MeToo… Die Übergriffskampagne: Wie schaffen wir Veränderung?

MeToo

Aktion MeToo… ein ganz spezielles Thema, welches wir im Sinne achtsamer Begegnung durchaus mal aufgreifen sollten…

Wie können wir im Sinne einer respektvollen Achtsamkeit gegensteuern?

Hallo liebe Leserinnen und Leser!

Ja – dieser Beitrag nun geht ganz bewusst um die Thematik "sexueller Übergriffe"! Meist davon betroffen Frauen… Wobei die Übergriffigkeit an sich längst nicht mehr nur ein reines "Männerthema" ist…

Seit einiger Zeit nun kursiert ja diese Aktion "MeToo" in immer weiteren Kreisen. Basierend auf immer mehr Frauen, die sich aufgrund von körperlichen/sexuellen Übergriffen äußern.

Dazu vorweg: Ich selbst bin gegen jegliche Art von Übergriffen und will mit den folgenden Worten dazu, keinerlei Grund für Rechtfertigung liefern!!! Vielmehr ist mein Anliegen, sich mit dieser aktuellen Thematik wirklich und intensiv auseinander zu setzen. Um Veränderung zu ermöglichen – im Sinne einer achtsamen Lebensführung.

Ich möchte mich an dieser Stelle nun auch nicht äußern, ob dies nun eine "Zeiterscheinung", ein "Medienhype" ist, dass grade jetzt sooo viele Dinge an die Öffentlichkeit kommen… oder ob es schon lange so war… nur sich keiner traute, drüber zu reden. Auch möchte ich mich nicht über die "Qualität" der Übergriffe äußern, da ich nicht direkt damit befasst bin oder war. Die Thematik Me-Too an sich reicht jedoch völlig aus!

"Klammer auf": Hier an dieser Stelle jetzt über eigene Anteile an verschiedenen Geschehnissen zu erörtern, würde ebenfalls jeglichen Rahmen sprengen. Ist an dieser Stelle nun aber auch am Thema vorbei. "Klammer zu"

 

So.
Jetzt ist es – wie in vielen Bereichen des Lebens – ja doch immer verhältnismäßig leicht, über irgendetwas zu wettern, zu jammern, anzuklagen etc. etc. So auch über diese Übergriffe.

DAS alleine jedoch erschafft keine machbare Lösung des Problems!

Aus welchem Hintergrund ist diese aber so wichtig?

An dieser Stelle darf ich mich erneut bei einer lieben Kollegin bedanken, die mich – als "Luft-Menschen" (Elementelehre) – einmal so richtig praktisch auf den Boden heruntergeholt hat. Die mir seeehr deutlich aufgezeigt hat, dass es sehr gut daran tut, zu vielen Gedanken  – so auch diesen "Anklagen" – eine machbare, umsetzbare, geerdete Lösung zu finden. Ansonsten bleibt das alles irgendwie im Raum schweben… ändert aber letztlich wenig bis gar nichts.

Und dass in der heutigen Zeit vielfach "höchste Zeit" für Veränderung ist… wer möchte dies bestreiten…?!?

In einer gestern laufenden Diskussion nun, wurde von einem Teilnehmer als Lösung angeführt, es müsse hier eine eindeutige Grenze geschaffen werden.
Auf die Frage, wie diese praktisch umsetzbar aussehen könne, kam die Antwort: "Alle Berührungen, die nicht die ausdrückliche Zustimmung der Frau erhalten".

Der Ansatz an sich schon mal nicht schlecht. Doch zu schwammig, zu wenig konkret, zu wenig geerdet und anwendbar. Wie bricht man es so lange herunter, bis eine machbare Variante entsteht…?

Wie vermutliche viele unter Euch nun bestätigen werden, gibt es viele Facetten eines Empfindens. Ein Mensch (ich will es nicht generell nur auf Frauen festmachen!) empfindet z.B. eine Hand auf der Schulter als nicht einmal andenkenswert… der andere Mensch nun bekommt schon dabei eine regelrechte Krise. Ein Empfinden zu jeglicher "Berührung" kann also ein sehr weites Spektrum von Bewertung und Gefühlsempfinden erfahren!

Klammern wir tatsächliche, grobe (eindeutige) Übergriffe nun mal für einen Moment aus (über deren Unrechtmäßigkeit wenig Diskussionsbedarf besteht)…
…wie nun sähe die "Grenze" für "die anderen Berührungsmöglichkeiten" aus?

Was meine ich damit…?
Im Bekanntenkreis, Freundeskreis, Kollegenkreis zum Beispiel. Denkt mal für ein paar Minuten nach… welche teils alltäglichen, zwischenmenschliche "Berührungen" finden hier statt? Wie zum Beispiel die zuvor erwähnte Hand auf der Schulter…

Und falls jetzt doch Zweifel auftauchen sollten… oder Meinungen, dass "DAS" ja etwas ganz Anderes sei, dass man dies nicht in sexuelle Übergriffe hineinnehmen könne…   IST DAS SO???

Dann stellte ich noch einmal die ganz direkte Frage: "Wo (ab wann) beginnt eine sexuelle Belästigung / ein solcher Übergriff…???"

Jetzt mal kurz betrachtet, das wir zuvor ja angesprochen haben: "Alles, was nicht die Zustimmung des Betroffenen" hat! Wieviele Menschen (also Frauen und Männer) stimmen dem explizit zu, dass jemand eine Schulterberührung ausführt?

Und noch einmal: Viele verschiedene Menschen denken und fühlen verschieden über die Art der Berührung!

Wie also griffe ich im "Ernstfall" grundlegend in die hintergründigen Absichten, in das Denken der Menschen ein, damit es letztendlich keinen sexuellen Übergriff als Handlung zur Folge hat?

Sind alle diese "Berührungen"
a) grundsätzlich immer als sexuell begründet einzustufen?
b) und.. wo beginnt und wo endet hier "Zustimmung"?
c) vor allem: wurde diese zu 100% klar verbal deklariert? (Und Vorsicht hier mit leichtfertigen Bewertungen! Nicht alles was ausgesprochen wird, wird von einem Gegenüber auch tatsächlich genau so aufgefasst und verstanden! Die inneren Prägungen und Filter verzerren hier unbewusst mitunter gewaltig!)

Wie wäre hier eine vollziehbare Grenze darzulegen? Ist eine solche überhaupt generalisiert für alle festzumachen? Oder ist dies eine sehr individuelle, zwischenmenschliche Angelegenheit?
Und ich möchte hierzu mit einflechten: Diese Übergrifflichkeiten… sind diese dann explizit von zum Beispiel verbalen Übergriffen zu trennen?
Geht es bei Übergriffen einzig immer um sexuelle Übergriffe, oder bildet diese Thematik nicht ein ganzes Konglumerat an Auswirkungen fehlgeleiteter Gedanken (Ängste, Mängel) und Handlung ab?


Jetzt also in Richtung produktiver Lösung:
Wie kann man hinkünftig diese Übergriffe vermeiden?

Ob wir jetzt auf die Minute dieses "Phänomen" einer jahrtausende langen generellen Machtausübung in den Griff bekommen…?
Welches ja in einer heute modernen Zeit nicht mehr ausschließlich in Männerhand liegt…
Ich wagte es zu bezweifeln.

Denn woher kommt der Drang zur Machtausübung?
Schlussendlich aus tiefster innerer Angst. Aus deren "Mangel-Kindern".
Genauer will ich in diesem Kontext jetzt nicht eingehen, da dies definitiv den Rahmen sprengt.


Gut.
Als mögliche Idee könnte ich einmal in den Raum stellen:

Erstmal wird schon aus Respekt – erst mal gar nicht angefasst! Von niemandem!
Und dann täte man – Mann wie Frau – wirklich gut daran, zeitnah mit jedem einzelnen Gegenüber ganz offen und klar zu klären, was nun wann einer klaren Zustimmung unterläge… und was eben nicht!
Daran ist dann zu halten! Punkt. Ende.


Es ist zwar aufwendig, ein wenig umständlich…, noch mehr ungewöhnlich… aber es IST definitiv machbar, praktisch anwendbar!

Woher weiß ich das wiederum?

Nicht zuletzt durch meine Ausbildung zum psycholog. Berater war dieses Thema eines der wichtigen Punkte. Aus Respekt und Wahrung einer Integrität des Gegenüber, fasst man grundsätzlich nicht einfach an. Man fragt um allfällige Zustimmung! Selbst, wenn es nur um die bereits erwähnte Hand auf der Schulter ginge…

 

Weshalb aber nun wird diese Kommunikation, Klärung – gleich von Beginn an – nicht überall durchgeführt? Aus Minderwertigkeitsgefühl, aus eigener Angst, aus Scham, aus…, aus…, aus…! Es liegen somit in jeder Unterlassung des Ausdruckes auch eigene Anteile, die durchaus lohnen, betrachtet und gelöst zu werden!

Und weshalb noch nicht? Weil man diese Thematik so gesehen noch nie wirklich hinterfragt hat? Weil eine Trennung einzelner Bereiche darin kompliziert würde… und dies schon wieder gegen die Komfortsesseltaktik ginge…?

 

Als praktisches Beispiel: Kürzlich war ich auf einem sehr nachhaltigen Workshop-Wochenende. Im Zuge dessen es einmal mehr um Selbstreflektion, Resonanz ging. Dabei wurde also nicht über das Wetter oder den letzten Kaffeeklatsch gesprochen, sondern es betraf teils sehr persönliche Dinge. Es begegneten sich hier nicht nur Bekannte, sondern auch durchaus Fremde. Und so Manche(r) wurde mit einer herzlichen Verabschiedung (Umarmung) verabschiedet, zumal hier menschliche Nähe entstanden war.

So.
Angelehnt nun an dieses Beispiel…
WER getraute sich nun zu bewerten und darüber zu richten, gar festzulegen, was hier nun rein zwischenmenschliche Berührung durch Nähe war… oder ob der/die Eine oder Andere gar eine sexuell motivierte Handlung vornahm?
Gab es vor allem zuerst einmal Zustimmung eines jeden Einzelnen, ob diese Umarmung/Verabschiedung genau so stattfinden dürfe? Hat irgendjemand vorher gefragt?
Nein.
Es ergab sich aus zwischenmenschlicher Intuition!
Wie ich schon beschrieb… So Mancher wurde mit Umarmung verabschiedet. Nicht jeder!

Weshalb nicht?

Auch hier würde eine detaillierte Erörterung hier nun jeden Rahmen sprengen. Doch könnte dem – zusammengefasst – ein Körnchen Wahrheit innewohnen, dass hier im unterbewussten, non-verbalen Kommunikationsbereich der Menschen, eben eine Begegnung von MENSCHEN stattfand… oder eben auch nicht?
Nicht bewertende Objekte?
"Regelt" das Leben hier bereits auf seine Weise?
Wäre eine menschliche Verstandestrennung dann überhaupt möglich… oder wäre diese letztlich auch nur Fiktion, wie so vieles im Leben?

Somit könnte also die nächste Frage sein, die da am "Horizont" aufdümpelt: "Wie stehen wir da grundsätzlich so zur Sexualität? Haben wir uns im Laufe der Jahrtausende des Menschseins da etwa irgendwo verrannt?"
Was definieren wir nun alles in die Sexualität? Ist auch Sexualität hinsichtlich ihrer Auslegung – wie vieles Andere – einem immer stärker werdenden Festmachen an Regulation zum Opfer gefallen?
Wieviele Menschen haben tatsächlich mit Berührungen an sich ein Problem? Und da spreche ich noch lange nicht von sexuell motivierten Berührungen!

Ich für meinen Teil würde nicht darauf verzichten wollen, ab sofort im absolut GESAMTEN Umfeld, jegliche Berührung unterlassen zu müssen, da dies als sexueller Übergriff ausgelegt werden könnte. Denn gewisse "Berührungen" waren und sind doch eine Art entstandene Vertraulichkeit zueinander.
Aus einem inneren Respekt – mir selbst gegenüber wie auch meinen Mitmenschen gegenüber – könnte ich mir allerdings diese "Variante klarer Kommunikation" durchaus sehr gut vorstellen, um für die Zukunft eben auch das noch zu regeln!
Nach dem alten Spruch: "Nur sprechenden Menschen kann geholfen werden!"
Riechen, schmecken, gedankenlesen … kann´s weder ich noch ein Gegenüber!

Was nun mit den "komplizierten, schweren Fällen"?
Wo mitunter selbst ein klares "Nein" keine Wirkung zu zeigen scheint…?

Selbstverständlich gibt es Gesetze, Regeln, Vorgaben etc. etc.
Aber sind wir uns bitte ehrlich: Wieviele Gesetze und dergleichen gibt es in der Tat für alles Mögliche? Man arbeitet mit Drohung und Strafe im Verletzungsfall, will in verschiedenen Bereichen jetzt "verschärfen". Also Drohung erhöhen…. Und wieviele scheren sich in verschiedensten Bereichen einen regelrechten Dreck darum? Geht es also um wirkliches Verstehen, Respektieren einer Sache an sich… oder vielmehr letztlich um die Angst vor der Drohung, der Strafe?  DAS alleine war bisher noch keine wirkliche Lösung, wird es auch für die Zukunft nicht sein. Tägliche Schlagzeilen alleine schon sind doch der "Beweis"!

Also… man könnte meinen, das Leben präsentiert uns auch hier die Einladung, gemäß einem Spruch Einstein´s, Probleme nicht auf der Ebene lösen zu wollen, auf der sie entstanden sind…  wink


Kreativität ist gefragt!!! Vielleicht eine neue, andere Art der Begegnung…!?

An dieser Stelle nun möchte ich ein Video von Vera Birkenbiehl einbringen, bei der es – in teils humorvoller Ausdrucksweise – um die Unterschiedlichkeit zwischen Mann und Frau geht!

Dieses Video soll nun in keinster Weise diese Übergriffs-Thematik verharmlosen, gar ins Lächerliche ziehen…, rechtfertigen oder ähnliches! Es soll einzig einem schier unumstößlichen Fakt Raum verleihen, dass nun unsere Auffassungen von verschiedenen Dingen nicht nur durch verschiedenste Prägungsfilter beeinflusst sind. Sondern dass eben zwischen Mann und Frau eben auch eine verschiedene Auffassungsgabe besteht! Dass speziell in letzteren Jahrhunderten zwar – teils zwanghaft – versucht wird, Mann und Frau als "gleich" darzustellen, "gleich" zu machen… Das aber im gewissen Sinn gegen die Natur ist. Denn wenn das Leben Mann und Frau gleich haben wollte, dann hätte es dies so gestaltet. IST aber nicht! Und genau auch DAS möge in diesen kreativen Prozess einer Schaffung respektvoller Begegnung einfließen dürfen! NEU denken!

 

Damit kämen wir also zum Thema Eigenverantwortung!

Ohne dies jetzt – wie schon angedeutet – als Ausrede gelten zu lassen: Wurden wir im Zuge unserer Erziehung, Schule etc. an wirkliche, tiefe Eigenverantwortung herangeführt? Hat man uns diese tatsächlich vorgelebt?
Selten würd ich mal meinen. Man betrachte die unentwegten Schuldzuweisungen wegen diesem und jenem an Andere.
Gut.
Hieße aber längst noch nicht, dass man nicht nun seinen Arsch aus der Komfortzone heraus, in Bewegung bringen könnte… und jetzt endlich zu lernen begänne!

Wer aber nun will das wirklich???

Wer bleibt vielmehr in der Komfortzone kleben und tut meist nur das, was grade beliebt. Sich um ungenehme Dinge – vor allem in einem selbst – zu kümmern, steht eher selten auf der Tagesordnung.


Deshalb nun genau an Euch liebe Frauen nun die eine einzige Frage:

WELCHE KONKRETEN VORSCHLÄGE GIBT ES VON EURER SEITE ???


Und selbstverständlich die Gegenfrage an die Männer:

WELCHE KONKRETEN VORSCHLÄGE GIBT ES VON EURER SEITE ???


Ich für meinen Teil bin da pragmatisch und praktisch veranlagt.
Vor allem habe ich auch keine Lust, ständig nur Beschwerde, Gejammer und dergleichen anzuhören… weitere Beschwerde, Gejammer, dass nichts passiert…
…aber eben genau zur Lösung, zur Veränderung kommt kein praktikabler Vorschlag!

Das, was nicht funktioniert, kennen wir! Es führte uns genau hierhin. Also uninteressant.
Viel interessanter… was haben wir noch nicht probiert? Was könnte funktionieren? Uns aus diesem Dilemma herausbringen?

Es geht um´s TUN liebe Freunde!

Für meinen Teil würde ich mich extrem freuen, hier einen Prozess in Gang zu bringen, der – jetzt mal in diesem Bereich – wesentlich mehr Achtsamkeit, Bewusstheit, Respekt und Eigenverantwortung schafft!
Ja ich hielte es sogar für höchst interessant, dazu Treffen zu organisieren. Offen anzusprechen, was anliegt, was möglich ist!
Und sei eine Idee für den Moment noch so verrückt… Ich erinnere nochmal an das Zitat von Einstein!

Lasst uns MeToo nicht zu einem Projekt "verkommen", indem Betroffene nur ihr Leid klagen. Sondern lasst es uns dahingehend weiterentwickeln, dass wir eine Lösung finden, an der sich jeder einbringen, beteiligten… und sie auch leben kann: MeToo!


Also.
Das Thema liegt auf dem Tisch.

Wie packen wir´s an?!?

Ich freue mich auf Eure Vorschläge!

…3
…2
…1

…LOOOOOOS!

Euer
Ernold Prinz
(psycholog. Berater, Lifecoach, Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen, zusammengefasst auf der Projekt-Seite https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/


Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich
Videoquelle: YouTube

Die One-Moment-Meditation

Meditation

Meditation nur für einen kurzen Moment?
Kann dies überhaupt funktionieren?


Herzlich Willkommen liebe Freude und LeserInnen zu diesem Achtsamkeitsbeitrag!


Für heute habe ich einmal ein etwas "anderes" Thema angedacht!

Es geht heute rein um uns selbst!


Jetzt wird sich so mancher, der die vorherigen Beitrage mitverfolgt hat, denken…
…in allen Beiträgen ging es letztlich um uns selbst.
Also nichts "Neues"…

Deshalb…
…lade ich Euch alle recht herzlich ein, zu diesem Beitrag, in dem es einmal um unser Wohlbefinden gehen soll.

 

Wie der Titel schon so schön umschreibt…
…es geht um eine One-Moment-Meditation.

Neuerlich wird nun möglicherweise die Frage auftauchen, wie man in einem Moment eine ganze Meditation unterbringen soll? Es gibt da einige Meister, die dies stundenlang betreiben. Schon über Jahre hinweg…
Oder… Gedanken stünden im Raum, dass man für eine Meditation doch mindestens eine halbe bis ganze Stunde andenken müsse…

Lasst Euch überraschen!  laugh


Ich habe dafür heute ein kleines Video für Euch "ausgegraben", in dem eindrucksvoll erklärt wird, wie es auch anders geht. Und selbst dieses Video dauert – samt Meditation – nur knapp 6 Minuten.

Kann das also was "Gescheites", Qualitatives sein?


Ja. Kann es!

Und vor allem…
…es ist vielerorts einsetzbar!

Grade im zumeist gestressten täglichen Treiben bieten sich immer wieder Momente an, in denen diese Meditation seeeehr hilfreich uns entspannend zur Seite stehen kann.
Und weiters…: so mal eine Minute aus diesem Treiben ist sich viel eher ausgeklinkt… als eine halbe Stunde oder Stunde!

Wie würdest Du liebe Leserin, lieber Leser, darüber denken, wenn Du solche Momente nutzen kannst, um ruhiger, ausgeglichener und zufriedener zu werden?
Jederzeit.
Überall.


Wer nun von Euch somit Lust und Laune hat (Zeit schafft man sich bekanntlich wink )…
…den möchte ich nun willkommen heißen zur One-Moment-Meditation, gestaltet von Martin Boroson (Englisch gesprochen mit Übersetzung).

Das Video gilt gleichzeitig als Clip zum Buch One Moment Meditation, Stille in einer hektischen Welt (J.Kamphausen, März 2012), falls jemand Interesse hat, zu diesem Thema zu vertiefen.

Noch ein guter Tip zur tatsächichen, praktischen Umsetzung: "Damit man sich nicht durch etwaige Dinge ablenken lässt, weil man das Video noch nicht kennt, dieses einfach mal anschauen. Mit 5:34  Minuten ja ein überschaubares Unterfangen. In dieser Zeit schon "vorbereiten" gemäß dortigen Empfehlungen… und dann nochmal in Ruhe ansehen/anhören. Die eigentliche One-Moment-Meditation dann mitmachen, genießen.


Mit einem Zitat darf ich mich für meinen Teil für dieses Mal schon wieder verabschieden…
…und viel Entspannung, Erfrischung, Kreativität, Stressfreiheit und noch vieles mehr wünschen!

 

„Du musst nicht erst deinen Job kündigen oder zweimal täglich mindestens zwanzig Minuten aufbringen, um innere Ruhe zu erlangen.
Ruhe und Frieden sind allgegenwärtig.“

 

In diesem Sinne…

Dein

Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen, zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Videoquelle: YouTube

Naivität – Last … oder Segen?

Naivität

Die Naivität. Oft im Sprachgebrauch verwendet, verrissen, interpretiert, bewertet, veruteilt… Wie Vieles eben.

Ist Naivität im Denken und Tun dem Ausdruck des Titelbildes gleichzusetzen?

 

Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser, Freude einer Achtsamkeit!

Eigentlich nur durch einen kurzen Post von Markus inspiriert, möchte ich mich aber dennoch diesem Thema widmen.
Vordergründig wieder als Thema einer täglichen Achtsamkeit.
Sowohl im Umgang mit uns selbst, wie natürlich auch mit Anderen!


Die Naivität also…

Eine herkömmliche Definition dazu legt aus:
"Naivität bzw. Blauäugigkeit (zugehöriges Adjektiv naiv, von französisch naïf ‚kindlich‘, ‚ursprünglich‘, ‚einfältig‘, ‚harmlos‘, ‚töricht‘) kann als eine verkürzte, in dem allgemeinen Sprachgebrauch übergegangene Form von „nativ(e)“ (gebürtig, ursprünglich) angesehen werden. Im Allgemeinen werden Menschen als naiv bezeichnet, die Umstände und Handlungen nicht angemessen bewerten können.
Oft gilt „naiv“ als Synonym für leichtgläubig, arglos, leicht verführbar oder unwissend."
(Quelle: Wikipedia)

Also jetzt mal ganz ehrlich…
…wenn ICH mir grade diese Definition durchlese, sie wirken lasse… dann kommt mir das grade vor, wie ein Eiertanz auf holpriger Straße.

Da wird mit Bewertungen herumgeworfen, als ginge es sonst um nichts mehr. Und vor allem das Spektrum, dass diesem einen Wort hier unterstellt wird!
Von "kindlich", "ursprünglich" – also nach herkömmlichem Maßstab geltend – durchaus positiv…
…bis hin zu "einfältig", "töricht" etc. Also doch irgendwie total negativ behaftet.
Ob nun eine synonymhafte Bedeutung, also sozusagen als Tarnung, noch eingeräumt wird oder nicht… Hin oder her…

Was dann auch doch recht eigenanrtig anmutet, ist, dass die Anwendung des Wortes Naivität, offenbar abhängig vom jeweiligen Alter des "betroffenen/bewerteten" Menschen eine große Rolle zu spielen scheint!

Bei Kindern nun spricht (wertet) man die Naivität sozusagen noch der Unerfahrenheit der Kinder zu. "Sie könnens ja noch nicht wissen…"
Bei Erwachsenen hingegen könnte man mitunter dann teils schon meinen, es ginge in Richtung "Beschimpfung". Jedenfalls Bewertung eines Objektdenkes, Be- oder Verurteilung. Es wird dem Erwachsenen – trotz aller Bildung, Erfahrung – sozusagen ein Mangel an Charakter, als geistige Beschränktheit, angedichtet.

War es als Kind naiv, an einen Weihnachtsmann / ein Christkind zu glauben?

Was es viel früher noch naiv zu glauben, die Erde sei eine Scheibe?

Damit aber offenbar nicht genug.
Oftmals geht die Naivität auch in die Interpretation einer Unwissenheit.
Unwissenheit und Naivität sind jedoch nicht gleichzusetzen!

Diese Verwendung – selbst als Synonym – hielte ich also für fehl am Platze.

Unter anderem wird davon gesprochen, dass die Naivität sozusagen eine Art Mangel sei, die den betroffenen Menschen praktisch hindere, neue Fakten angemessen zu bewerten, einzuordnen. Je gröber die Fehleinschätzung sei, desto naiver seien die betreffenden Menschen. Insbesondere gelten Einschätzungen ja auch als Fehleinschätzungen, je mehr "Positivität" einer Einschätzung beigemessen wird.
Wir kennen wohl alle das "Gegenteil": Trifft man ständig zu negative Einschätzungen, dann spricht man dies nicht einer Naivität zu, sondern einem Pessimismus. In Fällen, wo sich unter Umständen "Krankheitsbilder" zeigen, von einer Depression.
Seltsamer Weise findet in einigen Definitionsversuchen die inhaltliche Aussage immer wieder Gehör, dass die Naivität mit der Tendenz verbunden sei, den Egoismus anderer Menschen zu unterschätzen…

Jetzt wird da in der Definition in Richtung Synonym noch angeführt: "leichtgläubig, arglos, leicht verführbar"

Was nun sind, bedeuten diese Begriffe? In jene Richtung etwas, weil jemand eben keine Vorurteile, kein Schubladendenken etc. anwendet, sozusagen also schon Vergangenheit in die Gegenwart projiziert, andere Erlebnisse als diese "prophezeit", gleichstellt… dann ist dieser Mensch naiv??? Weil ihn einmal ein anderer beschissen hat, so besteht nun also automatisch der begründete Verdacht, dass ein weiterer dies nun ebenso wiederholen würde?  Misstrauen, Verschlossenheit, Angst etc. ist hier also zugange. Genau das Gegenteil von Naivität.

Aber wir legen Naivität lieber negativ aus?


Jetzt frage ich Dich, liebe Leserin, lieber Leser…
…und ich ersuche Dich, nach Möglichkeit mal hier zu unterscheiden… zwischen Verstandesdenken… und "Gefühlsdenken/Herzdenken":

IST DAS ALLES SO ?

Was bedeutet Naivität für Dich?


Denn…
…und damit möchte ich jetzt zu einer höchst achtsamen Betrachtung des heutigen Themas gehen…

…was könnte eine große positive Eigenschaft vermeintlicher Naivität sein?

Zuerst einmal die Frage: "Steht es mir überhaupt zu, insbesondere über einen Anderen zu bewerten, be- und/oder verurteilen, ob dieser naiv sei, oder nicht?"

Falls ich dennoch bei dieser Frage nicht weiter wüsste…:  "Was berührt es in mir selbst, wenn ich auf diese Naivität stoße?"


Und damit wäre ich dann auch schon mittendrin…
…nämlich was in erster Linie einmal uns selbst betrifft!

Haben wir uns selbst schon einmal bei der Aussage ertappt… zumeist wenn vielleicht etwas nicht so gelaufen ist, wie erwartet:

"Ach wie konnte ich nur so naiv sein und dies glauben?"

Wir stellen uns selbst in Frage. Wir "negativieren" uns selbst. Bewerten uns, be- und verurteilen, geiseln uns. Gehen in Opferrolle.

Schon mal vorweg: Hatte diese Erfahrung tatsächlich etwas mit Naivität zu tun? Oder ist dies nicht neuerlich wieder nur eines dieser sprachlich, eleganten "Kunstwerke" eines sich selbst geißelnden Verstandes, welcher auf diese Weise eine "Rechtfertigung" zu konstruieren sucht, da womöglich halt nichts anderes machbar ist…? Weil man eben gerne Verantwortung abschiebt anstelle sie zu tragen. Man sich lieber zum armen Opfer macht… anstelle aufrechten Hauptes im Sturm stehen bleibt.

Bist Du liebe Leserin, lieber Leser…, weil Du zum Beispiel nun etwas geglaubt hast, deshalb naiv?

Oder bist, warst Du vielmehr einfach ein offener, unvoreingenommener Mensch, der einer Sache, einem anderen Menschen (zumindest vorerst einmal) neutral gegenüber gestanden bist?
Du hast es sozusagen zuerst einmal in die Tat, in ein Ergebnis übergehen lassen, warst nicht vorbe- und verurteilender Schubladendenker…!

Könnte dem Gedanken auch Wahrheit innewohnen, dass Naivität nicht nur Unvoreingenommenheit, sondern auch das Vermögen oder die Eigenheit umfasst, rein im Jetzt und Hier zu leben, zu entscheiden?
Wäre es möglich, dass durch diese Unvoreingenommenheit keine Beschränkung durch bereits vorhandenes, vermeintliches Wissen aufträte?
Vermag durch diese kindlich naive Offenheit einer Neugier freien Lauf gelassen sein, können vermeintliche Grenzen auf diese Weise nicht hervorragend getestet, verschoben und "zur Not" auch aufgehoben werden, sodass der Weg für Neues weit offen steht?

Dazu ideal passend ein Beispiel aus einem kürzlichen Wochenend-Workshop. 3 Tage begegneten sich teils "wildfremde" Menschen, um mehr auf das Thema Co-Creation einzugehen. Ein Thema, in dem letzten Endes nur mehr ein minimaler Anteil an herkömmlichem Verstand, Kopfdenken…, sondern vielmehr eine "Anhebung" auf eine Gefühlsebene, eine Herzebene, eine Bewusstmachung, eine Nutzung eines Energiefeldes innerer Weisheit, im Vordergrund stand.

Ich nun wiederum hatte das außerordentliche Vergnügen auf Menschen zu treffen, die zutiefst meine Neugier erweckten! Eine absolut kindlich, unvoreingenommene Neugier. Und … da ich mir schon vor geraumer Zeit abgewöhnt hatte, irgendwas künstlich darstellen, verschleiern zu wollen, irgendwie eine Art "schlechtes Gewissen" während kindlicher Neugier zu haben, verlieh ich dem Ausdruck! In der Form, dass ich genau das kund tat. Dass mich diese Menschen interessieren, sie mich auf ihre Art berühren…. und ich gerne einen Kontakt weiter aufrecht erhalten würde, um dieser Herzensneugier nachzugehen.

Die Reaktionen waren mit einem Mal sehr konträr. Manche dieser kleinen Gruppe nahmen dies genau so an, machten kein Thema daraus. Manche waren … na ich sag mal… zumindest ein wenig "überrascht". Äußerten sofort eine Art "Abwehrhhaltung".

Und in diesem Sinne nun war es für mich ein weiteres Erlebnis… und zugleich innere Frage, ob dies auch einer Art Naivität zugeordnet wurde. Umso "verschreckender", da ich nun kein Kind, sondern Erwachsener bin. Zumindest die optische Relation zum Fragen- bzw. Ausdrucksinhalt in gewissem Maße so gar nicht zu passen schien…

Ist Direktheit, kindliche Neugier und Unvoreingenommenheit also mittlweile – dargestellt, geäußert durch Erwachsene – mit Unwissenheit, Naivität gleichzuhalten???


Nochmals: Naivität ist für mich keinesfalls gleichbedeutend mit Unwissenheit! Vielmehr ein Loslassen von viel eigener Begrenzung, von selbst auferlegter Darstellung.


Was nun aber wird uns beigebracht?

Wissen?

Ist das, was wir hinlänglich als "Wissen" bezeichnen, tatsächliches Wissen? Ist 1 +1 = 2 wirklich Wissen? Ist jedes in der Schule aufgesplittete Lehrfach Wissen?

Gibt uns dieses vermeintliche Wissen in gewisser Weise nicht immer mehr Rahmen vor, von dem was man eben schon alles weiß. Zu wissen glaubt… anstelle unseren Geist für all das offen zu halten, was wir nocht nicht wissen…?! Erlaubt uns dieses Wissen selbst zu erfahren, tatsächliches eigenes "Wissen" zu erlangen, zu erfahren?

Ist dieses vermeintliche Wissen … auch einer sogenannten gesellschaftlichen Regelung, Normierung entsprechend… nicht letztlich eigene Begrenzung? Ist Wissen also ferner auch ein statisches, starres Fakt… oder letztlich nur doch wieder nur eine flüchtige Momentaufnahme? Denken wir doch nochmal zurück an mein zuvor gebrachtes Beispiel… mit… die Erde sei eine Scheibe…

Was WISSEN wir denn tatsächlich… im Sinne unserer eingeschränkten Möglichkeiten? Über das Geheimnis Leben zum Beispiel? Über das Gehirn? Über die Meere? Über ein Unterbewusstsein? Uns selbst…?

Könnte also – zumindest "eine gesunde Portion Naivität" nicht viel eher der Ausweg aus einer "Sackgasse" sein?

 

Wobei…
…eine Sache würde ich hier doch gerne ansprechen wollen…!

Echte Naivität… zum Unterschied einer Gestellten!

Denn wir oft gehen wir täglich durchs Leben…
…und stellen uns – gleich den 3 Affen – taub, blind und stumm?

Wir "wüssten" also durchaus einiges…
…aber gleichzeitig wollen wir es nicht wissen!
Wir hören, wir sehen, wir sprechen (denken)…
…jedoch stellen wir uns doof!

Wir lehnen Verantwortung ab.
Ob es nun Verantwortungen sind, die unser Denken betreffen, unser Handeln/Unterlassen, unseren Körper usw.
Irgendwer wird´s schon richten!
Oder… es wird sich schon von alleine erledigen. Sitzen wir´s halt aus.

Ist eine solche Haltung dann noch "naiv"… kindlich neugierig, offen, vorbehaltslos…?
Oder wohl eher einfach nur verantwortunslos, ignorant, egoistisch, narzistisch… wie auch immer…? Nicht aber naiv!

 

Als Kinder waren wir noch offen, unvoreingenommen etc. Aber nicht lange! Das Umfeld "belehrte" uns eines Anderen! Lebte es uns regelrecht vor!

Wie sieht es mit der Naivität aus? Wie schnell wird allfälligen "Anflügen" einer Naivität gern und schnell der Stempel der Minderwertigkeit aufgedrückt!
Uns selbst gegenüber… wie auch anderen Menschen gegenüber!
Und tatsächlich…: ein Ego lässt hier schöne Grüße bestellen!

Dem gleich lauert da noch eine andere, sehr dunkle Ecke inneren Schattens: Die Angst!

Wieso Angst, wird sich nun vielleicht mancher fragen…

Aus welchem Grund SIND wir denn nicht mehr offen, unvoreingenommen (sehen also jede einzelne Situation für sich neu, jeden uns begegnenden Menschen)?
Etwa aus "Erfahrung"??? Weil wir ja ach so oft schon "verletzt" wurden? Weil man uns sofort wieder verletzten könnte…? Weil wir auch das als Wissen rechtfertigen…?

IST DAS SO ???


Und das rechtfertigt alles?
Weil es laufen ja so viele herum, die nur… dies, jenes, das…!

Verantwortung abwälzen, Be- und Verurteilung Anderer. Ich armes Opfer. Basta.

Ist das so?

Abgesehen davon, dass ich mich schon wiederholt dazu geäußert hatte, dass uns niemand anderer verletzen kann, außer wir selbst…

Nun… es wäre vermessen zu bestreiten, dass viele von uns in einem ständigen Mangel- und Angstdenken durchs Leben gehen. Wohl wahr. Und ich schließe mich bis heute in manchen Dingen nicht aus.

Wir leben in Erfahrung. Erfahrung erzeugte Angst. Angst erschafft Verschlossenheit, Voreingenommenheit… und vielens mehr. Gleiches zieht Gleiches an. Das was wir ausstrahlen, kehrt zu uns zurück, wird uns vom Leben vor Augen gehalten. Wir erleben erneut. Erfahren.
Der Kreis schließt sich.
Doch ist dies nicht eine Spirale nach unten…?


Wer also wird diesen Kreis durchbrechen?

Und das nach Möglichkeit nicht nur vom Verstand her alleine… sondern mit dem Herzen gelebt?!


Ich denke, ich kann hier an dieser Stelle nun diesen Beitrag zu einem Abschluss bringen.
Denn jeder von uns hatte in der einen oder anderen Weise schon reichlich mit dieser Naivität zu tun!
Oft nur… zu oft… wohl aber auch zumeist in negativer Auslegung. Wie das bei so einigen Dingen im Leben gestaltet wird…


Meine "Hausaufgabe" für heute nun… im Sinne einer Achtsamkeit… und damit verbunden, möglichen Veränderung:

Ich lade Dich, liebe Leserin, lieber Leser hiermit herzlich ein…
a) mal in Deinen Erinnerungen nachzuforschen, wo Du Dich – vor allem der negativen – Naivität unterworfen hast! Wie sehr warst Du Dir selbst gegenüber verschlossen, voreingenommen, be- und verurteilend, festgelegt, gekrallt an sogenannte Erfahrung, vermeintliches Wissen? Hast Du Neuem tatsächlich Raum gegeben? Aus welchem Grund kam Dir diese Bewertung Deiner selbst "negativ" vor? Was hast Du damit an Empfindungen verbunden?
Wie oft, hilft hier ein Notieren sehr, da Gedanken sehr sehr flink und trügerisch sind!

b) Als Fleißaufgabe dann, mal Situationen, Geschehnisse zu erinnern, wo Du andere einer (negativen) Naivität "beschuldigt" hast. Was war hier wirklich geschehen? Was hat es vor allem in Dir selbst berührt?


Und nun…, zur "Krönung", als Fleißaufgabe der Sache nun also…
…wie schätzt Du die Situationen, Möglichkeiten, für Dich selbst ein, wenn Du nun "diversen positiven Aspekten", die ich hier ebenso zu schildern, hinterfragen versuchte, Raum gäbest?

Wäre es möglich, dass Naivität… Kindlichkeit, Unvoreingenommenheit, Neutralität, Unschuld, etc. ja eine regelrechte "Goldgrube" an Potential, Ressource ist?


Erlauben wir uns doch bitte einmal dieses Bild vor Augen…
…wenn alle Naivität lebten! Alle kindlich, neugierig, unvoreingenommen, neutral, unschuldig, nicht bewertend, be- oder verurteilend an alles im Leben herangingen!?!?!?

Ich glaube, das Paradies wäre dann tatsächlich nicht mehr fern!


Ein weiteres kleines Tool der Achtsamkeit also, welches wir jeden einzelnen Tag für uns nutzen und umsetzen können…
…so wir dies tatsächlich wollen!

Willst Du???


In diesem Sinne noch viel Spaß bei der Hausaufgabe…
…und viel Naivität in Deinem Leben!


PS: Ich persönlich LIEBE diese Naivität! An sich halte ich ja nichts von einer Sprücheklopperei… Jedoch – lautete da nicht einmal ein angebliches Statement eines bekannten Zimmermannes…: ""Makarioi hoi ptochoi to pneumati, hoti auton estin he basileia ton ouranon" und das heißt "Selig die Armen im Geiste, denn ihrer ist das Himmelreich"
Sollte Naivität also tatsächlich einzig nur Last sein? Oder darf man sie als Segen betrachten. Als Herzdenken. Und das, was ich dann als IST und JETZT annehme, das "Himmelreich". Wenn auch auf Erden…

Euer
Ernold Prinz
(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen, zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Polarität – die Lebensenergie… oder Hindernis?

Polarität

Die Polarität: einzig Erfindung, Hindernis am Weg zum Ziel… oder Antrieb jeglicher Energie?

Heute einmal ein ausführliches Achtsamkeitsthema zu einem alles durchwirkenden Bereich der Polarität.

 

Hallo liebe Freunde und Leser!

Heute möchte ich diesen Beitrag einmal einem mittlerweile ebenfalls sehr oft gebrauchten Begriff widmen:

Der Polarität

 

Allerdings schicke ich jetzt schon eines Voraus: Niemand MUSS dem hier folgen, niemand MUSS das hier vertreten oder glauben.
Ich tue hier meine tiefste eigene Meinung kund!
Nur ich weiß bereits jetzt, dass ich heute selbst hier durch meine Worte polarisiere. Doch ist dies vielleicht definitiv nötig und hilfreich, um Sichtweisen aufzureißen. Es mag also sein, dass sich so mancher möglicherweise so richtig "ans Bein gepisst" fühlen könnte. Oder man mich als völligen  Idioten, Spinner und Sonstiges abtun könnte. Oder auch wiederum… es ähnlich wie ich sehen könnte.

Alles kann – nichts muss. Leben IST.  wink  Polarität eben…

Wenn also diese Worte jetzt schon Ärger oder Frust, Desinteresse oder Enttäuschung wecken, dann ist besser, gleich völlig auszusteigen aus meinem Beitrag. Ich sag´s wie´s ist.

Wenn aber nicht… wenn hier nun sogar die Neugier womöglich noch gestiegen ist… dann viel Spaß mit einer vielleicht neuen Sichtweise…

Bleibt offen im Geist. Seid bereit, neue Sichtweisen, Wege zu sehen…

…UND: erlaubt Euch selbst gegenüber einmal ganz besondere Achtsamkeit! Achtsamkeit gegenüber möglichen Gedanken, inneren Gegenwehren, gegenüber Emotionen, die da mitunter angestoßen werden, wenn es an Grenzen von bisher Angenommenem, Geglaubten geht… oder gar drüber hinaus…

 

Ich sagte schon oft: ich bin kein Erhobener, Erleuchteter, kein überdimensionaler Wanderer… ich bin MENSCH mit Ansichten, Gefühlen, Ahnungen…
und dieses Thema Polarität stellt sich für mich ganz eigen dar!

Ich sehe meine Ansicht also aus einer einerseits sehr "geerdeten" Sichtweise ohne irgendwelche großartigen, fantastischen Dimensionsflüge. Und ich sehe andererseits hier eine gewisse, abzuarbeitende "Reihenfolge". Step by step also.

 

Bevor wir uns jetzt aber mit dem Wort oder eine allfälligen Bedeutung und Verwendung intensiv auseinander setzen…
im Einfachen versteht man ja unter Polarität die bekannten "zwei Seiten einer Medaille" – richtig?

Ist es aber wirklich sooo einfach…?

Ich finde jetzt dieses  gezeigte Bild nun geradezu ideal…

Polarität

Erkennt Ihr es? Hat dieses Bild… die dargestellte Form nun einfach nur die Form einer "Kugel"… gibt es nur einen Blickwinkel…?
Oder gibt es hier mehrere Blickwinkel, Verwindungen dieser Form in sich…?


Nun… für mich zumindest gibt es hier mehrere Blickwinkel, Verwindungen in sich. Und wende ich dies nun auf die Polarität an, gibt es für mich auch nicht nur "zwei Seiten einer Medaille".
Darauf komm ich aber zum Schluss.


Aber von vorne…

Laut Wikipedia steht für Polarität hier folgendes zur Definition:
Polarität steht für:
Polarität (Physik), Anordnung zweier Pole im Raum oder an einem Bauteil
Polarität (Chemie), Bindung von getrennten Ladungsschwerpunkten in Atomgruppen
Polarität (Virologie), Verhältnis eines einzelsträngigen viralen Genoms zur Leserichtung der mRNA
Polarität (Politik), politische Gegensätze zwischen zwei Gruppen
Polarität (Philosophie), Verhältnis sich gegenseitig bedingender Größen
Zellpolarität, spezifische Ausrichtung der Zellstruktur einer Zelle in der Biologie
eine Zuordnung zwischen Punkten und Geraden einer Ebene mit bestimmten Eigenschaften, siehe Korrelation (Projektive Geometrie)
ein Prinzip in der chinesischen Philosophie, siehe Taiji (chinesische Philosophie)
ein grammatisches Prinzip in der Linguistik, siehe Polaritätselement

Interessant werden für uns nun immer mehr jene Punkte aus der Philosophie.
Sprachlich natürlich auch immer wieder verwandt. Paradebeispiel an bei Politikern oder Vortragenden. Wie oft hört man, dass diese in ihren Reden/Vorträgen polarisieren…
Oder … wie ich heute polarisiere…   wink


Was ich vorweg noch kurz mit dazu "ins Boot" holen möchte, ist der Begriff "Dualität".
Unser Fremdwort "Dualität" kommt von dem lateinischen "dualis", was "zwei enthaltend" oder "Zweiheit" heißt. In der Spiritualität ist Dualität oft als die Illusion des Getrenntseins dargestellt. Doch ist es tatsächlich so einfach? Verschmilzt Polarität letztlich nicht doch wieder zu einem…?

Man nimmt an, dass alle Existenz Einheit ist. Man nimmt auch an, dass innerhalb dieser Einheit mehrere Dimensionen bestehen. Wie diese Dimensionen nun aussehen, was dort IST, beruht nur auf Annahmen und Vorstellungen.
Ich behaupte einmal…: solange wir hier noch in unserer 3-D-Welt leben und hier unsere Erfahrungen machen dürfen, werden wir uns dezent schwer tun, schon mit Bestimmtheit festzulegen, was dort in höheren Dimensionen ist!
Aber wie sagte ich schon zum Anfang?
Step by step!
Allerdings kommt uns hier doch die Wissenschaft ein wenig "zu Hilfe", die immerhin theoretisch bereits weitere Dimensionen erfassen kann. Zumindest glaubt sie das.

In dieser hier sich darstellenden Grafik ginge es aber nun schon über eine "Zweiheit" hinaus! Polarität verliert hier also schon das typische "schwarz/weis-Konstrukt".

Polarität

In dem Sinne belegt durch die Wissenschaft ist, dass das gesamte Leben, jegliche vermeintlich feste Materie schwingende Energie ist.

Auch wenn ich Dir jetzt einen Stein an den Kopf knalle… letztlich ist der Stein also schwingende Energie. Auch wenn es Dir höllisch weh tut und Du im Krankenhaus landest… Verschiedene Energien prallen also im wahrsten Sinne des Wortes aufeinander…

Nur… wo sehen wir mit unseren menschlichen (körperlichen) Mitteln diese Energie. Gar nicht. Wir können sie mit Messinstrumenten nachweisen. Oder sehen sie, da sie Muster im Außen werfen. Manche von uns erspüren sie mehr. Man könnte also durchaus behaupten, Dualität ist keine Eigenschaft des Seins, sondern vielmehr eine Frage des Bewusstseins – des Geistes.

Erst kürzlich in einem Vortrag über die Intelligenz des Herzens gehört…
Vieles, was das Herz, dessen Gesundheit, Rhythmus und noch anderes mehr beeinflusst, geht vom vegetativen Nervensystem des Menschen aus. Vom Sympathikus und dem Antipathikus. Und auch der Vortragende wieder stellt eindeutig fest: Eine verstärkte "Neigung" zu einem dieser "Pole" ist für Herz und Leben schädlich. Der beste und neutralste, gesundeste Punkt befindet sich in der Ausgeglichenheit, der Mitte zwischen beiden!

Ahaaa……!?  Die Ausgeglichenheit, die Mitte zwischen den Polen ist also durchaus ein starker Hinweis….!

Das Fremdwort "Polarität" leitet sich ab von dem griechischen "pólos", was "Drehpunkt, Achse; Erdpol" heißt. Dieses geht wiederum zurück auf griechisch "pélein", was "in Bewegung sein" bedeutet. Ist das nicht interessant? Schon vom Wort her ist ein Pol etwas, das in Bewegung ist, also nichts Starres, Unveränderliches, sondern etwas durchaus Wandelbares.
Ein weiterer Hinweis darauf, dass z.B. schwarz und weiß … nicht ständig eben schwarz und weiß sind!

Woher kennen wir denn das Wort Pol: von unserem Planeten. Nordpol – Südpol. Die Erde ist in Bewegung. Die Pole stehen nicht an fix verankerten Punkten. Sagen wir – die Erde dreht sich nicht absolut wie an einer Achse… sondern sie "eiert" ein wenig mit dieser Achse…  Die Pole haben sich im über Jahrmillionen reichenden Zeitalter des Planeten "Erde" schon mehrmals "verschoben" – gewechselt.

Auch wissen wir, dass Energie ständig in Bewegung ist.
Es wirft sich also in gewisser Weise für mich die Frage auf, aus welchem Grund Menschen dann so gerne an Dingen festhalten… wenn doch alle Zeichen des Lebens drauf hindeuten, dass alles und ständig in Bewegung ist!? Vom kleinsten Atom – bis hin zum uns bekannten Universum.
Wieder ein Streich oder eine Eigenschaft des EGO…? Wieder ein unbewusster Widerstand gegen das Leben an sich?
Wieder eine Polarität: Festhalten – Loslassen…?

 

Und weil wir nun grade bei diesem Bereich sind: Was sind nun solche Polaritäten in unserem Leben?

Hell – Dunkel? Heiß – Kalt? Weiß – Schwarz? Oben – Unten? Links- Rechts?

Also angefangen von ziemlich simplen Definitionen bis hin zu tiefreichenden, Gegensätzen wie Reich – Arm? Gut – Böse? Gesund – Krank? Wertvoll – Wertlos? Männlich – Weiblich? Und vieles mehr…

Erstere einfache Definitionen scheinen mir also mehr eine gewisse Eigenschaft von Dingen zu beschreiben. Gewisse Orientierung ermöglichen zu wollen.
Zweitere Definitionen gehen da schon in die Tiefe und sollen wohl ermöglichen, Mensch-bezogen Ortientierung zu ermöglichen.
Freilich… gleichzeitig trenne ich natürlich damit in jeder Hinsicht auf!

Ich sondere aus wie ein Huhn: "Gute Körnchen – schlechte Körnchen". "Die guten ins Kröpfchen (also rin inne Hals)… die Schlechten ins Töpfchen (also ab ins Klo damit)!" Aufteilung, Wertung, Beurteilung. Annahme – und auch Ablehnung.

Ich will hiermit absolut nicht den Menschen mit dem Huhn gleichstellen…oder mit irgend einem anderen Tier. Doch bleiben wir kurz bei dieser Form der "Trennung", Auswahl…

Ein Tier hat nicht die Fähigkeit des bewussten Denkens und Handelns, kein EGO. Und doch trifft bereits das Tier ebenfalls die Auswahl. Trennt "Genießbares" vom "Ungenießbaren".

Auch wenn mir jetzt einer sagt, das ist völliger Nonsens oder zu weit hergeholt… warum aber bildet sich auch bei Nichtvorhandensein eines Bewussten Denkens (sprich Ego) diese Trennung ab? Von der Natur – also dem Leben – so gegeben…!? Kann man also so gesehen …. der Einfachheit mal wieder gerne die entstehende Problematik der polaren Trennung einem "bösen Ego" zuschieben…?
Weshalb ist es vermeintlich von der Natur – vom Leben – so geschaffen, dass es Männlein und Weiblein gibt? Das zumeist Fortpflanzung (bis auf einige wenige Ausnahmen) nur über diese Polarität funktioniert? Erst kürzlich durfte ich eine sehr spannende Dokumentation genießen, welche diese Splittung der Geschlechter auf rudimentäre Weise zusammenfasste: Man nimmt an, dass dies die beste Lösung für die Zellenwesen war, um Vermehrung zu sichern! Zellenwesen weisen nun aber nicht unbedingt denkende Intelligenz vor. Wie oder auf wessen "Geheiß" also geschehen solche Dinge?

Weshalb gibt es in der menschlichen Biologie Polaritäten… wie z.B. Sympathikus – Antipathikus…?
Wirklich alles nur Illusion…? Nur Einbildung?

Oder könnten wir dem Gedanken Raum verleihen, dass diese "Polarität" eine grundlegende Eigenschaft für die Bewegung, für das Leben ist…?
Klar…im Hintergrund erkennen wir die Energien. Wobei selbst hier tun sich – sogar für uns kleine "3-D-Wesen" mittlerweile Unterschiede auf. Wir erkennen – zumindest mit Geräten – niedrig schwingende Energien bis hin zu hoch schwingenden Energien.  Wir erkennen auch ohne Geräte – auf für uns nicht belegbare Weise, aber dennoch… – Unterschiede zwischen Freude und Frust, Trauer, Ärger. Wir spüren sie.
Also auch Polarität?  Oder ebenfalls nur Scheinwelt?

Und jetzt kommt der Mensch mit seinem ach so überschätzten Verstand daher… und macht im Prinzip das Gleiche. Nur viel ausgefeilter. Er schiebt sein EGO vor.
Ich behaupte vorweg: wir Menschen haben uns mittlerweile in einem ständigen weiter, höher, besser im Denken verrannt! Wir zerdenken, analysieren bis ins letzte Detail. Wir sind vor allem Sklaven unseres Ego. Objekt- und Kopfdenker.

 

Versuchen wir uns aber einmal, in diese folgende Situation hinein zu denken:
Der Mensch wurde so erschaffen, dass er in einer 3-D-Welt überleben und agieren kann. Seine Sinne, seine gesamte biologische Beschaffenheit.
Beweis?
Das Leben selbst.
Ist es denn dann nicht irgendwo logisch, dass dann Begriffe – sogenannte Polaritäten – wie in der erstgenannten Definition vorhin (Oben – Unten, Hell – Dunkel usw.) geradezu notwendig sind, ob dem Menschen ein "Manövrieren" in dieser 3-D-Welt zu ermöglichen…?
Ja… sogar so weit, dass der 3-D-Mensch in seiner 3-D-Konstruktion, -Beschaffenheit ohne diese Dinge völlig aufgeschmissen wäre…?

Stellen wir uns doch bitte einmal vor – soferne wir das überhaupt zustande bringen…:  Es gäbe diese Koordinierung nicht! Kein oben unten, kein kalt heiss, kein hell dunkel usw. usw.
Das klingt nun – bildlich übertragen – beinah wie bei Byron Kathie: die Vorstellung, es gibt keine Vergangenheit. Bis vor einer Sekunde ist da Nichts!
Gar Nichts!
Auf der Seite der "keine Vergangenheit"… wer von uns käme nicht hier und jetzt absolut ins trudeln, wenn es bis vor einer Sekunde absolut NICHTS gäbe…!?
"Nichts" ist ein Begriff, mit dem der menschliche Verstand definitiv und absolut nichts anfangen kann! "Nichts" existiert für den Verstand nicht! Wir kämen mangels Alternativmöglichkeit definitiv schwerst "ins Rudern". Der menschliche Verstand wäre sofort bemüht, irgendwelchen Ausgleich zu konstruieren.
Erst dieser Tage wieder habe ich eine Reportage über die Tätigkeiten und Fähigkeiten des Gehirns gesehen. Und es bestätigt meine Aussage bis ins Detail.

Weshalb zum Beispiel blendet das Gehirn in ganzen Sätzen das Wort "nicht" aus? Bloße Einbildung?

Oder…
…machen wir´s noch einfacher! Greifbarer!

Gehe nachts, ohne lange zu überlegen (ohne Dich nochmal vorher zu orientieren, wo was steht), zur Zimmertüre, schließe diese (soferne sich nicht zu ist), schalte Licht und sämtliche Lichtquellen (Handy, TV, Wecker etc.) ab, die auch nur irgendwie zur Orientierung dienen könnten…
…und dann spazier mal entspannt durch dieses Zimmer!
Schönen Gruß zumindest an Deine Zehen und Schienbeine!

Hast Du´s mal probiert?
Spaßig oder?
Wie schnell der Mensch plötzlich ohne Hell/Dunkel alleine schon ziemlich ins Trudeln gerät.
Und jetzt denke Dir so manch andere "Attribute" auch noch weg!
Halleluja!

 

So.
Nun leben wir alle nun einmal in einer 3-D-Welt. Punkt.
Ich möchte hier nun absichtlich nicht ausschweifen, was nun wirklich oder Scheinwelt ist. Ich habe in anderen Beiträgen schon realisiert, dass unser Verstand aufgrund seiner eingeschränkten Wahrnehmungs- und Umsetzungsmöglichkeiten nicht großartig "Auswahl" hat. Nehmen wir also das, was wir haben.
Wir haben alles mögliche getrennt, be- und verurteilt. Sogenannte Realität geschaffen. Verschiedene Anschauungen von allen möglichen und unmöglichen Dingen. Dingen im Außen, in der Welt, die wir vermeintlich bewohnen.

Wir sind aber offenbar auch dazu übergegangen, alle möglichen und unmöglichen Dinge zu polarisieren. Zu trennen. Zu kategorisieren, zu bewerten, be- und verurteilen. Und uns selbst über diese Dinge zu stellen.

Ich behaupte nun: solange wir Menschen in diesem 3-D-Körper in einer 3-D-Welt leben, werden wir gewisse "Polaritäten" benötigen, um zurande zu kommen. Der Mensch hat sich ja auch ausgiebig des 3-D bedient, um gewisse Hilfsmittel u. dgl. in dieser 3-D-Welt zu schaffen.
Ich werde nur den Verdacht nicht los…: der Mensch hat sich in all seiner Entwicklung, all seinem – vor allem technischen Fortschritt – immer mehr auf diesen verlassen. Sich immer mehr zurück gelehnt in seinem "Komfort-Sessel".
Er überließ es zusehends immer mehr Anderem und Anderen, seine Aufgaben zu bewältigen. Und genau dadurch haben wir das Bewusstsein verloren, uns im Bereich der Mitte zu halten. Heute tendieren wir schwächlicher Weise immer nur mehr zu einer Seite einer Polarität hin. Sehen dadurch natürlich nur mehr "schwarz oder weiß".


Jetzt die wichtige Frage:
Wenn wir doch immer vom Leben, Gott und dessen Macht sprechen… warum also hat das Leben – und somit Gott – uns denn genau so als 3-D-Mensch geschaffen…? Oder war dies nur blöder Zufall…? Eine Panne…, ein Versehen…, ein schlechter Witz…?
Da ich "Zufälle" für absoluten Mumpitz halte… muss es somit volle Absicht, mit vollem Sinn geschehen sein. Also SOLLTEN wir offenbar genau mit dem zurande kommen!
Was wir aber nicht wirklich tun. Das EGO trägt seinen umfassenden Teil dazu bei!

Der Planet Erde kreist um eine Sonne. Mit anderen Planeten. Einzig auf der Erde (zumindest bisher bewiesen) existiert Leben. In der Form, in der wir es kennen.
Es existiert ein Universum mit unzählbaren Millionen von Sonnen und vermutlich Planeten.
Dies alles soll nur Illusion sein…?
Ich persönlich hielte dies für eine große Verschwendung.

Eine wirkliche Abkoppelung von diesem 3-D-Dasein wird – meiner bescheidenen Meinung – erst möglicherweise nach dem körperlichen Tod stattfinden.
Wieso sage ich möglicherweise?
Man weis es doch nicht. Es gibt keinen wirklichen Beweis! Es ist noch keiner zurück gekommen und hat Berichte, Beweise oder Dokumentationen abgeliefert!
Wobei….laut einer kürzlich veröffentlichten Studie an der University of Southhampton hat man nachgewiesen, dass der Mensch zwischen Aussetzen und (meist medizinisch erzeugtem) Wiedereinsetzen des Herzschlages, sehrwohl Wahrnehmungen hat. Es wurde für einen Moment von knapp über 3 Minuten sogar Erinnerung "während festgestellten Hirntods" festgestellt. Und dieser tritt ca. 20-30 Sekunden nach Einstellung der Herztätigkeit ein.
Die Erinnerung allerdings beschränkte sich nur auf das Geschehen direkt vorort. Keine multidimensionalen Erlebnisse im herkömmlichen Sinn.  Selbst wenn – wie wollten wir 3-D-Wesen diese darstellen?

Nur so mal als Gedanke… wie ist das denn in der PC-Welt…?   Kann ich mit Windows XP irgendwelche Dinge aus Windows 10 bearbeiten…? Nö.  Umgekehrt aber schon.
Also schließe ich für mich… wir dürfen in der Evolution erst in der Tat einen Schritt weiter machen, damit wir wirklich verstehen.
Es stützt sich – für mich (!) – derzeit auf Annahmen, basierend aufgrund meines bisherigen Wissens… und Glaubens! Eines nicht erfassbaren Gefühls, dass da noch mehr ist!

Sieh an. Eines Gefühls also…!?

Ich für meinen Teil, würde es in meinem menschlichen Auffassungsvermögen niemals zu behaupten wagen (was ja nun unter günstigsten Vorraussetzungen mal grade 10% des ursprünglich menschlich angenommenen Potentials ist – wir sind also nicht einmal in der Lage, unser eigenes wirkliches Potential auszuschöpfen), was da außerhalb dieses Vermögens läuft. Es gibt keine Beschreibung sondern nur Annahmen dafür. Es ist mit den uns gegebenen Mitteln nicht fassbar, darstellbar.
Hier beginnt für mich nur diese geistige seelische Abkoppelung vom Körper. Begründet auf dem Erkennen in mir, dass in dieser Macht des Lebens alleine schon so unbegreiflich ist, so unbeschreibbar ist, dass zwangsläufig noch viel mehr außerhalb sein muss! Dass dieses "Bischen Menschenverstand" nicht alles gewesen sein KANN…
So ähnlich wie eine Erkenntnis der Wissenschaft, die das All draußen bis vor nicht allzu langer Zeit leer glaubte und nun weiß, dass sich dort anstatt von Leere ein ungemein dichtes Energienetz (Antimaterie, dunkle Materie) befindet. Oder man früher glaubte, die Erde sei eine Scheibe…

Und dann gibt es Leute, die stellen sich hin und behauptet stock und steif: Es gibt im Universum z.B. 12 Dimensionen … und dann ist Schluss. Wie kommt man denn da drauf…???
Hat schon einer durchgezählt…?
Einstein und alle anderen geistigen Monumente der Menschheit, wären dagegen dann doch nur völlige Dorftrottel!

Ich behaupte ganz offen meine These: Wenn alles Einheit ist, und keine Trennung mehr existiert – wie immer öfter behauptet – dann gibt es keine Dimensionen! Dann gibt es weder Dimension, Zahl, Zeit oder Begrenzung. Einheit hat keinen Beginn und kein Ende. Einheit IST.

Wir sind aber nun also als über 8 Milliarden verschiedene Menschen auf diesem Planeten und haben noch nicht einmal ansatzweise die 4. Dimension – die man schlechthin ja die "Zeit-Dimension" bezeichnet – intus! Manche sogenannte Zeit-Erlebnisse werden noch eine Intuition zugeschrieben. Dies Wissenschaft führt mittlerweile an, dass es sowas wie Parallel-Welten gibt.
Auch gibt es mittlerweile wissenschaftliche Beweise (Quantenforschung), dass das menschliche Herz um etliche Sekunden vorher auf ein Ereignis reagiert, BEVOR dieses Eintritt!
BEVOR!!!
Aber offenbar sehr weit außerhalb des bewussten Geschehens oder Denkens! Genau dies unterstützt also meine These sehr stark, dass das noch viel mehr ist.
Nur – wieviele Menschen bekommen´s heutzutage nicht hin, zumindest einmal ihre eigene Vergangenheit loszulassen…!?!

Nur … wären wir da nicht bereits schon wieder bei einer Polarität…?  Wissen – Glauben…?! Vergangenheit – Gegenwart – Zukunft…? Einheit – Verschiedenheit?

Oder Leben – Tod…?

 

Nur als Beispiel noch einen Satz von jemandem, der von sich anführt, bereits die 3. Erhebung, das 3. Erwachen hinter sich zu haben….
Ich zitiere wörtlich:
"Es gibt in der Einheit nur noch Tendenzen, Bewegungsrichtungen des Lebens wie Yin und Yang oder "bewusster" und "weniger bewusst". Pole wird man in der WIRKLICHKEIT jedoch vergebens suchen. Keine Pole, keine Polaritäten."

So. Ich will das jetzt mal aus der Sicht "zerpflücken"!
Wenn mir jemand sagt, es gibt keine Pole mehr….und führt aber gleichzeitig ins Gespräch, es wird Yin und Yang geben… bewusster und weniger bewusst…
…Dann liebe Leute tut sich hier für mich ein Abgrund auf und ich behaupte, dieser Mensch weiß gar nicht, welchen Blödsinn er in seiner sogenannten "Erhebung" verzapft!

Polarität(Quelle: Luxuswoman)


Denn gehe ich nun wirklich von der Basis aus, dass es keine Polarität mehr gibt…sondern nur mehr eine einzige EINHEIT…
…dann gibt es keine Tendenzen, keine Bewegungsrichtungen mehr….schon gar nicht Yin und Yang mehr, kein "bewusster" oder "weniger bewusst"… da all dies – in sich wiederum Gegensätze, also Polaritäten SIND!
(Definition Yin-Yang: Yin und Yang (chinesisch 陰陽 / 阴阳,  Pinvin yīn yáng) sind zwei Begriffe der chinesischen Philosophie, insbesondere des Daoismus. Sie stehen für polar einander entgegengesetzte und dennoch aufeinander bezogene Kräfte oder Prinzipien)

Polarität

Diese angenommene Einheit ist letztlich dann nur mehr EIN EINZIGES SEIN.
Aristoteles sagt aber wieder, dass er zur Einheit vieles Verschiedenen bedürfe – siehe voriges Zitat.
Schon die vorsokratischen Philosophen beschäftigten sich mit dem Einen als Gegenteil des Vielen. Sie fassten es aber nicht als absolut transzendent auf. Erst im Platonismus entstand die Theorie eines Einen, das die Ursache von allem ist, jede Vorstellung übersteigt und sich einer gedanklichen Erfassung prinzipiell entzieht.

Nun stelle ich dann hiermit – für mich – in den Raum:
Polarität bedeutet Bewegung. Sowohl im wissenschaftliche bewiesenen Bereich als auch im geistigen Bereich. Im Bereich des Lebens, in dem alles in Bewegung ist!
Ich habe zwei "Pole", zwischen denen sich alles hin- und herbewegen vermag.

Habe ich dann in dieser sogenannten einzigen EINHEIT dann keine Polarität mehr, wie behauptet… dann habe ich Stillstand!

Leben = Energie
Energie = Bewegung

Stillstand = keine Energie
keine Energie = kein Leben

 

Worin für mich nun der geistige Wandel besteht…

…zuerst einmal in der liebevollen Annahme, dass wir Menschen sind. Solange dieses 3-D-Leben hier dauert! Und wenn es mehrere Leben sind, dann eben mehrere!

Ich möchte an dieser Stelle zumindest auch nur nochmals betonen, dass ich weder irgend jemandes Glauben oder Einstellung ändern oder abschaffen will! Jeder darf das tun – denken – und glauben, was für ihn richtig ist! Ich bilde hier nur meine Gedanken ab!

Ich stelle jedoch auch hiermit zur Diskussion, dass es wohl mehr als deutlich erscheint, dass wir 3-D-Menschen hier auf dieser 3-D-Erde eingeladen sind, einmal hier erst wirklich in 3-D zurande zu kommen!

Was ist Wirklichkeit?
Alles, was jeder für sich erlebt!
Wirklichkeit ist höchst subjektiv!

Wir alle – mich eingeschlossen – wir leben in einer Art Box.
In einer Box mit 5 Öffnungen. Jede Öffnung steht für einen der Sinne.

Polarität(c) ICC Norbert Glaab


Da der für mich 6. Sinn – das Denken – ja meist totgeschwiegen wird, lassen wir ihn auch hier nur erwähnt – nicht eingerechnet.
So.
Diese Box befindet sich… sie IST. Sie ist unser Leben. Und von außen dringen nun durch diese Öffnungen verschiedene Impulse.
Selbstverständlich kommt jeder Impuls nun nicht so im Inneren der Box an, sondern wird noch gefiltert von den Sinnen.
Diese Sinne wiederum bauen auf
a) einerseits der biologischen Vorgabe, dem DNA das wir vererbt bekamen seit Generationen, auf.
b) bauen diese Sinne – ständig im Kontakt mit dem Großspeicher Gehirn – oder Unterbewusstsein – die Art und Weise, Stärke u.v.m. dieses Filters auf. Beinhaltend auch jegliche Einstellung. Macht der Gedanken.

Was also letztlich dann in der Box wirklich ankommt, KANN unmöglich die sogenannte "Wirklichkeit" sein! Selbst wenn "andere Energien" auf den Körper einwirken… solange diese "Box" namens "Verstand" nichts durchdringen lässt… oder nur durch bereits geschehene Erfahrung gefiltert und angepasst durchdringen lässt… solange wird keine wirkliche Wahrnehmung stattfinden.

Und – auch dazu habe ich mich schon in einigen Beiträgen mitgeteilt – was ist nun in diesem Großspeicher abgelegt?
Alles, was wir in unserem bisherigen Leben selbst erfahren haben, was wir übernommen haben.
Kein Körnchen mehr!
Alles was wir machen können, ist dies zu erkennen. Und so dem subjektiven Empfinden mehr Spielraum zu geben, neben bereits gemachten Erfahrungen noch weitere, neue Erfahrungen zu sammeln.

So wie ich die Sache sehe, ist der Mensch in seiner "unendlichen Weisheit" zuviel hergegangen, und hat diese Polaritätentrennung zur Aufgabe, Bestimmung und Hobby gemacht.
Er hat sich selbst getrennt. Der Mensch ist doch heute nicht einmal in der Lage, sich selbst anzunehmen und zu leben. Wie also soll im Außen etwas funktionieren, was im Innen nicht klappt?

Woran erkenne ich das?

Nun… wie ist es denn? Erinnern wir uns an das Sprüchlein von vorhin…"Gute Körnchen – schlechte Körnchen"?

Was macht der Mensch denn … denn gaaaanzen Tag, 365 Tage im Jahr, viele Jahre in seinem Leben…?
Er trennt!

Wollt Ihr wirklich Beispiele?

"Ooooch….heute war ein schöner Tag. Ganz fein. Der darf bleiben!
Gestern aber war so richtig Scheiße, alle Welt war gegen mich, der und jener hat Scheisse gebaut, ich hab Scheisse gebaut… oooch…den Tag den vergessen wir mal schnell wieder!"

"Mensch…heut hab ich wieder ein Geschenk bekommen, Lohnerhöhung. Das ist toll. Genehmigt!
Letztens aber … der Chef, der Nachbar, Hinz oder Kunz….die waren so richtige Arschlöcher zu mir. Die haben mich getrietzt und veräppelt….  Solche blöden, bösen Schweine!"

"Meine Freundin war gestern so lieb zu mir. Ist schon eine brave Frau.
Letzen Monat hat mich mein Mann betrogen diese Sau. Und dann ist er ausgezogen zu seiner neuen Hure!"

"Heute an diesem Tag habe ich viel geschafft. Super.
Ich sollte schon seit langer Zeit mal meinen Keller ausräumen. Mich mit mir selbst ein wenig beschäftigen. Aber das hat noch Zeit. Unwichtig. Muss jetzt fernsehen, Freund anrufen etc."

"Och…. dieser Verein da….der hilft armen Leuten. Wie toll. Schön dass es mir so gut geht.
Was – ich soll was spenden für irgendwelche Leute?  Sooorryyy…aber mir gehts grade so schlecht. Und ändern werd ich mit meiner Spende auch nix. Sollen doch die Reichen oder die Politiker mal was tun…!"


Soll ich noch mehr aufzählen?

Es geht also längst  nicht mehr um orientierungsmäßige Zuordnung im Leben, sodass es meinen Körper nicht gleich mal der Länge nach auf´s Pflaster legt…  Oder um "Hell – Dunkel" im Sinne eines natürlichen Tages- und Nachtrhythmus..

Der Mensch hat sich drin "verstiegen", ständig und alles zu trennen. Vor allem menschliche Aspekte, Dinge…
Gut – Böse, Intelligent – Dumm, Reich – Arm und so dermaßen unzählige Dinge mehr.

Dienen diese wirklich zur örtlichen/geografischen Orientierung?

Oder kommt hier nicht vielmehr ein gewaltiger Genickschlag vom allseits so bekannten und beliebten EGO des Menschen?
Um sich vielmehr zu werten, urteilen, klassifizieren, hervorzutun, darzustellen… was weis ich…!?
EGO! Durch und durch wie es leibt und lebt!

Denn ich frage Euch jetzt:
Nehmen wir "Arm und Reich" als Beispiel…
Die Natur selbst würde die Kapazität haben, bei gesundem und mäßigem Lebenswandel alle Menschen dieses Planeten zu versorgen.
WARUM SCHAFFT DER MENSCH DIES DANN NICHT…?
Weshalb gibt es einerseits jene, die horten und im Überfluss leben, andere für ihren Überfluss arbeiten lassen….und an anderen Stellen dieses Planeten verrecken Menschen. Ich sage jetzt bewusst "verrecken", denn als würdiges Sterben kann man dies nicht mehr bezeichnen.
Seltsamer Weise – und dies wissenschaftlich belegt – die Natur schaffte immer noch ihren Ausgleich, ihr Gleichgewicht.        Bis der Mensch kam und eingriff…


Nehmen wir "Gesund und Krank" als Beispiel…
Die Menschheit hat mittlerweile so dermaßen ausgereifte medizinische Methoden, um Krankheiten zu behandeln, so die Natur von sich aus überhaupt "Krankheit" kennen würde…
WARUM SCHAFFT DER MENSCH DIES DANN NICHT…?
Weshalb wird der Mensch – im Angesicht dieser sogenannten Fortschritte – immer anfälliger für Krankheiten? Weshalb erschafft der Mensch sogar künstlich tödliche Krankheiten, um andere vernichten zu können? Weshalb entstehen viele Krankheiten aus seelischer und folgender körperlicher Überforderung – aus Missachtung des Herzens…?

Nehmen wir "Frieden und Krieg" als Beispiel…
Hat die Natur jemals einen Krieg geschaffen? In dem Sinne, dass sich Wesen gegenseitig bedrohen und töten… nur um eines Anspruches Willen…?
WARUM SCHAFFT DER MENSCH DIES DANN NICHT…?
Weil glaubt, andere zu etwas bekehren zu müssen, mehr besitzen, herrschen zu müssen? Sich in der schier grenzenlosen Macht seines Ego verwirklichen zu müssen? Zerstören zu müssen, um seinen Lebensanspruch ausweiten zu können…?

Nehmen wir doch "Inländer – Ausländer" oder gleich wieder dazu "Religion" als Beispiel…
Was hat die Natur, die Evolution geschaffen? Den Meschen!
WARUM SCHAFFT DER MENSCH DIES DANN NICHT…?
Hat die Natur, das Leben, Gott….irgend jemandem von uns… einem einzigen Menschen das Mal aufgedrückt, du bist Österreicher, du Nigerianer, du Amerikaner und du Chinese und dein Platz ist hinter diesen fiktiven Linien auf einer Karte?
Du bist Christ, du Buddhist, du bist Moslem…. na und du….na ich weis noch nicht…einstweilen mal gar nix … zum Spaß…?
Wieso stemmt sich der Mensch aufgrund seines Ego wider das Leben und trennt? Wozu soll diese Unterteilung gut sein? Um Kriege uns sonstiges im Sinne eines verletzten oder gierigen Ego führen zu können? Um aufgrund einer Hautfarbe oder Religion verurteilen zu können…? Besser Verantwortung abschieben zu können…?

Nehmen wir "Schön und Hässlich" … und gleich dazu …"Wertvoll und Wertlos"  als Beispiel…
Die Natur, das Leben … sie haben Vielfalt geschafften. Kein Baum, kein Tier behauptet von sich, es wäre schöner als der/das andere. Wertvoller als der/das Andere. Alles IST.  Gott hat sicherlich nie eine Trennung geäußert oder überhaupt vorgesehen, dass etwas "schöner – hässlicher, wertvoller – wertloser" sein solle…
WARUM SCHAFFT DER MENSCH DIES DANN NICHT…?
Der Mensch hat sich in irgendwelchem gedanklichen EGO-Wahn sogenannte Sinnbilder, Monumente, Vorbilder auferlegt, an denen er nun hängt wie an Götzenbildern, von denen er nicht ablassen will und sogar noch Kapital draus schlägt. Sein größter "Gott" ist mittlerweile Geld.
Der Mensch hat verlernt, ANZUNEHMEN WAS IST. Verlernt demütig zum Leben zu sein, dankbar zu sein, dass er sein darf. Eins zu sein mit Natur und Mensch.

Nein – der Mensch musste ja alles mit seiner EGO-ZENTRISCHEN Art und Weise verseuchen.
Ego-zentrisch …. im Zentrum das EGO.
Nicht mehr der Mensch als Schöpfung!

Polarität (Quelle: Wikipedia)


Und jetzt …ganz bewusst, an diesem Punkt hole ich nun diese erwähnte "Einheit" in den Kontext…
So wie sich mir eine solche Einheit darzustellen vermag…
…angepasst an jene irdischen Möglichkeiten des Seins, die uns grade zur Verfügung stehen…und die in unserer Macht und Verantwortung lägen…

Könnte es nun sein – nur mal so als simpler Gedankengang… Und die einfachsten Lösungen sind zumeist die Treffendsten…
…könnte es also sein, dass wir während unseres irdischen Lebens eingeladen sind, doch zuerst einmal hier… auf diesem Planeten, zu allererst IN UNS SELBST eine Einheit herzustellen…? Eine Einheit zwischen Herz und Verstand… in Verantwortung wirkend auf unser eigenes Leben…?


Könnte es nun sein, dass wir durch dieses allererste, erforderliche Einheit in uns selbst dann in der Lage sein werden, die Menschheit zu einen…?
Dass wir dadurch in der Lage sein werden, diese oft groben "Polaritäten" zwar als solche zu sehen… doch dass wir selbst diesen keine Bedeutung mehr zusprechen. Denn schließlich sind wir alle Homo Sapiens….!  Die einzige überlebende Spezies der Gattung Homo!

Es gibt keine "Homo Intelligentiens", keine "Homo Reichiens", keine "Homo Hässlichens", keine "Homo Gut oder Bösiens"….und sonstigen Schwachsinn!
WIR SIND ALLE MENSCHEN auf diesem Boot namens "Leben" und namens "Erde"!!!

Könnte es sein, dass wir als ersten Schritt – bevor wir in irgenwelchen unbegreiflichen Dimensionen herumklettern und abheben – hier einmal auf dieser Erde, diese Wirklichkeit, diese Einheit herstellen dürfen? Durch unser bewusstes Tun, durch Hintanstellen von diesem Proleten namens "Ego"…?

Könnte es sein, dass wir DANN erkennen dürfen, dass diese Polaritäten im Sinne von Ab- und Ausgrenzungen nur Erfindungen unseres EGO sind… Dass wir diese aus zum Teil tiefsten Ängsten heraus mit unserem EGO erschaffen haben…?
ODER…dass dies EGO alleine keinen guten Einfluss hat…sondern in dem Sinne auch hier die Polarität zwischen EGO und Herz erst einen Ausgleich schaffen kann…!?
Könnte es sein, dass wir in diesen Polaritäten dann lediglich nur noch die große Bandbreite der Lebensvielfalt sehen und erkennen…? Annehmen?


Bildlich gesehen – jeder kann sich doch hoffentlich einen riiiiiiieeesengroßen Malkasten vorstellen….
…mit unendlich vielen möglichen und unmöglichen Farben darin!? Und es obliegt uns, nicht nur schwarz und weis zu sehen oder leben…. sondern es obläge uns, dann damit Farbe ins Leben zu bringen, zu leben… und dies so anzunehmen…?! Ja nach Lust und Laune womöglich noch neue Farben zu mischen…?


Liebe Freunde – ich sage Euch…
…unsere Wirklichkeit liegt noch hier. Auf dieser Erde, in diesem Leben… auch wenn es "nur" 3-D ist.
Solange wir hier nicht diese nicht einmal herstellen und leben können….
….ja wie soll das denn bitte dann im ganz großen Ganzen gehen!?

Das wäre ja, als würd´ ich mich in eine Rakete setzen… und hab nicht mal die Erlaubnis zum Fahrrad fahren!

Erinnern wir uns bitte nun noch einmal an das erste Bild dieses Beitrages:
Ist Polarität für uns nun noch immer nur "2 Seiten einer Medaille"…?
Oder hat irgend etwas nun dazu beigetragen, das Bewusstsein zu erweitern…?
Hat etwas den Anstoß gegeben, diese gesamte Bandbreite, diese Verwebung der Pole… und diese dadurch entstehenden wertvollen Möglichkeiten zu erkennen…? Haben wir "einen Zipfel der Decke der Umnachtung" gehoben und erkennen darunter nun die wirkliche Vielfältigkeit und Brillanz des Lebens…?

Oder glauben wir nach wie vor, wir könnten eine Seite der Medaille immer unten liegen lassen, die Medaille nicht umdrehen… nur die mir "passende" Seite der Medaille leben…? Die andere gar vom Tisch fegen…? So wie wir´s zumeist gerne mit den vor allem unbeliebten, unangenehmen Dingen tun…

Ich stimme dem zu: Polarität ist gegensätzliche Darstellung. Doch im Grunde genommen sind die Pole… ob nun zwei (schwarz und weiß), oder viele (das gesamte Farbspektrum dazwischen) ein Ding.


Ich zeige Euch hier noch ein Bild.

Polarität


Wenn ich alle Polaritäten zusammen-fasse….erhalte ich wieder einen Kreis.
Aus welchem Grund stellen sich im Leben – im Winzigen bis hin zu universellen Dimensionen – Dinge immer und immer wieder im Kreis dar…?

Nur Zufall…? Illusion…?
Oder ist dieser Kreis die Möglichkeit, sich gegenüber zu stehen…? Ohne Anfang und Ende…

Ich halte – gleich dem Sinn, in unserem Leben Erfahrungen machen zu sollen, wollen und dürfen – auch in diesem Sinne der Polarität für wahr…
…dass wir ebenfalls bewusst diese Polaritäten geschenkt bekamen, um die Vielfalt des Lebens kennen lernen zu dürfen. Um Erweiterung des Bewusstseins zu erfahren. Um hierin Erkenntnis, Erleuchtung, Erhebung zu erfahren…

Der Geist befindet sich über allen und allem… überblickt diese. Trennt nicht mehr.
Legte ich jetzt noch eins drauf… was ergäbe sich, würde ich die Linien wie im Bild verbinden…? Ein Tetragramm…?
Defininiert im Duden: Bezeichnung für die vier hebräischen Konsonanten J-H-W-H des Gottesnamens "Jahve" als Sinnbild Gottes [zur Abwehr von Bösem]
Erneut: Nur Zufall…? Illusion…?

Um aus einer schwarz-/weiß-Welt heraus, erwachen und annehmen lernen zu dürfen.


So wie es einst gar kein Fernsehen gab… dann kam schwarz/weiß… dann Farbe…  Und wie höher und höher entwickelt, perfektioniert werden heutzutage Fernseher…?
Sollte diese Entwicklung wirklich nur bei Fernsehern funktionieren, sollten wir uns selbst schon derart zum Sklaven dieser Dinge deformiert, gegradiert haben…?
Oder liegt das wirkliche Wunder immer noch bei uns selbst…?

Polarität

Wie sähe dieser Gedanke aus, wenn wir selbst – wie in dieser Grafik – im Zentrum allen polaren Daseins stünden…? Wenn es beide Seiten der Medaille gibt…? Getrennt… und doch untrennbar…?
Dass wir alle sogenannten Polaritäten in einem Kreis…, einer Kugel – wie oft zu beobachten im Bereich des Lebens – in einem beinah multidimensionalen Wirkungskreis sehen, in dessen Mitte wir sind…?
Dies nicht nur ein schwarz/weiß – sondern ein "mehrdimensionales" Sein bereits ist. Wir nur vergessen haben unter Diktatur unseres Ego… dass alles bereits ist. Wir nur wieder in unsere Mitte zurückkehren dürfen…?!
Dass Polarität uns den Treibstoff, das Energiefeld liefert, um uns überhaupt bewegen … und allenfalls in einer Mitte austarieren zu können…?

Kann es sein, dass diese "Mitte" nun das "Sein" darstellt….?  Denn es ist nicht schwarz… nicht weiß… es IST…!?
Dass diese Mitte – wie zuvor im Beitrag zum Sympathikus und Antipathikus schon einmal ausgeführt – genau jener "gesündeste" Weg ist…  und nebenbei auch die ideale Position, um alles zu überblicken!

Es obliegt nur uns…
…unserer Bewusstheit…
…unserer Verantwortung…
…der Macht unserer Gedanken…

…ob wir eben nur eines (schwarz oder weiß) sehen und leben wollen…
…oder…
…im Sinne des alles erschaffenden, vielfältigen Lebens und der bedingungslos annehmenden Liebe…

…Alles.

…Eins.

 

In diesem Sinne wünsche ich Euch viel Erkenntnis Eurer eigenen Wahrheit… über Polaritäten… Energien des Lebens!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Grafik 5 Sinne: mit freundlicher Genehmigung von Norbert Glaab, ICC, https://www.norbert-glaab.de/

Weitere Grafiken: Luxuswoman, Gutezitate, Wikipedia

Die Leichtigkeit – Tatsache… oder versteckte Bequemlichkeit?

Leichtigkeit

Die Leichtigkeit. Ist sie im täglichen Leben einfach abhanden gekommen? Wird damit auch vielfach plumpe Bequemlichkeit geschickt getarnt?
Oder gibt es sie noch…?

Wie achtsam sorgen und folgen wir einer Leichtigkeit in unserem Leben? Wie passt Achtsamkeit generell in dieses Thema???


Willkommen meine lieben Leser und Leserinnen!

Allzu schwere Themen umranden unser heutiges Dasein. Tagein – tagaus!

Grade dieser Tage, wo sich nun Meldungen immer mehr verdichten, dass z.B. über Atomschlag gesprochen… nein – falsch… vielmehr gedroht wird.
Da verstehe ich die Welt nicht mehr.

An sich glaubte ich irgendwann einmal, mit dem Alter würde das Verständnis zunehmen.
Doch grade in solchen zuvor geschilderten Themenbereichen scheint mein Fähigkeit zu verstehen, immer mehr dahinzuschmelzen.

Oh ja… die Mechanismen von Wut, Zorn, Minderwertigkeit, etc….  Alles also letztlich Ableger einer allumfassenden Angst sind mir schon klar!
Und dennoch… solche "Entgleisungen", "Zuspitzungen" um letztlich das Bestehen dieses Planeten, der Menschheit, geht genau ins Gegenteil eines Verständnisses.
Oder ist dieses Geschehen – ganz simpel – einzig Abbild und schier logische Schlussfolgerung sich immer mehr ausbreitender Angst…???

War dies aber immer schon so? Sahen wir dies immer so?

Oder war da zumindest einst eine unbedarfte Kindheit, in der vieles dessen nicht existierte? Während oder in dieser Kindheit im Zuge einer Anpassung erst Angst mit all seinen Ablegern erschaffen wurde?

Hier auch ein kleiner Filmausschnitt aus "The World Beyond", der wieder einmal sehr treffend Themen des täglichen Lebens zwischen den Zeilen anspricht… (In diesem Kontext "wichtig" bis Minute 13:15. Wer allerdings Lust hat, kann sich diesen Film natürlich gerne ganz ansehen, soferne er ihn nicht schon kennt…)

 

Was also, wenn alles möglich ist…?

So auch eine Leichtigkeit…? Als Kind konnten wir vielleicht mir diesem Wort an sich, noch nichts anfangen. Aber umso mehr mit dessen Bedeutung!

Erst kürzlich begegnete ich einer Aussage zu diesem Kind-Sein. Im Hinblick auf eine "Innere-Kind-Arbeit". Dass diese eigentlich gar nicht notwendig sei. Wir bräuchten uns doch nur zu erinnern, was wir als Kinder (zumindest bis zur/nach erfolgter Anpassung) gerne gemacht hätten… dies wieder tun… und damit wäre das Innere Kind "automatisch" geheilt. Wenn´s so leicht dann bloß ginge! Denn im Grunde genommen erfolgt von Beginn an Anpassung. Es entstehen mitunter von Beginn an unwahre Gedanken, Muster, Glauben, Lebensskripten, welche wir bis ins Heute tragen, schleppen. Und diese begünden – ganz und gar reduziert auf den Ausgangspunkt – Angst.

Auf einen flüchtigen Augenblick hin, scheint es manchmal schwer, diesem Angst- und Notwendigkeits-Treiben zu entrinnen.
Ob man nun noch TV und Radio hört oder nicht, ob man Zeitungen liest oder nicht…
…spätestens im täglichen Tratsch wird man unweigerlich wieder auf diese Themen gestoßen.

Oftmals stellt sich eine Flucht aus diesem gesamten Geschehen im Außen, nur in Form von kurzweiligen Unterbrechungen namens "Urlaub" oder anderwertigen Ablenkungen dar… Ja ein ganzer Industriezweig schöpft aus diesem Potential.
Und selbst diese Urlaube scheinen bei manchen straff durchgeplant, vereinzelt gestresst… um nicht zuletzt in dieser kurzen Zeit möglichst viel zu erleben, nichts zu verpassen was das restliche Jahr schon ausbleibt… oder im totalen Gegensatz dieser Seite, nur mehr irgendwo nichts tuend an einem sooooooo schönen Strand schier zu "verrotten", um z.B. längst überfälligen Schlaf einmal scheinbar nachzuholen…


Wo also bleibt das heutige Thema ab…?

 Die  LEICHTIGKEIT


Ja. Der Mensch hat es wohl in den Jahrtausenden seiner sogenannten Entwicklung – ich bezeichne sich vielmehr Verwicklung – geschafft, für alles Mögliche Ersatz zu finden, Hilfe zu finden. Vor allem im technischen Bereich.
Ja auch Ausreden, Vorwände zu finden, um dies oder jenes nicht mehr tun zu müssen… und sich damit ja angeblich doch mehr Freiraum zu schaffen. Das Leben "leichter" zu machen.

Doch…
…ich frage Dich:

IST ES TATSÄCHLICH LEICHTER?

Selbstverständlich. Es ist gewissen technischen Errungenschaften zu verdanken, dass z.B. große Entfernungen überwindbar wurden in kurzer Zeit. Dass es nahezu keinen Winkel der Erde mehr gibt, an dem man nicht erreichbar wäre…
…und doch…:
Hat dies die Menschen, das Leben, in dem Sinne "leichter" gemacht? Oder letzten Endes mehr Abschottung, Konfliktpotential, Entfremdung etc. gebracht…? Wurde einstige Begehrlichkeit in teils nervenden Überfluss verwandelt…?

Wo trenne ich nun tatsächliche Erleichterung von etwas… und geschickt getarnte Bequemlichkeit?

Wenn man heute durch die Straßen geht… jeder Wievielte starrt während des Gehens, Sitzens … egal wo … zunehmend nur mehr in Handy, Tablets, PC´s?
Wieviel Unterhaltung – so richtig Kommunikation – findet noch statt?

Können Menschen aufgrund verschiedenster Vernetzungen, noch ohne diese leben? Oder muss ständig Verbindung dazu bestehen. Ob in einer Arbeit, in einer vermeintlichen "Freizeit"…?
Und da ich grade das Thema Arbeit anspreche!
Ist diese zusehende Technisierung, also Ersatz des Menschen durch PC und Maschine, tatächlich so förderlich? Wieviele Arbeitsplätze gehen weiter und weiter verloren? Wovon wollen bzw. werden die Menschen also im Weiteren ihren Lebensunterhalt bestreiten? Wenn doch Maschinen ihre Arbeit erledigen! Oder wollen die Menschen eigentlich gar nicht mehr arbeiten gehen? Läuft es darauf hinaus?
Kann man also hier tatsächlich noch von Erleichterung sprechen?

Können bzw. vielmehr oft noch… wollen sich Menschen miteinander beschäftigen, sich treffen, unterhalten, etwas unternehmen…
…oder ist auch hier ein regelrechter Schwund in Richtung Technik festzustellen?
Wollen Menschen sich noch begegnen… Auge in Auge… um eine Zweisamkeit zu begründen? Oder wieviel wird auch hier schon auf das "Versteck Technik" überantwortet…?
Inwieweit ist es noch wichtig, menschliche Kontakte zu pflegen? Oder ist zunehmend immer mehr bevorzugt, dass ich diesen allfälligen Kontakt per Knopfdruck / Mausklick einfach beenden kann?

Gehen Leute heute noch einkaufen… oder wie modern … immer mehr … wird ein Online-Shopping?
Begründung?
Viel billiger, direkt nach Hause, kein Aufwand! Billiger ist nur suggerierte Scheinwelt!

Nach Hause…ja will ich denn nur mehr zuhause kleben. Und kein Aufwand…?  Was soll das denn?

Und irgendwann soll noch einer für uns das Atmen, das Denken übernehmen…!?

 

Im Grunde ja sogar strebt man offenbar auch bereits dorthin! "K I"… die künstliche Intelligenz. Mitterweile warnen die Ersten schon davor. Sind also einstige Sience-Fiction-Stories a´ la "Terminator" auch nicht mehr allzuweit entfernt? Übernimmt irgendwann eine Maschine das Denken und Entscheiden? Sägen wir uns denn nicht auch damit einen Ast nach dem anderen ab, auf dem wir sitzen…?


Wo also ist die Leichtigkeit?  Die Leichtigkeit des Tuns?  Die Leichtigkeit des Lebens…?


Um nun aber nicht einzig auf die Technik abzuzielen, zu "spotten"…
…nehmen wir doch den neuen "Gott namens Geld" in Einbezug!

Wie sähe es denn so aus?

Wer hortet Geld? Wer läuft dem Geld nach? Nichtzuletzt aufgrund des Systems beides möglich!
Macht die Existenz des Geldes – ursprünglich als Ersatz des Warentausches gedacht – ein Leben letzten Endes wirklich "leichter"…?
Für die, die es horten … wohl möglich.
Für die, die es brauchen, um über die Runden zu kommen… wohl eher nicht!
Und ich will jetzt keine ohnehin bekannten Statistiken bemühen müssen, wie dieses Geld unter den Menschen dieses Planeten verteilt ist… wer also "kann"… und wer vielmehr "muss"…
Geld wurde also auch von einigen wenigen missbraucht. Es wurden damit Macht- und Kontrollkunstrukte geschaffen.

Ist Geld so gesehen also einzig eine Form von Ausgleich…? Oder liegt mit der Verwendung, der Bedeutung, die Geld gegeben wurde, schon vieles längst in grobem Ungleichgewicht…? Wohnt ihm noch Leichtigkeit…, Balance inne… oder haben wir uns damit "beschwert", unser Boot selbst überladen und einem Kentern nähergebracht…?

Leichtigkeit


Wie schon eingangs erwähnt… sehr Vieles wird nur mehr zur Last degradiert, zum Problem, zum Aufwand!
Nichts ist mehr mit Chance, etwas zu tun, zu schaffen, zu er-schaffen, verbunden!

Nehmen wir ein sehr bekanntes Beispiel namens Arbeit!
Freilich – ich gebe zu: im Wandel dieses Systems namens "Leben" hat auch hier eine starke Veränderung stattgefunden. Als Arbeitender ist man zumeist nur mehr "Nutzvieh", Nummer auf einem Papier, dass einen Umsatz- oder Arbeitsauftrag zu erfüllen hat.
Wieviel alleine schon wurde durch die sogenannten technischen Entwicklungen an Arbeit weggenommen!?!? Weil Computer, Roboter ja weniger anfällig seien. Perfekter, länger und effizienter nutzbarer seien!?
Das Gut "Mensch" wurde und wird immer mehr ersetzt – wie schon zuvor erwähnt!

Erleichterung… Leichtigkeit also…?

Mit der Arbeit Spaß und Leichtigkeit zu verbinden ist für heutige Verhältnisse oft schon ein schier unlösbares Anliegen.

Wer geht heutzutage, bitte noch aus reinem Spaß an der Sache, arbeiten…???


Nicht, weil man etwa selbst eine zu schwache, schlechte Einstellung hätte.
Aber mit dem geltenden System wurde Druck erschaffen, der gemäß Hierarchie ganz einfach von oben nach unten weitergereicht, -getreten wird!

Und man ist – in Anbetracht des Austausches Mensch gegen Maschine – und des Überhandnehmens an Menschen ohne Beschäftigung austauschbar.
Man ist in gewissen Rahmen "erpressbar" geworden, da ohne das System – allem voran das System "Kapitalismus / Geld" – ein Überleben nicht möglich ist. Und das Druckmittel ist Angst. Soweit das Auge reicht!

Leichtigkeit also…? 

DAS eben grade nun war und ist die harte Variante der Realität.


Deshalb nun die Frage an Dich:

Wie gestaltest Du Dir Leichtigkeit in Deinem Leben…?

 

Leben hat bekanntlich viele Seiten!

Darunter…: eine Äußere… und die viel Wichtigere – die Innere!


Wie es schon oft in meinen Blogs zutage gefördert wurde, ist unter den Menschen schon seit unzähligen Generationen ein Anpassungsprogramm maßgeblich daran beteiligt, dass sich im Heute jene Umstände so darstellen, wie sie es eben tun! Und die Spirale nach unten scheint sich zu beschleunigen…


Der Mensch scheint in sich in seinem Streben schon vor langer Zeit "verrannt" zu haben. Er verwickelte sich wohl immer mehr in vermeintlichen Fortschritt im Außen. Jedoch gleichzeitig immer mehr in einem Ablegen von Bewusstheit, Eigenverantwortung. Sei es nun dass diese beiden wichtigen Dinge an Personen "übertragen" wurden oder technischen Errungenschaften. Beides lief und läuft daraus hinaus, dass man nicht mehr selbst tun, tragen, erledigen muss… möchte…! Zumindest nicht mehr, als im unbedingt notwendigen Ausmaß…


Nun mal so ein Herzgedanke, der sich hier bei mir einstellt…
…im Sinne einer nun mal herrschenden Polarität des Lebens…:

Wie in aller Welt soll Ausgleich, Leichtigkeit eintreten… wenn sich doch offenbar die gesamte Verwicklung nun sehr einseitig hin bewegt?

Wenn wir uns alle miteinander immer mehr in Angst verstricken, verwickeln lassen! Angst, die jedoch nicht unbedingt im Außen erzeugt wird.

Die Angst… JENE ANGST… sie ist schon in uns. Schon sehr lange. Über Generationen hinweg weitergeben, selbst genährt. Und jetzt wird sie durch Dinge, Geschehnisse im Außen berührt. Aktiviert.

Beispiel gefällig?

Begriff: "Krieg"

Ich zähle mich mittlerweile – höchst dankbar – zu einer Generation, die keinen Krieg (mehr) live miterleben musste. Und dennoch… Ich kenne Erzählungen aus meinem Familienkreis, Bekanntenkreis, aus Schule, Medien und noch viel mehr. Und ich würde doch jetzt rotzfrech lügen, würde ich bestreiten, dass diese ganzen Berichte von sich ausweitenden Krisen, teils schon fast Kriegen, Drohungen mit Atomwaffen keinerlei Angst in mir schaffen würden! Angst… ist also ein durchaus generationsübergreifendes Relikt, mit dem sich sehr gut dirigieren lässt!

Es sich also zusehends verwickelt…. jedoch nicht entwickelt!

Keine Entwicklung, ein Lösen von Verwicklungen, Verstrickungen also, die nach herkömmlicher Bedeutung ja Freiheit, Leichtigkeit ermöglichen sollten…
Oder kommt die im Sinne eines universellen Lebens-Maßstabes vielleicht erst viel später…? Muss es tatsächlich also erst wieder mal wirklich "knallen", damit sozusagen nichts anderes übrig bleibt, um endlich den Arsch in die Gänge zu bringen… Auf dass das Spiel dann letztlich von Neuem losgehen möge…

Denn…: Wie oft hat es denn bereits geknallt in der Historie der Menschen…!?!?!?

Und wo stehen wir jetzt? Haben wir gelernt…?

Lässt man also das Boot einfach mal weitertreiben…, weiterneigen auf die eine Seite…? Wenns kentert, absäuft… na dann isses halt so…
…oder hat der Mensch Dank seiner Schöpferkraft die Möglichkeit, schon beizeiten auszugleichen?

Hätte … vielmehr!

Nur: "Hätte", "könnte", "müsste", "sollte"…  All dieser fiktive Mistkram einer scheinbaren Wahl.  Alles nicht im JETZT und HIER!


Nur…: worauf wartet man? Auf einen bestimmten Moment?

Es gibt hier keine Zeit, keinen Moment, der geeigneter ist, als das JETZT!

JETZT zeigt keine Zeiger. Keine Gewichtung auf eine Fiktion namens Zeit.

Leichtigkeit

Erwarten wir, dass irgend jemand anderer anfangen soll? Jemand anderer schon machen, richten wird? Nicht zuletzt Gott? "Die Anderen" eben… bloß man selbst nicht!
Doch in welchem Ausmaß?
Erwartung, Hoffnung, Wunschtraum?


Tja…
…und nun genau jene innere Entwicklung…
…zu dieser tun sich zwar leichte Anzeichen eines "Erwachens" auf.

Doch sehr tröstlich wirkt diese Entwicklung noch nicht…
…denn wielange nun schon wandelt der Mensch auf diesem Planeten? Wieviele Götter, Propheten und Weise, wiesen schon lange und eindrucksvoll in die Richtung hin, in der der Mensch Leichtigkeit erfahren könnte…  Und doch flüchtet man sich teils neuerlich in moderne Formen der Verantwortungsabgabe… 

Da wird auf Steine, Karten, Engel, Geister/Ahnen, Energiewesen, Quanten und noch vieles mehr geschoben! Die helfen, die heilen, die tun und machen…

Sorry… aber bei allem offenen Ohr für Spiritualität… das halte ich für definitiven Bockmist!  HIER SPIELT DIE MUSIK!  laugh

Wir selbst sind hier, um zu tun. Um "Klarschiff" zu machen. Das war immer unsere Aufgabe, ist sie jetzt, wird sie immer sein. DASS ist Eigenverantwortung. Und wer´s nicht rafft, der wird wieder und wieder und wieder seine Gelegenheiten bekommen, sich unter "Beweis" zu stellen…    Leben ist geduldig.

 

Und doch: Die Übermacht scheint noch immer in der Unbewusstheit, der Verwicklung zu liegen.

Gewisse nutzen dieses Desinteressse, diese Unbewusstheit natürlich sehr zu ihrem Vorteil. Die Unbewussten jedoch jammern nur. Protestieren, schreien, machen sich mitunter mit Gewalt Luft…
Tagtäglich überhäufen sich Meldungen, Darstellungen der Kritik an diesem oder jenem.
Sie greifen es an, denunzieren es, stellen es lauthals an den Pranger.

Wird jedoch – anstelle des ständigen Anprangerns – eine Lösung geboten? Eine ganz konkrete Lösung?

Das Innen also bleibt unbewusst. Weil zuviel Aufwand! Der Kreis schließt sich also wieder!
Ein Weg des geringeren oder geringsten Widerstandes. Schön auf Andere abschieben – DIE sind ja die Schlechten, Bösen.

Diejenigen, die Lösungsansätze böten… die überhört man. Tut sie als Querulanten, Besserwisser etc. ab. Stellt sie auf Abstellgleise.

Doch wie auch kürzlich in einem Film wieder verpackt, das inhaltliche Statement:
"Die Menschheit wurde gewarnt. Und doch fährt sie weiter auf den Eisberg zu. Will ihn scheinbar rammen und sehenden Auges untergehen!"

 

Muss es also tatsächlich soweit gehen, dass der Untergang unmittelbar vor Augen steht…?

Leichtigkeit also…?

Man könnte durchaus jetzt so interpretieren, dass ich grade eben in meinem Beitrag, auch nichts anderes täte, als aufzuzeigen, zu kritisieren. Wohl wahr.
Aber noch bin ich ja nicht fertig!  wink

 

Für mich nun, der ich ja auch erst einmal "erwachen" durfte, noch darf… aus meiner Umnachtung…
…für mich stellt sich seit jenem Moment "Leichtigkeit" ein, seit dem ich begonnen habe, anzunehmen, was IST!
Die "Lösung" steckt also nicht im Außen!!!

Nichts, was ist… oder nicht ist… soll gemäß Gesetzen des Lebens nicht sein… oder eben umgekehrt schon sein!
Alles, was IST, ist genau richtig! Soll uns vor Augen halten!
Auch wenn unser vertrackter Verstand sich daran mitunter einige nicht vorhandene Zähne ausbeißt! Ein Ego zu revoltieren beginnt.

Natürlich würde ich jetzt lügen, wollte ich behaupten, dass alles, was mir nun so in meinem Leben begegnet, "leicht" wäre. "Angenehm" wäre.
Es hat aber auch nie jemand behauptet oder gar notariell beglaubigt, dass etwas im Leben ständig "leicht" oder "angenehm" sein müsse!


Doch…
…einzig die Art und Weise, wie ich mit etwas umgehe, kann die Sache nun schwer machen… oder leicht(er)!

Wenn ich nun beginne, mit irgend etwas zu hadern, die "Ungerechtigkeit der Welt" ins Spiel bringe, mich zum Opfer mache, meine Verantwortung ablehne, abgebe… mich in der Tat dann selbst zur Marionette von Anderen, Anderem mache…  was wohl wird dann sein? Ich mache es mir selbst schwer! Ich beginne festzustecken im eigenen Morast unproduktiver, schwerer Gedanken. Ich stecke im Problem, lasse mich durch Angst lähmen und fesseln.
Nehme es nicht an und halte Ausschau nach Lösungen…

Leichtigkeit

Wenn ich aber nun annehme, was grade IST…!

Das heißt 1. schon mal nicht, weil es jetzt grade ist, muss es auch noch morgen, übermorgen oder in 5 Jahren sein!
Und das heißt 2. auch schon mal nicht, dass ich mich deshalb nicht genauso ernst damit auseinander setzen könnte!

Nur…: brächte es mir etwas, wenn ich mich zum Opfer machte…?
Ja! Mehr Ärger, mehr Opfer.
Denn das Leben sagt Dir dann: "Deinem Willen nach geschehe Dir. Was Du ausstrahlst… sollst Du natürlich bekommen!"


Leichtigkeit also…?!

So bekommt – jetzt mal das gesamte Außen vorlassend – dieser Begriff "Leichtigkeit" doch eine fassbare, "erklärbare" Seite … nicht wahr!?


Ein Beispiel nun aus meinem Leben, vielmehr dem meiner Frau:
Sie hatte – nach langer Suche – Arbeit gefunden.
Nun.
Oftmals ist diese Arbeit anstrengend, Kräfte raubend. Länger tun, ohne Pause tun, Arbeit von anderen mitmachen… usw.
Und doch HAT sie diese Arbeit!
Und… wenn jetzt freilich nicht alles … aber sie LIEBT diese Arbeit. Bringt sich mit vollem Einsatz ein, wo andere bei bestimmter Zeitanzeige alles liegen und stehen lassen. Möchte sich da weiterbilden.
Sie lebt es in gewisser Weise, wo andere schon längst davongelaufen und hingeschmissen hätten.
Allerdings: wo ergibt sich dann mitunter die Grenze, wo man noch liebt und möchte… und aber womöglich nicht mehr kann, weil genau diese Liebe und das Möchten von der "Gegenseite" schamlos ausgenutzt wird…? Gibt es noch allzu viel Spielraum, um dies zu unterbinden? Habe ich noch wahnsinnig viele Möglichkeiten, mich einzubringen, Vorhaben umzusetzen?

Nun also frage ich: Kann ich mit Liebe zum Tun an sich Leichtigkeit IN mir schaffen…, auch wenn es im Außen oftmals weit nicht so aussieht…? Wenn hier definitiv innere und äußere Welten kollidieren?

JA.
Ich kann!


Kann ich im Umgang mit mir selbst Leichtigkeit schaffen, indem ich zuerst einmal herausfinde, wer ich wirklich bin? Masken und Theater ablege und meinem Herz folge…?
JA.
Ich kann!

Kann ich dadurch dann auch im Umgang mit anderen Leichtigkeit schaffen, indem ich aus Bewusstheit, Eigenverantwortung, Respekt und Liebe zu mir selbst heraus… diese auch anderen Menschen schenken kann…?
JA.
Ich kann alles, wenn ich es möchte!

Der Weg beginnt von innen nach außen!


Ich kann nicht von Anderen erwarten, fordern etc., was ich nicht selbst mir gegenüber zu vertreten, zu denken, zu handeln bereit bin! So funktioniert das nicht!

Bin ich bereit, in den täglichen Spiegel zu sehen???

Bin ich bereit, dieses tagtägliche Bewertungs- und Objektdenken über "gut" und "schlecht", über "positiv" und "negativ" abzulegen… und anzunehmen, was ja bereits IST???

Kann ich dies mir selbst schenken und zugleich abverlangen… dann werden plötzlich Türen aufgehen, von denen man nie zu träumen wagte.


Leichtigkeit ist in meinen Augen also kein spritueller Hokuspokus, schon gar kein stumpes affimieren von Sprüchen, kein Anwenden von irgendwelchem Zeugs welches letztlich ja doch wieder nur Abgabe von Verantwortung ist…
…Leichtigkeit entsteht einfach nur in der bewussten, achtsamen und verantwortlichen Annahme dessen, was IST.

Ein entsprechender Umgang damit, einzig nur schon aus der Frage heraus:
Will ich mich jetzt runterziehen… will ich Opfer sein…
…oder will ich einen Sinn und Nutzen für mich erkennen und MEIN Leben weiterleben? Will ich mein Leben ERFÜLLEN… oder entleeren?

Leichtigkeit heißt für mich also: Ganz sicher nicht "blauäugig" in etwas hineinlaufen… Jedoch etwas möglichst bewertungsfrei, als IST, anzunehmen. Damit umzugehen, gegebenenfalls Lösungen zu schaffen. Kein Drama, kein Opfer, keine Verurteilung.

SEIN. LEBEN!

Leichtigkeit ist – für mich zumindest – keine Sache, kein Einfluss, keine Darstellung von außen… Sondern einzig Sache innerer Entstehung, Schöpfung, Einstellung. Unter anderem ein Produkt der Achtsamkeit.


Wenn Du lieber Leser, liebe Leserin… nun Lust hast…
…Lust Dich auch mal auf die Frage nach der Leichtigkeit Deines Seins einzulassen… eine kleine Hausaufgabe für dieses Mal:

Ich hab da zum Ausklang noch eine angenehme Musik, in der sich die Künstler wohl kaum getroffen hätten, um Schwere zu produzieren…
…sondern in der Leichtigkeit des Zusammenseins, ein gemeinsames Stück, Werk zu schaffen. Geschehen zu lassen, was geschehen will. Ein IST entstehen zu lassen.

Es trägt den bezeichnenden Titel:  "The Song of the Butterfly"

Und welchen Eindruck wohl vermittelt alleine schon ein Schmetterling…?

Schwere etwa…???

 

So Du also Lust hast… suche Dir eine angenehme Sitz- oder Liegeposition, schalte alle möglichen Störquellen aus…
…und erlaube Deinen Gedanken einfach mal dieser Melodie zu folgen… (Kopfhörer oder gute Anlage von Vorteil…)
…der Leichtigkeit der Töne…

Was nun Deine hinkünftige Zeit, Dein hinkünftiges Leben im Sinne eines achtsamen Lebens der Leichtigkeit beträfe…

Ich nehme nun einmal an, dass es in Deinem Leben ganz sicher schon Gelegenheiten, Geschehnisse, gab, in denen sich für Dich vieles…, alles… leicht anfühlte. Ich würde Dich an dieser Stelle von Herzen einladen wollen, noch einmal dorthin zu gehen. Nutzte vielleicht auch grade diese Musik für einen kleinen "Ausflug" dorthin… Nutze andere, Deine, Quellen, die Dich an jenen Ort der Leichtigkeit zu bringen vermögen…!

Gehe dorthin… und spüre noch einmal so richtig in dieses leichte Geschehen, die Leichtigkeit des Seins,  hinein. "Sammle" soviel wie möglich dieses Gefühls auf! Beobachte ganz genau, was Du wie gemacht hast, um leicht zu sein. Und nimm es letztlich dann mit ins Jetzt. Wende es an, so oft und intensiv Du nur kannst!

Für Dich!

Und nur für Dich!

Andere gehen Dich nichts an, sind nicht Deine Verantwortung!

 

Erfülle Dich selbst mit Leichtigkeit…
…und Du wirst irgendwann vielleicht erkennen, dass Du auch ähnlich leichte Weise, diese Leichtigkeit, weiterschenken kannst!

Habe somit noch viel Spaß, Entspannung… und Unmengen an Leichtigkeit…

Dein
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen, zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Videoquelle: YouTube

 

Wertschätzung? Heuzutage ein Fremdwort…?

Wertschätzung

Welche Bedeutung hat das Wort Wertschätzung für uns? Ist es nur noch ein hohler Begriff, eine Phrase…? Oder wohnt dem große Achtsamkeit, Bewusstheit, Dankbarkeit, Respekt… und eben Wertschätzung inne?


Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser der Achtsamkeits-Reihe!

Heute möchte ich explizit einmal ein paar Gedanken verlieren… zu diesem Begriff Wertschätzung. Nicht zuletzt, da es im Zuge eines Austausches als Thema im Raum stand.


Was bedeutet Wertschätzung für Dich…?

Welche Gefühle erschaffen Wertschätzung für Dich…, wie äußerst Du diese…?


Eine herkömmliche Definition legt Wertschätzung aus wie folgt:
"Wertschätzung bezeichnet die positive Bewertung eines anderen Menschen. Sie gründet auf eine innere allgemeine Haltung anderen gegenüber. Wertschätzung betrifft einen Menschen als Ganzes, sein Wesen. Sie ist eher unabhängig von Taten oder Leistung, auch wenn solche die subjektive Einschätzung über eine Person und damit die Wertschätzung beeinflussen.

Wertschätzung ist verbunden mit Respekt, Wohlwollen und drückt sich aus in Zugewandtheit, Interesse, Aufmerksamkeit, Freundlichkeit. „Er erfreute sich allgemein hoher Wertschätzung“ meint umgangssprachlich: Er ist geachtet /respektiert. Es gibt eine Korrelation zwischen Wertschätzung und Selbstwert: Menschen mit hohem Selbstwert haben öfter eine wertschätzende Haltung anderen gegenüber, werden öfter von anderen wertgeschätzt, wohingegen Personen die zum aktiven Mobbing neigen, häufig ein eher geringes Selbstvertrauen damit kompensieren.
Empfangene und gegebene Wertschätzung vergrößern das Selbstwertgefühl sowohl beim Empfänger als auch beim Geber. Wertgeschätzte Personen sind, wenn sie ein offenes Wesen haben und kontaktfreudig sind, oft auch beliebt.
Ein Antonym von Wertschätzung ist Geringschätzung (sie kann bis hin zur Verachtung reichen)."
(Quelle: Wikipedia)


Gleich in den ersten Worten des ersten Satzes fällt dort eine markante Feststellung:  "…bezeichnet die positive Bewertung…"

Also… wortwörtlich bei aller Liebe, die man mit dieser Wertschätzung entgegen bringt, ist und bleibt es eine Form der Bewertung! Und wie schnell noch hat sich jegliche Bewertung oft zu einer Art "Falle" entwickelt…

Wenn ich mir also nun grade erlaube, da hineinzufühlen…
…irgendwie bleiben da nun grade doch ein wenig merkwürdige "Restgefühle"…

Nämlich dahingehend, dass – wenn auch durchaus positiv gemeint – ein Mensch zum Beispiel, aufgrund von irgend etwas bewertet wird.
In dem Fall von seinem positiven denken, sprechen, wirken zum Beispiel.
In der Definition wird zwar in der Tat ausgeführt, dass diese Bewertung "eher unabhängig" von Taten oder Leistung stattfände…

Aber was bitte ist "eher unabhängig"…?

Jetzt ganz ehrlich: in unserer heutigen, unbewussten und oft schnelllebigen Konsum- und Kapitalismuszeit… bewerten wir da tatsächlich noch etwas… "eher unabhängig" von Taten und/oder Leistung???


Weil es da unlängst mal in eine ziemlich – für mich verstörende – Diskussion ausartete, was das Thema anging, ob zum Beispiel eine Wertschätzung in Geld-Form stattfinden könne…

Ganz ehrlich: wie oft, durfte ich mittlerweile (so auch in dieser Diskussion) beobachten, dass zum Beispiel, wenn ein Arbeiter für seine Leistung bezahlt werden soll, dies höchstens als Abgeltung gesehen wird. Dafür wird er ja bezahlt.
Wenn irgendein Dienstleister seine Zeit, seine Ressourcen, seine Dienstleistung eben anbietet… dann wird eine Bezahlung einfach nur mehr als Bezahlung angesehen. Als teils notwendiges Übel.
Dass dies aber noch einen anderen, wertschätzenden Gedanken haben könnte…?

Es existieren ja mittlerweile viele Debatten um Geld, seine "verteufelte" Bedeutung, Verwendung.
Oh ja… ich wollte nicht bestreiten, dass im Laufe der menschlichen bzw. gesellschaftlichen Entwicklung Systeme erschaffen wurden, in bzw mit denen im Sinne von Geld eine Kontrolle, Machtausübung, Un-Freiheit von Menschen geschaffen wurde.
Jedoch: WER steckt denn hinter all dem?
Geld ist einzig bedrucktes Papier. Es denkt nicht, handelt nicht.
Der Mensch jedoch, der hinter diesem Papier, diesen Systemen steckt… Der tut das sehrwohl. Und oftmals nicht aus wohlgesinnten Allgemeinsabsichten, sondern sehr oft aus Mängeln und Ängsten.


Was also hat es mit der Wertschätzung auf sich?

Wo erkennen wir diese für uns? Worin erkennen wir sie?


Das irgendwie seltsam zu beobachtende, folgende "Phänomen" ist nicht von der Hand zu weisen:
Wenn etwas nichts kostet, dann liegt die "Grenze der Wertschätzung" teils bei Null! Kann ja schon mal nicht viel Wert sein…

Umgekehrt wiederum besitzt der Mensch mittlerweile oftmals eine derartige Präpotenz, dass etwas einfach gratis, kostenlos zu sein hätte! Alles Andere wäre sozusagen eine Frechheit…
Da wird dann teils sogar ein Vergleich hinzugezogen, demzufolge in irgendwelchen Ländern mit ärmsten Bevölkerungsschichten auch nichts verlangt würde, sondern diese (anbietenden) Menschen auch so über die Runden kämen…

Wie kommt es dazu?


Ist es tatsächlich so, dass z.B. ein Mensch, seine Zeit, Energie… ja was weiß ich… einfach kostenlos zur Verfügung zu stellen hätte?
Nichts als Wertschätzungsbeitrag verlangen darf?
Gar, wenn er diese seine Zeit, Energie, Engagement in Form einer beruflichen Tätigkeit anböte?

Oder noch ein weiters "Phänomen"…  erst kürzlich einer sehr lieben Kollegin "passiert":
Da hat sie einmal ihre Zeit angeboten, um einer guten Freundin beizustehen, möglichen Rat zu geben, um aus einer persönlichen negativen Situation wieder herauszukommen… Natürlich, ohne dafür explizit in Rechnung zu stellen, da ja Freundin.
Und was geschah in Folge?
Diese gute Freundin sah es offenbar ab sofort so, dass meine Kollegin weiterhin ihre Dienstleistung kostenlos zur Verfügung stellen sollte.

Thema Wertschätzung?
Fehlanzeige!

Als meine Kollegin letztlich dieses Thema dahingehend ansprach, dass Leben nicht nur aus Nehmen besteht, eine Wertschätzung ja nicht unbedingt und nur in Geld-Form "gültig" sei, sondern Wertschätzung ja doch auch verschiedene Art und Weise Ausdruck finden kann…
…da war die liebe Freundin aber sehr schnell beleidigt … und stellte den Kontakt ein.


Ein auch sehr bekanntes Beispiel… Gastronomie.
Jetzt ist da zum Beispiel ein Kellner/eine Kellnerin, der/sie sich wirklich in seinem Rahmen bemüht, einem Gast ein nettes Erlebnis zu schaffen.
Trinkgeld?
Nö. Wozu? Ist doch sein/ihr Job!
Oder wie?
Ein anerkennendes Wort?
Nö. Wozu? Ist doch sein/ihr Job!
Wertschätzung also…?


Oder als "Gegen-Part" des Leistungsangebotes… Wie sieht es denn in heutigen Arbeitsverhältnissen aus?
Ist ein Arbeiter/Angstellter tatsächlich nur mehr Nummer, "Nutzvieh", Umsatzproduzent für einen Chef, einen Arbeitgeber? Ist der gesetzliche Mindestlohn (mehr wird in der Regel ja längst nicht mehr bezahlt) "genug" Wertschätzung an den Mitarbeiter?
Er hat ja schließlich "freiwillig" den entsprechenden Arbeitsvertrag unterzeichnet, soll froh sein, dass er/sie überhaupt Arbeit hat. Ist alles also selbstverständlich???
"Benötigt" es also in den Augen vieler Verantwortlicher keiner "weiteren Wertschätzung" mehr?
Ich würde zu bedenken geben: gäbe es die Arbeiter/Angestellten nicht… na dann gäbe es auch keine großartigen Firmen… bishin zu riesigen Konzernen. Dann könnten sich da ein paar Superschlaue maximal selbst hinstellen und in ihrer One-Man-Show dahinwursteln!

Oder anderes Beispiel…  Weil immer alles auf Geld fixiert, fokussiert ist…  Wie sähe es im Sinne einer Wertschätzung aus, wenn ich als solche zum Beispiel Pünktlichkeit in den Raum stellte? Könnte diese Pünktlichkeit durchaus als Wertschätzung gesehen werden für den, der sich für mich zu einem vereinbaren Zeitpunkt,  Zeit nimmt? Und ich rede hier nicht nur von geschäftlichen Dingen, sondern durchaus auch von Privaten, Freundschaftlichen!
In diesem Kontext würde ich dann gleich noch "erweitern" wollen, was zum Beispiel die grundsätzliche Einhaltung von Terminen angeht!
Grade in einer heutigen Zeit, wo "Verbindlichkeit" offenbar nicht mehr allzu viel Bedeutung zu haben scheint, wo man in technisierter Lebensweise sozusagen immer gerne auf ein "besseres Angebot" wartet…  Wie schnell wird dann eine Vereinbarung – zum Beispiel ein Treffen – dann aus irgendwelchen Launen in den Sand gesetzt?!  Dass das Gegenüber, welcher sich nun womöglich noch extra frei genommen hat, dann "im Regen stehenbleibt"…  Entweder wird es verdrängt, oder es ist tatsächlich einfach egal. Wie verhält es sich hier mit dem Thema Wertschätzung?


Nochmal also die Frage: Wie gehen wir mit dem Thema Wertschätzung um?

Oder noch viel direkter gefragt:  Wie gehen wir mit uns selbst um???


Schenken wir – allem voran – uns selbst entsprechende Wertschätzung? Unserem Körper als tragendem Schiff durch den Fluss des Lebens?
Durften wir dies überhaupt jemals erlernen? Wissen wir, wovon ich da spreche? Wie findet sie Ausdruck?

Also ganz ehrlich: Ich durfte er erst wieder erlernen! Es war für mich keine Selbstverständlichkeit mehr.
Und – ganz den Lebensgesetzen folgend – durfte ich Wertschätzung erst bei mir selbst wirklich erfahren, bevor ich diese tatsächlich und von Herzen anderen Menschen weiterschenken konnte!


Ist – im Weiteren – Wertschätzung aber letztlich nicht auch eine Art "Grundhaltung", "Grundeinstellung", "Weltbild"… wie Liebe?

Benötige ich tatsächlich einen erkennbaren Wert, um etwas, jemanden wertschätzen zu können…? Oder vermag ich "eher unabhängig" jener Wertschätzung Ausdruck verleihen?


Muss ich selbst erst irgendwelche außerordentlichen Leistungen erbringen, damit ich mich selbst wertschätzen kann?
Oder "reicht" die tagtägliche Existenz schon aus?
Wie verhält es sich mit der Wertschätzung anderen Menschen gegenüber?
Ist deren Leben, deren Anteil an meinem Leben schon "ausreichend"…?

Gehe ich, gehst Du… also sozusagen in "Vorleistung"… tust es um des Tuns Willen…  Wertschätzung um der Wertschätzung Willen…?

Ist sie ein Teil Deiner selbst, ein Lebensausdruck?


Somit darf ich genau diese letzte Frage als Abschluss dieses Beitrages so stehen… und wirken lassen!

Ich danke Euch aufrichtig für Euer Interesse, die Zeit die Ihr Euch genommen habt, um diesem meinem Beitrag zu folgen!

So wünsche ich Euch liebe Leserinnen, liebe Leser noch viel Möglichkeit und Zeit, Eure Wertschätzung einmal zu erfühlen… und zu leben!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.), Sachbuchautor)

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Gefühle – die Sprache der Seele

Gefühle

Gefühle als Sprache, Ausdrucksform der Seele…? Oder sind sie doch oft mehr Ballast, Qual?


Willkommen liebe Freunde der Achtsamkeit, liebe Leserinnen und Leser!


Wie seht Ihr so diese Aussage im Titel: "Gefühle – Sprache der Seele"? Wie ergeht es Euch damit – vor allem im Hinblick auf die Gefühle, die mit dieser Aussage entstehen?
Ist es eher so ein Gefühl der Wärme, der Wohligkeit…? Oder taucht da eher ein Gefühl des Widerstandes auf…?

Könnte mitunter zu allererst einmal die Frage Klärung finden:

Was IST ein Gefühl?

Die herkömmliche, sehr trockene Auslegung davon lautet wie folgt:
"Gefühl ist ein psychologischer Terminus, der als Oberbegriff für unterschiedlichste psychische Erfahrungen und Reaktionen dient wie u. a. Angst, Ärger, Komik, Ironie sowie Mitleid, Eifersucht, Furcht, Freude und Liebe die sich (potenziell) beschreiben und damit auch versprachlichen lassen."
(Quelle: Wikipedia)

Nicht selten – vor allem im Bereich der Psychologie – wird nun zwischen der Definition Gefühl und Emotion unterschieden, getrennt.

Die Definition der Emotion lautet wiederum:
"Emotion bezeichnet eine Gemütsbewegung im Sinne eines Affektes. Der Affekt ist eine besondere Qualität des Fühlens, der damit dem Leib-Seele-Problem Ausdruck verleiht. Sie ist ein psychophysiologisches, auch psychisches Phänomen, das durch die bewusste oder unbewusste Wahrnehmung eines Ereignisses oder einer Situation ausgelöst wird. Das Wahrnehmen geht einher mit physiologischen Veränderungen, spezifischen Kognitionen, subjektivem Gefühlserleben und reaktivem Sozialverhalten."

Gefühle(Plutchik´s Rad der Emotionen)

(Von Machine Elf 1735, Metoaster)


Jetzt gab es da einen schlauen Mann namens Paul Ekman, der ein Modell von 7 Grundemotionen zusammenstellte. Die 7 Grundemotionen / Basisemotionen nach Paul Ekman sind die Gefühle, deren mimischer Ausdruck in allen Kulturen der Welt gleich ist. Sie sind offenbar angeboren und werden nicht erlernt.

Diese 7 Grundemotionen lauten da nun…

ANGST, WUT, EKEL, FREUDE, TRAUER, VERACHTUNG, ÜBERRASCHUNG

Allerdings ergab Forschung auf diesem Sektor, dass man die Emotionen eines Menschen nicht so einfach an seinem Gesicht oder anderen Stellen des Körpers eindeutig abgelesen werden konnte. Es stellte sich heraus, dass die Körpersprache doch immer im Kontext mit der aktuellen Situation gesehen werden sollte…
Darwin soll sich also in seiner Annahme getäuscht haben.


Ich wäre ja nun aber nicht ich, würde ich selbst eine solche Aussage einfach ungeprüft übernehmen wollen…  laugh

Zu diesem Zwecke versuche ich mir jetzt doch einfach mal einen Menschen vorzustellen.
Mir gelingt es allerdings bei keiner der angeführten 7 Grund-Emotionen, dass ich da einen anderen Kontext hineininterpretieren könnte, als der, der mir vom Gegenüber gezeigt würde!
Was anderes, welcher "andere Kontext" soll hinter dem Ausdruck von Freude stehen… wenn nicht Freude? Wut etwa?
Oder genauso umgekehrt: Soll hinter dem Ausdruck von Wut etwas als Kontext Freude stehen?

Eines stelle ich hierzu jedoch klar als Möglichkeit in den Raum:
Im Laufe der Entwicklung der Menschheit, hat sich genau diese zu herovrragenden "Theaterspielern", "Maskenträgern" auf der Bühne des Lebens entwickelt.
Und wer kennt ihn nicht, diesen altbekannten Satz: "Er/sie macht heute wieder gute Mine zum bösen Spiel"…?

Teils machen wir uns selbst was vor! Teils projizieren wir dies dann auch noch fleißig auf unser Umfeld, welches ebenso fleißig mitmacht!


Wie nun sehen wir diese Gefühle?
Sind diese Gefühle letztlich Sprache und Ausdrucksform unserer Seele?

Oder eher nur irgendwelche banalen Produkte chemischer Reaktionen und Energieflüsse im menschlichen Körper…?

Man spricht unter anderem davon, dass Emotionen komplexe, in weiten Teilen genetisch formierte Verhaltensmuster seien, die sich im Laufe der Evolution herausgebildet haben, um bestimmte Anpassungsprobleme zu lösen und dem Individuum ein schneller und der Situation adäquates Handeln zu ermöglichen.
Der Mensch unterliegt also in irgendeiner Form externer und/oder interner Reize, die neurophyiologische Muster schaffen… und sich letztlich in morotischem Ausdruck äußern.
Die Evolution veranlasst die Menschen also über die Emotion jene Dinge zu tun, die notwendig sind, damit sie ihre Angepasstheit an die Umwelt möglichst hoch halten.
Ohne diese innere Motiviation – so könnte man unter Umständen dem Gedanken Raum eröffnen – würde es weder Besitzdenken oder Vergleich geben. Ja bishin auch zum Sex und/oder menschlicher Fortpflanzung gäbe es ohne "Motivation" dazu keinerlei Anlass, dies zu verfolgen.


Alles schön und gut, denke ich.

Für mich wirft sich also die Frage auf: Wie passt diese Schematisierung von Gefühlen und Emotionen nun in Einklang mit dem Ausdruck, der Sprache der Seele?

Wo ist letztlich die LIEBE als Gefühl? Weshalb findet sich keine Benennung? Weil Liebe kein Gefühl ist, sondern ebenfalls nur "Zusammenfassung" von Freude, Zufriedenheit, Glück etc.?  Oder "versagt" hier wissenschaftliches Verständnis? Eine (Er-)Klärung fand ich hierzu nicht…

Wieviele Menschen, Forscher, … ja bishin zu Poeten… haben sich schon abgemüht, einerseits die Seele überhaupt einmal nachzuweisen. Beziehungsweise ihr dann ein bildliches Gesicht zu verliehen.
Dennoch ist die Seele im Grunde noch immer eines der großen Geheimnisse des Lebens.


Wenn wir all diese Forschung mal beiseite lassen, zu den simplen Basics gehen…
…könnte man festmachen, dass uns Gefühle doch tagtäglich zeigen, ob wir uns wohl fühlen… oder auch nicht?

Ja. Wir alle wissen mittlerweile, dass wir als Menschen zu einer ziemlich beschränkten Spezies gehören.
Man munkelt, dass uns jede Sekunde um die 10 Millionen Bits auf uns einwirken!
Das entspricht, grob gerechnet, etwa einer Sekunde Film in HD-Qualität.
Oder anders verbildlicht: wenn wir diese Datenmenge vollständig und tatsächlich umsetzen, nutzen könnten, diese Geschwindigkeit…, dann könnten wir ca. 33.000 Bücher vom Umfang "Alice im Wunderland" innerhalb einer Minute lesen! Grandios!

Gefühle

Foto: (c) Norbert Glaab

https://www.norbert-glaab.de/

 

Jetzt ist es aber so, dass das Gehirn an sich diese enorme Datenmenge nicht erreicht.
Wir Menschen sind durch eine Funktion in der Lage, nach entsprechende Filterung (Repräsentationssysteme visuell, auditiv, kognitiv), das für uns Wichtige zu filtern. Dann kommen da noch Einschränkungen durch bisherige "Erfahrungen" und dadurch geschaffene "Filtersysteme" (Frames) hinzu. Die Datenmenge erheblich einzuschränken.
Denn fände dies letztlich nicht statt, wäre unser Gehirn nach durchschnittler Berechnung  nach ca. 5.500 Stunden absolut voll. Da ginge nichts mehr. Gar nichts!
Jegliches weitere Lernen wäre absolut unmöglich.


Zurück aber zur Seele und seiner Sprache namens Gefühle.

Wenn man nun dem Ausdruck der Gefühle folgte, könnte man doch festmachen, dass angehme Gefühle uns in Richtung Zufriedenheit, Gesundheit führen…, während unangenehme Gefühle dann an sich Wecker, deutlicher Hinweis wären, die uns wachzurütteln, aufmerksam zu machen suchten. Sie fordern – zumindest indirekt – Veränderung im Leben, allenfalls Folgen im Leben eintreten, die sich in erster Linie oft über die Gesundheit zuerst äußern.

Weiters würde ich somit meinen, dass hier – zumindest für mich – beinahe automatisch dann an Motivation im Raum steht, mich durch ein Gefühl nicht selbst zum Opfer, zum Leidenden zu erheben…, sondern diesem Gefühl anzugehen, es anzunehmen, zu klären und zu transformieren!

Jegliches Gefühl nun also vermag – je nach Offenheit der Denkweise und Annahme des IST – Wegweiser in eine Lebensfreude und Lebensfülle sein!


Was nun geschieht, wenn wir in Gesprächen mit unseren Mitmenschen sind?
Benennen wir auch hier unsere Gefühle?
Sprechen wir da auch tatsächlich von Gefühlen… oder ist das eher so ein herumlamentieren, ein jammern…? Gar ein Schweigen, Hineinfressen…?

Ist es in der heutigen Zeit denn überhaupt noch angesagt, erwünscht…, Gefühle offen zu benennen? Oder entsteht bei der Absicht nur allzu leicht und allzu schnell das "Gefühl" oder – vielmehr konkret benannt – die Angst, dass man damit Schwäche zeigte? Sich verwundbar, angreifbar machte?

Über Verletzungen habe ich in einem meiner Beiträge schon ausführlicher geschrieben. Ich möchte dieses Thema nun hier nicht wieder extra aufgreifen wollen…

Nun… ich bestreite nicht, dass es durchaus Menschen in der gesamten Evolution gab, die immer wieder die Offenheit Anderer aus niedrigen Beweggründen ausnütze. Und sei es nur zum eigenen Vorteil. Menschen also, die – meiner Meinung nach – ihre eigene Verantwortung definitiv überschritten. Gleichfalls aber jene, die so gesehen unachtsam waren, und ihre Verantwortung gleichzeitig abgaben.
Einer alleine ist niemals so mächtig. Es gehören immer zwei dazu.
Ein ähnliches Muster begegnet uns übrigens bei einem sehr bekannten "Beispiel": Dem Mobbing.
Dazu aber ein anderes Mal mehr…


Wenn wir also mit anderen Menschen in einen Austausch eintreten…
…haben wir den Mut, Gefühle offen zu benennen?

Sind wir gewillt, eine Brücke von Herz zu Herz zu bauen?

Denn – so glaube ich – erst über diese Brücke wird tatsächlicher Austausch stattfinden können!
Ein Austausch, der erst den wahren Menschen erkennen lassen wird.

Vielfach scheint sich in der heutigen Zeit auch diese Annahme verfestigt zu haben, dass wir zu wissen glauben, was der andere tatsächlich fühlt.
Ich schnitt dies eingänglich schon an… wir leben auf einer Bühne, auf der beinah ausschließlich nur mehr Rolle, Theater gespielt wird. Maske(n) getragen werden.
Da wir aber nicht zu einer Spezies gehören, die tatsächlich Gedanken lesen oder Emotionen absolut erfühlen können, wäre es doch umso wichtiger, dass Emotionen ausgesprochen werden.
Selbt bei aller Empathie, die ein Mensch aufzubringen vermag… eine wirkliche Gewissheit wird erst der fühlende Mensch selbst geben können.

Vielfach herrscht in unserer Gesellschaft auch die Meinung, dass wir Anderen mit der Benennung von Gefühlen Macht über uns geben.
Wenn ich aus einer Opferrolle heraus denke, mag dies stimmen. Wenn ich aus einer Rolle heraus denke, aus der ich diese Gefühle zu missbrauchen gedenke, mag dies stimmen.
Bin ich allerdings ein in mir gefestigter Mensch, kann ich offen über meine Bedürfnisse und Gefühle sprechen… dann sähe ich mich grundsätzlich viel stärker mit mir selbst in Kontakt. Bewusst. Achtsam. Somit kann ich meinen Bedürfnissen ohne Angst Ausdruck verleihen und ich werde vom Umfeld eher als selbstbewusster Mensch gesehen und mitunter geachtet.
WENN ICH DIES BIN!!!
Wenn ich nur Theater, Rolle spiele, mich hinter Masken verstecke… dann wird das Gegenüber dies – zumeist unbewusst – unweigerlich merken und reagieren.


Genau diese Reaktion nun – wie schon zuvor angeschnitten – wird nun von manchen unbedacht gebraucht, nicht selten missbraucht.
Ich würde nun meinen, Anlass dazu ist, dass wir einerseits mit unseren eigenen Gefühlen viel zu wenig in Kontakt stehen, sie daher auch nicht benennen können. Ihnen Ausdruck geben können. Wir geben in gewissem Maße Verantwortung, Macht ab. Gehen in eine Ohn-Macht.
Zum Anderen wird es mitunter Menschen geben, die diese abgegebene Macht nun in einer Art Missbrauch, Manipulation verwenden.

Ein Beispiel, aus der greifbaren Praxis:
Wer kennt eine inhaltliche Aussage wie… In einem schon etwas angespannten, aufgeheizten Gespräch fällt dann irgendwann folgender Satz: "Ich habe das Gefühl, dass Du mich nicht leiden kannst!"

Klingt diese Aussage jetzt für manchen logisch?

Dann will ich sie mal einer achtsamen Analyse unterziehen, damit verdeutlicht wird, wo allfälliger Missbrauch, Manipulation innewohnt!

In diesem Satz nun wird sehr bald das Wort "Gefühl" benutzt. "Ich habe das Gefühl, dass…"
Sprechen wir hier tatsächlich von einem Gefühl?
Oder ist dies nicht viel eher eine missbräuchliche, ja schon schier manipulative, geschickt getarnte Umdeutung, Gedanken einer eigentlichen Bewertung, Be- und/oder Verurteilung?
"… dass Du mich nicht magst!"

Wie nun könnte ein echtes Gefühl in diesem Fall lauten?

"Ich bin mir unsicher (ob Du mich noch magst)…" Unsicherheit, Angst… Gefühl.
Oder… "Ich bin traurig".  Kurz. Prägnant. Trauer. Gefühl.


Noch ein Beispiel, um es mehr zu verdeutlichen… das Muster noch mehr erkennbar zu machen?!


Claudia ist für ihre Punktlichkeit bekannt, wohingegen Gert sich im Hinblick auf Verlässlichkeit, einen gewissen Freiraum gestattet und damit regelmäßig später als verabredet kommt. Als Gert dann wieder einmal später am vereinbarten Trefpunkt auftaucht, sagt Claudia: "Ich fühle mich wie bestellt und nicht abgeholt, wenn ich jedes Mal bei unseren Verabredungen warten muss!"

Claudia spricht hier NICHT von einem Gefühl, obwohl sie das Wort "fühle" benutzt. Auch sie spricht über ihre bewertenden Gedanken. In diesem Fall wurde dann auch noch ein verzerrender, bewertender Vergleich eines Objektdenkens hinzugefügt ("wie bestellt und nicht abgeholt").

Ein echtes Gefühl könnte in diesem Fall ganz simpel lauten "Ich bin genervt", oder "Ich bin verärgert".


Wenn wir somit über unsere Gefühle sprechen – egal nun ob zu uns selbst oder gegenüber Anderen – dann kann es nur zielführend sein, wenn wir zu allererst einmal ehrlich uns selbst gegenüber sind! Wenn wir diese Theaterspielerei endlich beenden!
Dass wir tatsächlich zum IST, zum SEIN zurückkehren!

Zusätzlich würde ich empfehlen, Aussagen über die eigenen Gefühle mit der Einleitung "Ich bin…" zu beginnen. Zum einen steigen die Chancen erheblich, dass ich ein Gefühl dann tatsächlich benenne und nicht wieder irgendwie um den heißen Brei herumtanze…
Zum Anderen verdeutliche ich sowohl mir selbst, als auch meinem Gegenüber ganz klar, dass dieses Gefühl mich betrifft, bewegt.

Eine kleine Falle allerdings dürfen wir dabei nicht übersehen, die auch allzugern Anwendung findet:
Bei der Verwendung der Einleitung "Ich bin…" besteht nun nämlich – aus starker Unbewusstheit, Gewohnheit heraus – sehr leicht die Möglichkeit, in eine Bewertung zu gehen. Also sozusagen ein "Eigentor" zu schießen wink

 

Nehmen wir den einfach Satz "Ich bin verletzt".

  • Zum Einen nun schon mal ist "verletzt" neuerlich kein Gefühl. Verletzt ist eine bewertende Beschreibung eines vermeintlichen Zustandes.
  • Wenn wir dann weiters davon sprechen, dass wir uns "verletzt fühlen", implizieren wir, dass eine andere Person uns verletzt hat. In diesem Moment tappen wir sofort in die Opfer-Falle und drängen einen Anderen automatisch in eine Täter-Rolle.
  • Da es dann einen Täter gibt, also eine Person, der wir die Schuld für die Situation zuschieben (wir geben neuerlich Verantwortung und Macht ab), sind wir bereits in der Bewertung, Unterstellung und Analyse.
  • Gefühle an und in sich sind frei von "Tätern" und "Opfern".


Diese sogenannten "bewertenden Gefühle" beginnen häufig mit "Ich fühle mich…"
Hier noch Beispiele dazu…

"Ich fühle mich abgelehnt!"
Prüfe mit: "Ich bin abgelehnt"
Das ist eindeutig ein Gedanke – kein Gefühl. Selbst wenn tatsächlich jemand zu uns sagt, dass er mit uns nichts mehr zu tun haben möchte, dass wäre das eine Aussage, jedoch kein Gefühl.
Ein "echtes Gefühl" könnte lauten: "Ich bin mir unsicher (ob ich noch zu dieser Gruppe gehöre)!"

"Ich fühle mich ausgenutzt!"
Prüfe mit: "Ich bin ausgenutzt"
Ebenfalls wieder kein Gefühl. Frage Dich, in welcher Situation Du über Dich hast bestimmen lassen. Wo hast Du im Vorfeld nicht ausreichend die Bedingungen von Geben und Nehmen geklärt?
Ein "echtes Gefühl" könnte neuerlich lauten: "Ich bin verärgert (weil ich etwas getan habe, was ich nicht wirklich wollte)!"

"Ich fühle mich minderwertig!"
Teste mit: "Ich bin minderwertig"
Jeder Mensch verfügt über Qualitäten und Talente. Die Frage ist einzig, ob Du diese als solche sehen und anerkennen kannst, oder ob Du in den Vergleich mit Anderen gehst. Du demontierst Dich selbst, wenn Du das Negative glaubst, was Andere über Dich sagen.
Ein echtes Gefühl könnte lauten: "Ich bin schüchtern" … oder "Ich bin mir unsicher".

"Ich fühle mich erfolgreich!"
Überprüfe mit: "Ich bin erfolgreich"
Und wieder ein Statement, eine Bewertung. Jedoch kein Gefühl. Und unabhängig davon: was bedeutet "erfolgreich"? Ist es ein Gehalt, ein Haus, ein Boot, eine oder viele Frauen? Ist es eine persönliche Entwicklung? Auch ein vermeintlich positiv besetztes Wort kann so gesehen eine Bewertung sein!
Ein echtes Gefühl konnte lauten: "Ich bin glücklich"… oder "Ich bin zufrieden".


Um diesem Beitrag also nun abzuschließen…
neuerlich eine kleine Hausaufgabe:

Wie Ihr vielleicht aus den vorigen Beispielen erkannt habt, plappern wir oft und gerne so dahin. Sprechen dabei aber oft Dinge aus, die beim Gegenüber gänzlich andere Reaktionen hervorrufen können, als beabsichtigt.
Wir sprechen auch von Gefühlen, die bei nur halbwegs genauer Betrachtung jedoch keine sind.
Vielmehr bewerten wir ständig und jederzeit.

So gesehen wäre es also mitunter hilfreich, wenn wir unseren Sprachgebrauch einmal auf den "Prüfstand" stellen!

Beginnend und gleichzeitig endend bei uns selbst!
DORT liegt unsere Veranwortung! Nicht bei dem, was Andere tun, denken oder sagen!

Vielleicht hat der Eine oder Andere von Euch mittlerweile nun schon einen ganzen Schreibblock bei der Hand. Denn – wie auch in den anderen Achtsamkeits-Beiträgen schon ausgeführt – ist AUFSCHREIBEN eine sehr hilfreiche Art und Weise, um Dinge sichtbar zu machen!

So gesehen lade ich Euch also herzlich ein…: Nehmt Euch Zeit… und schreibt mal alles an "Gefühlen" auf, die da so durch Euren bisherigen Tag, Eure Woche aufgetreten sind.
Zuerst nur aufschreiben! Noch nicht bewerten, analysieren! Das könnt Ihr bei Lust und Laune danach machen…

Vorerst geht es nur darum, dass man mal freien Lauf lässt und alles niederschreibt! Damit es mal dasteht! Nicht mehr änderbar ist!
Der menschliche Geist ist ja so gesehen nämlich ein ziemlicher Fuchs! Und denkt, redet sich innerhalb von Sekundenbruchteilen etwas schön, was nicht schön ist…  wink

Und wenn da doch vereinzelt nun die Frage auftreten sollte…: Ja woher kommt dies, diese Unbewusstheit, die Bewertung, das Objektdenken…?  Wir wurden daran angepasst! Unser Umfeld hat es so vorgelebt. Genau so unbewusst, wie wir es heute tun. Somit hielte ich Vergangenheit nun nicht für schuldig, als Rechtfertigung. Vorwand, genauso weiterzuleben. Sondern als lehrreiche Hilfe, für das Jetzt und die Zukunft entsprechende Veränderung zu schaffen. Diese Information im Gehirn zu speichern und sie zu nutzen und nicht auszblenden, zu vergessen. Platz ist genug dafür da, wie wir heute hier erfahren konnten…


Somit wünsche ich Euch also noch viel Spaß und … ja beinahe schon Abenteuer… bei der Entdeckung Eurer wirklichen Gefühle…
…und viel Erkenntnis bei der Unterscheidung von jeweiligen bloßen Statements, Bewertungen, Be- und/oder Verurteilungen!

Ich plädiere aus tiefstem Herzen dazu: Kehren wir wieder zurück:

Gefühle, als Sprache der Seele, des Herzens!

Gefühle

Wenn irgendwelche Fragen auftauchen sollten, lade ich Euch gerne ein, mich zu kontaktieren, um hier möglicherweise gemeinsam auf "Entdeckungsreise" und "Veränderungsweg" zu gehen!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Das Aufmerksamkeits-Experiment

Aufmerksamkeits-Experiment

Diesmal: das Ergebnis von einem kleinen Aufmerksamkeits-Experiment

Bin schon gespannt, wer sich hier die "Mühe" macht, alles zu lesen. Und ich meine tatsächlich "ALLES"…  wink

 

Halli hallo und herzlich willkommen also liebe Freunde und LeserInnen!

 

Erst mal als kurzen Rückblick: Wie erging es Euch mit den letzten beiden Beiträgen? Konntet Ihr – für Euch – hier den einen oder anderen "Aha-Effekt" erzielen, hinsichtlich dem sprachlichen Ausdruck, allfälligen Verzerrungen, Verallgemeinerungen usw.? Eröffnete sich mitunter ein Lichtblick, weshalb im hier und jetzt oftmals Konfliktpotential erhebt…?

 

Heute widme ich einen Blog einmal einem einerseits lustigen "Erlebnis"…
…andererseits… nun es gibt auch wieder, was vielerorts in der heutigen Zeit offenbar schier "üblich"… oder vielmehr "nicht mehr üblich" ist:

Es geht erneut um die AUFMERKSAMKEIT / Untertitel: Achtsamkeit

 

Wie kam es dazu?

Da ja vielerorts sehr viel Achtsamkeit in Inhalte von diversen Äußerungen, Posts usw. gesteckt wird, wollte ich es doch mal direkt drauf ankommen lassen – ein Aufmerksamkeits-Experiment also wurde durchgeführt.

Damit es nicht gleich direkt von mir als Urheber ersichtlich war, hatte meine Frau einen Post aufgegriffen und auf bekannter Plattform eingestellt. Selbstverständlich einen, der irgendwie bewusst ein wenig in die Irre leiten sollte…

Noch dazu: Es war jedoch ein Post, der zuvor schon von anderen verwendet wurde… zumindest hatte er in unserem "Bekannten- und Freundeskreis", der doch beträchtlich ist, teils schon die Runde gemacht. Also nicht einmal mehr "neu"…

Wie es der Zufall so will … bzw. es nach diversen Algorythmen zum Posten auf dieser Plattform also ergab, sah dieser Post augenscheinlich so aus:

Aufmerksamkeits-Experiment

An sich also – würde man rein nach dem ersichtlichen Inhalt gehen – mitunter ein sehr erfreulicher Post!

Ihr könnt Euch vielleicht nun aber nicht vorstellen, wieviele Posts, Kommentare, Glückwünsche da eintrudelten!
Schier unglaublich!

Denn ein kleines "Detail" haben die Allermeisten in diesem Post definitiv übersehen:

Aufmerksamkeits-Experiment

Ja sieh einer an!

Wäre es Dir aufgefallen…? Ganz ehrlich…!?

Ein bisschen unscheinbar vielleicht…
…aber doch offensichtlich ließen sich die Leser(innen) definitiv vom vorigen Text ablenken. Lasen erst gar nicht mehr zu Ende. Waren sofort in einem gedanklichen Bild, einem Frame… und somit war eine weitere Erfassung von Vorhandenem schon blockiert, ausgeblendet.

Ein tatsächliches Vorhandenes, ein "Ende", welches sich so gestaltete:

Aufmerksamkeits-Experiment

 

Nun liebe Leser, liebe Leserinnen…!

Freilich… dieser  Post  ist "nur" ein beabsichtigtes Aufmerksamkeits-Experiment, ein verhältnismäßig unbedeutendes Ding, über welches ich berichte. So Mancher wird das jetzt als Schwachwinn oder "Verarsche" abtun.

 

Und doch…
…wie oft begegnet es uns im Leben wohl, dass z.B. Texte nicht in ihrer Gesamtheit erfasst werden!? Egal nun, ob sie gesprochen wurden, geschrieben wurden…

Dass Dinge oberflächlich überflogen werden, Menschen sich ablenken lassen!? Oder sich gar nicht mir der Vollständigkeit auseinander setzen wollen?

Dass Dinge nicht in ihrer Gesamtheit Aufmerksamkeit erfahren werden, obwohl man womöglich aber grade erst durch die Gesamtheit dann ein Bild darzustellen vermag…

Wie oft wird dieses Bewertungsdenken, Objektdenken voller Be- und Verurteilung aktiv? Unter anderem auch als "Momentaufnahme" und "Schubladendenken" bekannt?

Chef kommt grade auf die Verkaufsfläche, sieht den Mitarbeiter am PC herumwerken, obwohl er angeordnet hatte, dass sich die Mitarbeiter kundensichtbar präsentieren, die Kunden aktiv "in Empfang" nehmen sollten. Sieht das… bewertet… fällt Urteil. In etwa: Mitarbeiter missachtet Anordnung, spurt nicht… unbrauchbarer Mitarbeiter. Ärger, Frust … etc. etc.  Momentaufnahme!  Dass der Mitarbeiter aber just in jenem Moment womöglich grade etwas im Artikelsystem für einen Kunden recherchiert oder eine Kundenanfrage beantwortet…  DASSSS sieht der Chef in dem Moment ja nicht. Er macht sich womöglich auch nicht die Mühe, dies … wenn möglich vor einer Bewertung … zu erfahren.

Oder eben jenes erwähnte Schubladendenken. "Aha… aha… kenn ich schon, hab ich schon gehört, weiß ich schon, jedes Mal das Gleiche… (Schublade auf)… den Rest kann ich mir schon denken, vorstellen. Brauche ich gar nicht mehr weiterzulesen, weiterzutun." (Bewertung. Urteil. Schublade zu).

Dass – selbst bei massivster Ähnlichkeit einer Situation, eines Geschehnisses, eines Menschen –  aber nun schlichtweg nicht das gleiche Geschehniss, die Situation, der Mensch grade vor dem Betreffenden, Beurteilenden ist… DAS wird ausgeblendet. Teils aus einer Überheblichkeit des Ego. Zum Teil aus einer Faulheit des Gehirns und dessen zugehörigen Menschen an und in sich. Teils aus einer völlig fehlgeleiteten Annahme, Vorstellung, Erwartung… und was sich sonst noch da oben in der Denkmurmel zusammenbraut.

 

Benötigt es erst dieses Aufmerksamkeits-Experiment oder andere Anstöße, um wieder bewusst zu machen?

Macht es überhaupt etwas bewusst?

Oder ist es maximal ein kurzes Aufblitzen am Wahrnehmbarkeitshorizont… und gleich aber spült die nächste Welle an Unbewusstheit gleich wieder alles über den Haufen…? Herrlich… denn wozu am Ende anstrengen!?


Ein Paradebeispiel: Bewerbungen für bzw. an Firmen!

Da fliegt man drüber, liest nur, was "man" lesen will! Der Rest? Ausgeblendet. Nicht wahrgenommen!
Kein Interesse.
Und somit schon vorweg die Chance dem Bewerber entzogen, sich wirklich darzustellen.
Und doch wird aufgrund solcher Vorgehensweisen oftmals schon entschieden.
Eine mögliche Nachfrage, ein persönliches Vorstellungsgespräch?
Fehlanzeige!
Auf welcher Basis denn? Wenn vorher schon nur überflogen wird…? Teile nicht wahrgenommen werden?
Nur gehört und gelesen wird… was gehört und gelesen werden will…?

Mit erging es erst kürzlich bei einer formlosen Anfrage an eine Firma um mehr Informationen und Hintergrund zu Firma und Tätigkeit dann tatsächlich so, dass ich eine Rückantwort erhielt, in der u.a. (= nebst Absage) ausgeführt wurde, dass man meine Bewerbungsunterlagen genau studiert habe.

Ich hatte dieser Firma noch zu keinem Zeitpunkt Bewerbungsunterlagen überhaupt zukommen lassen!!!

Aufgrund welcher Basis – sprich Unterlagen – hatten die also genau studiert…, geschweigedem entschieden? Aufgrund der Tageszeitung, einer Rolle WC-Papier…?

Was also wohl – so frage ich mich – hätte ich dieser Firma tatsächlich zusenden müssen, um zumindest für einen Moment die ungeteilte Aufmerksamkeit zu erhalten…?


Wie oft geht es mit den Aufmerksamkeiten in Gesprächen ebenso nicht weit her?!
Angefangen von scheinbar belanglosem "Smalltalk" … bis hin zu tiefgründigen Gesprächen…!

Da wird überhört… oder nur gehört, was "man" hören will! Der Rest? Ebenso ausgeblendet. Nicht wahrgenommen. Oder mitunter vielmehr schon "überblendet" vom vermeintlich Nächsten, was "man" selbst einwerfen…, dazwischen werfen will… mitunter was das Ego befiehlt, um sich vermeintlich einzubringen, darzustellen…

Mangelndes wirklich Interesse am Gegenüber also…? Oder nur um seinen Standpunkt zu wahren, verteidigen…? Gar überhaupt einen aufstellen zu müssen…?

Sind wir tatsächlich in der Lage, in einem Gespräch nur einmal zuzuhören…? Ohne irgendeinen Einwand, irgendeine Art Gegendarstellung, Meinung, Selbstdarstellung, Erzählung… u.v.m. einzubringen…? Wie lange halten wir dies aus…?

Nur zuhören!

IST das für die Meisten dann überhaupt ein Gespräch…?

 

Erinnerst Du Dich, liebe Leserin, lieber Leser, noch an meinen kürzlichen Beitrag zur Bewertung? In dem ich u.a. zu "Gedächtnisleistungen" (sarkastisch gemeint) wie Verzerrung, Tilgung, Generalisierung innerhalb der Wahrnehmung, wie auch im Ausdruck, der Sprache, ein wenig ausführte…?

SOLCHE Dinge kommen aber mitunter genau dabei heraus!

Falls Du sie gerne nachlesen möchtest… ein entsprechender Link befindet sich dann am Blog-Ende.


Selbstverständlich räume ich ein, dass zum Beispiel ich nicht alles genauso auffasse, wie  meine Frau. Und umgekehrt.

Wir alle haben unsere individuellen Wahrnehmungsfilter, Repräsentationssysteme.
Allerdings – wie angeführt – hat die Art und Weise von etwas auffassen, nichts damit zu tun – wenn etwas erst gar nicht wahrgenommen wird! Wenn womöglich eine Meinung ohnehin schon vorgefasst ist…, wenn mitunter auf sogenannte "Erfahrung" zurück gegriffen wird…
…anstelle sich jede Situation im JETZT anzusehen…!


Jetzt also kleiner Anstoß… bzw. eine eminent wichtige Frage…
…vor allem immer im Bezug auf die Bewegungsrichtung des Lebens – von Innen nach Außen…:

 

Schenke ich mir selbst eigentlich ausreichend Aufmerksamkeit…???

Lasse ich mir diese in meinem Denken, Fühlen und Handeln ausführlich angedeihen…???

Und setze ich diese Aufmerksamkeit für mich / zu mir auch um…???

 

Und als "Ergänzung" dazu, um sehr einfach auf die Ursache des "Überhörens", des "Übersehens" zu stoßen:

Wie sehr hat man Dir als Kind zugehört…??? So richtig wirklich…

Oder war das auch nur schnell so ein "nebenbei"… ein "wischi-waschi"…  ja zur Kenntnis genommen und passt schon…? Wie würde ein solches Aufmerksamkeits-Experiment dazu ausfallen?


Denn ich denke und fühle hier dann in dem Sinne weiter:
Wie soll ich entsprechende Aufmerksamkeit an Andere weitergeben können, wenn ich mir diese selbst nicht schenken kann? Wenn ich weder dies erlernen durfte…, noch eben anderen Aufmerksamkeit zu schenken?
Wie soll ich mit einer leeren Kanne Blumen gießen?


Könnte man abschließend also durchaus dem Gedanken Raum verleihen, dass Aufmerksamkeit / Achtsamkeit für ein möglichst Ganzes, durchaus ein Teil von Bewusstheit, Verantwortung und Respekt ist…?
Zu sich selbst…!?  Und zu meinen Mitmenschen…!?

 

Dies also mal als kleiner, weiterer Anstoß im Sinne der Achtsamkeit …!

Als kleine Hausaufgabe Nr. 1…:  versucht mal zuerst Euch selbst achtsam wahrzunehmen! Was ihr denkt, sprecht, tut. Versucht vor allem Kleinigkeiten zu erfassen.
Als kleine Hausaufgabe Nr. 2…:  versucht im Anschluß Euren Mitmenschen achtsam, aufmerksam zu begegnen! Stellt mal Eure Absichten, etwas zu erzählen, zu tun… einen Moment hintan und seid bewusst Eurem Gegenüber gegenüber… Achtet auch hier wieder auf Kleinigkeiten!


In diesem Sinne…
…mit viel Aufmerksamkeit für Euch… und Eure Mitmenschen…!

Habt eine schöne bewusste Zeit!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung – Teil 2

Bewertung

Heute also Teil 2 zur Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung.


Willkommen auch hier liebe Leserinnen und Leser!


Bevor ich heute nun zur "Auflösung" zur Geschichte aus Teil 1 schreite…
…eine "kleine Anmerkung".

Nicht zuletzt Linguisten, im tieferen Detail – Transformationsgrammatiker, haben herausgefunden, dass der Mensch über die Sprache ein Repräsentationssystem zum Ausdruck seines Lebens geschaffen hat. Damit diese Sprache nun als Repräsentationssystem ihre Aufgabe gerecht erfüllen kann und alles, was wir erleben, korrekt repräsentiert wird, muss sie zahlreiche Arten des Ausdrucks, jeglicher Komplexität ermöglichen. Wir erleben unser Leben ja auch in verschiedenster Komplexität.

Und diese Ausdrucksformen wiederum unterliegen Regeln (die Syntax). Regeln, die sich unabhängig vom Inhalt der Ausdrucksformen untersuchen, feststellen lassen. So unglaublich sich dies vielleicht anhört… ja… das Gehirn, der Mensch hat sich ein Regelwerk erschaffen, wie er über was, wann und wo Ausdruck verleiht. Dies alles spielt sich zutiefst unbewusst ab. In diesem Regelwerk nun gibt es noch 3 wichtige Bereiche – Grundregeln. Das auszuführen würde hier jetzt den Rahmen sprengen. Im Grunde jedoch – dem vorausgeschickt: Wenn man diese "Regel" hört… dann meint man meist: "Ach sooo… ja eh logisch!".

Sowohl nun in der generellen Modellbildung von Menschen, wie sie ihre Welt wahrnehmen, sehen…, als auch in der sprachlichen Ausdrucksform, dem Meta-Modell Sprache, begegnen den Forschern hier 3 Prozesse erneut: Der Verzerrung, der Tilgung und der Generalisierung (Verallgemeinerung). Zum Einen nehmen wir schon – durch diverse "Filter" getrübt – nicht alles im vollem Umfang wahr. Zum Anderen geben wir dann durch jene 3 Prozesse noch weniger wieder.

Die Verzerrung hatte ich ja schon im Teil 1 mittels eines vereinfachten Beispieles darzulegen versucht:

"Der hat immer wieder die gleiche Hose an!"

Die Verzerrung entsteht aus der Verbalisierung eines einzelnen Vorkommnisses … in eine Art Dauerzustand: "Der hat IMMER…"

Auch ein sehr bekanntes Beispiel: "Der kommt IMMER zu spät!"  Tatsächlich aber war er z.B. in seiner bisherigen Arbeitszeit von 3 Jahren 2 Mal zu spät. Und selbst dieses Zuspätkommen ließe sich noch durch äußere Umstände "erklären".  Und selbst wenn er nun jeden 2. Tag zu spät käme… jeder 2. Tag ist schlichtweg nicht IMMER!


Die Tilgung…
…ja ohne jetzt hier allzu weit in eine Sprachanalyse einzusteigen…

Wir sprechen in der Regel auf zwei Ebenen.
Einer Oberflächenebene. Und einer Tiefenebene.

Vereinfacht erklärt…
…die Tiefenebene, von der alles ausgeht, umfasst den kompletten Inhalt, samt Gefühltem, Bezug auf Allfälliges, Eventualitäten. Alles eben.
Jetzt könnte man durchaus mal meinen: Ja wenn zu jeder einzelnen Sache wirklich und ständig alles verbalisiert, also ausgesprochen werden müsste oder sollte, dann könnten wir mit selbst simplen Anliegen doch einigen erheblichen Zeitaufwand gestalten.

Also greift der Mensch – unbewusst – zu der Oberflächenstruktur. Er transformiert von der Tiefenebene auf die Oberflächenebene.
Es wird in dieser Transformation des "Alles" dann getilgt und gelöscht, was das Zeug hält.
Zutage gefördert, also tatsächlich ausgesprochen, wird dann nur mehr eine Kurzfassung des ursprünglichen "Alles".

An sich durchaus nützlich.
Wiederum aufwendig und potentiell kompliziert könnte die Sache nun werden, wenn gewisse Sachen getilgt werden, die – im Hinblick auf das "Alles" – nun die Bezugskomponenten tilgen.
Weshalb kompliziert?
Ja nun… das jeweilige Gegenüber kann ja nicht diesen Transformationsprozess, diese Tilgung/Löschung von Teilen des "Alles" nicht mitverfolgen. Das Gegenüber kann nicht Gedanken lesen, es nicht riechen, schmecken!

Ein einfaches Beispiel dazu:

Tiefenstruktur:  Kathrin lachte ihre Schwester an, die eben aus dem Nebenraum die Küche betrat.

Soweit alles klar?

Jetzt die Oberflächenstruktur:  Kathrin lachte.

Deutlich erkennbar, dass hier nun sozusagen wichtiger Bezug getilgt, gelöscht wurde, wodurch sich nun ein Gesprächspartner noch einen Bezug auf ein Gesamtgeschehen machen könnte. Der Gesprächspartner könnte nun die Aussage "Kathrin lachte" entweder übergehen, entweder einfach so stehen lassen. Er könnte wiederum beginnen, irgendwelche Vermutungen anzustellen, oder letztlich natürlich auch nachfragen.
Bis auf die letzte "Variante" jedoch, liegt jegliches Bild, was nun durch die Aussage entstünde, weit außerhalb a) des Erlebten, b) noch weiter außerhalb allfälliger/jeglicher Realität.

Hier grafisch ganz simpel dargestellt:

Bewertung

 

Und jetzt münzen wir DAS Ganze mal um auf die Menge, die wir tagtäglich verbal von uns geben!
Wundern uns aber gleichzeitig, dass so viel Unklarkeit und Konflikt besteht?

 

Selbstverständlich nun würde ich ganz klar in den Raum stellen wollen: WIR SIND MENSCHEN!
Und wir werden vermutlich kaum den ganzen langen Tag sämtliche unserer Konversationen …  vor allem zeitsynchron aktuell … überprüfen.
JEDOCH… und hier sind wir neuerlich bei der Bewusstheit, Achtsamkeit… schadet es keinesfalls, zumindest Teile davon ganz bewusst zu machen. Und sei es nur im Nachhinein!
Das was dann an diesem Tag, selbst eine Minute zuvor geschehen ist, ist nicht mehr reversibel. Keine Frage. Allerdings können bzw. dürfen wir diese Erfahrung, Erkenntnis dann für eine allfällige Zukunft verwenden!

 

Zur "Auflösung" der Geschichte nun…
…hier nochmal zur Wiederholung und zum direkten Vergleich:

Marianne, eine junge Mutter, die in einer Wohnsiedlung mit mehreren Blocks wohnt, ist genervt von dieser "Eigeninitiative schöneres Wohnen" und ärgert sich über diese. Vor allem über den Intiator Hrn. Walter. Sie erzählt Folgendes:
"Dieser Initiator, Hr. Walter, nimmt sich ständig so wichtig, bestimmt ständig über dies und jenes. Zudem ist dieser Mann absolut rücksichtslos. Einerseits fängt der ständig an, schon frühmorgens Rasen zu mähen, wo man vielleicht noch schlafen könnte. Andererseits wird – grade wenn die Kinder unten auf der Wiese sind – ständig an irgendwas herumgebastelt, herumgewerkt und -geschraubt. Er könnte das auch in Zeiten machen, wo keine Kinder da sind. Wo man in der Arbeit ist. Abgesehen vom Lärm, wo man sich nicht einmal unterhalten kann, bleiben alle Dinge wie Schrauben, Nägel am Rasen liegen, sodass sich Kinder daran letztlich verletzen könnten. Ich habe das Gefühl, dass der Mann Kinder sowieso nicht ausstehen kann!"

 

Wie ist es Dir damit ergangen?
Hast Du einige der Bewertungen erkannt?
Wie ist es Dir gefühlsmäßig dabei ergangen?

 

Marianne hat also etwas erlebt. Hat etwas mit eingeschränkten, festgelegten Parametern gefiltert. Hat darüber ihr Bild erschaffen, gestaltet. Repräsentationssystem.
Und darüber nun gestaltet sie verbalen Ausdruck, in dem erwähnte Prozesse wie Verzerrung, Tilgung, Generalisierung nochmals eine Aussage von der Tiefenebene zur Oberflächenebene, also zum tatsächlich Ausgesprochenen hin, transformieren.

Ich werde die Geschichte nun in Teile "zerlegen" und allfällige Bewertungen dazu kursiv hervorheben.

"Dieser Initiator, Hr. Walter, nimmt sich ständig so wichtig, bestimmt ständig über dies und jenes. Zudem ist dieser Mann absolut rücksichtslos."

Gleich zweimal findet hier eine definitive Verzerrung des tatsächlichen Geschehens statt. Aus einem möglichen einzelnen Geschehnis wird Bewertung in Form Generalisierung, Verzerrung geschaffen. Aus "ein Mal" wird "ständig". Ständig würde bedeuten, dass Hr. Walter dies so gut wie jeden Tag tue.

Marianne kennt nun diesen Initiator Hrn. Walter auch nicht persönlich. Sie kennt auch seine genauen Aufgaben, seine Beweggründe nicht. Die meisten Menschen sind nicht grundsätzlich rücksichtslos. Psychologisch erwiesen, steckt selbst hinter jeder noch so "niederen Handlungsweise" immer eine positive Absicht.


"Einerseits fängt der ständig an, schon frühmorgens Rasen zu mähen, wo man vielleicht noch schlafen könnte."

Ständig, würde nach herkömmlichem Verständnis bedeuten, dass dieser Hr. Walter tatsächlich jeden einzelnen Tag frühmorgens Rasen mäht. Wo man vielleicht noch schlafen könnte… zum Einen: Warum tut man es nicht – also schlafen?  Zum Anderen: wie soll dieser Hr. Walter es wissen, dass "man" zu dieser Zeit noch schlafen möchte? Kennt er Marianne und deren Lebensgewohnheiten, die der anderen Mitbewohner, im Einzelnen? Geht dieser Hr. Walter nach allgemein üblichen Arbeitszeiten… und da es seine Aufgabe ist, für den Rasen zu sorgen, beginnt er eben schon morgens?  Was überhaupt ist "früh morgens"? Nach welchem Zeitparameter wird hier bewertet?


"Andererseits wird – grade wenn die Kinder unten auf der Wiese sindständig an irgendwas herumgebastelt, herumgewerkt und -geschraubt."

Neuerlich die Bewertung "ständig". "Grade wenn die Kinder auf der Wiese sind"… Dies würde bedeuten, dass Hr. Walter – wenn Kinder auf der Wiese sind – bereits da ist und erst abrückt, nachdem die Kinder wieder gegangen sind. Er sogar schon wüsste, dass die Kinder jetzt auf die Wiese gehen, um schon dort zu sein.

Auch neuerlich die Bewertung in Form von Verzerrung  "irgendwas". Was konkret ist gemeint?


"Er könnte das auch in Zeiten machen, wo keine Kinder da sind. Wo man in der Arbeit ist."

Es handelt sich hier um eine reine Unterstellung! Denn Marianne weiß nicht, inwieweit a) Hr. Walter über seine Zeit tatsächlich frei verfügen kann. Vielleicht hat er ja selbst noch einen regulären Job und muss die zu tätigenden Arbeiten somit in seiner "Freizeit" machen. Zum Anderen b) weiß dieser Hr. Walter – wie schon ausgeführt – ob und wann Marianne … und/oder die anderen Bewohner einer Arbeit nachgehen? Ist er verpflichtet dies zu wissen, um allfällige Arbeiten dann nach diesen Zeiten zu richten?

Zudem: Wer ist "man"?  Dies ist gleichfalls eine Art Verzerrung (ich, Du… verzerrt zu "man"), Generalisierung (ich, Du…einfach jeder… ist allgemein "man"), Tilgung (die individuelle Persönlichkeit des Ich, Du, wir… wird getilgt zu "man".  "Man" existiert nicht.


"Abgesehen vom Heidenlärm, wo man sich nicht einmal unterhalten kann, bleiben ständig alle Dinge wie Schrauben, Nägel am Rasen liegen, sodass sich Kinder daran letztlich verletzen könnten."

Was nun vorweg bedeutet "Heidenlärm" konkret? Welcher Maßstab zur Bewertung gilt hier? Auf welchem Zeitraum erstreckt sich die Lärmentwicklung? 5 Minuten – eine Stunde – den ganzen Tag? Wie relativiere ich den Lärm hinsichtlich des nun mal zu verwendenden Gerätes?

Weiters: Lässt der Hr. Walter tatsächlich ständig alle Dinge wie Schrauben, Nägel samt Utensilien liegen? Ständig, immer? Alle? Sicherlich nicht. Und auch hier wieder die Verzerrung und Generalisierung "irgendwelche" und "alle"…


"Darüber denkt dieser Hr. Walter wohl nicht einmal nach!"

Neuerlich auch hier eine Bewertung in Form von Unterstellung! Denn ob und/oder in welchem Umfang der Hr. Walter über eine allfällige Lärmentwicklung nachdenkt, kann Marianne doch gar nicht wissen! Vielleicht ist Hrn. Walter die Situation z.B. durchaus bewusst, aber er sieht keine andere Möglichkeit, das Rasenmähen oder allfällige Dinge/Reparaturen leise(r) durchzuführen.


"Ich habe das Gefühl, dass der Mann Kinder sowieso nicht ausstehen kann!"

Auch das ist eine Unterstellung bzw. eine Vermutung. Zudem DENKT Marianne, dass Hr. Walter Kinder nicht ausstehen könne. Es handelt sich also nicht einmal um ein Gefühl, sondern von ihr geschaffene Gedanken. Ein Weltbild.

 

Bewertung


Jetzt stellen wir uns jetzt doch mal vor, Marianne wäre mit all dieser Bewertung, Unterstellung und Vermutung zu Hrn. Walter gegangen, um mit ihm zu sprechen…

Das Gespräch wäre vermutlich sehr schnell zu Ende gewesen… oder maximal ausgeartet.

In erster Linie hätte Hr. Walter die Schuldzuweisungen gehört und wäre daher kaum in der Lage gewesen, offen und unvoreingenommen zuzuhöhren.
Es wäre ihm wohl schier unmöglich gewesen, in einer Herz-zu-Herz-Verbindung zu bleiben oder überhaupt auch selbst dorthin zu gelangen, welche jedoch für ein empathisches, lösungsorientiertes Gespräch notwendig ist.
Der Hr. Walter wäre vielleicht in eine Art Opferrolle gegangen, hätte aber zumindest sein Verhalten verteiligt und sich über eine derartige Einmischung geärgert. Nachdem ja in der Regel jeder gerne an seinem Weltbild festhält, es sogar noch verteidigt, wäre da wohl ein satter Streit vom Zaun gebrochen, es wäre mit Vorwürfen, Gegenvorwürfen, Ratschlägen, Beschimpfungen etc. geworfen worden… Jedenfalls kein lösungsorientiertes Gespräch.
Zugegeben… viele Möglichkeiten, die hier bestehen. So gesehen auch Annahmen, Unterstellungen… wenn man es ganz genau nähme. In diesem Fall jedoch erforderlich, um die Tragweite eines wohl meist üblichen Ablaufes darzustellen.

Worum geht es konkret?
Was genau ist passiert?
Was weißt Du mit Sicherheit?

 

Wie lauten also zu dieser Geschichte die Fakten, um die es tatsächlich geht? Um hier einmal "Licht ins Dunkel" zu bringen, und aufzuzeigen, wiesehr mitunter die Wahrnehmung, im Weiteren Bewertung von der Realität, der sachlichen Tatsache, entfernt liegt. Was ist Fakt… und nicht nur Vermutung, Unterstellung, Annahme, Erwartung, Hörensagen?

Faktenbericht:

In dem vergangenen Monat war Hr. Walter – ob des starken Grasnachwuchses – an zwei Tagen, morgens von 08:00 bis 10:00 Uhr mit dem Rasenmähen beschäftigt.
Allfällige Reparatur-/Instandsetzungsarbeiten an Spielgeräten in der Wiese fanden an insgesamt 5 Tagen statt. An einem Donnerstag, wo die neue Kinderschaukel nicht fertig gestellt werden konnte, fanden wir – nachdem Hr. Walter gegangen war – für Nägel, 3 Schrauben und 6 Holzstangen im Gras.


Welches Gefühl erreicht Dich, liebe Leserin, lieber Leser nun grade???

So auf die Art: "Ach sooooooo…. ja alles halb so schlimm…"…?


Was könnte dies nun für uns generell bedeuten?

Und damit wäre ich bei der berühmten "Hausaufgabe" für … ja für das ganze restliche Leben!


Erster Impuls: "Nicht alles glauben, was einem so erzählt wird…?"

Nunja. Ich würde eine darin befindliche Wahrheit gar nicht abstreiten wollen!  laugh  Beziehungsweise: wäre das im Grunde nicht auch Bewertung? Bewertung, Unterstellung dahingehend, dass das Erzählte nicht die Wahrheit sein könnte…?


An sich würde ich die Aufmerksamkeit jedoch wieder zu uns selbst lenken wollen!

Ja… nicht alles glauben, liegt auch bei uns. Doch in gewisser Weise wird hier schon wieder dem Gegenüber (versteckt) Verantwortung zugeschoben, dass dieses ja nicht solchen Blödsinn zu erzählen bräuchte… oder so ähnlich.

Nein. Ich will rein auf uns selbst fokussieren!
Und zwar in jene Richtung, dass wir darauf achten, welche Bewertung wir tätigen! Wir sind einzig für uns selbst zuständig, verantwortlich!
Denken wir bitte auch an die Tilgung, Verzerrung, Generalisierung! Und gleichzeitig damit verknüpft, sehr oft Erwartungen.


Worum geht es konkret?

Äußern wir uns – womöglich überprüfter Weise – sachlich über ein Geschehen, Fakt? Um lediglich zu informieren, im Falle es wichtig für etwas ist…
Oder wollen wir gerne auftricksen, uns in den Mittelpunkt stellen, Aufmerksamkeit erhalten und Stories herumposaunen?
Welche der beiden Geschichten klingt denn spektakulärer?
Die der Marianne… oder die sachliche Darstellung?
Auf welche werden wir denn von allfälligen Gesprächspartnern in der Regel mehr "Resonanz" bekommen? Wer wird die Geschichte – noch ein wenig etwas dazugedichtet – womöglich noch gerne weitertragen?
Willkommen beim Tratsch!


Was genau ist passiert?

Aus welchem Grund benötige ich diese allfällige Aufmerksamkeit von "Zuhörern", "Bewunderern", "Weiterträgern"…? Habe ich irgendwo Definzite einer Aufmerksamkeit zu mir selbst?
Wie weit geht meine Verantwortung, um mich mit dieser Angelegenheit überhaupt zu befassen… und wo überschreite ich sie?


Was weiß ich mit Sicherheit?

Natürlich: "Sicherheit" ist auch immer relativ. Habe ich mich jedoch über etwas – BEVOR ich mich äußere – informiert? Konnte ich mich überhaupt informieren? Am Besten aus erster Hand! War ich gar dabei? Oder sind es überlieferte Weisheiten, Hörensagen? Kenne ich die Fakten… oder plappere ich nur etwas nach? Bin ich sachlich… oder emotional korrumpiert?

Die Achtsamkeit beginnt also neuerlich bei uns, bei unseren Gedanken, dem Gesprochenen… und allfälligen, daraus resultierenden Handlungen oder Unterlassungen!
Eine Chance zur Veränderung liegt also bei uns!
Gehe ich also – bei mir selbst oftmals – mehr von Vermutungen, Erwartungen, ja sogar Unterstellungen aus (habe ich z.B. mein Weltbild festgemauert ohne der Chance jeglicher Bewegung, Veränderung)?


Viele Dinge, Geschehnisse, die uns tagtäglich begegnen, sind nicht nur Geschehnisse, sondern oftmals Spiegel.
Sie lösen in uns vierschiedenste Gefühle und Bedürfnisse aus.
Benötigen unsere Aufmerksamkeit!

So würde ich einladen wollen, dass wir uns um diese Gefühle und Bedürfnisse kümmern! Lösungen dazu erschaffen! Beziehungsweise noch viel eher: Nehmen wir die Lösungen an! Denn da sind sie ja schon…  wink


In diesem Sinne also…
…noch viel Spaß und Erkenntnis im täglichen Treiben, viel Bewusstheit und Achtsamkeit bei Euren Begegnungen mit der Bewertung!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung – Teil 1

Bewertung

Wie oft allein im täglichen Treiben geben wir eine Bewertung ab, wie oft gestalten wir verbale Verzerrung, treffen Verallgemeinerung?
Es ist wahrlich ein seeeehr buntes Treiben!

Herzlich willkommen liebe Freunde und LeserInnen zu diesem Beitrag!


Nun…
…meine Achtsamkeits-Beitragsreihe ist zwar Ende Juli abgeschlossen worden. Dennoch bewegt, motiviert, inspiriert mich diese Achtsamkeit weiterhin sehr stark.

Und so lade ich Euch nun heute auf ein sehr praxisbezogenes Kapitel – ob seines Umfanges in 2 Teilen – ein!

Die Bewertung und all ihre Facetten einer Anwendung also…

Wenn man in eine Definition blickt, so gibt es für die Bewertung nun mehrere Bereiche. Eben von persönlicher Bewertung, einem Werturteil beginnend hin bis zu wirtschaftlichen, wissenschaftlichen Bereichen.

Interessanter Weise nun scheint bei der Definition "Werturteil" nun u.a. folgende Aussage auf:

"Sie geht häufig einher mit der mehr oder minder ausdrücklichen Erwartung und/oder Aufforderung an Dritte, dieselbe Wertung als hinreichend gerechtfertigte mitzuvollziehen."  (Quelle Wikipedia)

Sieh also einer an. Es ist demzufolge also nicht alleine mehr ausreichend, dass eine Bewertung, die ja immer nur sehr subjektiv und niemals objektiv zu sehen ist, getroffen wird. Vielmehr wird auch noch eine Erwartung und/oder Aufforderung daran geknüpft, dass andere also diesem Werturteil gar noch folgen sollten!

Dazu später in einem lebendigen Beispiel noch ein Vermerk/Hinweis…

Wer sich gerne mit den verschiedenen Bedeutungen, Anwendungen befassen möchte, hier der entsprechende Link:  Zur Definition auf Wikipedia


Zum täglichen Treiben also…
Was machen wir den ganzen Tag?

Aufstehen, Frühstück, Körperhygiene, ankleiden, arbeiten…samt dem dortigen "täglichen Programm", nach der Arbeit wieder nach Hause, vielleicht einkaufen, möglicherweise ein wenig Sport, Kinder versorgen, Haushalt erledigen… bis hin zum Abend, wo dann das Licht wieder erlischt und wir einem neuen Morgen entgegenschlafen.

Während all dieser Zeit nun kommt es – sei es nun in Gedanken, Aussprache und/oder Handeln – ständig zu Bewertung.

Nein?

Gleich mal morgens… der Blick aus dem Fenster: "Das Wetter ist heute aber besch…en!"

Keine Bewertung?


Oder der Blick zum Partner: "Der hat immer wieder die gleiche Hose an!"

Auch keine Bewertung?


Noch ein anderes Beispiel: "Jeden Tag ist in der Arbeit der gleiche Scheiß!"

Ebenfalls "nur so dahingesagt"…?


Alles, bloß das nicht!

Es hat sich – schon über unzählige Generationen hinweg – so eingebürgert, dass wir ständig bewerten. Ja – die Wissenschaft / Gehirnforschung spricht teils davon, dass unser Gehirn die geradezu automatisch tun müsste, um sich im Leben zurecht zu finden, um irgendwo festmachen zu können. In gewissem Maße Vergleichswerte schaffen zu können.

Man stelle sich mal grade zuvor genannte Beispiele "anders" vor:

"Das Wetter ist heute eben wie es ist"

"Der Partner trägt die Hose, die er auch gestern trug"

"Jeden Tag fühle ich mich in der Arbeit unwohl"


Wie klingen diese Aussagen?

Also in gewissem Maße doch irgendwie langweilig. Da ist kein "Feuer" drin. Nüchterne Feststellung – mehr nicht.

BAAAAAMMMM!

Und schon sind wir genau an dem Punkt, auf den ich heute hinaus möchte!!!

Die Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung!


Da ist der "Knoten" im Denken…!

Die zweiten, sachlichen Feststellungen sind unspektakulär, machen nichts her, interessiert kein Schwein, nicht spannend… etc. etc.!
Was soll ich dies wem erzählen? Mit wem soll ich darüber reden (tratschen)?

Es geht also in vielen Bereichen nicht einmal um den Inhalt an sich… sondern oftmals – schön versteckt und unbewusst – darum, dass ich mich durch ein vermeintliches Gespräch, eine Äußerung bemerkbar machte!

Nein?

Nehmen wir doch mal das Wetter-Beispiel!

Wieviele sogenannte "Small-Talks" gibt es im Laufe des Tages alleine nur über das Wetter???

Ist es heiß, wie heute grade (also heute wo ich diesen Beitrag verfasste, hatte es um 9 Uhr morgens schon 25 Grad), dann plappert man drüber. Bewertet.
Ist es im Gegenteil zum Beispiel wie einige Tage zuvor, dass es schüttet wie aus Kannen… dann plappert man ebenfalls. Bewertung.
Wringt ganze Unterhaltungen über das Wetter aus.

Was alleine ja noch nicht die Sache ausmachte!
Es kommen zu den jeweiligen Aussagen dann noch persönliche Interpretationen über innerliche Zustände (Gesundheit, Emotionen) dazu.
So nach dem Motto: "Heute ist wieder so ein herrlich heißer Tag. Da würd ich lieber im Bad liegen, oder auf Urlaub sein wie meine Nachbarn. Aber … dies… jenes… das…"

Und… (an dieser Stelle greife ich nun nochmal auf die eingängliche Definition zur Erwartung zurück…)… dann vermag da auch noch die Erwartungs-Falle erneut zuschnappen! Denn wie oft kommt es – im Detail betrachtet und analysiert – durchaus drauf an, dass mein Gegenüber, dem ich grade meine Bewertungen als "Gespräch" unterbreite, diese meine Meinung annimmt, übernimmt? Sehr oft!

In der Tat gut zu beobachten in Gesprächen. Vor allem dann, wenn ich – als Gegenüber – den "Erzähler" durchschaue, merke, dass der/sie mir hier nun einfach nur was erzählen will… und ich dann genau das Gegenteil als meine Meinung platziere!

Nein?

Gleich wieder als praktisches Beispiel dazu:
Ich bin – angenommen – schon in der Arbeit. Da kommt ein Kollege/eine Kollegin… und schwallt mich gleich von oben bis unten zu, wie beschissen und anstrengend dieser Regen denn nun heute sei, wie aufwändig, umständlich, schmutzig, nervig der Weg in die Arbeit sei. Und überhaupt und sowieso.
Und…
…jetzt komm ich!
Und stelle dem netten Kollegen/der Kollegin ganz einfach entgegen, dass ich diesen Regen absolut geil finde! Eine Begründung muss dazu in eher seltenen Fällen noch "nachgereicht" werden, um nicht schon mit meiner Äußerung selbst zumindest dezente Verwirrung in das Gesicht meines Gegenübers zu zaubern!
In so einigen Fällen folgt der Verwirrung dann noch ein Ausdruck des Unverständnisses, des Ärgers ob meiner Reaktion. Vielleicht auch Enttäuschung, weil ich eben der Erwartung nicht gefolgt bin… und die Ansicht meines Kollegen/meiner Kollegin womöglich nicht geteilt habe, diese gar nicht noch weiter unter die restliche Kollegenschaft getragen habe…


Wenn wir also im Grunde aufmerksam zuhören, könnten wir bei solchen Aussagen oft sehr deutlich, "zwischen den Zeilen lesen"… in dem Fall hören.


Was nämlich geschieht nun schon einmal? Nehmen wir nochmal die 3 Beispiels-Aussagen her…

"Das Wetter ist heute aber besch…en!"
Eine astreine Bewertung!

Ja selbst noch eine Feststellung, dass das Wetter gut oder schlecht sei, ist eine Bewertung!
Jetzt wird so mancher meinen, dass dies ja nur eine sachliche Feststellung sei…
Ist es das tatsächlich?

Blicken wir noch eine "Ebene" tiefer!
Ist es zwingend vorgeschrieben, dass das Wetter "schlecht" ist für einen Menschen, der sich zum Beispiel im Regen pudelwohl fühlt – aus welchem Grund nun auch immer?
Gilt somit für jedermann automatisch die Vorgabe, dass Regen als "schlecht" zu bewerten ist? Ich diese Meinung zu übernehmen hätte?
Sagt wer?


Zweites Beispiel:
"Der hat immer wieder die gleiche Hose an!"
Ein herrliches Beispiel für eine Verzerrung!

Hat der Partner denn tatsächlich "immer wieder" die gleiche Hose an? Hat er tatsächlich nur diese Eine? Gar 365 Tage im Jahr…?
Auch eine sachliche Feststellung?
Vor allem dieses "immer wieder" – also eine mitunter deutliche Verzerrung des Zeitrahmens fällt ins Gewicht. Bei vielen Dingen, Bewertungen im Leben.

Was wenn es tatsächlich so ist, dass dies von mir aus die "Lieblingshose" ist, der Mensch sich darin eben wohler fühlt, als in anderen Kleidungsstücken? Jetzt trägt er sich eben auch öfter, so oft es geht.
Wird er sie aber zwischendrin nicht zumindest immer wieder waschen? Kann sie also nicht zuletzt in jenem Zeitraum nicht tragen…?
Aus welchem Grund nun äußern Menschen dann solche Verzerrungen?
Die Praxis führt mir vor Augen, dass es im Grunde um ganz andere Dinge geht – oft weit entfernt von jeglicher Hose.


Drittes Beispiel:
"Jeden Tag ist in der Arbeit der gleiche Scheiß!"
Was für eine schöne Vorgabe einer Verallgemeinerung!

Jeden Tag ist…
Ist tatsächlich jeden Tag?

Oder liegt hier nicht vielleicht viel eher ein Zustand der eigenen Unzufriedenheit vor, der schon so vertieft ist, dass jeden Tag der Arbeit in der Tat nur mehr negative Geschehnisse registriert, "gesammelt" werden in der Speicherbox Gehirn…, allfällige positive Begegnungen schon schier automatisch ausgeblendet werden?
Es wird vom Gehirn dann – zumeist unbewusst – so eine Art Durchschnitt aller Tage "errechnet", auf alle Tage verteilt… und voilla: schon haben wir "jeden Tag den Scheiß"!


Wie also entsteht alldies?

Grade zuvor habe ich es – unabsichtlich – schon angedeutet:

Aus eigener Unzufriedenheit, Unwohlsein, Uneinigkeit mit sich und dem Leben!

Betrachten wir doch einmal…

Wenn wir morgens aufstehen und so richtig guter Laune sind (was ja nicht allzu oft vorkommt)…, werden wir da zum Beispiel großartig über ein Wetter lamentieren?
Oh ja… wir werden durchaus vielleicht eine Bemerkung zum Wetter tätigen. Auch eine Bewertung – wohl wahr. Aber das war´s im Groben und Ganzen.
Stehen wir jedoch morgens schon mit einem Unmut, Frust… auf, na dann "Holla die Waldfee". Dann wird das Wetter wohl nicht das Einzige bleiben, welches am "Bewertungskatalog" gleich mal ordentlich in die Mangel genommen wird!

Sieh also einer an. Sehr Vieles an Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung hängt eben also von unserem persönlichen Gemütszustand ab!

Und… dann kommt eben noch hinzu, was persönliche Mängel betrifft.

Ganz grob ausgedrückt: Muss ich – wenn ich z.B. dann in die Arbeit komme, mir Aufmerksamkeit, Geltung verschaffen, indem ich mit dem Kollegen/der Kollegin gleich mal über das Wetter diskutiere, hierbei irgendwelche Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung treffe? Am Besten von diesem Thema dann gleich nahtlos überleiten zu ach so berühmten, beliebten Themen wie Tagespolitik, "Geschehen", oder was der andere Kollege, der Nachbar, Hinz und Kunz wieder getan hätten…?
Muss ich mich in irgendeiner Weise "bemerkbar" machen und über solches Zeug labern, tratschen?

Oder könnte ich – alles um mich herum annehmend (einschließlich bzw. vor allem mich selbst) in die Arbeit kommen und mich mal ausschließlich für das Befinden meines Kollegen/meiner Kollegin interessieren…?

Was noch eine andere Variante wäre: Ich gehe in die Arbeit… und tue meine Arbeit. Ohne großartig herumzulabern!
Ohhh… sieh einer an!


Wie wird dies aber vielfach ausgelegt? Dass man sich absondert, ein Eigenbrötler ist, ein Außenseiter, ein Team-Unfähiger, Querulant, etc. etc.?

Was jedoch würde ich zudem grade zuvor Angeführten (Nachfrage nach dem Befinden des Kollegen/der Kollegin) an dieser Stelle noch hinzufügen wollen?!
Ich kann und werde mich nach dem Befinden erkundigen, wenn es mich tatsächlich interessiert.
Es wird genau in diesem – und nur in diesem – Kontext dann auch aus meinem gesamten "Verhalten" als Interesse rüberkommen.
Treffe ich jedoch in diesem Sinn nur eine Standardfloskel, stelle also die Frage, höre mitunter das Ende der Antwort schon gar nicht mehr… dann würde ich persönlich empfehlen, es besser gleich von vornherein bleiben zu lassen!

Man nennt dies auch Kongruenz.
Denke, Spreche, Handle ich nach dem, was ich fühle, meine, bin… oder eben nicht.
Das Gegenüber wird Abweichungen davon – und sei es "nur" unbewusst – in jedem Fall merken!

 

Und ganz ehrlich: Wen geht es was an, was der andere Kollege/die andere Kollegin, der Nachbar, Hinz und Kunz gesagt, getan oder sonst was hätten? 

Den Kollegen, dem ich das erzählen will oder eben schon erzählt habe? Geht es mich etwas an??? Oder ist das einzig Sache und Angelegenheit… und Verantwortung des anderen Kollegen/der anderen Kollegin, des Nachbarn, die von Hinz und Kunz…?!?!?

Vorsicht also! Denn nur allzu leicht und schnell wird die eigene Verantwortung hier grenzenlos überschritten!

"Reden ist Silber – Schweigen ist Gold"… lautet da eine alte Metapher… und vermag auf diese Weise durchaus viel Wahrheit innehaben!


Wenn also bei jeglichem Geschehen (unabhängig, ob wir mit uns alleine sind, oder unter anderen Menschen weilen) Wut, Ärger, Neid, Genervtsein und all diese anderen Ableger letztlich einer Angst auftreten, dann wäre es ein sehr deutlicher Impuls, innezuhalten.
Innezuhalten, um zu überprüfen, worum genau es in dem Moment wirklich geht!

Ja… man könnte jetzt durchaus interpretieren, dass es hier auch um eine Bewertung ginge!
Bewertung an sich würde ich jetzt nicht grundsätzlich verteufeln, denn in gewissen Darstellungen ist sie so gesehen unumgänglich, um Vergleiche ziehen zu können. Eine Situation "einschätzen" zu können!

Wenn wir also die Gelegenheit nutzen und überprüfen, dann werden wir aufgrund dieser deutlichen Indikatoren drauf stoßen, dass es eigentlich nicht um das Geschehen selbst geht. Dieses ist nur Spiegel, Bote, "Arsch-Engel", den uns das Leben in seiner schier unendlichen Weisheit und Geduld präsentiert.
Oftmals wieder… und wieder… und wieder… Solange, bis wir reagieren. Danach agieren.
Es spricht also letztlich einen Punkt in uns selbst an, den wir bisher verdrängt haben…, den wir vielleicht schon "vergessen" hatten.

Ein Anderer, ein Geschehen ist somit niemals Ursache für unsere Emotionen, Reaktionen.
Vielmehr reagieren hier wir selbst.
Unsere sogenannten bisherigen Erfahrungen, die – immer mit Emotionen und zumeist Bildern verknüpft – in unserer Datenbank Gehirn gespeichert sind.
Und sobald uns nun hier 24 Stunden eines Tages lang immer wieder Bilder, Geschehnisse begegnen, tut das Gehirn nichts anderes, als auf diese Speicherung zugreifen, abgleichen.

Das Gehirn ist so gesehen nun nur nicht immer "hilfreich". Es ist in gewissem Sinne ein faules Schwein. Es ist bemüht, so geringen Energieaufwand wie möglich zu betreiben.
Nicht selten also wird dann eine Erinnerung abgerufen, verglichen… und dann bewertet. Eine Erinnerung aus der Vergangenheit jedoch. Eine, die mit dem Geschehen im Jetzt – nichts zu tun hat.
Allerdings wird dann der Einfachheit halber verzerrt, verallgemeinert etc. Es wurden damals, als Situationen erlebt und erfahren wurden, gewisse Speichermuster (wie ich also etwas auffasse, sehe, verstehe, speichere – Frames) geschaffen. Und die werden heute einfach über alles drübergelegt. Es werden mitunter Dinge, die sehrwohl stattfinden/stattfanden, weggelassen. Dinge, die vorhanden sind, oder an sich wären, jedoch nicht in den "alten" Frame passen. Andere Sachen wiederum werden "dazu gedichtet", die gar nicht da waren. Märchenstunde pur! Einer… oder jeder neuen Situation angepasst – dem alten Frame gemäß "aufgefüllt"… Viele neue Frames zu erschaffen wäre viel zu viel Aufwand. Also: gestrichen!

Mag also im Grunde eine Situation noch so anders sein – im Prinzip ist das Gehirn in der Lage, das neue Erlebte soweit zu verzerren, auszutauschen, zu ergänzen, zu löschen… dass es ebenfalls in diesen alten Frame passt!
Tolle Wurst also!
Und unbewusster Weise tun wir tagein, tagaus ständig genau das!

An dieser Stelle passend ein kleines Video für Euch, dass der Eine oder andere vielleicht schon kennt. Heute jedoch mal unter dem Aspekt, wie sehr unser Gehirn innerhalb des gleichen Frames arbeitet, selbst Neues irgendwie hineinschummelt, passend macht auf den von uns vorgegebenen Rahmen:

Das Puzzle des Lebens

 

Wenn man nun den Gedanken hier ein wenig Freiraum gewährt, könnte man zum Beispiel meinen wollen, dass diese Fähigkeit, alles dennoch in einem festgelegten Rahmen zu behalten, unterzubringen, ja auch ein Geschenk, eine positive Sache, ist…  (= Bewertung).

Ich – für meinen Teil – nun würde jedoch einwenden wollen, dass es mitunter nicht meine Absicht ist, mein ganzes Leben lang den gleichen Rahmen anzuwenden, sondern dass dieser wachsen darf. Mich inspiriert da eine kindliche Neugier, über jenen Rahmen, Tellerrand, Horizont hinauszublicken, hinauszugehen…

 


Im Sinne einer Achtsamkeit habe ich nun für heute wieder eine kleine "Hausübung".

Ich möchte Euch hier nun eine kleine "Geschichte" aus einem möglichen Geschehnis schildern.

Eure Aufgaben nun sind folgende:

1) Lest die Geschichte zuerst gut durch. Danach schreibt Ihr diese gelesene, gemerkte "neue" Geschichte dann am Besten auf einem Blatt nieder, dass Ihr später einen Vergleich sichtbar machen könnt. Gedanken alleine sind viel zu flüchtig und zu schnell, um selbst eine so kleine Sache nachhaltig prüfen zu können…

Aber nicht schummeln! Nicht mehr nachsehen, wie die Geschichte von mir im "Original" denn lautete! Damit wäre der ganze Sinn der Übung verloren!

2) Anschließend, wenn Ihr Eure "Version" dieser Geschichte niedergeschrieben habt, seid Ihr eingeladen, zuerst diese Geschichte (das Original) achtsam zu studieren, zu beobachten (vor allem Euch selbst)… und folgende Fragen im Anschluss so genau wie möglich zu beantworten.
Völlig neutral, sachlich, ohne Bewertung!

Worum geht es konkret?
Was genau ist passiert?

Bitte ausschließlich bei den Fakten bleiben, bei dem was wir mit Sicherheit wissen. Nichts hinzufügen, nichts weglassen, nichts unterstellen oder vermuten!

Wo liegen hier Eurer Meinung nach Bewertungen, Verzerrungen, Verallgemeinerungen?

Wer noch Lust und Laune hat, kann dies dann gerne bei der eigenen Wiedergabe der Geschichte ebenso tun. Es wird sicher die eine oder andere Überraschung / Erkenntnis geben!  wink  Ihr könnt jetzt dann, an dieser Stelle, auch gerne die beiden Geschichten – das Original und Eure Version – vergleichen. Insgesamt… wie auch hinsichtlich Vewertungen, Verzerrungen, Verallgemeinerungen im Einzelnen.

 

Die Geschichte:
Marianne, eine junge Mutter, die in einer Wohnsiedlung mit mehreren Blocks wohnt, ist genervt von dieser "Eigeninitiative schöneres Wohnen" und ärgert sich über diese. Vor allem über den Intiator Hrn. Walter. Sie erzählt Folgendes:
"Dieser Initiator, Hr. Walter, nimmt sich ständig so wichtig, bestimmt ständig über dies und jenes. Zudem ist dieser Mann absolut rücksichtslos. Einerseits fängt der ständig an, schon frühmorgens Rasen zu mähen, wo man vielleicht noch schlafen könnte. Andererseits wird – grade wenn die Kinder unten auf der Wiese sind – ständig an irgendwas herumgebastelt, herumgewerkt und -geschraubt. Er könnte das auch in Zeiten machen, wo keine Kinder da sind. Wo man in der Arbeit ist. Abgesehen vom Heidenlärm, wo man sich nicht einmal unterhalten kann, bleiben ständig alle Dinge wie Schrauben, Nägel am Rasen liegen, sodass sich Kinder daran letztlich verletzen könnten. Darüber denkt dieser Hr. Walter wohl nicht einmal nach! Ich habe das Gefühl, dass der Mann Kinder sowieso nicht ausstehen kann!"

 


Worum also geht es?
Was passiert?

Wo liegt Bewertung vor…, was ist sachliche Feststellung, Fakt?


Ich bin also neugierig, was Ihr für Euch herausfindet! Viel Spaß dabei!


Im zweiten Teil des Beitrages möchte ich dies Beispiel dann einmal aus meiner Sicht darlegen.

Weiters möchte ich noch ein wichtiges Thema ansprechen, welches sich mit dem Unterschied befasst, ob etwas ein vermeintliches Gefühl/eine Emotion ist… oder nicht doch vielmehr eine versteckte, verwässerte Bewertung. Mancher wird staunen!
Ein mitunter großer Unterschied, der nichtzuletzt auf unbewusster Ebene wieder sehr wirksam in Erscheinung treten kann.
Mehr dazu aber in Teil 2.


Ich wünsche Euch nun viel Spaß, Anstoß und Spannung bei der "Hausaufgabe"…

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich