten sich nicht mehr zu vollen Größe auf? Oder übernähmen sie Verantwortung für deren Shit, vergäben sich und holten sich Kraft zurück?

In einem ergänzenden Statement des Autors wurde dann noch ausgeführt, dass er das Wort "Schuld" bewusst, vor allem aufgrund seiner zumeist negativen Assoziationen gewählt hätte. Zum Anderen, weil es auch eine "gute Schuld" gäbe, wenn Man(n) und Frau für etwas bewusst Verantwortung übernähme. Diese "gute Schuld" machte nicht klein, sondern ermächtigte.
Beispiel: Wenn man einem anderen Menschen Geld schuldete, sei dies kein Grund, sich mies zu fühlen, sondern integer, diese Schuld zu begleichen. Ich wäre jedoch versucht, hinsichtlich Schuldfrage hier "Unterscheidungen zu treffen. Wenn ich Geld schulde, welches ich mir ausgeliehen habe, dann ist dies ein sachliches Geschäft. Punkt. Wenn ich jedoch z.B. jemanden absichtlich verletze, dann wird hinsichtlich Schuldfrage hier ein "Verschulden" eher diese Schuld benennen. Der Vergleich hinkt also dezent.

Er führt auch an, dass frühere Indianerstämme und deren Perspektive, zum Thema Verantwortung immer sieben Generationen zurück und sieben nach vorne zu denken, er selbst sehr schätze.
Er fühle somit als Mann und Mensch eine tiefe Verantwortung, es besser zu machen. Das sei er denen, die lebten und denen, die noch kämen, sehr gern schuldig.
(Jeder mag natürlich für sich halten, wie er/sie es selbst für richtig halte).

 

Dies stand also als Thema / Aussage im Raum.

Und wer mich mittlerweile kennt, könnte erahnen, dass ich das – jetzt rein für mich – so nicht stehenlassen kann. laugh

Selbstverständlich – auch ich möchte eindringlich festhalten: Jeder darf für sich denken und annehmen, was er/sie will! Jeder trägt seine "Verantwortung"!


Nun…
…zur Aussage also meine Gedanken:

Da es in einem folgenden Kommentar dann aufgeworfen wurde…  "Schuld" hat für mich eine bestimmte Bedeutung.

Gerne darf ich dazu einmal die hinlängliche Definition darstellen… bzw. sie im Folgenden der einer Verantwortung gegenüberstellen, um zu verdeutllichen:

"Schuld oder Verschulden steht für:
    Schuld (Ethik), verschiedene ethisch-philosophische Begriffe
    Schuld (Strafrecht), im Strafrecht Deutschlands die Vorwerfbarkeit einer Straftat
    Verschulden, Vorwerfbarkeit eines zivilrechtlichen Delikts
    Verschuldung, der Prozess des Schuldenwachstums
    Schuld (Privatrecht), Leistungspflicht des Schuldners
    Schulden, speziell monetäre Rückzahlungsverpflichtungen
    Schuldgefühl (Psychologie), bewusste oder unbewusste Überzeugung, etwas Falsches getan zu haben
    im religiösen Verständnis der abrahamitischen Religionen die Verpflichtung vor ihrem Gott, siehe Sünde"
(Quelle: Wikipedia)


Zuerst also zum Text des Autors, bezüglich Schuld…

Ich denke, die Geschichte hat dahingehend ausreichend Beispiele aufgezeigt, dass in der Tat der Mann die Rolle des "Kriegers", Kämpfers u. dgl. trug.
Um dieses Thema auszureizen, könnte man vermutlich in der bisherig festgelegten Entwicklungsgeschehen (z.B. nach Darvin) zurückgehen bis zum "Anfang"… ständig wurde der Mann als das "starke Geschlecht" über diverse Handlungen im Außen definiert.
Es gibt somit – alleine schon aufgrund der gesetzten Handlungen – wenig bis gar nichts zu bestreiten, ignorieren etc.

Auch wurde der Begriff "Schuld" schon seit Äonen von gewissen Menschen dazu benutzt, um klein zu halten, zu begrenzen, zu nötigen, ja teils sogar um sie zu "vernichten", u.v.m.

Ob es nun im Sinne einer Schuld bzw. den "vorauseillenden Taten" derjenigen zuzuordnen sei, dass aufgrund dieser Handlungen im Außen, den Männern nun die schönsten Frauen, Reichtum und Ruhm zugefallen wären…
Mein erster Impuls geht nun dahin: "Und sie lebten glücklich und zufrieden…"

Zum Einen beinhaltet für mich diese Aussage eine erhebliche Verallgemeinerung. Denn ALLE Männer waren davon wohl eher kaum betroffen. Sondern nur jene, die sich wohl besonders gut in Szene setzten. Ist das im Heute aber im Grunde genommen anders?

Worauf sich dies begründen mag… z.B. über besondere Rücksichtslosigkeit… das überlasse ich jedermans eigener Fantasie. Eine festgehaltene Geschichte berichtet – meiner Erkenntnis nach – nur immer von Jenen, die sich in irgendeiner Weise "besonders" hervorgetan haben. Wer aber spricht von den Milliarden von Menschen, die ihr Leben lebten. Sich nie irgendwo großartig hervortaten, es gar nicht konnten? Jene, die schweigend die bestehenden Vorgaben einer Gesellschaft mittrugen, teils unter dem ständigen "Damokles-Schwert", bei Nichtbefolgung selbst Repressalien ausgesetzt zu sein? Was mit jenen, die zur Not im Geheimen "anders" lebten…?

Ich stelle dem jedoch entgegen, dass es dazu – ganz im Sinne einer Polarität – wohl auch hier zwei Seiten benötigte: Jene, die sich präsentieren, die Vorgaben aufstellen… und jene, die diesen folgten, sie anhimmelten, verehrten, … was auch immer. Zu Begehrtheit, Ruhm etc. verhalfen. Niemand wird ohne "Hilfe" "berühmt". Zum vermeintlichen "Helden"…

Die Aussage nun, dass es – zusammengefasst – nun Frauen dazu benötigte, um den Männern die Schuld "dafür" (vermutlich bezogen auf Bereiche wie "Unterdrückung der Frau") zu verdeutlichen…
Das wiederum nun befremdet mich zutiefst.
Ja… es gab Protestbewegungen der Frauen, um diverse Normen, Regeln zu ändern, aufzuheben.
Einerseits nun, sähe ich mich – fokussiert einzig auf meine Verantwortung, auf mein Leben, auf mein Jetzt – in keiner Weise veranlasst, mir diesen Schuh anzuziehen, für vergangene Generationen Schuld zu übernehmen!
Zum Anderen könnte jede Frau… ja bishin zum lieben Gott persönlich, vor mir stehen und mir etwas von einer Schuld erzählen wollen. Wenn ich selbst nicht bereit wäre, mir diese anheften zu lassen.
Ich könnte somit Zweiaugengespräche führen, soviel ich will… aus den tiefsten Tiefen meines Inneren heraus kann ich keine Schuld entdecken oder fühlen.

Ich – für mich selbst – benötige im Heute keine Frau, die mir aufzeigt, dass sie z.B. "gleichwertig" sei (ich mag diesen Ausdruck so gar nicht…). Ich benötige keine Frau, um in mir Anerkennung zu schaffen. Das alles "funktioniert" aus einer inneren Offenheit "von selbst" heraus. Und grade deshalb: weshalb sollte ich mich also mit einer Schuld der Vergangenheit beladen?
Heute ist mein Ist. Heute ist meine Gelegenheit. Nicht gestern. Nicht morgen.

Das, was zu früherer Zeit geschah, von früheren Generationen gelebt wurde, war deren Ding. Deren "Verantwortlichkeit".
Ob dies aus heutiger Zeit "richtig" war, oder "falsch"… stünde es mir wirklich zu, dies zu be- oder verurteilen?

Vor allem gibt es dazu ja bekannte Sprüche: "Im Nachhinein ist gut reden!", "Mit voller Hose ist gut stinken!" NACH einem Geschehen behauptet man sich immer gerne schlauer. IN der jeweiligen Begebenheit im damals aber… da war man einen freuchten Kehricht schlauer. Wäre man es dortmals schon gewesen, dann wäre es auch anders gelaufen. Ist es aber nicht. Der "armseelige" menschliche Geist konstruiert sich in seiner Ängstlichkeit nur höchst gerne eine passende Rechtfertigung, um mit dem Geschehen irgendwie zurande zu kommen!

Bevor man nun über mich richtete… ein doch noch immer emotionell sehr aktives Beispiel:
WW II – WordWar II – ein Typ wie Hitler, seine Schergen und deren Tun. Samt denen, die ebenso Gräueltaten in der sogenannten Gegenwehr begingen…
Aus einem menschlichen Verständnis ist alles, was einer Unterdrückung, einer Zerstörung von Leben… insgesamt was Eingriff in anderer Menschen Verantwortung und Recht geht, für mich "falsch". Aus einem mir geschenkten Bewusstsein.
Ich kann… und werde diese Taten niemals gutheißen!

Worauf ich jedoch hinaus will: Soll ich mir zum Beispiel jetzt "die Schuld der Männer" auflasten von Männern, die vor mir gelebt haben? Gibt es tatsächlich eine Generationenhaftung? Sippenhaftung?
Trage ich "Schuld" an dem, dass man in einem damaligen römischen Reich, geführt von Männern, einen Mann namens Jesus an ein Kreuz nagelte? Ein dahingehended propagierte Glaube möchte mir dies vielleicht (zumindest indirekt) gerne einreden. Ist aber nicht!

Habe ich "Schuld" zu tragen am Verhalten Steinzeitmenschen, wo Männer bereits begannen, sich um Besitz, mit Steinkeulen die Schädel einzuschlagen? Wie weit geht es zurück?
Und im Gegenzug: Nehme ich das Jetzt, das Heute…: Wäre ich je mit Schuld zu bedenken, für Handlungen, die zum Beispiel mein Bruder setzte?
Oder gar in einer Zukunft? Bin ich schuldig für das, was zum Beispiel mein Sohn irgendwann täte…? Ist das tatsächlich so?

Und liebe Damen, Frauen in meiner Leserrunde…  Nehmt mir folgendes Statement nun bitte in keiner Weise übel!
Aber… trugen Frauen denn – seit Anbeginn – nicht ihre Art von Kriegen aus? Vielleicht gänzlich anders, viel leiser, geführt…?
Wollt Ihr Euch deshalb nun die Schuld derer aufbürden, die vor Euch waren?

Wäre diese Thematik dann in einer eigenartigen Weise, definitiv Abschiebung von Verantwortung?
Weil "DIE" so waren, dachten, handelten…
Was uns selbst betrifft: Wäre mein Vater zum Beispiel noch so ein "kleiner Patriarch" gewesen, hätte das so gelebt… Wäre ich nun schuldig, für sein Verhalten? Selbst wenn ich dieses im Heute 1:1 auch so auslebte?
Oder bin ich vielmehr einzig dafür verantwortlich (nicht schuldig), was ich in meinem Leben tue…?

 

Zur Verantwortung, Verantwortlichkeit

Als Ergänzung zur Definition Schuld, hier folgender Eintrag:
"Schuld als Verantwortlichkeit
Schuld wird der folgend beschriebene Zustand genannt: wenn jemand für einen Verstoß gegen eine durch sittliche, ethisch-moralische oder gesetzliche Wertvorstellung gesetzte Norm verantwortlich ist. Beispielsweise kann dies der absichtliche Verstoß gegen ein Verbot (zum Beispiel Diebstahl) oder auch der fahrlässige Verstoß gegen ein Verbot (zum Beispiel Fahrlässige Tötung) sein. In der Regel wird davon ausgegangen, dass nur eine einzelne Person für ihre Schuld einzustehen hat und ihr die Schuld anderer nicht zurechenbar ist. So werden die Vererbbarkeit von Schuld und das Einstehenmüssen einer Gruppe für die Schuld anderer (Kollektivschuld, Sippenhaft) häufig abgelehnt. Schuld ist demnach höchstpersönlich.

Als Voraussetzung für Schuld wird meist angenommen, dass der Schuldige die Wahlmöglichkeit hatte, die als schlecht definierte Tat zu unterlassen. In der Philosophie wird die Schuldfähigkeit deshalb oft auf die Willensfreiheit zurückgeführt. Nach der Theorie des Determinismus, welche bei rückschauender Betrachtung das Handeln des Menschen in anlage- und umweltbedingten Bestimmungskräften begründet sieht, ist in Ermangelung der Fähigkeit des Menschen, sich frei zwischen Gut und Böse zu entscheiden, dem Schuldprinzip der Boden entzogen."
(Quelle: Wikipedia)

Im ersten Absatz wird also angenommen, dass Schuld über den Begriff "Übernahme der Verantwortung" entstünde, wenn Verstöße gegen Wertvorstellungen, Normen etc. stattfänden. Auch, dass Schuld nicht vererblich sei.

Im zweiten Absatz wird hier etwas aufgeführt, was wir auch durch unser tägliches Leben mühen: die vermeintliche Wahlmöglichkeit!
Doch… bei genauerem Hinsehen…  WANN genau entsteht immer dieser Eindruck der angeblichen Wahlmöglichkeit?
Im Nachhinein!
Wir alle erkennen erneut den bekannten Spruch: "Im Nachhinein ist man immer schlauer"
Zum Zeitpunkt des Geschehens besteht keine wirkliche Wahlmöglichkeit. Dies ist so gesehen eine Fiktion des Geistes!
Nein etwa?

Na dann lasst uns mal etwas versuchen:
Wir haben Hunger.
Worauf basieren wir nun die Entscheidung, Wahl über Möglichkeiten, ob wir uns bloß ein Sandwich in den Hals wringen… oder ob wir eine heiße Mahlzeit zu uns nehmen?

Über Aufwand etwa? Über den Faktor Zeit? Oder über eine Lust, einen Gusto?

So.
Aufwand wäre nun eine logische Darstellung von in Kauf zu nehmenden Tätigkeiten, welche sich in beiden "Angeboten" zugegeben unterscheiden.
Ist es aber tatsächlich eine Entscheidung, die möglicherweise Schuld nach sich zieht?
Zeit. Ein menschliches Konstrukt, um sich im Leben zu orientieren. Kennt Leben tatsächlich Zeit?
Oder weshalb gehen soviele Diskussionen, Annahmen mittlerweile dahin, dass die Welt, das Universum, das Leben "allzeitlich", vielmehr ein IST sei?
Was ist Lust oder Gusto? Wird dies einzig von chemischen Reaktionen im Körper gesteuert – wie sehr hätten wir darauf bewusst Einfluss? Oder ist es doch dann eine Laune der Natur, des Lebens? Eine Schuld?

Ist die Entscheidung also… ganz an der Basis… einzig eine Ausrichtung nach menschlich geschaffenen "Parametern", anhand derer wir uns durchs Leben hangeln…? Oder träfe das Leben an und in sich neuerdings tatsächlich Entscheidungen, anstelle uns niemals nachvollziehbarer "höherer Gesetze" zu folgen…?

Erneut nun sähe ich mich veranlasst, das Beispiel mit dem 2. Weltkrieg heranzuziehen.
Was geschehen ist, ist geschehen.
Wie schon – hoffentlich deutlich genug – ausgedrückt: Abscheuliche Dinge geschahen und sind in keiner Weise gutzuheißen oder zu ignorieren!
Doch wie sehr leben wir heute noch in dem Gedanken, dass wir durch damalige Generationen und deren Handlungen/Unterlassungen noch immer Schuld trügen…?!?
Wie sehr nehmen viele dies zum Anlass, uns dies heute immer und immer wieder vorzuwerfen, zu fordern? Uns dieser "Schuld" bewusst zu werden und noch heute dafür zu "büßen"?

Ich würde an dieser Stelle auch deutlich abgrenzen wollen, zu manchen Geschehen im Heute. Grade zum Beispiel auffällig im politisch (ultra-)rechten Bereich.
Wo gewisses Gedankengut aus eherner Zeit nach wie vor hochgehalten wird. ("Herr vergib ihnen, denn sie wissen nicht wirklich, was sie da tun oder hochhalten! Hätten sie´´s selbst miterleben, darunter "leiden" müssen, würden sie´s vermutlich nicht mehr hochhalten")
Tragen diese Menschen automatisch Schuld früherer Generationen?
Oder einzig Verantwortung für das Jetzt und Heute…?


Und damit möchte ich noch kurz eingehen auf den im Beitrag des Autors eingeworfenen Begriff "Verantwortung".

Ich nämlich hatte eingeworfen, dass ich zwischen Schuld und Verantwortung klar unterscheide.
Und ich in Beziehungen zwischen Menschen niemals eine Schuld, sondern einzig eigene Verantwortung sehe.

Ich selbst kann mit dem Ausdruck einer "positiven Schuld" nichts anfangen.
Selbst wenn ich auf das Beispiel mit dem ausgeliehenen Geld zurückgriffe…

Ich habe mir Geld geliehen, Schulde also dem Verleiher dieses zurück. Mit oder ohne Leihzins.
Das ist eine sachliche Feststellung. Ein Geschäft, ein Handel. Eine Sache.
Ich erkenne darin keinerlei emotionale Verknüpfung.

Der Autor erwähnt ja nun, dass man sich dabei mies fühlte…
Kommt dieses "sich mies fühlen" nun tatsächlich aus einer "Schuldfrage" heraus…? Oder entspringt es vielmehr der in dem Sinn unangenehmen Situation, dass ich eben Geld ausleihen muss, zusätzlichen "Aufwand" betreiben muss, um dieses Geld wieder zurückzuführen? Meinen Allerwertesten also zusätzlich bewegen muss, oder auf manche Dinge verzichten muss…? Oder ist es der gesellschaftliche Makel, den man sich mit einer Geldschuld "aufbürdet"?
Wenn ich mich selbst durch "sorgloses Leben" in eine solche Situation gebracht habe, bin ich dann selbst "Schuld"? Schulde ich mir selbst etwas? Oder bin ich verantwortlich?

Was nun, wenn ich durch ein gewisses Geschehen in einen Schlamassel rutsche? Ja – im Sinne einer Resonanz könnte man nun diskutieren, inwieweit ich nicht dennoch einen Anteil am Geschehen hätte…
Jedoch wenn ich dann nun z.B. Geld ausleihen muss, um die Sache zu bereinigen… stehe ich tatsächlich in einer Schuld im emotionalen Sinn… oder einfach nur in Form eines Geldgeschäftes (Kredit), eines Handels…?


Und wie sieht das dann in Beziehungen aus?
Je enger, persönlicher… desto bedeutsamer.

Stehe ich z.B. zu meiner Partnerin, Frau… in einer Schuld…??? Womöglich aufgrund eines Gesetzes, eines Vertrages???
Stehe ich dadurch in einer Verpflichtung zu ihr? Und sei es nur unter der Annahme, sie glücklich zu machen?
Wodurch begründete sich diese Schuldfrage?
Etwa durch den benannten Ehevertrag, ein Ehegesetz… oder letztlich durch das Zusammenleben?
Lebe ich hier eine Beziehung irgendeiner menschengeschaffenen Schuldfrage – also letztlich eines ständigen Handels… oder eines Respektes, der Wertschätzung, des Lebensgeschenkes?

 

Wenn ich mir eine Definition der oftmals zitierten Verantwortung durchlese, dann beschleicht mich auch hier ein teils sehr flaues Gefühl. Denn nicht zuletzt wird diese Verantwortung dann einer zuvor zu erfüllenden Pflicht zugeordnet!

"Der Begriff der Verantwortung bezeichnet nach verbreiteter Auffassung, die Zuschreibung einer Pflicht zu einer handelnden Person oder Personengruppe (Subjekt), gegenüber einer anderen Person oder Personengruppe (Objekt), aufgrund eines normativen Anspruchs, der durch eine Instanz eingefordert werden kann.

Handlungen und ihre Folgen können je nach gesellschaftlicher Praxis und Wertesystem für den Verantwortlichen zu Konsequenzen wie Lob und Tadel, Belohnung, Bestrafung oder Forderungen nach Ersatzleistungen führen. Die Beziehung (Relation) zwischen den beteiligten Akteuren knüpft am Ergebnis des Handelns an.

Die der Verantwortung zugrunde liegenden gesellschaftlichen Normen können einen rechtlichen, religiösen, weltanschaulichen oder moralischen Ursprung haben. Die Verantwortung kann aber auch auf einem selbst gewählten Ideal als einer nur individuell gültigen Norm beruhen. Allerdings ist auch in diesem Fall der Anspruch an Wirkungen gegenüber anderen Personen oder Institutionen gebunden. Denn nur unter Einbeziehung der Mitwelt ergibt der Begriff der Verantwortung einen Sinn.[4] In jedem Fall setzt die Zuschreibung von Verantwortung die Annahme einer Handlungsfreiheit und eines wirksamen Einflusses des Handelnden auf das Handlungsergebnis voraus. Ob und in welchem Maß eine solche Selbstbestimmung gegeben ist, ist umstritten und wird in der Philosophie des Geistes kritisch diskutiert. Indem Verantwortung Rechtfertigung herausfordert, ist sie an das Vorbringen von Begründungen und die Vernunft der Beteiligten gebunden.[5] Durch ihre Orientierung an Normen und Wertungen ist Verantwortung auch ein ethisches Thema.

Wenn einer Person die Verantwortung für eine bestimmte Aufgabe oder dauerhafte Aufgabenstellung zugewiesen ist, dann wird von Verantwortlichkeit gesprochen. Während die Grundrelation des Konzepts der Verantwortung – jemand ist verantwortlich für etwas vor jemandem – wenig umstritten ist, besteht über die Ausgestaltung der einzelnen Dimensionen des Begriffs eine Vielzahl von Meinungen. Je nach Anwendungsbereich (etwa in Politik, Ökonomie, Recht, Psychologie) wird dem Begriff ein besonderer Inhalt zugewiesen. Dies gilt sowohl für den Umfang der Zuständigkeit als auch für die Gültigkeit der Normen, aufgrund deren Verantwortung zugeschrieben wird."
(Quelle: Wikipedia)

Auch hier in dieser Definition zu einem offensichtlich umstrittenen Thema, taucht wiederholt der Begriff "Handel" auf.
Ist unser Leben bzw. dessen Inhalt also in gewisser Weise immer eine Form von "Handel"…?

Was mir weiters aufstößt: Hier wird von Subjekt und Objekt gesprochen. Wir sind mit dieser Definition… um gemäß einem Handeln wohl tierisch im Objektdenken und -Handeln verhaftet. Geht es aber letztlich nicht um Menschen??? Hallooooo???  Sind wir schon so derart tief im Objektdenken=

Sind Begriffe, Definitionen, wie Schuld, Verantwortung letztlich also nur schier verzweifelte Versuche, Dinge, die mitunter auf breiterer (höherer) Ebene nicht beschreibbar sind, beschreibbar, festlegbar, zu machen?

Für mich selbst rückt dieser Begriff "Schuld" immer mehr aus dem existierenden Vokabular.
Auch hinsichtlich dem Begriff "Verantwortung" sähe ich immer weniger eine Pflicht. Es verändert sich seit geraumer Zeit zur Aufgabe… oder nochmehr zum Geschenk, dass ich an das Leben machen kann und möchte.

Eine wichtige Sache in diesem Zusammenhang allerdings…
Wenn von Schuld, der Schuldfrage, gesprochen wird, taucht nicht selten dann die Thematik der "Verzeihung", "Vergebung" auf.
Auch oft verwendet, eingesetzt im täglichen Treiben.
Doch würde ich mal den folgenden Gedanken zur Überlegung in den Raum stellen wollen:
Bedingte diese Verzeihung, Vergebung in gewisser Weise nicht, dass ich den anderen damit zum Schuldigen, zum Täter abstempelte. Ich mich in ebenso gewisser Weise also über den anderen, den "Schuldigen" erhöbe…?
Wer ermächtigte mich zu einer solchen "Handlung"?
Möglicherweise ist diese "Vergebung" also auch so eine "sprachliche Verwirrung"…?

Und noch etwas:
Was, wenn dieser dann zum "Sündenbock", also zum Schuldigen Be- und Verurteilte, diese Schuld nicht annehmen will? Wir alle kennen solche Situationen. "Schuld" fühlt sich unangenehm an!
Nein?
Wann war das letzte Mal, als man Euch irgendeiner Sache "bezichtigte"? Und sei es nur eine winzige Kleinigkeit…
Habt Ihr Euch das sofort und ohne jeglichen Widerspruch gefallen lassen?
Oder habt Ihr Euch zumindest mal verbal Luft gemacht? Entweder gleich direkt an den "Ankläger"…, oder auch "nur" über Tratsch im Kollegen-, Bekannten-, Familienkreis? Keine Gegenwehr, ja?
Es wurde also nicht angenommen.
Und sofort hinaus projiziert in die Umwelt.

Jetzt betrachten wir doch mal, was so im täglichen Geschehen passiert! In der Beziehung, in der Arbeit, im Bekannten- und Freundeskreis… bis hin zur Weltpolitik. Ständig wird zum Schuldigen erklärt. Und "zur Not" der "Bock zum Gärtner gemacht"! Die Schuldfrage steht in sämtlichen Kontexten des Lebens ständig an.
Und sei es aus einem der häufigsten Gründe: um von eigenen Unzulänglichkeiten abzulenken.
Ginge es hier also letztlich gar noch um eine Schuldfrage… oder ist sie nur ein geschickt getarntes Ablenkungsmanöver… letztlich genau jener, die in heutiger Zeit auf ihre Weise "Kriege" führen. Und mit "Kriegen" meine ich hier nicht nur tatsächliche Solche, sondern bis hin zu kleinsten Meinungsverschiedenheiten und Unbefindlichkeiten im zwischenmenschlichen Sein!


Der Autor drückte zuletzt aus, dass wir beide (er und ich) hier mitunter von verschiedener Auslegung des Wortes "Schuld" ausgingen…
Ist also schier alles einzig eine Sache der Interpretation…? Auch eine Schuldfrage…?
Es ist durchaus möglich.
So wie ich über "Verantwortung" empfinde, so mag es dem Autor auch mit der "Schuld" gehen.

Wie geht es Euch damit?


Da ich nun diesen Beitrag beschließen möchte, habe ich eine ganze Weile über die diesmalige "Hausaufgabe" zur Schuldfrage sinniert…  laugh

Ich würde in diesem Sinne in der Tat (noch einmal) einladen wollen, insbesondere mal hineinzufühlen, in Gedanken der "Schuld" und "Verantwortung"!
Nicht denken – fühlen!

Denn…
…sollte es nun doch so sein (ich sprach ja im Beitrag nur von meiner Gedanken- und Gefühlswelt), dass da in gewissen Bereichen insbesondere Schuldgefühle da sind…
…dann böte dies wiederum schon Einladung an und in sich, sich diesen Gefühlen einmal liebevoll und achtsam anzunehmen. Diesem Schuld-Empfinden auf den Grund zu gehen, welches ich als eine der möglichen "Fesseln" orte, die uns am eigenen Ich-Sein im Heute hindern können…

Und: im Sinne der Achtsamkeit lade ich Euch herzlich ein, so zummindest ein paar Tage, mal besonders auf "Schuldzuweisungen" zu achten!
Bewusst machen! Erkennen!

Denn Bewusstmachung ist der erste große Schritt zur möglichen Veränderung!

In diesem Sinne…
Habt eine schöne, erfahrungs- und entdeckungsreiche Woche!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Vergangenheit war damals – Mein neues Buch

Vergangenheit war damals

Vergangenheit war damals!
In ironischer Weise zählt nun der Schaffenszeitraum meines neuen Buch-Werkes ebenfalls zur Vergangenheit. Mit einem großen Unterschied: Es gibt nichts zu jammern!  laugh

Herzlich willkommen liebe(r) LeserIn zu diesem News-Blog!


Es ist geschafft! Seit 01.02.2018 ist es soweit!

Es war ein großes Stück Arbeit, dieses Buch in seiner gesamten Gestaltung und Inhalt in die Welt zu bringen. Ein noch größeres Stück, die dabei gesammelten Erkenntnisse und Erfahrungen aufzunehmen und zu integrieren.
Das größte Stück war jedoch der Spaß am Tun selbst. An der Verwirklichung. Am Sein. An dem Stück persönlicher, innerer Freiheit, welches ich mir durch dieses Tun schenken durfte.

Ein herzlicher Dank hiermit auch an dieser Stelle an alle, die meinen Weg begleitet haben, Hilfe dazu geleistet haben!

Besonderer Dank an Dich lieber Markus Robinigg, der Du mich hier auch tatkräftig unterstützt hast! Gleichfalls herzlichen Dank an das Team von Tao.de, welches ebenfalls mit Rat und Tat zur Seite stand!

Jetzt "fehlt" noch eines: Dass dieses Buch möglichst viele Interessierte auf ihrem Lebensweg informiert, inspiriert! Vor allem ihren ganz eigenen Weg zu finden und zu gehen!
Wenn dieses Buch etwas ist, dann Anstoß, Einladung.
Keinesfalls aber Patentrezept, General-Gebrauchsanweisung für irgendetwas im Leben.
Das wäre schlicht weg unseriös und unmöglich. Denn jedes Leben ist auf seine Weise einzigartig. Etwaige Unterstützung kann also nur ganz individuell gefunden und gegeben werden.
Dies beträfe dann meine berufliche Tätigkeit, in der ich mich zusehends mehr und mehr als "Schatzgräber" sähe. Denn in jedem Menschen liegt ein Schatz. Er darf und möchte einzig gehoben werden!


Mein neues Buch "Vergangenheit war damals" ist ab sofort im Handel (Print on demand) und allen gängigen Online-Portalen erhältlich!

 

Zur näheren Beschreibung bzw. allfälliger Kaufmöglichkeit darf ich Euch einen Direkt-Link an dieser Stelle offerieren:

Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de

Ich wünsche allen Leserinnen und Lesern viel Spaß mit diesem Werk!

Für allfällige Rückfragen, Anlliegen und Lesermeinungen habe ich natürlich gerne ein offenes Ohr! Sollte jemand Interesse an einem persönlichen Gespräch haben… Bitte um Kontaktaufnahme unter den folgenden Möglichkeiten:

https://www.das-neue-ich.com/Kontakt

Euer

Ernold Prinz
(psycholog. Berater, Lifecoach, Energetik, Sachbuchautor)

Bildquelle: Eigen (C)

Klarheit: Eine direkte Ansage… oder lieber unklar herumeiern…?

Klarheit

Klarheit. Einerseits ein "klarer" Begriff…
…andererseits gibt es dazu offenbar große Interpretationsmöglichkeit!

Doch ist es tatsächlich so einfach? Leben wir diese Klarheit? Oder eiern wir oft im Dunstkreis des eigenen Lebens, Denkens und Fühlens umher? Wird unser Lebensboot aufgrund dessen "fremd-gesteuert"?

Willkommen liebe Freunde und LeserInnen zu diesem Achtsamkeits-Beitrag!

Vorweg: Wer gerne mal über eine "offizielle Darlegung" des Wortes "Klarheit" nachlesen möchte… Hier ein Link: https://de.wikipedia.org/wiki/Klarheit_(Philosophie)

 

Das Leben ist bekanntlich ein guter Lehrmeister.
Doch beinahe ist es wohl, wie in der Schule: Entweder nehme ich als Schüler den Lehrer und dessen Lehrinhalt war…, oder mir geht der Unterricht am A…. vorbei und ich seh zu, dass ich halt irgendwie die Lehrstunde absitze.
So vermag es auch im richtigen Leben sein.
Mitunter – so würde ich mich zu behaupten getrauen – bedarf es im Leben dann aber, ab und an mal einer Note 5, oder einer Klassenwiederholung, bis der "Stoff" so richtig angekommen ist. Bis wir ihn verstehen.

Wie komm ich drauf?
Ich erlebe es grade intensiv!


Einer seltsamen "Automatik" des Geistes folgend, fallen zurzeit wohl viele Themen einer Klarheit besonders auf.
So auch z.B. ein kürzlicher Beitrag einer Unternehmensberatung.
Es ging darin eben um die Klarheit und die Klärung bzw. einem Lösungsansatz zur Frage, weshalb grade in Unternehmen, in Führungsebenen, oft so eine derartige "Herumeierei" stattfindet. Und förmlich daraus resultierend, oft und verbreitet Probleme im Arbeitsbereich entstehen und "ausgelebt" werden.

Mit der Kernfrage: "Warum fällt uns Menschen eine Klarheit offenbar schwer?"

Doch…: geht es hier tatsächlich nur um die Unternehmensebene? Oder ist dies lediglich Auswirkung einiger Lebensebenen tiefer?


Nun… ich will Euch, liebe LeserInnen, nicht unnötig "langweilen".
Doch bleibt es nicht umhin, um zumindest einen kurzen Rückblick in die Vergangenheit zu wagen!

"Dröseln" wir die Kette von Zusammenhängen somit ein wenig auf, um dieses "Warum" sichtbar zu machen.

Was könnte nun ein Grund sein, weshalb wir uns an eine klare Ansage nicht heranwagen?

Wäre es möglich, dass da zumindest ein mulmiges Gefühl ansteht? Angefangen mit inhaltlichen Vorgaben wie "Das macht man nicht"…?
Im Grunde könnte man zusammenfassen, dass da eine gewisse Selbst-Unsicherheit, den eigentlichen Zweck der Klarheit überdeckt. Oder nochmal eine imaginäre Stufe nach unten gedacht oder gefühlt: Angst
Angst in dieser speziellen Form ist die Emotion, das Gefühl, dass hier im Wege steht.

Aus dieser Angst heraus mangelt es also an SELBSTVERTRAUEN.
Ein Selbstvertrauen, welches in einer Zeit kindlicher Anpassung nie wirklich entstehen konnte, oder welches sogar demontiert wurde. Es war den Vorgaben der Anpassung zu entsprechen. Punkt.
Und ich bitte hier doch, eindeutig klar auseinander zu halten zwischen Selbstvertrauen und Ego. Denn Selbstvertrauen beinhaltet für mich durchaus Respekt, Achtung, Anerkennung des Gegenübers… während Ego dies nicht tut.

So.
Läge nun dieses gesunde Selbstvertrauen vor, hätten wir – "normalerweise" – keine Angst vor einer Auseinandersetzung.
Und auch hier bitte ich folgenden Gedanken zu verfolgen: "Auseinandersetzung" hat für mich nichts mit Streit, Herumschreien, Beschimpfen und all diesen "ausfälligen" Dingen, zu tun!
Eine AUSEINANDERSETZUNG kann auch eine sehr produktive, respektvolle, achtungsvolle Kommunikation über etwas sein!

Meines Dafürhaltens nun liegt der nächste Gedanke nicht fern, dass eine Klarheit mitunter oft in eine Auseinandersetzung führt!
Diese Klarheit lässt jedoch keinen Zweifel über etwas, stellt es eben klar in den Raum. Schafft dadurch jedoch erst die wirkliche Chance und Möglichkeit, sich mit dieser Sache auseinander zu setzen!
Ich kann diese Klarheit mir selbst angedeihen lassen… mir über vieles klar werden. Und ich kann auch dem Gegenüber somit die Chance geben, mich mit dieser Sache klar zu erkennen. Oder umgekehrt – ich vermag mein Gegenüber zu erkennen.
Der Mensch wird sichtbar, greifbar!

Einen einzigen "Einwand" würde ich hier an dieser Stelle geben wollen… und dazu darf ich einen kleinen thematischen "Ausritt" zum besseren Verständnis machen:

Es kommt bei dieser Klarheit – bzw. bei der wohl angewandten Art und Form der Kommunikation – drauf an: Wie teile ich mich mit!?
Das ist jedoch mitunter erst die "halbe Miete".
Die zweite "Hälfte" umfasste dann: Wie nimmt, fasst mein Gegenüber dies auf?!
Denn nicht selten befinden wir uns auf verschiedenen Ebenen der Kommunikation. Ausreichende Ergebnisse aus einer Transaktionsanalyse untermauern dies.

Hier ein paar Ansätze dazu:

  • Eine Kommunikation und somit Behandlung von Klarheit, kann symmetrisch oder komplementär erfolgen. Also auf gut alt Deutsch… auf Basis einer Gleichheit oder einer Unterschiedlichkeit. Bei Gleichheiten (Symmetrie) versuchen z.B. "Auseinandersetzungspartner" auf zumindest annähernd gleicher Ebene, eben Ungleichheiten, Unterschiede, zu minimieren. Bei komlementären Partnern, wird es immer einen "superioren" (überlegenen) und einen "inferioren" (unterlegenen) Partner geben. Im Idealfall ergänzen sich diese Partner, im "Worst-Case" knallts da aber so richtig.
  • Weiter nun bei der vereinfacht dargestellten Wertigkeit der Sprachebenen…  "Ich bin o.k. – Du bist o.k.", in den bekannten Varianten der TA (Transaktionsanalyse), bishin zu "Ich bin nicht o.k. – Du bist nicht o.k."
  • Fortsetzbar wäre diese Aufgliederung sodann in einen Inhalts- und Beziehungsaspekt. Der Inhaltsaspekt hat die "Aufgabe", sachliche Informationen zu vermitteln. Der Beziehungsaspekt wiederum gibt Aufschluss darüber, wie die Information/Beziehung vom Gegenüber aufgefasst wird. Die jeweilige Kommunikation kann – vor allem im Kontext des Beziehungsaspektes – über Gestik, Mimik und Tonfall, beim Gegenüber verschiedene Reaktionen auslösten. Meine Klarheit kann beim Gegenüber dadurch als Bestätigung, Verwerfung oder Entwertung ankommen, entsprechende "Gegenreaktionen" auslösen. Dieser Punkt z.B. ist herausgegriffen aus den Kommmunikations-Axiomen nach Watzlawick.
  • Fast schon selbstverständlich, werden im Sinne der Klarheit auch die angewandten Meta-Programme eines Sprachausdruckes, teils enorme Wirkung einbinden. Und hier kommt es in der Tat oft nur auf Kleinigkeiten an.
  • Dann gäbe es da noch das "Vier-Seiten-Modell" (auch als Nachrichtenquadrat, Kommunikationsquadrat von F. Schulz von Thun). Demzufolge kann eine Nachricht als Sachinhalt, als Selbstoffenbarung, als Beziehungsdarstellung, als Appell erfolgen. Und über das "Gegenstück" des "Vier-Ohren-Modells" sind wir erneut beim Gegenüber, welches über eigene Gedankenfilter, Grundsatzgedanken, Lebensskripten, diese Nachricht entsprechend gleich, oder auch ganz anders auffassen kann. Besagter "Interpretationsspielraum".

KLARHEIT also ist ein sehr bedeutsames Wort!
Und doch gibt es viele "Stolpersteine", die am Weg, von gedachter, geäußerter Klarheit… bis zur praktischen Umsetzung, zu überwinden gilt!


An dieser Stelle darf ich mal eine kleine Übersichts-Grafik einbringen, um einen Überblick zu ermöglichen:

Klarheit


Wir waren also schon beim Grundübel. Der Angst, dem daraus entstehenden mangelnden Selbstvertrauen.
Können wir dieses Selbstvertrauen in uns begründen, dann wird durchaus auch Mut, ja wenn nicht gar Wille, Neugier und Interesse vorhanden sein, in einer konstruktiven Weise in eine Auseinandersetzung einzutreten.
Diese Auseinandersetzung kann dann mit hohem Prozentsatz Klarheit schaffen.

Fein!
Wenn wir dann an dem Punkt der Klarheit angekommen sind, liegt also ein gewisser "Aufarbeitungsprozess" hinter uns.

Wie vielen von uns – oft aus eigener Erfahrung – bekannt sein wird, liegt in jedem Gedanken, folglich jeder Handlung oder Unterlassung, eine Konsequenz. Eine Auswirkung.

Ich – rein jetzt aus meiner eigenen Erfahrung (und nicht Mutmaßung über Andere), weiß mittlerweile, dass man selbst an diesem Punkt der Klarheit, dann nur allzu gerne in alte Gedanken- und Verhaltensmuster zurückrutscht.

Aus welchem Grund?

Der "Grund" dazu hat neuerlich einen Namen. Mit 5 Buchstaben, beginnend mit "A".
Es ist erneut die Angst!

Die Angst vor/wegen der Konsequenz.
Mittlerweile reichen meine Beobachtungen sogar soweit, dass Menschen nicht ausschließlich nur vor "negativen" Konsequenzen Angst haben. Nein.
Es reicht in der heutigen Zeit sogar soweit, dass Menschen vor "positiven" Konsequenzen zurückschrecken. Weil sie letztlich das bisherige Lebensgefüge sprengen. Weil Veränderung notwendig ist, um diese Konsequenz "in Anspruch nehmen" zu können!
Was nun dann natürlich ist erst los, wenn es dann um "negative" Konsequenzen geht!?

Liebe Freunde und LeserInnen!
Es ist mir ein Anliegen, an dieser Stelle einmal ganz bewusst in den Raum zu stellen: Dieses Angst-Verhalten ist nicht ungewöhnlich. Es ist menschlich!
Unsere menschliche Entwicklung, voll von Ansprüchen, Erwartungen, Anpassungen an Regeln, Vorgaben von Einzelnen wie auch einer Gesellschaft, haben uns dazu gemacht. Beziehungsweise haben wir – mangels anderer "Möglichkeiten" – teils tatkräftig an unwahren Gedanken und Gefühlen mitgeholfen.

Was jedoch nicht hieße, dass wir diese "Teufelskreise" nicht durchbrechen dürften!


Und damit wäre ich dann bei der nächsten "Stufe" der aufgedröselten Kette: Der VERANTWORTUNG.

Es obliegt jedermanns Verantwortung, ob er sein Leben einfach so weiterlebt, jammert, beklagt, herumeiert. Unbewusst… oder womöglich ganz bewusst… auf Klarheit "verzichtet".
Oooooder… ob er/sie gewisse Dinge erkennt, seine eigene Klarheit mit aller Konsequenz erschafft… und auch die volle Verantwortung dafür übernimmt!

Sind wir bereit, diese Verantwortung zu übernehmen?

Sind wir…???

Oder tappen wir auch hier neuerlich in eine "Angst-Falle", die uns mitunter ganz an den Anfang zurückwirft…?


Und somit gehe ich noch den einen letzten "Schritt", an das Ende der "Ereigniskette".
Wenn wir alle Schritte, vom Selbstvertrauen beginnend, bishin zur Verantwortung, mutig durchschreiten, so werden diese erfolgten Gedanken und Handlungen zu einem ERGEBNIS führen! Und… auch wenn wir nichts dergleichen tun…: auch das seine eigene Art von Konsequenz und Ergebnis.
Es wäre nun beinahe müßig, hier noch einmal auf die Resonanz des Lebens hinzuweisen.

Ich würde mich nun zu behaupten wagen, dass diese Ergebnisse letztlich dann jedoch auch kein starres, fixes "Ding" sind.
Ja – für den Moment, die Sekunde, des Eintrittes an sich. In der nächsten Sekunde jedoch im "Bedarfsfall" schon wieder abänderbar!

Nur weil etwas in dem Moment "funktioniert", heißt dies nicht, dass es im nächsten "Moment" gleich ist!
Und umgekehrt. Wenn etwas grade nicht "funktioniert", hieße dies nicht, dass es im nächsten "Moment" auch nicht funktionieren könnte/sollte/müsste.

Es bedarf mitunter einer gänzlich neuen "Auseinandersetzung", Klarheit, Verantwortung!
Letzlich also großer Achtsamkeit, Bewusstheit, Aktivität!


So.
Jetzt habe ich einen Themenbereich der Klarheit mal achtsam beleuchtet. Ansatzpunkte geliefert.

An dieser Stelle nun darf ich jeden von Euch herzlich einladen, sich darauf einzulassen!

Ja – mitunter ist es etwas Aufwand, dass wir uns zu allererst einmal um unsere Selbstachtung, unser Selbstbewusstsein, unser Selbstvertrauen, kümmern. Also damit einmal die Basis, den Grundstein für eine Klarheit im Leben legen.
Mein bekannter Satz darf nun folgen: Es beginnt alles in, mit uns selbst! Nicht da draußen im Außen!

Jedoch würde ich auch mal an dieser Stelle die sogenannte "Nutzen-Frage" stellen wollen! Was soll diese Entwicklung schließlich bringen? Ein ERGEBNIS!
Wollen wir weiterhin durchs Leben eiern, in einem diffusen Nebel an Unklarheit? Gar "durchs Leben eiern lassen"?
Oder wollen wir – als Ergebnis – in Klarheit, mit unseren Gedanken und Gefühlen/Emotionen endlich dort "Position beziehen", wo wir hingehören? An das Steuer unseres eigenen Lebens!

Ein kleiner Seitenhieb an dieser Stelle:
Wissen wir denn, einzig für unser eigenes Leben, so wirklich wirklich alles ganz genau? Besteht hier absolute, völlige Klarheit? Oder wo eiern wir mit uns selbst herum?
Und jetzt erlauben wir uns einmal den "Parallel-Blick" ins Außen! Was alles in diesem "Außen-Leben" eiert so richtig tierisch herum? Gibt keine Klarheit vor? Ich nenne da mal nur ein großes Beispiel-Thema: Politik wink

Erlauben wir uns an dieser Stelle aber doch mal eine Art "Zauberfrage"!

Wie würde für Dich liebe(r) LeserIn Dein Leben, die Welt, aussehen, wenn Du morgen aufwachst…
…und Du… wie auch jeder Andere, in vollständiger Klarheit zu sich selbst leben, denken und handeln würde?

Wie würde sich dies für Dich "äußern"?

Woran würdest Du dies für Dich erkennen?


Folgende Worte sind jetzt bitte nicht als Eigenwerbung zu bewerten, sondern geben nur meine "Einstellung" in diesem Kontext wieder…!!!
Viele meiner LeserInnen "wissen" mittlerweile, dass ich eine Diplom-Ausbildung zum psycholog. Berater absolviere.
Diese Ausbildung bzw. vielmehr diese Bezeichnung nun klingt irgendwie ziemlich sachig, förmlich.
Für mich jedoch ist sie Anlass und Grundlage, um mich mit genau solchen Themen der Menschen zu befassen. Sie sichtbar zu machen. Darüber zu sprechen und zu fühlen.
Und das Schöne an der Sache ist ja: ich brauche hier nicht groß einen Berater oder Lehrer oder sonstiges zu mimen. Alles "Wissen" ist doch schon in den Menschen angelegt.
Es wurde nur seit Menschengedenken mehr und mehr verschüttet!
Und ich selbst schließe mich da gerne mit ein!

Ich reiche in dem Fall "nur" die Hand, leihe mein Gehör, mein Sehvermögen, meine Empathie… und begleite auf dem Weg des Menschen, der sich mir mit seinem Anliegen anvertraut!
Wenn man´s so darstellen wollte: Ich fand und finde mein Selbstvertrauen, gehe in Auseinandersetzungen, schaffe Klarheit, übernehme Verantwortung. Für mich.

Begleite Menschen auf deren Weg, gebe diesen Anstöße, um ihr Selbstvertrauen zu finden, Auseinandersetzung zu suchen, Klarheit zu schaffen und Verantwortung zu übernehmen.
Einzig das Ergebnis zeigt sich dann "von selbst".

Vielfach klingt all dies manches Mal sooo kompliziert, aufwendig, mühsam und dergleichen.
Letztlich ist dies alles aber einfach nur Leben! Leben, welches jeden Augenblick geschieht. So oder so.

Und an dieser Stelle nun bringe ich das schöne Wort "Co-Kreation" ins Spiel.

Es ist uns Menschen erlaubt, zu leben. Dinge zu verändern.
Manche Dinge kann man – und entschuldigt den saloppen Ausdruck – selbst auf die Reihe bringen.
Andere Dinge nun sieht man nur über den "Spiegel" eines Gegenüber. Wir dürfen also auch gemeinsam etwas "auf die Reihe bringen".
Uns gegenseitig unterstützen.
Das Leben tut es schon unentwegt! Ausgerechnet der Mensch wollte sich dagegen auflehnen? Auch so ein "Ding", welches sich im Außen zusehends deutlich abbildet!


Ich darf somit meinen Achtsamkeitsbeitrag zur Klarheit schließen.
Aus meiner Erfahrung heraus kann und möchte ich – aus tiefstem Herzen – jeden motivieren, inspirieren, einladen, sich seine Klarheit zu verschaffen!
Sie erleichtert ungemein! Schließt letztlich einen Kreis in Richtung Selbstwert, Selbstvertrauen, Selbstliebe. Einen Kreis des Lebens.

Habt noch viele Tage voller Klarheit, Freude und Liebe!

Euer
Ernold Prinz
(psycholog. Berater, Lifecoach, Sachbuchautor, Mensch)

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen, zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich