Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung – Teil 2

Bewertung

Heute also Teil 2 zur Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung.


Willkommen auch hier liebe Leserinnen und Leser!


Bevor ich heute nun zur "Auflösung" zur Geschichte aus Teil 1 schreite…
…eine "kleine Anmerkung".

Nicht zuletzt Linguisten, im tieferen Detail – Transformationsgrammatiker, haben herausgefunden, dass der Mensch über die Sprache ein Repräsentationssystem zum Ausdruck seines Lebens geschaffen hat. Damit diese Sprache nun als Repräsentationssystem ihre Aufgabe gerecht erfüllen kann und alles, was wir erleben, korrekt repräsentiert wird, muss sie zahlreiche Arten des Ausdrucks, jeglicher Komplexität ermöglichen. Wir erleben unser Leben ja auch in verschiedenster Komplexität.

Und diese Ausdrucksformen wiederum unterliegen Regeln (die Syntax). Regeln, die sich unabhängig vom Inhalt der Ausdrucksformen untersuchen, feststellen lassen. So unglaublich sich dies vielleicht anhört… ja… das Gehirn, der Mensch hat sich ein Regelwerk erschaffen, wie er über was, wann und wo Ausdruck verleiht. Dies alles spielt sich zutiefst unbewusst ab. In diesem Regelwerk nun gibt es noch 3 wichtige Bereiche – Grundregeln. Das auszuführen würde hier jetzt den Rahmen sprengen. Im Grunde jedoch – dem vorausgeschickt: Wenn man diese "Regel" hört… dann meint man meist: "Ach sooo… ja eh logisch!".

Sowohl nun in der generellen Modellbildung von Menschen, wie sie ihre Welt wahrnehmen, sehen…, als auch in der sprachlichen Ausdrucksform, dem Meta-Modell Sprache, begegnen den Forschern hier 3 Prozesse erneut: Der Verzerrung, der Tilgung und der Generalisierung (Verallgemeinerung). Zum Einen nehmen wir schon – durch diverse "Filter" getrübt – nicht alles im vollem Umfang wahr. Zum Anderen geben wir dann durch jene 3 Prozesse noch weniger wieder.

Die Verzerrung hatte ich ja schon im Teil 1 mittels eines vereinfachten Beispieles darzulegen versucht:

"Der hat immer wieder die gleiche Hose an!"

Die Verzerrung entsteht aus der Verbalisierung eines einzelnen Vorkommnisses … in eine Art Dauerzustand: "Der hat IMMER…"

Auch ein sehr bekanntes Beispiel: "Der kommt IMMER zu spät!"  Tatsächlich aber war er z.B. in seiner bisherigen Arbeitszeit von 3 Jahren 2 Mal zu spät. Und selbst dieses Zuspätkommen ließe sich noch durch äußere Umstände "erklären".  Und selbst wenn er nun jeden 2. Tag zu spät käme… jeder 2. Tag ist schlichtweg nicht IMMER!


Die Tilgung…
…ja ohne jetzt hier allzu weit in eine Sprachanalyse einzusteigen…

Wir sprechen in der Regel auf zwei Ebenen.
Einer Oberflächenebene. Und einer Tiefenebene.

Vereinfacht erklärt…
…die Tiefenebene, von der alles ausgeht, umfasst den kompletten Inhalt, samt Gefühltem, Bezug auf Allfälliges, Eventualitäten. Alles eben.
Jetzt könnte man durchaus mal meinen: Ja wenn zu jeder einzelnen Sache wirklich und ständig alles verbalisiert, also ausgesprochen werden müsste oder sollte, dann könnten wir mit selbst simplen Anliegen doch einigen erheblichen Zeitaufwand gestalten.

Also greift der Mensch – unbewusst – zu der Oberflächenstruktur. Er transformiert von der Tiefenebene auf die Oberflächenebene.
Es wird in dieser Transformation des "Alles" dann getilgt und gelöscht, was das Zeug hält.
Zutage gefördert, also tatsächlich ausgesprochen, wird dann nur mehr eine Kurzfassung des ursprünglichen "Alles".

An sich durchaus nützlich.
Wiederum aufwendig und potentiell kompliziert könnte die Sache nun werden, wenn gewisse Sachen getilgt werden, die – im Hinblick auf das "Alles" – nun die Bezugskomponenten tilgen.
Weshalb kompliziert?
Ja nun… das jeweilige Gegenüber kann ja nicht diesen Transformationsprozess, diese Tilgung/Löschung von Teilen des "Alles" nicht mitverfolgen. Das Gegenüber kann nicht Gedanken lesen, es nicht riechen, schmecken!

Ein einfaches Beispiel dazu:

Tiefenstruktur:  Kathrin lachte ihre Schwester an, die eben aus dem Nebenraum die Küche betrat.

Soweit alles klar?

Jetzt die Oberflächenstruktur:  Kathrin lachte.

Deutlich erkennbar, dass hier nun sozusagen wichtiger Bezug getilgt, gelöscht wurde, wodurch sich nun ein Gesprächspartner noch einen Bezug auf ein Gesamtgeschehen machen könnte. Der Gesprächspartner könnte nun die Aussage "Kathrin lachte" entweder übergehen, entweder einfach so stehen lassen. Er könnte wiederum beginnen, irgendwelche Vermutungen anzustellen, oder letztlich natürlich auch nachfragen.
Bis auf die letzte "Variante" jedoch, liegt jegliches Bild, was nun durch die Aussage entstünde, weit außerhalb a) des Erlebten, b) noch weiter außerhalb allfälliger/jeglicher Realität.

Hier grafisch ganz simpel dargestellt:

Bewertung

 

Und jetzt münzen wir DAS Ganze mal um auf die Menge, die wir tagtäglich verbal von uns geben!
Wundern uns aber gleichzeitig, dass so viel Unklarkeit und Konflikt besteht?

 

Selbstverständlich nun würde ich ganz klar in den Raum stellen wollen: WIR SIND MENSCHEN!
Und wir werden vermutlich kaum den ganzen langen Tag sämtliche unserer Konversationen …  vor allem zeitsynchron aktuell … überprüfen.
JEDOCH… und hier sind wir neuerlich bei der Bewusstheit, Achtsamkeit… schadet es keinesfalls, zumindest Teile davon ganz bewusst zu machen. Und sei es nur im Nachhinein!
Das was dann an diesem Tag, selbst eine Minute zuvor geschehen ist, ist nicht mehr reversibel. Keine Frage. Allerdings können bzw. dürfen wir diese Erfahrung, Erkenntnis dann für eine allfällige Zukunft verwenden!

 

Zur "Auflösung" der Geschichte nun…
…hier nochmal zur Wiederholung und zum direkten Vergleich:

Marianne, eine junge Mutter, die in einer Wohnsiedlung mit mehreren Blocks wohnt, ist genervt von dieser "Eigeninitiative schöneres Wohnen" und ärgert sich über diese. Vor allem über den Intiator Hrn. Walter. Sie erzählt Folgendes:
"Dieser Initiator, Hr. Walter, nimmt sich ständig so wichtig, bestimmt ständig über dies und jenes. Zudem ist dieser Mann absolut rücksichtslos. Einerseits fängt der ständig an, schon frühmorgens Rasen zu mähen, wo man vielleicht noch schlafen könnte. Andererseits wird – grade wenn die Kinder unten auf der Wiese sind – ständig an irgendwas herumgebastelt, herumgewerkt und -geschraubt. Er könnte das auch in Zeiten machen, wo keine Kinder da sind. Wo man in der Arbeit ist. Abgesehen vom Lärm, wo man sich nicht einmal unterhalten kann, bleiben alle Dinge wie Schrauben, Nägel am Rasen liegen, sodass sich Kinder daran letztlich verletzen könnten. Ich habe das Gefühl, dass der Mann Kinder sowieso nicht ausstehen kann!"

 

Wie ist es Dir damit ergangen?
Hast Du einige der Bewertungen erkannt?
Wie ist es Dir gefühlsmäßig dabei ergangen?

 

Marianne hat also etwas erlebt. Hat etwas mit eingeschränkten, festgelegten Parametern gefiltert. Hat darüber ihr Bild erschaffen, gestaltet. Repräsentationssystem.
Und darüber nun gestaltet sie verbalen Ausdruck, in dem erwähnte Prozesse wie Verzerrung, Tilgung, Generalisierung nochmals eine Aussage von der Tiefenebene zur Oberflächenebene, also zum tatsächlich Ausgesprochenen hin, transformieren.

Ich werde die Geschichte nun in Teile "zerlegen" und allfällige Bewertungen dazu kursiv hervorheben.

"Dieser Initiator, Hr. Walter, nimmt sich ständig so wichtig, bestimmt ständig über dies und jenes. Zudem ist dieser Mann absolut rücksichtslos."

Gleich zweimal findet hier eine definitive Verzerrung des tatsächlichen Geschehens statt. Aus einem möglichen einzelnen Geschehnis wird Bewertung in Form Generalisierung, Verzerrung geschaffen. Aus "ein Mal" wird "ständig". Ständig würde bedeuten, dass Hr. Walter dies so gut wie jeden Tag tue.

Marianne kennt nun diesen Initiator Hrn. Walter auch nicht persönlich. Sie kennt auch seine genauen Aufgaben, seine Beweggründe nicht. Die meisten Menschen sind nicht grundsätzlich rücksichtslos. Psychologisch erwiesen, steckt selbst hinter jeder noch so "niederen Handlungsweise" immer eine positive Absicht.


"Einerseits fängt der ständig an, schon frühmorgens Rasen zu mähen, wo man vielleicht noch schlafen könnte."

Ständig, würde nach herkömmlichem Verständnis bedeuten, dass dieser Hr. Walter tatsächlich jeden einzelnen Tag frühmorgens Rasen mäht. Wo man vielleicht noch schlafen könnte… zum Einen: Warum tut man es nicht – also schlafen?  Zum Anderen: wie soll dieser Hr. Walter es wissen, dass "man" zu dieser Zeit noch schlafen möchte? Kennt er Marianne und deren Lebensgewohnheiten, die der anderen Mitbewohner, im Einzelnen? Geht dieser Hr. Walter nach allgemein üblichen Arbeitszeiten… und da es seine Aufgabe ist, für den Rasen zu sorgen, beginnt er eben schon morgens?  Was überhaupt ist "früh morgens"? Nach welchem Zeitparameter wird hier bewertet?


"Andererseits wird – grade wenn die Kinder unten auf der Wiese sindständig an irgendwas herumgebastelt, herumgewerkt und -geschraubt."

Neuerlich die Bewertung "ständig". "Grade wenn die Kinder auf der Wiese sind"… Dies würde bedeuten, dass Hr. Walter – wenn Kinder auf der Wiese sind – bereits da ist und erst abrückt, nachdem die Kinder wieder gegangen sind. Er sogar schon wüsste, dass die Kinder jetzt auf die Wiese gehen, um schon dort zu sein.

Auch neuerlich die Bewertung in Form von Verzerrung  "irgendwas". Was konkret ist gemeint?


"Er könnte das auch in Zeiten machen, wo keine Kinder da sind. Wo man in der Arbeit ist."

Es handelt sich hier um eine reine Unterstellung! Denn Marianne weiß nicht, inwieweit a) Hr. Walter über seine Zeit tatsächlich frei verfügen kann. Vielleicht hat er ja selbst noch einen regulären Job und muss die zu tätigenden Arbeiten somit in seiner "Freizeit" machen. Zum Anderen b) weiß dieser Hr. Walter – wie schon ausgeführt – ob und wann Marianne … und/oder die anderen Bewohner einer Arbeit nachgehen? Ist er verpflichtet dies zu wissen, um allfällige Arbeiten dann nach diesen Zeiten zu richten?

Zudem: Wer ist "man"?  Dies ist gleichfalls eine Art Verzerrung (ich, Du… verzerrt zu "man"), Generalisierung (ich, Du…einfach jeder… ist allgemein "man"), Tilgung (die individuelle Persönlichkeit des Ich, Du, wir… wird getilgt zu "man".  "Man" existiert nicht.


"Abgesehen vom Heidenlärm, wo man sich nicht einmal unterhalten kann, bleiben ständig alle Dinge wie Schrauben, Nägel am Rasen liegen, sodass sich Kinder daran letztlich verletzen könnten."

Was nun vorweg bedeutet "Heidenlärm" konkret? Welcher Maßstab zur Bewertung gilt hier? Auf welchem Zeitraum erstreckt sich die Lärmentwicklung? 5 Minuten – eine Stunde – den ganzen Tag? Wie relativiere ich den Lärm hinsichtlich des nun mal zu verwendenden Gerätes?

Weiters: Lässt der Hr. Walter tatsächlich ständig alle Dinge wie Schrauben, Nägel samt Utensilien liegen? Ständig, immer? Alle? Sicherlich nicht. Und auch hier wieder die Verzerrung und Generalisierung "irgendwelche" und "alle"…


"Darüber denkt dieser Hr. Walter wohl nicht einmal nach!"

Neuerlich auch hier eine Bewertung in Form von Unterstellung! Denn ob und/oder in welchem Umfang der Hr. Walter über eine allfällige Lärmentwicklung nachdenkt, kann Marianne doch gar nicht wissen! Vielleicht ist Hrn. Walter die Situation z.B. durchaus bewusst, aber er sieht keine andere Möglichkeit, das Rasenmähen oder allfällige Dinge/Reparaturen leise(r) durchzuführen.


"Ich habe das Gefühl, dass der Mann Kinder sowieso nicht ausstehen kann!"

Auch das ist eine Unterstellung bzw. eine Vermutung. Zudem DENKT Marianne, dass Hr. Walter Kinder nicht ausstehen könne. Es handelt sich also nicht einmal um ein Gefühl, sondern von ihr geschaffene Gedanken. Ein Weltbild.

 

Bewertung


Jetzt stellen wir uns jetzt doch mal vor, Marianne wäre mit all dieser Bewertung, Unterstellung und Vermutung zu Hrn. Walter gegangen, um mit ihm zu sprechen…

Das Gespräch wäre vermutlich sehr schnell zu Ende gewesen… oder maximal ausgeartet.

In erster Linie hätte Hr. Walter die Schuldzuweisungen gehört und wäre daher kaum in der Lage gewesen, offen und unvoreingenommen zuzuhöhren.
Es wäre ihm wohl schier unmöglich gewesen, in einer Herz-zu-Herz-Verbindung zu bleiben oder überhaupt auch selbst dorthin zu gelangen, welche jedoch für ein empathisches, lösungsorientiertes Gespräch notwendig ist.
Der Hr. Walter wäre vielleicht in eine Art Opferrolle gegangen, hätte aber zumindest sein Verhalten verteiligt und sich über eine derartige Einmischung geärgert. Nachdem ja in der Regel jeder gerne an seinem Weltbild festhält, es sogar noch verteidigt, wäre da wohl ein satter Streit vom Zaun gebrochen, es wäre mit Vorwürfen, Gegenvorwürfen, Ratschlägen, Beschimpfungen etc. geworfen worden… Jedenfalls kein lösungsorientiertes Gespräch.
Zugegeben… viele Möglichkeiten, die hier bestehen. So gesehen auch Annahmen, Unterstellungen… wenn man es ganz genau nähme. In diesem Fall jedoch erforderlich, um die Tragweite eines wohl meist üblichen Ablaufes darzustellen.

Worum geht es konkret?
Was genau ist passiert?
Was weißt Du mit Sicherheit?

 

Wie lauten also zu dieser Geschichte die Fakten, um die es tatsächlich geht? Um hier einmal "Licht ins Dunkel" zu bringen, und aufzuzeigen, wiesehr mitunter die Wahrnehmung, im Weiteren Bewertung von der Realität, der sachlichen Tatsache, entfernt liegt. Was ist Fakt… und nicht nur Vermutung, Unterstellung, Annahme, Erwartung, Hörensagen?

Faktenbericht:

In dem vergangenen Monat war Hr. Walter – ob des starken Grasnachwuchses – an zwei Tagen, morgens von 08:00 bis 10:00 Uhr mit dem Rasenmähen beschäftigt.
Allfällige Reparatur-/Instandsetzungsarbeiten an Spielgeräten in der Wiese fanden an insgesamt 5 Tagen statt. An einem Donnerstag, wo die neue Kinderschaukel nicht fertig gestellt werden konnte, fanden wir – nachdem Hr. Walter gegangen war – für Nägel, 3 Schrauben und 6 Holzstangen im Gras.


Welches Gefühl erreicht Dich, liebe Leserin, lieber Leser nun grade???

So auf die Art: "Ach sooooooo…. ja alles halb so schlimm…"…?


Was könnte dies nun für uns generell bedeuten?

Und damit wäre ich bei der berühmten "Hausaufgabe" für … ja für das ganze restliche Leben!


Erster Impuls: "Nicht alles glauben, was einem so erzählt wird…?"

Nunja. Ich würde eine darin befindliche Wahrheit gar nicht abstreiten wollen!  laugh  Beziehungsweise: wäre das im Grunde nicht auch Bewertung? Bewertung, Unterstellung dahingehend, dass das Erzählte nicht die Wahrheit sein könnte…?


An sich würde ich die Aufmerksamkeit jedoch wieder zu uns selbst lenken wollen!

Ja… nicht alles glauben, liegt auch bei uns. Doch in gewisser Weise wird hier schon wieder dem Gegenüber (versteckt) Verantwortung zugeschoben, dass dieses ja nicht solchen Blödsinn zu erzählen bräuchte… oder so ähnlich.

Nein. Ich will rein auf uns selbst fokussieren!
Und zwar in jene Richtung, dass wir darauf achten, welche Bewertung wir tätigen! Wir sind einzig für uns selbst zuständig, verantwortlich!
Denken wir bitte auch an die Tilgung, Verzerrung, Generalisierung! Und gleichzeitig damit verknüpft, sehr oft Erwartungen.


Worum geht es konkret?

Äußern wir uns – womöglich überprüfter Weise – sachlich über ein Geschehen, Fakt? Um lediglich zu informieren, im Falle es wichtig für etwas ist…
Oder wollen wir gerne auftricksen, uns in den Mittelpunkt stellen, Aufmerksamkeit erhalten und Stories herumposaunen?
Welche der beiden Geschichten klingt denn spektakulärer?
Die der Marianne… oder die sachliche Darstellung?
Auf welche werden wir denn von allfälligen Gesprächspartnern in der Regel mehr "Resonanz" bekommen? Wer wird die Geschichte – noch ein wenig etwas dazugedichtet – womöglich noch gerne weitertragen?
Willkommen beim Tratsch!


Was genau ist passiert?

Aus welchem Grund benötige ich diese allfällige Aufmerksamkeit von "Zuhörern", "Bewunderern", "Weiterträgern"…? Habe ich irgendwo Definzite einer Aufmerksamkeit zu mir selbst?
Wie weit geht meine Verantwortung, um mich mit dieser Angelegenheit überhaupt zu befassen… und wo überschreite ich sie?


Was weiß ich mit Sicherheit?

Natürlich: "Sicherheit" ist auch immer relativ. Habe ich mich jedoch über etwas – BEVOR ich mich äußere – informiert? Konnte ich mich überhaupt informieren? Am Besten aus erster Hand! War ich gar dabei? Oder sind es überlieferte Weisheiten, Hörensagen? Kenne ich die Fakten… oder plappere ich nur etwas nach? Bin ich sachlich… oder emotional korrumpiert?

Die Achtsamkeit beginnt also neuerlich bei uns, bei unseren Gedanken, dem Gesprochenen… und allfälligen, daraus resultierenden Handlungen oder Unterlassungen!
Eine Chance zur Veränderung liegt also bei uns!
Gehe ich also – bei mir selbst oftmals – mehr von Vermutungen, Erwartungen, ja sogar Unterstellungen aus (habe ich z.B. mein Weltbild festgemauert ohne der Chance jeglicher Bewegung, Veränderung)?


Viele Dinge, Geschehnisse, die uns tagtäglich begegnen, sind nicht nur Geschehnisse, sondern oftmals Spiegel.
Sie lösen in uns vierschiedenste Gefühle und Bedürfnisse aus.
Benötigen unsere Aufmerksamkeit!

So würde ich einladen wollen, dass wir uns um diese Gefühle und Bedürfnisse kümmern! Lösungen dazu erschaffen! Beziehungsweise noch viel eher: Nehmen wir die Lösungen an! Denn da sind sie ja schon…  wink


In diesem Sinne also…
…noch viel Spaß und Erkenntnis im täglichen Treiben, viel Bewusstheit und Achtsamkeit bei Euren Begegnungen mit der Bewertung!

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung – Teil 1

Bewertung

Wie oft allein im täglichen Treiben geben wir eine Bewertung ab, wie oft gestalten wir verbale Verzerrung, treffen Verallgemeinerung?
Es ist wahrlich ein seeeehr buntes Treiben!

Herzlich willkommen liebe Freunde und LeserInnen zu diesem Beitrag!


Nun…
…meine Achtsamkeits-Beitragsreihe ist zwar Ende Juli abgeschlossen worden. Dennoch bewegt, motiviert, inspiriert mich diese Achtsamkeit weiterhin sehr stark.

Und so lade ich Euch nun heute auf ein sehr praxisbezogenes Kapitel – ob seines Umfanges in 2 Teilen – ein!

Die Bewertung und all ihre Facetten einer Anwendung also…

Wenn man in eine Definition blickt, so gibt es für die Bewertung nun mehrere Bereiche. Eben von persönlicher Bewertung, einem Werturteil beginnend hin bis zu wirtschaftlichen, wissenschaftlichen Bereichen.

Interessanter Weise nun scheint bei der Definition "Werturteil" nun u.a. folgende Aussage auf:

"Sie geht häufig einher mit der mehr oder minder ausdrücklichen Erwartung und/oder Aufforderung an Dritte, dieselbe Wertung als hinreichend gerechtfertigte mitzuvollziehen."  (Quelle Wikipedia)

Sieh also einer an. Es ist demzufolge also nicht alleine mehr ausreichend, dass eine Bewertung, die ja immer nur sehr subjektiv und niemals objektiv zu sehen ist, getroffen wird. Vielmehr wird auch noch eine Erwartung und/oder Aufforderung daran geknüpft, dass andere also diesem Werturteil gar noch folgen sollten!

Dazu später in einem lebendigen Beispiel noch ein Vermerk/Hinweis…

Wer sich gerne mit den verschiedenen Bedeutungen, Anwendungen befassen möchte, hier der entsprechende Link:  Zur Definition auf Wikipedia


Zum täglichen Treiben also…
Was machen wir den ganzen Tag?

Aufstehen, Frühstück, Körperhygiene, ankleiden, arbeiten…samt dem dortigen "täglichen Programm", nach der Arbeit wieder nach Hause, vielleicht einkaufen, möglicherweise ein wenig Sport, Kinder versorgen, Haushalt erledigen… bis hin zum Abend, wo dann das Licht wieder erlischt und wir einem neuen Morgen entgegenschlafen.

Während all dieser Zeit nun kommt es – sei es nun in Gedanken, Aussprache und/oder Handeln – ständig zu Bewertung.

Nein?

Gleich mal morgens… der Blick aus dem Fenster: "Das Wetter ist heute aber besch…en!"

Keine Bewertung?


Oder der Blick zum Partner: "Der hat immer wieder die gleiche Hose an!"

Auch keine Bewertung?


Noch ein anderes Beispiel: "Jeden Tag ist in der Arbeit der gleiche Scheiß!"

Ebenfalls "nur so dahingesagt"…?


Alles, bloß das nicht!

Es hat sich – schon über unzählige Generationen hinweg – so eingebürgert, dass wir ständig bewerten. Ja – die Wissenschaft / Gehirnforschung spricht teils davon, dass unser Gehirn die geradezu automatisch tun müsste, um sich im Leben zurecht zu finden, um irgendwo festmachen zu können. In gewissem Maße Vergleichswerte schaffen zu können.

Man stelle sich mal grade zuvor genannte Beispiele "anders" vor:

"Das Wetter ist heute eben wie es ist"

"Der Partner trägt die Hose, die er auch gestern trug"

"Jeden Tag fühle ich mich in der Arbeit unwohl"


Wie klingen diese Aussagen?

Also in gewissem Maße doch irgendwie langweilig. Da ist kein "Feuer" drin. Nüchterne Feststellung – mehr nicht.

BAAAAAMMMM!

Und schon sind wir genau an dem Punkt, auf den ich heute hinaus möchte!!!

Die Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung!


Da ist der "Knoten" im Denken…!

Die zweiten, sachlichen Feststellungen sind unspektakulär, machen nichts her, interessiert kein Schwein, nicht spannend… etc. etc.!
Was soll ich dies wem erzählen? Mit wem soll ich darüber reden (tratschen)?

Es geht also in vielen Bereichen nicht einmal um den Inhalt an sich… sondern oftmals – schön versteckt und unbewusst – darum, dass ich mich durch ein vermeintliches Gespräch, eine Äußerung bemerkbar machte!

Nein?

Nehmen wir doch mal das Wetter-Beispiel!

Wieviele sogenannte "Small-Talks" gibt es im Laufe des Tages alleine nur über das Wetter???

Ist es heiß, wie heute grade (also heute wo ich diesen Beitrag verfasste, hatte es um 9 Uhr morgens schon 25 Grad), dann plappert man drüber. Bewertet.
Ist es im Gegenteil zum Beispiel wie einige Tage zuvor, dass es schüttet wie aus Kannen… dann plappert man ebenfalls. Bewertung.
Wringt ganze Unterhaltungen über das Wetter aus.

Was alleine ja noch nicht die Sache ausmachte!
Es kommen zu den jeweiligen Aussagen dann noch persönliche Interpretationen über innerliche Zustände (Gesundheit, Emotionen) dazu.
So nach dem Motto: "Heute ist wieder so ein herrlich heißer Tag. Da würd ich lieber im Bad liegen, oder auf Urlaub sein wie meine Nachbarn. Aber … dies… jenes… das…"

Und… (an dieser Stelle greife ich nun nochmal auf die eingängliche Definition zur Erwartung zurück…)… dann vermag da auch noch die Erwartungs-Falle erneut zuschnappen! Denn wie oft kommt es – im Detail betrachtet und analysiert – durchaus drauf an, dass mein Gegenüber, dem ich grade meine Bewertungen als "Gespräch" unterbreite, diese meine Meinung annimmt, übernimmt? Sehr oft!

In der Tat gut zu beobachten in Gesprächen. Vor allem dann, wenn ich – als Gegenüber – den "Erzähler" durchschaue, merke, dass der/sie mir hier nun einfach nur was erzählen will… und ich dann genau das Gegenteil als meine Meinung platziere!

Nein?

Gleich wieder als praktisches Beispiel dazu:
Ich bin – angenommen – schon in der Arbeit. Da kommt ein Kollege/eine Kollegin… und schwallt mich gleich von oben bis unten zu, wie beschissen und anstrengend dieser Regen denn nun heute sei, wie aufwändig, umständlich, schmutzig, nervig der Weg in die Arbeit sei. Und überhaupt und sowieso.
Und…
…jetzt komm ich!
Und stelle dem netten Kollegen/der Kollegin ganz einfach entgegen, dass ich diesen Regen absolut geil finde! Eine Begründung muss dazu in eher seltenen Fällen noch "nachgereicht" werden, um nicht schon mit meiner Äußerung selbst zumindest dezente Verwirrung in das Gesicht meines Gegenübers zu zaubern!
In so einigen Fällen folgt der Verwirrung dann noch ein Ausdruck des Unverständnisses, des Ärgers ob meiner Reaktion. Vielleicht auch Enttäuschung, weil ich eben der Erwartung nicht gefolgt bin… und die Ansicht meines Kollegen/meiner Kollegin womöglich nicht geteilt habe, diese gar nicht noch weiter unter die restliche Kollegenschaft getragen habe…


Wenn wir also im Grunde aufmerksam zuhören, könnten wir bei solchen Aussagen oft sehr deutlich, "zwischen den Zeilen lesen"… in dem Fall hören.


Was nämlich geschieht nun schon einmal? Nehmen wir nochmal die 3 Beispiels-Aussagen her…

"Das Wetter ist heute aber besch…en!"
Eine astreine Bewertung!

Ja selbst noch eine Feststellung, dass das Wetter gut oder schlecht sei, ist eine Bewertung!
Jetzt wird so mancher meinen, dass dies ja nur eine sachliche Feststellung sei…
Ist es das tatsächlich?

Blicken wir noch eine "Ebene" tiefer!
Ist es zwingend vorgeschrieben, dass das Wetter "schlecht" ist für einen Menschen, der sich zum Beispiel im Regen pudelwohl fühlt – aus welchem Grund nun auch immer?
Gilt somit für jedermann automatisch die Vorgabe, dass Regen als "schlecht" zu bewerten ist? Ich diese Meinung zu übernehmen hätte?
Sagt wer?


Zweites Beispiel:
"Der hat immer wieder die gleiche Hose an!"
Ein herrliches Beispiel für eine Verzerrung!

Hat der Partner denn tatsächlich "immer wieder" die gleiche Hose an? Hat er tatsächlich nur diese Eine? Gar 365 Tage im Jahr…?
Auch eine sachliche Feststellung?
Vor allem dieses "immer wieder" – also eine mitunter deutliche Verzerrung des Zeitrahmens fällt ins Gewicht. Bei vielen Dingen, Bewertungen im Leben.

Was wenn es tatsächlich so ist, dass dies von mir aus die "Lieblingshose" ist, der Mensch sich darin eben wohler fühlt, als in anderen Kleidungsstücken? Jetzt trägt er sich eben auch öfter, so oft es geht.
Wird er sie aber zwischendrin nicht zumindest immer wieder waschen? Kann sie also nicht zuletzt in jenem Zeitraum nicht tragen…?
Aus welchem Grund nun äußern Menschen dann solche Verzerrungen?
Die Praxis führt mir vor Augen, dass es im Grunde um ganz andere Dinge geht – oft weit entfernt von jeglicher Hose.


Drittes Beispiel:
"Jeden Tag ist in der Arbeit der gleiche Scheiß!"
Was für eine schöne Vorgabe einer Verallgemeinerung!

Jeden Tag ist…
Ist tatsächlich jeden Tag?

Oder liegt hier nicht vielleicht viel eher ein Zustand der eigenen Unzufriedenheit vor, der schon so vertieft ist, dass jeden Tag der Arbeit in der Tat nur mehr negative Geschehnisse registriert, "gesammelt" werden in der Speicherbox Gehirn…, allfällige positive Begegnungen schon schier automatisch ausgeblendet werden?
Es wird vom Gehirn dann – zumeist unbewusst – so eine Art Durchschnitt aller Tage "errechnet", auf alle Tage verteilt… und voilla: schon haben wir "jeden Tag den Scheiß"!


Wie also entsteht alldies?

Grade zuvor habe ich es – unabsichtlich – schon angedeutet:

Aus eigener Unzufriedenheit, Unwohlsein, Uneinigkeit mit sich und dem Leben!

Betrachten wir doch einmal…

Wenn wir morgens aufstehen und so richtig guter Laune sind (was ja nicht allzu oft vorkommt)…, werden wir da zum Beispiel großartig über ein Wetter lamentieren?
Oh ja… wir werden durchaus vielleicht eine Bemerkung zum Wetter tätigen. Auch eine Bewertung – wohl wahr. Aber das war´s im Groben und Ganzen.
Stehen wir jedoch morgens schon mit einem Unmut, Frust… auf, na dann "Holla die Waldfee". Dann wird das Wetter wohl nicht das Einzige bleiben, welches am "Bewertungskatalog" gleich mal ordentlich in die Mangel genommen wird!

Sieh also einer an. Sehr Vieles an Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung hängt eben also von unserem persönlichen Gemütszustand ab!

Und… dann kommt eben noch hinzu, was persönliche Mängel betrifft.

Ganz grob ausgedrückt: Muss ich – wenn ich z.B. dann in die Arbeit komme, mir Aufmerksamkeit, Geltung verschaffen, indem ich mit dem Kollegen/der Kollegin gleich mal über das Wetter diskutiere, hierbei irgendwelche Bewertung, Verzerrung, Verallgemeinerung treffe? Am Besten von diesem Thema dann gleich nahtlos überleiten zu ach so berühmten, beliebten Themen wie Tagespolitik, "Geschehen", oder was der andere Kollege, der Nachbar, Hinz und Kunz wieder getan hätten…?
Muss ich mich in irgendeiner Weise "bemerkbar" machen und über solches Zeug labern, tratschen?

Oder könnte ich – alles um mich herum annehmend (einschließlich bzw. vor allem mich selbst) in die Arbeit kommen und mich mal ausschließlich für das Befinden meines Kollegen/meiner Kollegin interessieren…?

Was noch eine andere Variante wäre: Ich gehe in die Arbeit… und tue meine Arbeit. Ohne großartig herumzulabern!
Ohhh… sieh einer an!


Wie wird dies aber vielfach ausgelegt? Dass man sich absondert, ein Eigenbrötler ist, ein Außenseiter, ein Team-Unfähiger, Querulant, etc. etc.?

Was jedoch würde ich zudem grade zuvor Angeführten (Nachfrage nach dem Befinden des Kollegen/der Kollegin) an dieser Stelle noch hinzufügen wollen?!
Ich kann und werde mich nach dem Befinden erkundigen, wenn es mich tatsächlich interessiert.
Es wird genau in diesem – und nur in diesem – Kontext dann auch aus meinem gesamten "Verhalten" als Interesse rüberkommen.
Treffe ich jedoch in diesem Sinn nur eine Standardfloskel, stelle also die Frage, höre mitunter das Ende der Antwort schon gar nicht mehr… dann würde ich persönlich empfehlen, es besser gleich von vornherein bleiben zu lassen!

Man nennt dies auch Kongruenz.
Denke, Spreche, Handle ich nach dem, was ich fühle, meine, bin… oder eben nicht.
Das Gegenüber wird Abweichungen davon – und sei es "nur" unbewusst – in jedem Fall merken!

 

Und ganz ehrlich: Wen geht es was an, was der andere Kollege/die andere Kollegin, der Nachbar, Hinz und Kunz gesagt, getan oder sonst was hätten? 

Den Kollegen, dem ich das erzählen will oder eben schon erzählt habe? Geht es mich etwas an??? Oder ist das einzig Sache und Angelegenheit… und Verantwortung des anderen Kollegen/der anderen Kollegin, des Nachbarn, die von Hinz und Kunz…?!?!?

Vorsicht also! Denn nur allzu leicht und schnell wird die eigene Verantwortung hier grenzenlos überschritten!

"Reden ist Silber – Schweigen ist Gold"… lautet da eine alte Metapher… und vermag auf diese Weise durchaus viel Wahrheit innehaben!


Wenn also bei jeglichem Geschehen (unabhängig, ob wir mit uns alleine sind, oder unter anderen Menschen weilen) Wut, Ärger, Neid, Genervtsein und all diese anderen Ableger letztlich einer Angst auftreten, dann wäre es ein sehr deutlicher Impuls, innezuhalten.
Innezuhalten, um zu überprüfen, worum genau es in dem Moment wirklich geht!

Ja… man könnte jetzt durchaus interpretieren, dass es hier auch um eine Bewertung ginge!
Bewertung an sich würde ich jetzt nicht grundsätzlich verteufeln, denn in gewissen Darstellungen ist sie so gesehen unumgänglich, um Vergleiche ziehen zu können. Eine Situation "einschätzen" zu können!

Wenn wir also die Gelegenheit nutzen und überprüfen, dann werden wir aufgrund dieser deutlichen Indikatoren drauf stoßen, dass es eigentlich nicht um das Geschehen selbst geht. Dieses ist nur Spiegel, Bote, "Arsch-Engel", den uns das Leben in seiner schier unendlichen Weisheit und Geduld präsentiert.
Oftmals wieder… und wieder… und wieder… Solange, bis wir reagieren. Danach agieren.
Es spricht also letztlich einen Punkt in uns selbst an, den wir bisher verdrängt haben…, den wir vielleicht schon "vergessen" hatten.

Ein Anderer, ein Geschehen ist somit niemals Ursache für unsere Emotionen, Reaktionen.
Vielmehr reagieren hier wir selbst.
Unsere sogenannten bisherigen Erfahrungen, die – immer mit Emotionen und zumeist Bildern verknüpft – in unserer Datenbank Gehirn gespeichert sind.
Und sobald uns nun hier 24 Stunden eines Tages lang immer wieder Bilder, Geschehnisse begegnen, tut das Gehirn nichts anderes, als auf diese Speicherung zugreifen, abgleichen.

Das Gehirn ist so gesehen nun nur nicht immer "hilfreich". Es ist in gewissem Sinne ein faules Schwein. Es ist bemüht, so geringen Energieaufwand wie möglich zu betreiben.
Nicht selten also wird dann eine Erinnerung abgerufen, verglichen… und dann bewertet. Eine Erinnerung aus der Vergangenheit jedoch. Eine, die mit dem Geschehen im Jetzt – nichts zu tun hat.
Allerdings wird dann der Einfachheit halber verzerrt, verallgemeinert etc. Es wurden damals, als Situationen erlebt und erfahren wurden, gewisse Speichermuster (wie ich also etwas auffasse, sehe, verstehe, speichere – Frames) geschaffen. Und die werden heute einfach über alles drübergelegt. Es werden mitunter Dinge, die sehrwohl stattfinden/stattfanden, weggelassen. Dinge, die vorhanden sind, oder an sich wären, jedoch nicht in den "alten" Frame passen. Andere Sachen wiederum werden "dazu gedichtet", die gar nicht da waren. Märchenstunde pur! Einer… oder jeder neuen Situation angepasst – dem alten Frame gemäß "aufgefüllt"… Viele neue Frames zu erschaffen wäre viel zu viel Aufwand. Also: gestrichen!

Mag also im Grunde eine Situation noch so anders sein – im Prinzip ist das Gehirn in der Lage, das neue Erlebte soweit zu verzerren, auszutauschen, zu ergänzen, zu löschen… dass es ebenfalls in diesen alten Frame passt!
Tolle Wurst also!
Und unbewusster Weise tun wir tagein, tagaus ständig genau das!

An dieser Stelle passend ein kleines Video für Euch, dass der Eine oder andere vielleicht schon kennt. Heute jedoch mal unter dem Aspekt, wie sehr unser Gehirn innerhalb des gleichen Frames arbeitet, selbst Neues irgendwie hineinschummelt, passend macht auf den von uns vorgegebenen Rahmen:

Das Puzzle des Lebens

 

Wenn man nun den Gedanken hier ein wenig Freiraum gewährt, könnte man zum Beispiel meinen wollen, dass diese Fähigkeit, alles dennoch in einem festgelegten Rahmen zu behalten, unterzubringen, ja auch ein Geschenk, eine positive Sache, ist…  (= Bewertung).

Ich – für meinen Teil – nun würde jedoch einwenden wollen, dass es mitunter nicht meine Absicht ist, mein ganzes Leben lang den gleichen Rahmen anzuwenden, sondern dass dieser wachsen darf. Mich inspiriert da eine kindliche Neugier, über jenen Rahmen, Tellerrand, Horizont hinauszublicken, hinauszugehen…

 


Im Sinne einer Achtsamkeit habe ich nun für heute wieder eine kleine "Hausübung".

Ich möchte Euch hier nun eine kleine "Geschichte" aus einem möglichen Geschehnis schildern.

Eure Aufgaben nun sind folgende:

1) Lest die Geschichte zuerst gut durch. Danach schreibt Ihr diese gelesene, gemerkte "neue" Geschichte dann am Besten auf einem Blatt nieder, dass Ihr später einen Vergleich sichtbar machen könnt. Gedanken alleine sind viel zu flüchtig und zu schnell, um selbst eine so kleine Sache nachhaltig prüfen zu können…

Aber nicht schummeln! Nicht mehr nachsehen, wie die Geschichte von mir im "Original" denn lautete! Damit wäre der ganze Sinn der Übung verloren!

2) Anschließend, wenn Ihr Eure "Version" dieser Geschichte niedergeschrieben habt, seid Ihr eingeladen, zuerst diese Geschichte (das Original) achtsam zu studieren, zu beobachten (vor allem Euch selbst)… und folgende Fragen im Anschluss so genau wie möglich zu beantworten.
Völlig neutral, sachlich, ohne Bewertung!

Worum geht es konkret?
Was genau ist passiert?

Bitte ausschließlich bei den Fakten bleiben, bei dem was wir mit Sicherheit wissen. Nichts hinzufügen, nichts weglassen, nichts unterstellen oder vermuten!

Wo liegen hier Eurer Meinung nach Bewertungen, Verzerrungen, Verallgemeinerungen?

Wer noch Lust und Laune hat, kann dies dann gerne bei der eigenen Wiedergabe der Geschichte ebenso tun. Es wird sicher die eine oder andere Überraschung / Erkenntnis geben!  wink  Ihr könnt jetzt dann, an dieser Stelle, auch gerne die beiden Geschichten – das Original und Eure Version – vergleichen. Insgesamt… wie auch hinsichtlich Vewertungen, Verzerrungen, Verallgemeinerungen im Einzelnen.

 

Die Geschichte:
Marianne, eine junge Mutter, die in einer Wohnsiedlung mit mehreren Blocks wohnt, ist genervt von dieser "Eigeninitiative schöneres Wohnen" und ärgert sich über diese. Vor allem über den Intiator Hrn. Walter. Sie erzählt Folgendes:
"Dieser Initiator, Hr. Walter, nimmt sich ständig so wichtig, bestimmt ständig über dies und jenes. Zudem ist dieser Mann absolut rücksichtslos. Einerseits fängt der ständig an, schon frühmorgens Rasen zu mähen, wo man vielleicht noch schlafen könnte. Andererseits wird – grade wenn die Kinder unten auf der Wiese sind – ständig an irgendwas herumgebastelt, herumgewerkt und -geschraubt. Er könnte das auch in Zeiten machen, wo keine Kinder da sind. Wo man in der Arbeit ist. Abgesehen vom Heidenlärm, wo man sich nicht einmal unterhalten kann, bleiben ständig alle Dinge wie Schrauben, Nägel am Rasen liegen, sodass sich Kinder daran letztlich verletzen könnten. Darüber denkt dieser Hr. Walter wohl nicht einmal nach! Ich habe das Gefühl, dass der Mann Kinder sowieso nicht ausstehen kann!"

 


Worum also geht es?
Was passiert?

Wo liegt Bewertung vor…, was ist sachliche Feststellung, Fakt?


Ich bin also neugierig, was Ihr für Euch herausfindet! Viel Spaß dabei!


Im zweiten Teil des Beitrages möchte ich dies Beispiel dann einmal aus meiner Sicht darlegen.

Weiters möchte ich noch ein wichtiges Thema ansprechen, welches sich mit dem Unterschied befasst, ob etwas ein vermeintliches Gefühl/eine Emotion ist… oder nicht doch vielmehr eine versteckte, verwässerte Bewertung. Mancher wird staunen!
Ein mitunter großer Unterschied, der nichtzuletzt auf unbewusster Ebene wieder sehr wirksam in Erscheinung treten kann.
Mehr dazu aber in Teil 2.


Ich wünsche Euch nun viel Spaß, Anstoß und Spannung bei der "Hausaufgabe"…

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater (i.A.))

 

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Der Querulant – unangenehmer Zeitgenosse… oder achtsamer Zeitzeuge?

Querulant

Wer kennt ihn nicht: Der Querulant! Meist unangenehm auffallend, ungeliebt… schlichtweg ein Dorn im Auge…

Herzlich willkommen liebe Freunde und LeserInnen!


Heute möchte ich gerne mal diesen Beitrag diesem unschön klingenden Wort namens Querulant widmen.

Vorweg gleich mal die hinlängliche Definition gefällig…, nur falls jemandem dieser Begriff oder eine allfällige Bedeutung nicht geläufig sein sollte:

"Als Querulant (von lateinisch queri – „vor Gericht klagen“) wurde ursprünglich in der Rechtsprechung ein Mensch bezeichnet, der trotz geringer Erfolgsaussicht besonders unbeirrbar und zäh einen Rechtskampf führte. Dabei steht ein geringfügiger oder vermeintlicher Anlass kaum noch in einem angemessenen Verhältnis zum rechthaberischen, misstrauischen, fanatischen und unbelehrbaren Vorgehen der so bezeichneten Menschen.

Auch Personen, die bei Behörden oder vor Gericht zum wiederholten Male unbegründete Anträge stellen, werden als Querulanten bezeichnet. Später wurde der Begriff von der Psychiatrie aufgegriffen und entweder als eigenes, wahnhaftes, oft paranoides Krankheitsbild, als Persönlichkeitsstörung oder als begleitendes Symptom anderer psychischer Störungen beschrieben. Die Anwendung des Begriffs ist rechtlich problematisch, steht doch beim Vorliegen einer derartigen Störung die Prozessfähigkeit in Frage. Dadurch kann ein Betroffener effektiv an der missbräuchlichen Nutzung von Klagen und Rechtsbehelfen, aber auch an der Durchsetzung tatsächlicher Rechte gehindert werden. Eine gesetzliche Definition des Querulanten fehlt, weshalb auch missbräuchliche oder fehlerhafte Verwendungen des Begriffs diskutiert werden.

In der Zeit des Nationalsozialismus wurden Personen, die vor Behörden oder Gerichten von der NS-Ideologie abweichende Ziele erstreiten wollten, ebenfalls als Quengler oder Querulanten bezeichnet und daraufhin in Schutzhaft genommen, später auch in Arbeits- und Konzentrationslager verbracht.
Bildungssprachlich abwertend bezeichnet Querulant jemanden, der sich unnötigerweise beschwert und dabei starrköpfig auf sein zum Teil vermeintliches Recht pocht. Die Eigenschaft einer solchen Person wird als Querulanz bezeichnet."

(Quelle: Wikipedia)


Klingt schon so richtig erbauend, nicht wahr?

Der Querulant also… einer, der einem Steine in den Weg legt. Jemand, der strikt auf sein Recht beharrt… auch wenn es solches vielleicht nicht gibt…

Also… selbst wenn ich nun mal diese Definition wegließe…
…und dieses Wort – wie ich es gerne bezeichne – einem "Klang-Test" unterziehe…

Mach ruhig mit liebe Leserin, lieber Leser!
Sprich für Dich das Wort Querulant mal ganz bewusst, deutlich aus.
Und dann erlaube Dir, mal IN DICH hineinzufühlen, was dieses Wort da auslöst…

Angenehme Gefühle… oder doch eher das Gegenteil?


Würden wir uns zum Großteil also eher darauf einigen können, dass dieses Wort und dessen herkömmliche Bedeutung… na sagen wir mal, nicht unbedingt zum Freudentaumel bewegt?

Gut!


Jetzt wär ich aber nunmal nicht ich, hätte ich an der herkömmlichen Interpretation des Wortes, deren allfälliger Sinngebung … und vor allem auch Auslegung in einer heutigen Zeit, etwas zu "bemängeln"!  laugh

Bin also auch ich demnach Querulant?


Ich behauptete: Nein!

Beziehungsweise würde ich – hier nun mal so als Hintergrund die Definition zurate ziehend – eine Unterscheidung treffen wollen…. selbst wissend, dass ich mich damit auf das Glatteis bewertenden Denkens begebe…   Doch wie anders stellte ich es sonst dar?


Personenkreis A)
Diejenigen Querulanten, denen es bei allfälligen Denkweisen, Handlungsweisen dazu womöglich gar nicht um die Sache selbst geht, sondern wo – etwas überzogen ausgedrückt – einzig ein ego-gesteuertes Denken und Handeln am Ruder ist, bei dem es eben um das Rechthaben an sich geht!
Diejenigen Menschen also, die – um es kurz zu umreißen – von Natur aus "auf Krawall gebürstet" sind.
Gleichfalls würde ich hier in diesen Bereich noch diejenigen einbeziehen, die ich gerne als "Jammerer" bezeichnen würde.
Es gibt also im Grunde genommen nichts, dass in irgend einer Weise positiv gesehen werden könnte.
Auch fehlte jeglicher Wille, solches Positive zu erkennen…, oder etwas (sei es nun Denken und/oder Handeln) einer positiven Weise zuzuführen.

Personenkreis B)
Hier würde ich nun jene Menschen – Querulanten – zusammenfassen wollen, die ganz einfach ihnen Vorgegebenes nicht ungeprüft übernehmen! Schon gar nicht, weil es halt immer so war… oder die Gesellschaft dies fordere…
Sei es nun simple Aussagen als Beispiel…, bishin zu irgendwelchen Vorschriften, Meinungen, Regeln etc. etc.
Auch… oder grade diese vielen "ungeschriebenen Gesetze, Gesellschaftsregeln" fielen für mich darunter.
Gleichfalls würde ich auch jegliche bisherige Erziehung, sogenannte Erfahrung, Ausbildung u.v.m dazuzählen.
Alles wird also auf einen inneren Prüfstand gestellt.
Und gegebenenfalls dann – in Wirkung nach Außen – nicht nach bisherigen Vorgaben erfüllt.

Ergänzend noch Personenkreis C)
Dieser Personenkreis nun wäre mitunter ein ganz spezieller.
Weshalb dies?

Nun… manche Menschen scheinen – aus oft nicht sichtbaren Gründen – das "Talent" zu besitzen, von einem Sch…haufen in den nächsten zu tappen.
Wenn man dann einmal genauer hinsieht, entwickelt sich oftmals ein Bild, dass dieser Mensch ein ausgedehntes Maß an "Gutmütigkeit" besitzt. Und diese Gutmütigkeiten dann von anderen fleißig ausgenutzt wird.
Mitunter sogar "Scheiße gebaut" wird.
Und da hilft in dem Sinne nicht einmal, dass es z.B. Vorschriften, Reglements, Gesetze gäbe… Es wird von diesen Ausnutzern so "elegant" gedreht, dass dies alles wenig bis nichts nutzt, sich allenfalls Verantwortliche schön "bedeckt halten"… und dieser gutmütige Mensch letzten Endes mit seinem Schlamassel überall abblitzt, alleine gelassen wird.
Sosehr dann diesem Menschen auch eine mögliche späte Einsicht kommt, dass er eher hätte reagieren sollen…
Und auch hier spricht man diesen Menschen dann ein Querulantentum zu. Beinah nach dem Motto: "Selber Schuld – hättest früher was getan… oder auch nicht getan. Jetzt ist es eben so… und gut. Pech gehabt – gib Ruhe!"… oder noch andere Formulierungen…

Wenn diese Gruppe Menschen also dann doch noch auf bestehendes Recht besteht, sind solche Menschen also dann tatsächlich Querulant…? Weil sie in dem Fall dann mitunter unangenehm sind…?
Oder einfach nur Menschen, denen teils übel mitgespielt wurde… und die auch Recht erhalten sollten…? Denn wozu wäre es letztlich da…?

 


So.
Alle Personenkreise nun – unabhängig des dahinterliegenden "Motives" – legen sich also quer. Sind Querulanten … nach bisherigen Auslegungen.
Weil sie den "Normen" zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht entsprechen. Und mit diesen Normen meine ich eben eher noch bestehende Regeln, Vorgaben, Gesetze… sondern vielmehr den hier entstehenden Widerstand jener, die dann damit umgehen sollen.


Einerseits würde ich nun also fragen wollen…
…aus welchem Grunde nun wurden wiederum unzählige Vorschriften, Regeln, etc. geschaffen?
Unter der Premisse, dass die Menschen ansonsten nicht zu kontrollieren, leiten wären? Dass sonst jeder tun und lassen würde, was er wollte? Und das ginge im Sinne – zumindest einer Gesellschaft – nicht? Spräche ich nun in Richtung Personenkreis C), dann könnte es durchaus aber so sein, dass Vorschriften u.a. zwar bestehen, um ein Zusammenleben in gewissen Bahnen zu halten… doch es würde von einigen einfach ignoriert. Diese Vorschriften wären also nicht mehr als Buchstaben auf Papier. Und Papier ist bekanntlich geduldig… heißt es doch so schön…

Worum gehts also tatsächlich? Um Machtsausübung, Differenzierung? Oder doch noch um Sinnhaftigkeit, Inhalt, Verständnis und Umsetzung?

Dann fragte ich mich aber dennoch:
Aus welchem Grund eben, sind die Gefängnisse, Gerichtsääle etc. überfüllt? Wird Polizei und Sonstiges zur Durchsetzung dieser Regeln, Vorschriften benötigt?
Weil sich alle so brav dran halten?
Ist das so?
Weshalb müssen Strafen immer noch weiter erhöht werden? Weil die ursprünglichen Strafen nicht mehr genug Aussagekraft, Abschreckungswirkung besitzen?

Liegt hier jedoch dann nicht ein grundsätzlicher "Fehler" in der Gesellschaft vor?

Was ist also maßgeblicher? Die Höhe der Strafe, also Wirkung der Einschüchterung…? Oder die Einsicht ob eines gewissen "nötigen" Denkens und Verhaltens?

Als kleines, einfaches Beispiel:
Was hindert die Leute, während des Autofahrens zu telefonieren, SMS zu schreiben?
Die mittlerweile stattliche Strafe…? Oder doch die Einsicht, dass die Ablenkung fatale Folgen haben könnte…?
Also ich war lange genug in einem Job, der mir leider tagtäglich Ersteres vor Augen führte!


Bin ich also, wenn ich diese Vorschriften, Regeln von mir aus nicht beachte, Querulant?

Bin ich Querulant, weil ich die Existenz oder Sinnhaftigkeit in Frage stelle?

Oder bin ich zuletzt Querulant, wenn ich auf die Einhaltung dieser Vorschriften, Regeln bestünde… weil es Gewisse eben nicht tun…?

Wenn ich da so an dieses kürzliche G20-Treffen in Deutschland denke…, oder an die tagesaktuellen Beispiele wie zum Beispiele dieser Tage bei dem Club in Konstanz…
Was haben hier Vorschriften, Regeln genutzt?
Was haben hier Strafen genutzt?
Nicht die Bohne!

Oder denke ich an ein Beispiel, von dem ich selbst betroffen bin… und seit letztem Jahr bereits sämtliche Versuche einer Herstellung vorschriftsmäßigen Zustandes und Schadenersatz einfach ins Leere laufen.


Nehmen wir nun ein anderes Beispiel, derer es in der heutigen Zeit so viele gibt…
Was ist mit diversen Änderungen an Vorschriften, die z.B. im Weiteren erlauben, dass doch irgendwelches Gen-Zeugs Anwendung im Bezug auf unsere Lebensmittel findet?
Was ist mit diversen Aussagen von Personen, die im vermeintlichen Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte behaupten "Kohle ist die Zukunft"…?

Sind die hierfür verantwortlichen Personen, Menschen, auch Querulanten? Sind jene Querulanten, die sich gegen solche Machenschaften aussprechen?

Wer ist noch eher Querulant? Eine(r), der/die sich aufregt, dass im Supermarkt nicht schier stündlich das Obst und Gemüse superfrisch ist, die Banane lieber noch grün ist anstatt auch nur einen braunen Schatten geschweigedem Fleck aufzuweist?  Oder eher Jener, der kritisiert, dass in ebensolchen Supermärkten tagtäglich Tonnen von Lebensmitteln weggeworfen werden, weil sie eben minimale Makel haben. Und zur gleichen Zeit hungern in unserem eigenen Lande wieviele Menschen…?

Sind Menschen, die im Zuge einer Meinungsfreiheit kritische Worte an so manchen politischen Verhalten äußern und dafür weggehaftet werden, auch einfach nur Querulanten?

Oder wie sieht es – um es auf einen viel näheren Bereich zu lenken – in der Arbeit aus? Ist ein Mitarbeiter, der Vorschläge bringt, nicht sofort nach der Pfeiffe tanzt, sondern Meinung äußert, auch Querulant?

Alles, was letztlich irgendjemandes Interesse zuwiderläuft, ist Querulant?

Wie verhält es sich mit religiösen Niederschriften von vor Jahrhunderten, Jahrtausenden? Nur weil es damals – angeblich – von bestimmten Menschen aus subjektiver Auffassung (mitunter mit Machtsteuerung im Hintergrund) so dargelegt, niedergeschrieben wurde…  Weil es von irgendeinem religiösen "Hintergrund" so festgelegt wurde…  Deshalb ist dies alles genau so und nicht anders? Sagt wer? Wer dies in Frage stellte, wurde – die Geschichte hat es mehrfach bewiesen – nicht nur einmal hingerichtet, verbrannt, "bekehrt". Ist also auch heute noch Querulant, wer dies hinterfragte…, nicht einfach über sich ergehen ließe, nur weil es halt so festgelegt scheint…?


Wie gehen wir mit dieser Bezeichnung im Heute um?

Lassen wir sie – weil es halt von irgendwem, von mir aus der Gesellschaft – irgendwann mal so festgelegt wurde, einfach so stehen?
Verbreiten es weiter? Tratschen, jammern…

Ergeben uns letztendlich der Bestimmung, Vorgabe durch Andere? Mit welchem Recht bestimmten Andere? Um zu kontrollieren, Macht auszuüben?  Und wir… weshalb folgten wir? Aus Angst vor Konsequenz? Wäre DAS tatsächlich Freiheit? Weil es das Ego einiger weniger nicht zuließe, dass jeder für sich bestimmen dürfte, sondern deren Vorgabe zu folgen hätte?


Haben wir den Mut dazu, "Nein" zu sagen?
Haben wir den Mut dazu, uns nicht mit überholten Mitteln (Möglichkeiten einer Definition Geld, Auto, Haus, Produkten einer Wirtschaft… u.v.m.) locken zu lassen, sondern einen (Lebens-)Inhalt in den Vordergrund zu stellen?


Nicht zuletzt aus eigener Erfahrung weiß ich sehr gut, was es heißt, aus bisher geschilderten, verschiedenen Ansätzen her Querulant zu sein! Nur weil es mir nicht behagte, einfach etwas ungeprüft zu übernehmen. Dies führt bis heute (zumindest so der Stand der Dinge) zu Auswirkungen, dass ich zum Beispiel gewisse Jobs nicht antreten kann/mich Firmen bei bestem Willen an sich, nicht beschäftigen können, weil mir bestimmte Personen den Zugang verwehren. Es geht nicht um sachliche Sicht der Dinge… sondern um eine rein "persönliche Kiste". Umsomehr noch wirksamer diese "Maßnahme", als dieser Zugang die Möglichkeit zur Arbeit an einem der hiesigen geografischen Hotspots weit und breit darstellt. Wer ist dann der Querulant? Der der hindert… oder ich, weil ich nicht aufgäbe…?

Es bedeutet, sich – selbst in heutiger, angeblich moderner Zeit – "warm anziehen" zu müssen! Denn wenn auch nur irgendwo der Anschein eines Widerstandes aufscheint, wird man sofort als Querulant, Problemfall gebrandmarkt. Vielleicht nicht offiziell…, aber spätestens mit den Auswirkungen allfälliger Entscheidungen oder Nicht-Entscheidungen!
Man wird ausgegrenzt. Oh ja! Selbstverständlich oftmals versteckt, verschanzt, beschönigt hinter allfälligen Formulierungen, vermeintlichen Begründungen…

Angst vor Kontrollverlust wird immer größer!

Wieder als einfaches Beispiel:
Bewerbungen für Jobs bei Firmen!
Wenn man in der Regel alles schön regelkonform hält, nur ja keinen Anlass für Aufmerksamkeit gibt… Dann ist alles fein.
Wenn man jedoch bereits einfache, positive Individualität walten lässt… Dann gerät man schon in den Fokus. Da geht es noch längst nicht, sich als Mensch zu positionieren, gar gewisse Ansprüche zu äußern!
Die große Herausforderung nun liegt ja darin, dass früher vielleicht das "Funktionieren" des Mitarbeiters im Vordergrund stand. Auftrag, Befehl gegeben – Ausführung. Basta.
Heutzutage passen diese Einstellungen aber nicht mehr unbedingt.
Der Mensch allerdings ist ein Gewohnheitstier.

Neue Denkweisen, Handlungsweisen zu kreieren erfordert zusätzlichen Aufwand!
Und grade der wird in Zeiten wie diesen, teils massivst zu vermeiden versucht. Es ist eher umgekehrt. Es wird an allen Ecken und Enden versucht, Aufwand zu vermeiden.
Nur SO wird es für die Zukunft nicht funktionieren.


Bedarf es also zunehmend an Querulanten?

Ist dies eine Art und Weise, aus der – bzw. aus dessen Widerstand – sich nicht zuletzt "zwangsweise" dann eine neue Denkweise ergeben "müssen" wird? Weil es halt nicht mehr anders, länger geht?

Im Sinne einer erfolgreichen Gestaltung der Gesellschaft allerdings würde ich selbst dies dann mal dringend auf einen Prüfstand stellen wollen!
Denn wer immer nur tut, wenn und was halt gar nicht mehr anders geht… der reagiert höchstens!
Jedoch agiert dieser Mensch, diese Gesellschaft nicht.

Und… was wohl unvermeidlich wird: Ein allfälliges Umdenken und Handeln in der Gesellschaft wird mitunter an Dingen rütteln, die sich Wenige auf diesem Planeten, ob ihrer Macht- oder Arbeits- bzw. Vermögensposition schaffen konnten. Auf Kosten anderer. Ob die es allerdings abgeben wollen?  Ich persönlich hab da meine Zweifel…  wink


Ist der Querulant im Heute also wirklich nur noch unangenehmer Zeitgenosse, den man am Liebsten irgendwo verfrachtet, wo keiner mehr was hört oder sieht von dem? Weil er in seinem "Querulantentum" schädlich ist. Nicht (mehr) kontrollierbar, unberechenbar ist? Weil es sich dann ausgedient hat mit "Kotrolle", mit "Macht"…  Und was könnte für jene, die vermeintlich Kontrolle und Macht schädlicher, schlechter sein, als wenn die Schäfchen davonlaufen…!? Reicht es, dann noch verzweifelte Versuche zu unternehmen, dass Meinungsfreiheit zensiert, unterbunden wird? Ist DAS das einzige Mittel, dass jene noch haben?

Oder könnte der Querulant vielmehr zum achtsamen Zeitzeugen "mutieren", der gewillt ist, Veränderung zu schaffen?

Können wir dem Gedanken Raum verleihen, dass dieser bislang noch als Querulant bezeichnete Mensch… in Wirklichkeit eine kostbare Quelle, Spiegel, Chance ist?


Welche "Bezeichnung" könnten wir diesen Menschen dann verleihen, um von diesem negativ geprägten Querulanten abzukommen?

Gibt es Deinerseits, liebe Leserin, lieber Leser hier einen Vorschlag?

Oder völlig unwichtig?

Kürzlich sah ich einen Bericht über das Meer. In ihm wurde berichtet, dass die Menschheit ca. 5% des gesamten Meeresfläche erforscht hätte. 95% lägen weiterhin im Unbekannten.
Wie kommts?
Aus welchem Grund kann es sein, dass große Teile des menschlichen Gehirns, Bewusstseins, Verständnisses noch immer unerforscht sind?
Wie kommt dies?
Hauptsache wir fliegen in Kürze zum Mars! Schon klar!
 

Könnte man also daraus ableiten, dass wir – hier auf diesem wundervollen Erdenrund, nicht zuletzt IN UNS selbst – noch derart viel zu erforschen, aufzuarbeiten hätten…!?
Auch völlig unwichtig?
Zu unspektakulär?

Und doch wundern wir uns, dass vieles so ist, wie es zurzeit ist…!


Ich, für meinen Teil bin somit gerne Querulant!
Nicht, nach herkömmlicher Definition, wie heute hier in der eingänglichen Definition dargestellt.
Für meinen Teil zähle ich mich gerne zum Personenkreis B)… noch mit leichten Tendenzen zu C)  (es lässt sich eben nicht von einem Tag auf den Anderen einfach abschalten… wink )

Alle sprechen von Freiheit. Verbinden damit mehr oder minder offensichtlich, dass man bei den heutigen Umständen, eben zitierten Gesetzen, Regeln, Vorschriften, nicht frei sein könne…!

Ist das so?

Behauptet wer?


Und schon hätten wir da z.B. einen Grundsatzgedanken, der man ungeniert auf den Prüfstand stellen könnte!

Mein Verdacht geht dahin, dass wir Menschen, mit unserem bewertenden, be- und verurteilenden Objektdenken mitunter die Fähigkeit verloren haben, von selbst aus Achtsamkeit walten zu lassen. Respekt. Liebe.
Dass wir uns über äußere Dinge darstellen, motivieren. Uns selbst über Dinge, vor allem Menschen stellen.

 

Und apropos…
…wie verhält es sich denn nicht zuletzt mit uns selbst, wenn uns ein solcher Querulant begegnet?
Wenn ein Gegenüber auf den Tagesplan tritt und mal "Knöpfedrücker", "Bote", "Arsch-Engel" spielt?

Naaaaaaaaa?

Gehen da gleich die inneren Geschütze in Stellung, feuern gleich mal eine Breitseite des Widerstandes, Rechthabens, der Ablehnung zurück?
Oder geben wir einem Querulanten die Chance, gesehen, wahrgenommen zu werden?

Befassen wir uns mit dem Inhalt?
Sehen den Querulanten womöglich gar als Spiegel, der uns eigene wunde Punkte, Baustellen in uns aufzeigt?

Wahren wir also so gesehen die Chance, doppelten Wachstums? In uns selbst … und im Außen?


Zum Abschluss nun darf ich Euch ein kleines Video präsentieren…
…ein Video von einem intelligenten Mann, den man so gesehen auch als Querulant bezeichnen könnte…

Richard David Precht bringt hier auch etwas auf den Punkt… zum Thema Kapitalismus, Geld und deren Auswirkungen, möglichen Folgen…

 

Wie bist Du zum Beispiel nun grade mit diesem Statement, diesen punktuellen Anstößen umgegangen?

Hast Du die Aussagen als völligen geistigen Unfug abgetan, blockiert?

Oder hast Du die Aussagen für Dich geprüft? Hineingefühlt? Für Dich Deine Wahrheit darin gefunden?

 

 

Wie steht es also um Dich… liebe Leserin, lieber Leser!

Hast Du auch Lust, Querulant zu sein…, zu werden…?


In diesem Sinne wünsche ich Dir viel Achtsamkeit, Chance und Spaß in Deinem Denken, Tun uns Sein!


Dein
Ernold Prinz
(Lifecoach, psychol. Berater (i.A.))

 

PS: Zum Thema "Achtsamkeit" gibt es eine kleine Beitragsreihe. Nachzulesen unter https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

Ein herzliches Dankeschön an Euch!

Dankeschön

Am Ende meiner Achtsamkeits-Reihe darf ich ein herzliches Dankeschön aussprechen!


Herzlich willkommen zu diesem Abschlussbeitrag liebe Leserinnen und Leser!


Vor ca. 2 Monaten nun nahm ich die Thematik um die Achtsamkeit auf und gestaltete insgesamt 15 Themen-Beiträge rund um die Achtsamkeit.
So schnell verging die Zeit… und schon stehen wir am Ende der Beiträge.


Wie hat es Euch gefallen?

War doch der eine oder andere Punkt dabei, wo Ihr was mit anfangen konntet?

Wo ein Anstoß gegeben war?
An dem womöglich auch Lust zur Umsetzung entstand…?


In der Tat würde ich Euch hier an dieser Stelle um ein Feedback ersuchen!

Freilich ist Achtsamkeit an und in sich ein sehr weitläufiger Bereich, an dem man noch unzählige einzelne Punkte aufgreifen könnte.
Ob in diesem Zusammenhang je wirklich alles angesprochen werden könnte… Ich hielte diese Annahme für gewagt.

Im Grunde genommen wollte ich jedoch nur soweit Anreiz bieten, dass Ihr – bei Lust und Laune – dieses Thema für Euch selbst aufgreift und weiter verfolgt, gar verfeinert.


Es ist und bleibt jedenfalls ein sehr spannendes Thema, in dem – meiner bescheidenen Meinung nach – seeeehr viel Potential für eine Entspannung im täglichen Leben, Umgang mit sich selbst und anderen Menschen, innewohnt!

Die Achtsamkeit vermag mitunter jeglichen Selbstausdruck zu verändern, gleichzeitig eine wundervolle Möglichkeit der Selbstoffenbarung zu bieten.


In diesem Sinne … ein herzliches Dankeschön, an jeden Einzelnen von Euch, fürs Mitmachen / Mitlesen!

Und wer weiß…
…vielleicht wird – natürlich nur bei entsprechendem Interesse – mal ein Achtsamkeitstag / kleines Achtsamkkeits-Seminar draus!

Genau in diese Richtung ist ein Feedback für mich sehr hilfreich.
Weniger, ob ein Achtsamkeits-Seminar stattfinden soll oder nicht. Wenn die Zeit reif ist, wird es das ohnehin.
Vielmehr dorthin, um in jedem Fall inhaltlich entsprechenden Anreiz bieten zu können!  wink


Ich werde mir erlauben, nun auch ein Sommerpäuschen einzulegen. Wieder weitere Themenanreize, Impressionen zu sammeln, um im Herbst dann wieder interessante Beiträge liefern zu können.
Falls Ihr hier Themen habt, die Ihr mal einbringen wollt… ich freue mich auf jede Anregung!

Zum Abschluss auch schon vorab ein herzliches Dankeschön für Euer Feedback!


In diesem Sinne verabschiede ich mich mit einem Zitat aus dem Zen-Buddhismus… und einem kleinen Video, dass ich mal als "Probelauf" gestaltet hatte… und wünsche Euch noch einen schönen Sommer…


…und viele achtsame, erfüllte Tage!

 

Wenn die Achtsamkeit etwas Schönes berührt, offenbart sie dessen Schönheit.

Wenn sie etwas Schmerzvolles berührt, wandelt sie es um und heilt es.

(Aus dem Zen-Buddhismus)

 

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Ein „Zauberwort“ mit 5 Buchstaben: DANKE

DANKE

Ein Zauberwort namens DANKE…
…wieviel vermag es zu bewirken?!


Herzlich willkommen liebe Freunde und LeserInnen der Achtsamkeits-Reihe!


Als letztem Themen-Beitrag widme ich diesen heute einem Wort, dass grade in zwischenmenschlicher Begegnung irgendwie abhandengekommen scheint.
Es hat sich irgendwie als Selbstverständlichkeit eingebürgert, dass ein Gegenüber, eine Leistung einfach zur Verfügung zu stehen hat.

Eigentlich sind es ja zwei Wörter. Nämlich BITTE und DANKE.
Aber dem Zweiten möchte ich heute inhaltlich mehr Aufmerksamkeit zuwenden. Was nicht hieße, dass nicht BEIDE angewendet werden dürfen!  laugh

DANKE


Wie wirkt das Wort DANKE auf Euch?

Ist es nur so eine beläufige, hohle Phrase…? Weil man uns nicht zuletzt als Kind vielleicht schon eingebläut hat, dass man gefälligst BITTE und DANKE zu sagen hätte…?

Oder ist das Wort DANKE bei Aussprache doch sehrwohl mit einem innigen Gefühl aufrichtigen Dankes verbunden? Existiert eine Dankbarkeit…?

Möglicherweise gibt es auch Abstufungen in der Wertigkeit eines DANKE…?

So ähnlich, wie der Mensch es tatsächlich fertigbringt, Liebe in gewisse "Stufen", Wertigkeiten zu klassifizieren…


"Apropos" Liebe…:
Auch bei der einfachen Ausdrucksweise von Worten, spricht man dennoch von Schwingungen. Schwingungen, die mit ein paar zusammengesetzten Buchstaben erzeugt werden können.

Wie bei schier jedem Wort also könnte man also argumentieren, dass mit einem DANKE – gleich wie Liebe – sehr "hohe" Schwingungen erschaffen werden.


In der Tat…, so mancher tut dies mit den Schwingungen als irgendwelchen spirituellen Hokuspokus ab. Allfälliger Blödsinn einer Eso-Szene.
Nun… jedem sei seine Sichtweise "erlaubt"…

Nicht zuletzt jedoch ein Wissenschaftler namens Masaru Emoto lieferte eindrucksvolle Beweise hinsichtlich der Reaktion von Worten, somit Schwingungen, auf Wasser!

Hier ein kleines Video (15 Minuten) mit einem Interview Emoto´s:


Immer noch Hokuspokus also?
Oder auch eines der Geheimnisse des Lebens?
Welches aber ob seiner "Unverständlichkeit", für den menschlichen Geist abgetan bis ausgeblendet wird…


Ein DANKE also…
…welches nachgewiesener Weise in Wasser eine wunderschöne Struktur schafft.

Wenn dieses Experiment, mittlerweile auch schon oft wiederholt… also auf Wasser in einem Gefäß solche Wirkung hat…
…wie sieht es dann mit einer Wirkung auf uns Menschen aus, die wir zu hohem Prozentsatz aus Wasser bestehen…?


Haben wir – in gewissem Sinne – also dem Wasser schon einmal ein DANKE ausgesprochen…?
Dieser so wertvollen Substanz, die ein großer Teil von uns selbst ist! Lebensgrundlage bildet!


Ich will hier ja keine Spekulationen vom Zaun brechen…
…jedoch was vermag Wasser… bei wenig bis gar keiner Achtung, so gar keinem Dank bzw. reiner Selbstverständlichkeit dann bewirken?
Ist es in gewisser Sichtweise dann noch verwunderlich, dass der menschliche Körper "ungesund" durchs Leben gesteuert wird…?


Zurück aber zum Wort DANKE…

Wie oft schenken wir uns selbst ein DANKE?


Wie oft… oder wohl eher… wie selten, anerkennen wir unser Tun…, unser Sein…?

Ja im täglichen Treiben, dieser immer mehr zunehmenden Hektik sogenannten Fortschrittes folgend, wird auch unser Tun und Sein für uns selbst zur Selbstverständlichkeit. Nur allzu leicht und gerne lassen wir uns vom Umfeld ablenken!
Da meint man womöglich, einmal im Jahr (mehr kann sich der "Durchschnitt" ja nicht mehr leisten), die zwei Wochen Urlaub sind DANK genug!
Da lassen wir´s uns mal gut gehen. Entweder wir liegen die zwei Wochen dann irgendwo schier regungslos herum und bewegen uns maximal zu einem Buffet. Oder wir haben selbst diese 2 Wochen straff durchgeplant und hetzen von einer "Freizeitgestaltung" zu nächsten. Und der Urlaub ist noch nicht mal rum, da wird schon am Nächsten geplant und gefeilt…

Wo aber bleibt das tägliche DANKE?

Ist es tatsächlich so selbstverständlich, dass wir morgens aufwachen…? Uns letzten Endes halt wieder einem täglichen Trott hingeben und hoffen, dass es bald Abend…, Wochenende…, Urlaub wird…?

Jeder Tag ist ein kleines Leben –
jedes Erwachen und Aufstehen eine kleine Geburt

Jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes Zubettgehen und Einschlafen ein kleiner Tod.

(Arthur Schopenhauer)


Dürfen wir…, wollen wir…, somit nicht einmal DANKE sagen?
Aber wie schon angedeutet…: Nicht einfach automatisch runterleiern, wie in einer Kirche eben zu gewissen Abläufen gewisse "Gebete" runtergeleiert werden… Sondern ganz bewusst, achtsam, auch so gemeint!

Erneut beginnt jene Möglichkeit, Chance, der Achtsamkeit… und – zumindest für mich – Lebensqualität, mit der Anwendung bei uns selbst!

Wie wollte ich jemandem DANKBAR sein können, wenn ich mir selbst nicht DANKE sagen kann? Dankbar sein kann?
Es wird nicht funktionieren!


Unser eigenes Leben "erfordert" also eine gewisse Fülle, damit wir weiterschenken können.
Aus einem leeren Glas werde ich niemandes "Durst" löschen können!

Und neuerlich tritt zutage:
Niemand anderer, als wir selbst… ist in der Lage, für diese Fülle zu sorgen!
Da kann ein Gegenüber selbst Purzelbäume schlagen…, wenn wir in uns selbst nicht diese Fülle zulassen.


Wie ist es also nun in zwischenmenschlichen Begegnungen?

Nehmen wir uns überhaupt noch Zeit, uns zu begegnen? Haben wir noch Geduld dazu, Willen dazu, dem Gegenüber zu begegnen, es wahrzunehmen… und letztlich DANKBAR zu sein?


So…
…und ich treibe es jetzt sogar noch auf die Spitze!

Ich verwende gerne wieder das Beispiel mit dem mies gelaunten Chef, oder Kollegen…
…der mich frühmorgens gleich mal anpault…

Oder jeglichem anderen "Arsch-Engel", der meine Laune zu versüßen sucht.  wink


Für viele stellt dies einen persönlichen Angriff dar. Sie sind dann enttäuscht bis verletzt. Entsprechende Emotionen werden dann nach außen gezeigt, am "Besten" gleich noch aufs ganze Umfeld verbreitet.

Selten schaffen wir den Gedankensprung, dass wir diesem Gegenüber, diesem "Arsch-Engel" am Ende DANKBAR sein dürfen!


Dankbar??? Dafür, dass das Gegenüber keine Manieren hat, mich anscheißt… beleidigt… ja und was weiß ich noch alles???

Oh ja!
Genau das!

Denn letztlich hat das Gegenüber mich – auf seine Weise – auf einen Punkt IN MIR hingewiesen, der bis dato offenbar verdrängt oder "vergessen" war.
Der gesehen und geklärt werden möchte! Er/sie war einzig der Bote des Lebens.

Doch wer von uns geht – grade nach solchen Vorkommnissen – noch auf das jeweilige Gegenüber zu…
…und BEDANKT sich???


Wollen wir mal ganz kurz "Kopf-Kino" zulassen…?
Stellt Euch mal vor…
…genau jene Situation, dass Euch da gleich frühmorgens jemand "rund macht"…
…und Ihr geht dann lächelnden Gesichtes auf diesen Menschen zu und bedankt Euch aus genau solcher, tiefer Empfindung!

Selbst wenn wir gedanklich, emotionell so gefestigt sind…
…ich wäre doch tatsächlich gespannt auf den Gesichtsausdruck meines Gegenübers!   laugh


DANKE im Sinne einer Achtsamkeit also…
…zur "letzten" Hausaufgabe dieser Serie
:

Wie fühlt sich für Euch ein richtig herzliches DANKE an?

Könnt Ihr Euch vielleicht grade an eine Situation erinnern, in der Ihr ein intensives DANKE geäußert habt…?

Wie klingt es alleine schon? Angenehm … oder das Gegenteil?


Es mag jetzt bescheuert klingen, aussehen…
…aber stellt Euch mal vor einen Spiegel…
…und sprecht ganz bewusst, deutlich das Wort DANKE aus!

Verknotet sich da krampfhaft die gesamte Backenmuskulatur…?
Oder öffnet sich – grade beim "A" – unser Mund.

Beinahe ähnlich dem Vergleich: Nein … und Ja.

Sprecht mal ganz deutlich ein NEIN aus… fühlt Eure Gesichtsmuskulatur, fühlt hinein in Euch…
…und sprecht dann ein langes JAAAAA aus…

Spürt Ihr den Unterschied?

Ebenso vermag es mit dem DANKE zu sein.


Was vermag dieses DANKE … in mir selbst wie auch somit im Menschen gegenüber, zu bewirken?!?

Könnten wir in so einem klitzekleinen DANKE, also in gewissem Sinne eine tägliche "Medizin" sehen?
Ist es durchaus ein Zeichen der Anerkennung, der Wertschätzung?

Womöglich ist es der Baustein einer Verbindung, die entweder erst geschaffen, oder auch vertieft wird!?

Könnte dem Gedanken sogar Raum zuteil werden, wenn ich behauptete, dass dieses DANKE eine Art Selbstoffenbarung wäre? Eine Form inneren Selbstausdruckes…?


Zu uns selbst… wie auch zu anderen Menschen…!?


Als kleiner Tip dazu:
Auch wenn unsere Sprache immer mehr "demontiert" wird, Zeit ja einem Matra "Ich hab keine Zeit" geopfert wird…

Verwendet mal nicht nur dieses eben schnellschnell, irgendwie bezugslos zugeworfene DANKE…
…sondern die bewusste Aussage: "Ich DANKE Dir / Ihnen!"

Ein wenig "Aufwand" von genau 2 Worten mehr…
…jedoch aus der "Ich-Form" heraus, eine direkte und persönliche Wertschätzung!
Wesentlich wirkungsvoller.

Mit der Beachtung: Bitte keine Erwartung hineinstecken, dass das Gegenüber womöglich dies beim ersten Mal sofort bemerkt. Oder dem zumindest Ausdruck verleiht… Denn bemerkt wird es in jedem Fall. Zumindest vom Unterbewussten!
DANKE wird – so meine bescheidene Meinung – dann "wahr" ausgesprochen, wenn es um den DANK an sich geht. Nicht, wenn man eine Reaktion erwartet…  wink


In diesem Sinne also wünsche ich Euch ein schönes Wochenende…
…und viel Möglichkeit und Raum, bewusst zu machen, achtsam zu sein…
…und viele DANKE´s zu "verteilen" und auch zu erhalten!


Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Lob und Kritik – nur Zuckerbrot und Peitsche?

Lob und Kritik

Das übliche Spielchen, bekannt aus so manchen Management- und Führungsseminaren: Lob und Kritik


Aufs Herzlichste … Willkommen liebe Leserinnen und Leser!


Nachdem sich diese Achtsamkeitreihe nun dem Ende zuneigt, möchte ich den heutigen vorletzten Themen-Beitrag einem möglicherweise interessanten Bereich widmen.

Vorweg gegriffen: was nun den Umgang mit dem Wort "Kritik" angeht, was hier möglichweise ein achtsamerer Ausdruck davon namens "Feedback", bewirken kann, hatte ich erst kürzlich in einem Beitrag dazu ausgeführt. Der Link zum Nachlesen aller Beiträge am Ende.
Als Essenz könnte man jedoch in jedem Fall stehen lassen: Ich teile dem Gegenüber meine Art des Verständnisses, der Auffassung, der Wirkung auf mich etc. mit. Ich kann übereinstimmen, dies kann völlig konträr sein.
Ja ich kann in einem Feedback meine Freude, Begeisterung, Anerkennung mitteilen – jedoch auch ein Gegenteil.

Sei´s wie es sei…
…in verschiedensten Seminaren wird es als psychologisch wertvoll erachtet, dass wenn es auf das Thema Feedback zu sprechen kommt, diesem zumindest ein Lob vorausgehen möge.
In dem Sinne dann speziell bezogen auf jene Feedbacks, bei denen anzunehmen ist, dass sie nicht unbedingt Lobesworte vermitteln sollen…

Lob und Kritik / Feedback also…

…sind sie die moderne Version von "Zuckerbrot und Peitsche"…? Oder bietet sich darin viel eher Wertschätzung und Wachstumschance an…?

 

Beziehen wir uns also auf jene Feedbacks, die eben eine andere Sichtweise von etwas darstellen.

Wie ergeht es Dir grundsätzlich bei Feedbacks?

Wie ist Dein Umgang damit?

 

Ein Schwenk aus meinem Leben… so im Nachhinein betrachtet…:
Schon als Kind erhielt ich viele Feedbacks. Diese Feedbacks hatten selten Lobendes an sich, vielfach eher immer "schallende Effekte".
Ganz ehrlich gesagt ging es soweit, dass ich von diesen Feedbacks also nur mehr wenig hielt. Anfänglich hatte sich da noch eine gewisse Grundangst breit gemacht, ob der ständigen Irritation darum, wann nun was einmal richtig sei, anstatt ständig unzureichend, falsch.
Irgendwann dann kam Gleichgültigkeit, Rückzug.
So … von heute aus betrachtet … war es also nicht verwunderlich, dass ich diese Grundhaltung also mitnahm ins Leben. Hinaus in die Erwachsenenwelt.

Mit dem kleinen Unterschied, dass dann doch irgendwann dieser Gedanke Einzug hielt, dass ich ja nun erwachsen sei. Nicht mehr die Klappe wegen allem halten müsste. Meinen Standpunkt nun ohne "schallende Echos" vertreten könnte.
Gesagt getan. Es stieß nicht immer auf Verständnis.
Was noch ein ungewöhnliches "Erlebnis" war… wenn ich doch ab und an mal ein Lob erhielt (zwar immer noch oft mit dem berühmten "aber…" im Schlepptau), es fühlte sich äußerst seltsam an, ich konnte anfänglich damit nichts anfangen!
Kurzum: irgendwann galt es für mich, der Erfahrung "Lob" auch einmal Raum zu geben. Anzunehmen, vor allem stehen zu lassen!

Denn nicht selten trat noch während einem Lob sofort dieses eigene "Kleinmachen" auf den Plan. "Ach… das ist ja nichts besonderes. Ist ja nur meine Arbeit/Aufgabe." Dies, das, jenes. Bloß nicht annehmen, als das was es ist.
Es war auch dies ein Lernprozess.
Vor allem dann der konstruktive Umgang mit Lob und Kritik / Feedback.
Wegzukommen von dem Gedanken, dass speziell ein Kritik / Feedback ein persönlicher Angriff auf mich sei…, sondern eben nur eine andere Sichtweise!

Dazu bemerkt: Wenn man im Zuge eines Feedbacks allerdings (in dem Fall wäre ich dann vielmehr bei Kritik und Recht haben und sonstigen Auswüchsen, bishin zu Mobbing) zum Beispiel beschimpft wird, Beschuldigungen ausgesprochen werden etc…. Dann würde ich das sehrwohl als Angriff sehen. Das hat dann mit Feedback und sachlicher Entgegnung nichts mehr zu tun.


Wie also ist Deine Erfahrung so mit Feedback?

Ist da auch … zumindest so ein leicht unangenehmes Kribbeln, Zwicken, Ziehen…?
Zählt Feedback aus dem eigenen bisherigen Erfahrungsschatz auch nicht unbedingt zu den Highlights, denen man schon in freudiger Erwartung förmlich entgegenspringt?

Oder ist alles in Butter? Jetzt ganz ehrlich! Zumindest Dir selbst gegenüber – es ist niemand da, der dies überprüfte oder gar bewertete. Es geht um die Offenheit und somit Achtsamkeit zu Dir selbst!


Wie kommt es also zu diesen unangenehmen gedanklichen und/oder emotionellen Verknüpfungen?
Aus welchem Grund wird schon in Seminaren gelehrt, wie Feedback "am Besten" an den Mann oder die Frau gebracht werden möge?

Womöglich, weil es aus dem herkömmlichen, zwischenmenschlichen Umgangsritual nahezu verschwunden ist?
Weil wir in einer ach so gestressten und möglichst produktiven Zeit, "keine Zeit" für solchen "Blödsinn" haben?
Kann es sein, dass es sich in unserer Zeit "eingebürgert" hat, dass vor allem "negative Dinge" sehr schnell und nachhaltig bemerkt werden, "positive" hingegen übersehen… oder als selbstverständlich angesehen werden?
Ging also in gewisser Weise ein Teil achtsamer, respektvoller Gesprächskultur verloren?

In mancher Weise unterstützt noch zusätzlich von diverser Technik. Denn wenn mich ein Gegenüber nicht sieht, hört und sonstiges… na dann kann ich den ruhig mal anpaulen hoch vier. Ich muss mich ja mit der Reaktion des "Angepaulten" nicht auseinandersetzen. Zur Not drehe ich den Kasten einfach ab! "Da… take this!" Basta.

Kann ich mitunter dem Gedanken auch nicht jegliche Grundlage verwehren, dass wir von Kindheit an schon nicht erlernen, wie z.B. grade ein solcher Umgang miteinander funktionieren könnte? Weil es nicht zuletzt das Umfeld auch nicht vorlebt. Also ist das für ein heranwachsendes Kind ja sogar normal! Umfeld – so auch Eltern – sind Bezugsperson, Vorbild. Und wenn die das machen… na dann wird das schon so passen!
"Was das Hänschen also nicht lernt…"

Und dann kommt da auch noch der sogenannte "Sinn-Aspekt" ins Spiel!
Was meine ich damit?
Ich versuche es in Form einer Frage zu verdeutlichen:
"Welchen Sinn macht es (was bringt es mir, meinem Geschäft, Gewinn etc.), wenn ich mein Gegenüber nun nicht von viereckig auf rund mache…, sondern eine respektvolle Gesprächsqualität zur Anwendung bringe?"

Nicht zuletzt auch hier, wirft sich – zumindest unbewusst – unweigerlich die Profitfrage auf. "Was hab ich davon?"

Und ist für den Menschen ein Nutzen nicht deutlich und möglichst zeitnah erkennbar, na dann hat sich nicht nur das mit einer Gesprächsqualität auch schon erledigt, bevor die Frage vermutlich noch zu Ende gedacht war!


Zu der heutigen Thematik nun…
…was könnte es also aus diesem Kontext tatsächlich bringen?

Zuerst einmal, dass ich eben Feedback gebe… und nicht Kritik?

Dass ich nun auch Lob mit ins Spiel bringe?


Wann hast Du Dein "letztes" Lob bekommen? Wie lange ist das her?
Kannst Du Dich noch an den Inhalt erinnern?

Wie erging es Dir damit?
Tat es gut, war es eine Befriedigung, Bestätigung? Ging das Herz wenigstens ein klein bisschen auf? Hast Du Dich womöglich tierisch gefreut?


Jetzt will ich versuchen, anhand eines Beispieles einen Unterschied zu verdeutlichen…
…und ich ersuche Dich, in alle 3 Bereiche einmal hineinzufühlen…, zu sehen/fühlen, wie dies auf Dich wirkt:

Grundsituation:
Dein Chef hat Dir einen Auftrag gegeben, für das nächste Firmenmeeting (morgen) die Verkaufszahlen zusammenzustellen, die Du dann in einem kurzen Report an die Mannschaft berichten sollst.
Mit Beamer… Powerpoint… so richtig knackig, professionell.

Der Augenblick kommt, die Mannschaft samt Chef sitzen erwartungsvoll in der Runde…
…du trägst die Zahlen vor.

Beispiel a)
Der Chef wartet noch nicht mal ab, bis der Beamter wieder aus ist… und poltert sofort vor allen los, was das für eine Art Präsentation sei, wie unprofessionell. Ob man Dir denn gar nichts auftragen könnte… Vielleicht wird er auch noch ein bisschen untergriffig… so vielleicht… "mal lieber arbeiten, als ständig Kaffee trinken"…
Die ganze Palette halt.
Du bist Blitzableiter für seinen angestauten Frust – wo auch immer der herkommt.

Toll?
Gehts Dir jetzt richtig gut?

Beispiel b)
Der Chef nimmt Dich nach der Besprechung zur Seite und erklärt Dir, dass der Inhalt der Präsentation soweit o.k. war… ABER… Du die Präsentation hättest anders, übersichtlicher … ja was weiß ich … gestalten können. Das solle als Anreiz, Anregung für das nächste Mal gelten.

Jetzt besser?
Oder fühlt sich das im Grunde genommen…
…immer noch besch….. an?

Beispiel c)
Dein Chef bittet Dich nach der Besprechung in sein Büro.
Dort dann zusammengekommen, fragt er Dich, ob er Dir zu Deiner Präsentation ein Feedback geben darf.

Na holllaaaaaa! Was´n jetzt los?

Als Du also (womöglich dezent irritiert, ob dieser Frage) zustimmst…
…lobt er Dich, dass Du die Präsentation in so kurzer Zeit so kompakt, ausführlich, verständlich – wie auch immer – auf die Beine gestellt hast. Hierbei nun aber die Betonung darauf, dass dieses Lob ehrlich gemeint ist! Von irgendeiner Heuchelei hat niemand was.
Das Lob kommt also womöglich aus einer tatsächlichen Anerkennung der Leistung. Einer sachlichen Anerkennung, nicht (unbedingt zumindest) aus einer persönlichen Befriedigung eigener Vorstellung, Erwartung! Chefs sind da ja oftmals etwas "vorgeprägt"…

Dann führt Dein Chef ins Gespräch… vielleicht als Frage, ob es denn für die nächste Präsentation möglich wäre, diese oder jene Kleinigkeit noch einzubinden. Er unterbreitet vielleicht einen Vorschlag, einen Tipp… bindet Dich jedoch mit in die Sache ein!
Abschließend bedankt sich Dein Chef nochmals für diese Deine gute Arbeit.

Wie klingt, wirkt DAS auf Dich?
Fast zu schön, um wahr zu sein?
In dem Fall gleich zwei Mal Lob… darf das den sein?

JA – DARF ES!!!

Und auch noch öfter. Und für Lob muss nicht unbedingt ein Feedback anstehen. Lob darf jederzeit verteilt werden!


Was ist hier geschehen?
Durch das Lob vorweg nun hast Du eine Bestätigung erhalten. Dein Selbstwert darf sich inspiriert fühlen! Yiehaaa!
Das anschließende Feedback kommt dann nicht wie die Dampframme…, sondern Du wirst womöglich sogar eingebunden, Du wirst gebeten, angeregt, eingebunden.
Dieses Feedback wird also durch das Lob in gewisser Weise schon gestützt, abgefedert.
Und dann nochmal ein Lob.
Der menschliche Geist vermag also den eigentlichen "Einwand", entsprechend formuliert, wesentlich offener aufzunehmen. Und erst recht dann umzusetzen. Hier ist Motivation anwesend!


Ich möchte nun betonen… dieses Lob muss da nicht in irgendwelche ausführlichen Lobeshymnen oder sonstiges Pamphlete ausufern.
Von mir aus – kurz und knackig!
Jedoch: Lob ist Lob!
Es beweist – für mich zumindest – einen achtsamen, anerkennenden, respektvollen Umgang!

 

Beispiel d)
Die Besprechung ist zu Ende.
Keiner sagt etwas, gibt Feedback. Jeder geht wieder seiner Tätigkeit nach.

 

"Wenn man nicht mit Unmut darauf reagiert,

dass andere einen nicht anerkennen…

Ist das nicht auch die Eigenschaft eines Edlen?"

(Konfuzius)

 


Ich komme – zur Abrundung – also nicht umhin, um wieder einmal uns selbst ins Boot zu "hieven"!

 

Wie gehen wir denn mit uns selbst um…???

Naaaaaa…?

Wie oft am Tag hören wir da gedanklich solche Aussagen hallen… "Ach was bin ich für ein Trottel…"? Oder alle sonstigen "Ausführungen" abwertender, verurteilender Bemerkungen über uns selbst?
Woher kommen diese?
Rein aus einer schlechten Laune, dem Wasserstand des Mittelmeeres…
…oder am Ende eines angeschlagenen, inneren Selbstwertverständnisses…?
Weil wir es oft genug gehört, erlebt haben… irgendwann begonnen haben, dies zu glauben…? Übernommen haben, ohne dies nochmal zu überprüfen?

Sind wir in der Lage, uns selbst auch Lob zu schenken?


Oder regiert da irgendwo in der Denkmurmel der ewige Kritiker, Antreiber, dem nie etwas "gut genug" ist?

Möglicherweise noch anders gefragt / hinterfragt:

Wie hoch ist unser eigener Selbstwert?

Sind wir uns seiner bewusst?

Ist er soweit gestärkt, dass das allfällige Ausbleiben eines Lobes, einer Anerkennung nicht den geringsten Abbruch tut, was wir von uns denken? Oder gleiten wir allzu schnell in eine Opferrolle des Brauchens, angewiesen seins auf jene Bestätigung?

Erneut sage ich nur: Innen – wie außen… außen – wie innen!

Spiegelgesetz, Resonanzgesetz!


Zur diesmaligen "Hausaufgabe" also:

Ich würde Dich herzlich einladen wollen, zu allererst tatsächlich einmal auf diese "inneren Einwände", diese Bewertungen zu achten!
Vor allem, aus welchem Kontext diese grade auftauchen!
Dies – und wenn´s am Ende des Tages ist – mal bewusst zu reflektieren. Zu notieren. Festzumachen.

Wenn Du noch Energie haben solltest, spätesens am Ende des Tages auch versuchen, diese Bewertung dem tatsächlichen Geschehen sachlich gegenüber zu stellen. Denn nach annähernd sachlich/objektiver Ansicht (völlig objektiv wird es nie sein), kann man oftmals sofort selbst die Diskrepanz erkennen. Zwischen tatsächlichem Geschehen, Anlass… und der dann einsetzenden Gedankenfolge, Gedankenfalle der eigenen Bewertung!

Alte Muster bilden sich mitunter deutlich ab.

Im Weiteren möchte ich Dich gerne dazu ermutigen, in allfälligen Gesprächen bewusst darauf zu achten, wie Du mit Deinem Gegenüber umgehst. Speziell nun hinsichtlich Lob und Kritik / Feedback.
Und ich betone jetzt: Wie DU mit dem Gegenüber umgehst! Was also in Deine Verantwortung fällt.
Was der Andere, das Gegenüber in dem Moment macht, ist sekundär. Vermag Dir mitunter noch mehr Klarheit zu schaffen. Mehr nicht.

Und mit ein bisschen Mut und Schlagfertigkeit kannst Du – im aktuellen Anlass – den Spieß sozusagen ja gleich umdrehen! Theorie gleich in Praxis umsetzen!
Wenn Dir da also was an Kritik an den Kopf geworfen wird… sagen wir, ein Kollege/eine Kollegin weist Dich "ziemlich direkt" auf etwas hin…
…lasse das Gegenüber erst einmal aussprechen.

Und dann frage zum Beispiel, ob Du bezüglich dieser Kritik nun ein Feedback geben darfst.
Ja… ich weiß! Grade diese Frage hört sich äußerst ungewohnt, fremd, ja von mir aus ein bisschen bescheuert an!
Vermutlich/vielleicht wird Dein Gegenüber in dem Moment nicht minder überrascht sein.
Jedoch: Du lässt dem Gegenüber damit die Entscheidung, Verantwortung, ob er sich Dein Feedback anhören will oder nicht! Ganz simpel!
Wir gehen immer davon aus, dass wir unser Gegenüber zutexten können, es sich unsere Meinung, unser Feedback anzuhören HAT! Es uns dies schuldig ist!

NEIN!
Ist es nicht!

Es hat sich höchstens irgendwie so eingebürgert in einer immer gefühlsärmer werdenden Welt.
Und ich behaupte sogar: Nicht einmal in einer Firma begründete sich ein Recht oder eine Pflicht daraus, dass sich irgendjemand ein Feedback anhören MUSS!!!
Das glaubt höchstens ein angekratztes Ego!
Keinesfalls liegt es – für mich zumindest – im Bereich eines respektvollen, achtsamen Umgangs miteinander!

Wenn ein "nein" kommt… na dann kommt es eben. Fühle Dich deshalb nicht womöglich gekränkt, enttäuscht oder sonstiges. Es ist die Entscheidung des Gegenüber. Sein Recht, Seine Verantwortung.
Sollte allerdings ein "ja" kommen…
…dann versuche mal, diesen Lob und Kritik / Feedback-Ansatz umzusetzen.

Als Lob könnte zum Beispiel schon reichen:
"Danke dass Sie mitgedacht haben. Mir wäre das jetzt tatsächlich entfallen.
Weil wir das grade besprechen… sehen Sie eine Möglichkeit, wie wir dies so gestalten können, dass es nicht mehr übersehen werden kann?
Dies jenes das…
Danke noch einmal für den aufmerksamen Hinweis!"

Lasse Deine Fantasie mitunter mitspielen. Sei kreativ – jedoch immer authentisch!

Lob und Kritik

Lob und Kritik: ist es also tatsächlich nur das bekannte "Zuckerbrot und die Peitsche"… Mittel zum Zweck…?
Oder ist es durchaus Chance der gegenseitigen Wertschätzung, Anerkennung und des Wachstums…?


In diesem Sinne also wünsche ich Dir liebe Leserin, lieber Leser viiiieeeel Spaß, viiiiieeeel Lob und Feedback…
…auf der Spielwiese der Begegnungen!

 

PS: Hier nun noch die "Steigerungsstufe" dazu…: Ich bitte Dich, liebe Leserin, lieber Leser, um ein Feedback!


In Achtsamkeit

Dein
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

 

Die tägliche Wut: was macht uns so wütend…?

Wut

Die Wut. Was aber macht uns so wütend … spätestens, wenn da wieder der eine oder andere Bericht in bekannten Medien, Plattformen auftaucht?

Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser…!

 

Aus schier gegebenem Anlass möchte ich da heute mal ein Thema aufgreifen, dass ja insbesondere in den letzten Tagen, Wochen, wieder ziemlich an Brisanz…. und Präsenz zugenommen hat:

Die schier tägliche Wut!

Da ich mir doch einige Mühe gebe, Einiges zu verstehen…, so möchte ich heute dieses heikle Thema aufgreifen. Wohl im Bewusstsein, dass mich so Mancher vielleicht nicht verstehen wird… oder gar will. Aber letztlich gibt der Beitrag "nur" meine Gedanken wieder…

Vielleicht wird bei dem Einen oder Anderen von Euch sogleich ein inneres Bild hinsichtlich Gewalt hochkommen. Oder gar mehrere Bilder.
Nicht zuletzt die Medien haben uns ja auf "eindrucksvolle" Art und Weise wieder ausreichend damit versorgt!

Ob es nun nach wie vor Themen sind, wo es sich um Flüchtlinge handelt…, ob das nun Attentate sind…, ob dies nun die aktuellen Geschehnisse um den G20-Gipfel angeht…
Die Liste ließe sich – grade in dieser Zeit – sicher noch länger fortsetzen! Die Wut ist da. Die Wut ist in uns!

Wer gerne mal näher reinschauen möchte, hier ein Link zu einer Definition. Besonders interessant erscheinen mir die "Theorien zur Wut aus Sicht der Psychologie"!  …  https://de.wikipedia.org/wiki/Wut


Was aber nun erweckt in uns tatsächlich diese Wut? Wie gelangt sie in uns?

Schaufelt die sozusagen erst grade, jeweils aktuell in uns hinein?

Oder ist sie schon da? Mitunter seeehhhr lange da…?

 

Nehmen wir grade das letzte aktuelle Thema (ich glaubs zumindest, da ich nicht viel Nachrichten ansehe): Die teils massiven Randale in Hamburg anlässlich des G20…

Was geschieht da?
Nun… abgesehen davon, dass die "führenden Köpfe" der 20 mächtigsten Industriestaaten halt – letztlich auf Steuergeld – wieder mal tagelang tagen. So gesehen, im Sinne eines Volks-Blickwinkels oft zweifelhafte Entscheidungen treffen…
…da wären dann noch die Gegner. Die "wütenden" Gegner.  Und die Chaoten.

Grundsätzlich finde ich – und das ist jetzt bitte meine persönliche Meinung – dass es nichts bringt, mit Transparenten schweigend oder schreiend durch die Straßen zu pilgern. Denn jene "führenden Köpfe" tun ohnehin, was sie für "richtig" halten. Das Volk wird selten gefragt. So wirds nicht nachhaltig funktionieren.

 

Zwischenfrage:  War es jemals denn schon anders? Wie oft hat das Volk protestiert, revoltiert? Was kam rum dabei?
Gegenfrage: Aus welchem Grund ist im Grunde genommen also noch immer alles beim Alten?

 

Ein Ansatz zur Veränderung beginnt ehstmöglich bei uns selbst!
Sei es aus der vorherrschenden eigenen Gedankenwelt heraus, sei es aus dem eigenen Verhalten heraus… usw.

Beispiel: Glaube ich, dass dass das Leben schwer sei, das Leben kein Ponyhof sei… usw. usw., dann WIRD das unweigerlich so sein. Ich werde nichts anderes sehen – bzw. sehen WOLLEN! Der Verstand ist auf Suchprogramm nach Beweisen… und das Leben wird mir diese aus einer Resonanz heraus prompt liefern!  "Deinem Willen nach geschehe Dir"… sprach einst schon ein weiser Mann…


Und damit stoße ich neuerlich auf die eingängliche Frage: Woher kommt diese Wut?

Nehmen wir nun einmal jene her, die da nicht nur des Demonstrierens wegen durch die Straßen zogen…, sondern vielmehr jene, die vermummt, scheinbar einzig auf Krawall aus, durch die Straßen tobten. Schäden in noch nicht wirklich bekannter Höhe verursachten, Menschen verletzten, usw.
Ist dies tatsächlich noch Wut? Auf irgendwas, irgendjemanden?
Oder ist dies – zumindest teilweise – dann selbst oder fremdgepuschte Agression, wo es nur darum geht, ebendiese ungeniert ausleben zu können und zu wollen!?

Wie kommen nun in dieser Situation, Unbeteiligte dazu, dass deren – teils mühsam – Erschaffenes, Erarbeitetes, Erspartes vor die Säue geht?
Der Staat hat zwar angekündigt, die Hälfte der Schadenssummen zu übernehmen… Nur: Was ist mit der anderen Hälfte?
Wie kommt es überhaupt dazu, dass fremdes Eigentum zerstört wird? Sind sie mit Recht wütend? Ja – doch, in gewisser Weise! Verstehe ich auch vollkommen! Und dennoch…  Was berührt das Geschehen in ihnen? Auch die Zerstörung, dass Ihnen etwas "weggenommen" wurde..? Was will das Leben damit ausdrücken…? Jetzt nur mal so in den Raum gestellt…

Und da wäre ich bei meinem, schon vielfach vorgebrachten Thema: Was nützen all diese gesetzlichen Regelungen, samt Strafandrohungen?
Wenn sich gewisse nicht dran halten! Weder Respekt vor diesen Regelungen, Gesetzen… noch vor dem Anderen Menschen, dessen "Eigentum" haben. Dann vermummt man sich halt, weil dann kommt eh keiner drauf. Versteckt noch eigene Feigheit!  (Außer wenn so mancher trotz aller Wiedersprüche, von seiner "randalistischen Zugehörigekeit" noch ein Selfie zur Bestätigung benötigt…). Nur dann sei auch hier die "Gegenfrage" erlaubt: Was will das Leben UNS damit verdeutlichen, aufzeigen…? Unsere "Feigheit", "Vermummung" an anderen Bereichen des Lebens…? Und nachdem wir uns ja grade über diese "Vermummung", dieses "Verstecken" so aufregen (mich auch teils eingeschlossen)… Also so ganz blöde ist das Leben nicht! Da steckt ein "Sinn", eine Antwort dahinter…   Auch, wenn sie sich auf so merkwürdigen Anstoß hin, Raum zu schaffen versucht…!  Auch nur mal so in den Raum gestellt…

 

WESHALB KOMMEN DIE UNBETEILIGTEN ZUM HANDKUSS?

Würden genau jene, die aktiv an diesen Ausschreitungen beteiligt waren, zum Beispiel ihr eigenes Fahrzeug hinstellen und anzünden?
Nein?
Oooooch?
Wie kommts?
Würden jene Beteiligten ihre eigenen Geschäfte, Unterkünfte… ja was auch immer… zerstören, abfackeln?
Nein?
Auch nicht also…
Ja wieso denn nicht???

Es geht also meines Erachtens vielleicht 2. oder 3.ranging um Protest. Vorranging – wie auch in der Frustrations-Aggressions-Theorie beschrieben – um einer Frust Luft zu machen. Abzureagieren.


Jene nun, die ihre Wut darin begründen, dass ja Politiker, Manager, Magnaten von Konzernen etc. etc. "Schuld" seien, dies oder jenes verbockt zu haben…
Es mag im Außen wohl sein, dass da so einiges verbockt wurde! Von nichts kommt nichts!

Nur… wie lange läuft DAS denn schon? Erst seit gestern? Den letzten Wahlen?
Oder läuft diese Systematik letztlich schon über Jahrhunderte hinweg?

WER hat denn seine Verantwortung und Macht abgegeben… schon vor langer Zeit an jene, die es wohl verstanden, sich bei der Bevölkerung einzuschleimen, schöne gedankliche Zauberbildchen von diesem und jenem vom Himmel herab zu versprechen.
Und was wurde letztlich eingehalten? Und wie gerne waren die Menschen bereit, dem zu glauben!? Ihre Verantwortung abzugeben!?
Lag alles zu 100% immer im Interesse des Volkes? Waren diese Menschen also Volks-Vertreter? Aber die Menschen ließen sich schon seit Jahrtausenden gerne veräppeln, wie´s scheint.


Und erneut also nun…
…woher kommt die Wut???


Das Geschehen im Außen bildet ab, was IN der Gesellschaft geschieht. Was in jedem Einzelnen von uns geschieht!
Es mag ja sein, dass Vieles über lange Zeit hin funktioniert hat.
Die Menschen aber – und darin liegt meinerseits große Hoffnung – langsam aber sicher "wach" werden!

Das, was da also im Außen geschieht, lässt viel Rückschluss auf uns selbst zu! Wie lange bevormunden, betrügen, belügen wir uns denn schon selbst?!?

Und jetzt kommen wir langsam drauf?

Dass man uns was weggenommen hätte…? Wie z.B. unsere Eigenständigkeit, Freiheit, Macht, Verantwortung…? Doch nochmal: Wer hat sie denn erst abgegeben?


Und jetzt zum Vergleich, der dieses Muster der Wut einmal – zumindest ein bisschen – sichtbarer werden lassen könnte!

Wir gehen mal kurz in die Vergangenheit…
…als wir noch kleine Kinder waren.


Wir wollten etwas. Wir wollten es unbedingt.
Oder drehen wir´s um: wir hatten etwas… und dann kam jemand… und nahm es uns weg!
Hollllaaaaaa! Krach im Karton!!!
Früher oder später kam da dann allerdings der "Einwand" vom Umfeld. Seien es nun Eltern, die ja im Grunde auch aus ihrer Haut nicht rauskonnten, die innerlich auch unbefriedigte Kinder waren…
Sei es dann von "erziehenden" oder "ausbildenden" Institutionen wie Horte, Schulen, Ausbildungen… wo der kindliche Mensch zunehmend und am laufenden Band diverse No-Go´s und Regeln vorgeschrieben bekam. Und es lag in der Art der Reaktion einer Gesellschaft, dass man sich anzupassen hatte… ansonsten "flog man raus"!
Im Zuge unseres Heranwachsens schon bildeten sich Dinge ab, die nicht mit unserem Bestreben, unserem Gefühl einher gingen.
Wir wurden wütend!
Nein etwa?

Was geschah?
Es wurde – je nach Intensität – mit mehr oder minder Zwang unterdrückt, niedergeschlagen, abmontiert. Wir wurden noch mehr angepasst. Der Wut selbst hatte man sich aber in den seltensten Fällen klärend zugewandt. Es hatte so zu sein – basta. Schwamm drüber.
Viele gaben früher oder später auf.

WER hats also erschaffen?
Der Weihnachtsmann? Der liebe Gott? Die Politiker?

Nö!
Es war unsere eigene Wut, die jedoch in Anpassung an das System in der einen oder anderen Form unterdrückt, verdrängt, negiert wurde.

Was haben wir heute?
Tritt nun heutzutage nicht auch sehr deutlich zutage, dass wir mit so mancher Entscheidung, Vorgabe, Regel nicht einverstanden sind? Dass neuerlich – wie damals als Kind – über unsere Köpfe hinweg entschieden wird? Weggenommen wird?
Noch dazu im vermeintlichen "Namen des Volkes"?


Dann treten da nun also der Reihe nach Personen auf "die Bühne"…
…und drücken ihre imaginären Finger genauuuu dorthin, wohin wir die damalige Wut schon verstaut haben!
Selbst wenn wir nicht einmal mehr "wussten", dass die da noch immer lauert!
Und was geschieht wohl, wenn einer von uns den Mund aufmacht?
Naaaaa…?
Welche "News" grasieren da über Plattformen, dass man "kritische Äußerungen" auf Medien zensieren, streichen will? Was hört man an Meldungen, dass es in verschiedenen Bereichen dieses Planeten – wohlgemerkt im 21. Jahrhundert und einer Zeit der angeblichen Meinungsfreiheit – Menschen weggehaftet werden, weil sie ihre Meinung kundtun?
Was geschieht hier: Man unterdrückt, schlägt neuerlich nieder!
Ein Muster wiederholt sich!

Das was ich vorhin also ausdrücke… dass wir es uns hätten wegnehmen lassen… dass wir "mitgewirkt" hätten und abgegeben haben…  es ließe sich nun also relativieren.

Könnte es also mitunter sein, dass das Leben – in seiner oft mysteriösen Weise – VORGESEHEN hat, dass wir damals diese Erfahrung machen sollten. Und es uns nun mittels dieser "Spiegel" klarzumachen versucht, nun endlich in die Gänge zu kommen… und wieder selbst in die Hand zu nehmen…?  Wäre das komplett abwegig…?

Weiß ich, was "heiß" ist, ohne vorher je "kalt" erfahren zu haben…?


Und ganz ehrlich jetzt mal…:
Kannst Du Dich liebe Leserin, lieber Leser noch zurückerinnern, wiiieeeee batzig und mächtig Deine Wut als Kind damals sein konnte…?
Kannst Du…?

Wir jedoch glauben vielfach, wir hätten damals "ausgemistet"! Gefühle/Emotionen hätten wohl eine Art "Halbwertszeit" und müssten doch schon "verraucht", "aufgelöst" sein!

DENKSTE!

Alles ist noch schöööööön gebunkert. Und wird nun eben freigelegt! Wie man leider immer öfter sieht…

Dies wiederum hielte ich nicht im Geringsten als Rechtfertigung geeignet, derartige Randale und Ausschreitungen vorzunehmen!

Aber die Wut ist noch da!  Guten Morgen… und willkommen im wirklichen Leben!

 

Was nun liebe Leserin, lieber Leser macht Dich wütend?

Mitunter ein Thema von diversen Betrügereien, Schiebereien – zumeist in den "obersten Etagen"? Solche Bescheißmeiereien wie mit dem Abgas-Skandal eines bekannten Fahrzeugherstellers? Im Grund Lug und Trug – soweit das Auge reicht?

Zum Beispiel auch das Thema mit den Flüchtlingen? Die – zumindest so berichteten – Ungleichbehandlungen zwischen ihnen und der angesessenen Bevölkerung? (Ein wirklich schlüssiger Beweis liegt mir persönlich nicht vor.)

Was steht hier jedoch offen dahinter?

Neid?  "DIE" könnten ja besser behandelt werden, "DIE" könnten ja mehr bekommen…?  Unlängst wieder ein Post (soferne man dem glauben kann…) WIR sollen halt bis 78 arbeiten, damit wir "DIE" finanzieren können…?
Minderwertigkeit? "Die da oben" können sich mit ihrem Geld alles richten! Alles bestimmen?
Scham?
Hilfslosigkeit?  Was können wir schon ändern? Man hat mir etwas weggenommen…
Wut? Über dieses… und noch viel mehr?
Ist letzten Endes nicht alles überschattend, eine ANGST vorhanden?


Vielleicht klingt das an dieser Stelle "weit hergeholt"… aber wie war das nochmal mit dieser indianischen Weisheit mit den 2 Wölfen? Welcher wird gewinnen?
Welchen der beiden Wölfe also füttern wir, damit er letztlich gewinnt?
Im Moment unbestritten die Angst!

Medien tun ihr Übriges dazu!
Negativität wird ausgeschlachtet! Im Sinne einer Sensationslüsternheit, einer Geilheit…
…und wer liest dies? Wer sieht es sich in TV und anderen Medien an? Wird geradezu angezogen davon…?
"Oh soooooo schrecklich…!"
Die Menschen!

Grob gesagt: Würde kein Mensch auch nur einen Finger rühren für dieses mediale Ausgeschlachte… dann würde es nicht lange existieren! Denn wozu etwas tun, was sich keiner ansieht, anhört, liest?

Ja… offenbar lag es in der Absicht der Schöpfung, dass der Mensch Wut empfinden kann. Und dass sie mitunter durchaus gefühlt werden darf, soll.

Doch ist die Wut tatsächlich geeignet als "Werkzeug" nach außen, um gar nocht missbraucht zu werden…  oder doch "nur" Spiegel, um nach innen zu sehen…?

Wut


Was nun könnte alleine dies für einen deutlichen Hinweis geben?

Etwas… dass es uns selbst freisteht, jederzeit etwas anderes zu leben?


Meine so liebgewonnene Frage…

Was wäre wenn…
…wir, keiner von uns, noch eine Tageszeitung kaufen würde, keiner mehr Nachrichten in TV oder anderen Medien mehr ansehen würde? Die Glotze überhaupt nicht mehr anmachen würde?
Würden so mancher von uns das überhaupt aushalten?
Ist es für uns denn tatsächlich so lebenswichtig, zu erfahren, wenn dort oder da wieder Scheiße passiert???
Ist es das??? Steht irgendwo – bei Strafe – geschrieben, dass wir uns das antun müssen???

Was wäre wenn…
…bei den nächsten Wahlen kein Einziger mehr an die Urne treten würde… egal, was da von oben versprochen und vorgegaukelt würde?
Wer würde dies locker aushalten… oder sofort irgendwelchen Scheinphrasen unterliegen?
Stellt Euch das bitte einmal ausführlich vor! KEINER ginge wählen!
Und damit meine ich auch: Jeder für sich nicht! Aus einer bewussten Eigenverantwortung nicht! Nicht, nur weil es der Nachbar, Kollege, Freund oder sonstwer nicht tut…
Was würden sie dann tun, diese Volksvertreter…? Wenn ihre ganzen Sprüche völlig an uns vorbeigingen…?
Vermutlich mal einen sehr sparsamen Gesichtsausdruck… und dann tierischen Bammel bekommen!

Steht DAS irgendwo geschrieben, dass wir das tun – also wählen – müssten???  Oder ist das vielmehr auch nur so ein fadenscheiniges, ungeschriebenes Gesetz, von wegen, "das man "das" nicht machen könne"…(also der Wahl fernbleiben).. oder sonstigem Schwachsinn…?

Was wäre wenn…
…wir alle, jeder von uns, viel bewusster und respektvoller mit sich selbst umginge. Mit seinen Mitmenschen. Mit einer Natur.
Benötigen wir denn tatsächlich alles, was uns eine Wirtschaft samt Suggestion (Werbung) einzuhämmern versucht?
Ist das so?
Was wäre denn, wenn wir so dermaßen vieles, letztlich unsinniges Zeug nicht mehr kaufen würden? WEN würde es denn dann plötzlich "rütteln"? Diejenigen etwa, die das Zeug verkaufen wollen?
Naaaa… klingelts da etwa?
Oder liegt es nicht vordringlich in unserer eigenen Minderwertigkeit, Scham, Eifersucht, Nein,… letztlich Angst, dass wir nicht mehr miteinander umgehen können bzw. wollen?
Dass wir immer weniger drauf achten, wer wir tief in uns sind… anstelle dessen, was wir haben? Dass wir uns über ein Außen definieren… und doch weniger haben könnten, als der Andere, schlechter dastünden…   Minderwertigkeit lässt grüßen!

Hierzu noch ein Einwurf, und ich frage mich ganz ehrlich, ob nur ich so verdreht … oder auch bewusst hinsehe, denke… oder Andere das auch tun:
Beobachten wir doch die letzten Jahre!
Wieviele große Firmen sind den Bach runter gegangen? Haben irgendwann "Standorte verlegt", weil ja Kosten zu hoch und sonstiger Schwachsinn?
Wieviele Firmen haben Menschen zuhauf entlassen, weil ja eingespart werden musste? Weil die "Vorjahreszahlen", die Umsätze zurückgegangen seien…
ZURÜCK GEGANGEN !!!
Noch nicht einmal eingebrochen! Gar ganz ausgefallen…!
Naaa… klickts spätestens jetzt?

Haben die besagte Firmenchefs (man kann nicht alle über einen Kamm scheren) jemals bei ihren Boni auf Einsparungen geachtet?
Oder Politiker bei ihren fetten Gehältern oder Nebengebühren?
Haben sie?
Aber Menschen entlassen… das haben sie!
Menschen sind, wurden wütend. Man hat ihnen etwas weggenommen!

Nochmal: Wer kauft denn ein?

Und ganz ehrlich…
…was wäre wenn…
…wir in uns selbst dieses ständige genörgle, gejammere, diese täglichen Antreiber, diesen Stress abbauen könnten…
…und anstelle dessen wieder ein bewusstes Miteinander schufen? Eine Wertschätzung?

Dass ich zum Beispiel – weils sehr oft vorkommt – für einen Chef nicht nur ein Mitarbeiter, eine Nummer auf einem Personalbogen, ein "Untergebener", ein Nutzobjekt für seinen Profit bin…
…sondern MENSCH!!! Sein Potential! Denn wenn ich… und seine anderen Mitarbeiter nicht sind, dann hat sich´s was mit seinem Profit! Ausgesch….en!


Mensch also. In Respekt zu sich selbst. In Respekt zum Gegenüber. Im Respekt zum Leben!

Bräuchten wir dann noch solche Manager, bestimmende Politiker, Gesetze, Regeln…?
Wäre es dann noch notwendig, derartige Wut zu bekunden und/oder ihr Ausdruck zu geben?


Was wäre wenn…
…unser aller Hinterteil nicht immer noch bequemer würde?
Technischer Fortschritt…: absolut o.k.
Aber man kannst auch übertreiben!

Damit der Beitrag jetzt auch ein bisschen humoristische Note bekommt… und nicht jeder mit verbissenem Gesicht vor dem Schirm hockt…
…hier ein kleines Video, dass jedoch – trotz Humor – genau einen solchen Bereich anspricht, den ich meine…

 


Zum letzten Mal stelle ich also die Beitragsfrage: Woher kommt die Wut?

Letztlich aus uns selbst!

Das was geschieht, geschieht!

Leben hat so seine ganz eigenen Arten und Weisen, sich… oder solche Dinge z.B. einer Wut, anzusprechen, zu spiegeln, aufzudecken, innere Knöpfe zu drücken, "Arsch-Engel" zu spielen!

Das Äußere spiegelt das Innere… und das Innere wiederum nach außen. Ein ständiges Wechselspiel der Resonanz, des Lebensspiegels.


Anstelle von Wut, vom Brüllen und demonstrieren auf Straßen könnte also hinkünftig eine wichtige Frage lauten:

Was ist mein Anteil am Geschehen?

Wo unterdrücke, bescheiße, verbiege und verstecke ich mich selbst?

Bin ich – in Wut – noch ich selbst?

Wut

 

Denn…
…das, was ich selbst nicht zu sein vermag…, wie wollte ich dies einem Anderen vermitteln? Wie sollte sich etwas im Außen wiederspiegeln oder gar verbreiten, was ich innerlich nicht BIN?
Was also sollte sich im Draußen, in der Gesellschaft abbilden?


Ich möchte nur eindringlich bemerken: Nicht dass mir jetzt einer käme und Äußerungen träfe… von wegen Schuld! Oder der Prinz hat einen ordentlichen Hau weg, wenn er sagte, jeder wäre selber Schuld!

DAS WÜRDE ICH NIEMALS BEHAUPTEN!

Schuld könnte man dann sein, wenn man etwas ganz bewusst tut oder unterlässt!
Zumindest also – wie es juristisch so schön heißt – eine grobe Fahrlässigkeit oder gar Vorsätzlichkeit an den Tag lege (grobe Fahrlässigkeit: Ich bin mir z.B. negativer Folgen bewusst und nehme diese in Kauf).
Wenn ich´s also – vollen Bewusstseins – so richtig verkacke. Egal welche Folgen es hat!

Tut dies jemand von uns? So richtig absichtlich?   (Jene Vermummte nun bei G20 z.B. vielleicht ausgenommen…, und selbst hier wäre ich mir auch fachlicher Sicht nicht völlig sicher, ob sie auch wissen, was sie da wirklich tun… sondern vielmehr nur glauben…).

 


Liebe Leute, Leserinnen, Leser!

Ob Ihr mich nun für bekloppt haltet… oder auch nicht…
Jeder soll und wird für sich tun, was er/sie für richtig hält.

Das alles ist nur meine Sicht der Dinge. Und ich werde mein Bestes geben, um im Rahmen meiner Möglichkeiten etwas zu bewirken.
Beginnend bei mir selbst!
Denn "nobody is perfekt"!

Was Ihr für Euch mitnehmt, draus macht… oder auch nicht…
…es ist wie immer Eure Verantwortung, nicht meine!

Es ist sicherlich nicht meine Intention, mit diesem Beitrag zu einer Revolte, einem Ungehorsam oder sonstigem Unfug aufzurufen.
Lediglich zu einer Bewusstheit und Eigenverantwortung! Einer Achtsamkeit!

Und mitunter wird irgendwann keine "Revolte" mehr nötig sein, da die Menschen aus sich heraus eine neue, bewusste Gesellschaft einer freien Entfaltung ohne Angst, geschafft haben.

Der Weg ist noch weit…
…doch wenn keiner anfängt zu gehen…!?


In diesem Sinne…
…noch eine aufregende Zeit der Selbstentdeckung und Umsetzung!

Euer
Ernold Prinz
(Lifecoach)

 

 

PS: Falls jemand nun doch neugierig geworden ist, was es mit der erwähnten "Achtsamkeit" auf sich hat…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

Bildquelle: Pixabay

Die Balance von Schweigen und Reden

Balance

In jeglichem Gespräch – ja sogar mit sich selbst – vermag eines eine gewisse Balance zu geben.


Herzlich willkommen liebe Leserinnen und Leser zu diesem Achtsamkeits-Beitrag!


Wie steht es um unsere Balance?

Speziell nun fokussiert zum Beispiel auf die Balance in Gesprächen!

Erneut ist unsere Beobachtungsgabe gefordert, um alleine schon die täglichen Gespräche einmal ehrlich zu betrachten.
Wo wird diese Balance gewahrt, wo gibt es Ungleichgewichte?

Selbstverständlich… grade, wenn etwas aus einer Erregung, Emotion heraus gesagt wird, …oder werden soll, ist es oft so eine Sache mit der Balance!  wink

Und ich meine hiermit keinesfalls nur die negativen Gesprächsansätze, sondern sehr oft auch zu beobachten bei sehr schönen, erfreulichen Gesprächsinhalten!

Wer kennt den Spruch: "Er/sie plaudert wie ein Wasserfall"…?


Da sprudelt es also geradezu heraus aus dem Gegenüber. Und so mancher Zuhörer ist, selbst bei bester Motivation, mitunter dezent überfordert.

Was wird hier aber geschehen?
Eben, grade weil es positiv, erfreulich ist, wird man sich zumeist nicht viele Gedanken machen. Teilt die Freude gar mit.
Ist der "Sprudel-Quelle" gegenüber weitaus offer eingestellt.

Heikel wird die Sache – wie oft im Leben – erst, wenn es in die negativen Bereiche geht!
Wenn also nicht Freude – sondern zum Beispiel Zorn/Wut gegenübersteht.


Im letzten Achtsamkeitsbeitrag befasste ich mich mit der Thematik, des Recht haben wollens… oder nur der einfachen, respektvollen Darlegung des Standpunktes.

Könnte man dem Gedanken also auch heute Raum verleihen, dass wenn es sich um das bloße Recht haben wollen dreht, der Emotionspegel mitunter innerhalb kürzester Zeit, ziemlich in den "roten Bereich" schießen könnte, die Balance hier maximal zum Fremdwort mutierte?
Wo ja Recht haben wollen dann – für mich zumindest – eher nur mehr selten in einen Bereich einer Balance hineinreicht.
Einer will gewinnen. Und fährt früher oder später… mehr oder minder über sein Gegenüber drüber.
Ungleichgewicht also.

Als sehr schönes bildliches Beispiel von Achtsamkeit, Konzentration und Balance habe ich ein kleines Video für Dich, welches in eindrucksvoller Weise veranschaulicht, welche magische Kraft einer Balance innezuwohnen vermag… und wie sensibel die Balance doch zugleich ist…

 

 


Wie also ist es nun in unseren täglichen Gesprächen?

Findet auch hier oftmals eines der bekanntesten Mantren der Neuzeit Anwendung:  "Keine Zeit!" …???

Befinden wir uns nicht selten in verschiedensten (oft selbst erschaffenen) Stresspegeln, die – vor allem im Zuge eines Gespräches – dann die vorhandene Zeit, SEIN DING an den Mann oder die Frau zu bringen, verschwindend gering erscheint?
Zu gut Deutsch: Nehmen wir uns tatsächlich die Zeit für "balancierte Gespräche"…?

Oder anders gefragt… was nun teils wieder in die "Gewinner-Schiene" hineinreicht…: Werden von uns Gespräche geführt, nur damit WIR eben unser Ding an den Mann oder die Frau bringen? Das, was das Gegenüber zu sagen hätte, ist im Grunde völlig unwichtig?
Also eine Art Gewinn in Form von Mitteilungsdrang, Geltungsdrang über Gesagtes…?
Es gibt dafür auch schon ein von mir aufgegriffenes Themenwort namens "Tratsch"!

Unterhaltung also, in dem es mitunter sogar nicht einmal mehr um einen Inhalt geht. Sondern Hauptsache, man hat die Klappe offen und macht sich bemerkbar, wichtig.


Führen wir unsere Gespräche so achtsam, dass somit einer schweigt… und einer spricht…? Balance herrscht?
Dass einer die Gelegenheit bekommt, diese Zeit mit Schweigen zu nutzen, um sein Gegenüber ganzheitlich erfassen, gar verstehen zu können? Erlaubt nicht zuletzt unser Ego, eigene Gedanken im Moment, wo der Andere spricht, hintan zu stellen?
Und nutzt Derjenige, der spricht, die Gelegenheit, dann ganz konkret, achtsam, respektvoll sein Anliegen, seinen Inhalt vorzubringen? Ohne Druck, ohne vermeintlicher Angst, der Andere könnte ja sofort wieder unterbrechen, ablenken etc. etc.?

Ganz ehrlich!?

Welche, teils alten Muster wirken hier noch aus unserer Kindheit, einer Zeit der Anpassung?

Wie ist es Dir als Kind ergangen? Hat Dein Umfeld Dir aufmerksam zugehört, mitunter Geduld bewiesen, bis Du gesagt, erklärt hattest, was Du wolltest? Dir vielleicht sogar Hilfestellung gegeben, wenns mit dem Vokabular nicht so ganz geklappt hat…?

Oder war es dann mehr so das "berühmte" "Hinhören mit einem Ohr"? Wenn Du also nachgefragt hättest, wäre zumindest die Hälfte davon irgendwo im geistigen Nirvana verhallt gewesen. Oder wiederum nun hat man Dich womöglich auch absichtlich unterbrochen, war an dem, was Du zum Ausdruck bringen wolltest, nicht die Bohne interessiert? Ob nun verbal oder gar mit körperlichem Einsatz…?


Also… ich darf gestehen, dass mir dies selbst heute noch, nicht zu 100% Prozent gelingt! Ich will nun meine Vergangenheit nicht beschuldigen, verurteilen oder als Vorwand vorschieben, dass sie so war, wie sie war! Ja – auf meine "Meinung" legte man in der Tat selten wert. Und nicht minder oft wurde sie abgewürgt. Aber grade deshalb glaube ich heute regelrecht zu fühlen (nicht nur zu wissen), WIE WICHTIG eine Balance ist!
Es ist – so man es so sehen will – also nebst Bewusstmachung, eine "Übungssache".
Wie so Vieles, in Inhalt und Umsetzung einer Achtsamkeit.

Jedoch… kein Meister ist vom Himmel gefallen!
Keiner von uns ist auf die Welt gekommen und gelaufen, hat sich eloquent ausgedrückt wie ein Erwachsener.
Letztlich ist es erneut wieder nur eine Frage des Willens…, wo ich hinwill!

Was mir jedoch aufgefallen ist…
…gebe ich ganz bewusst dieser Achtsamkeit Raum, dass ich – wie heute Thema im Beitrag – mein Gegenüber REDEN LASSE, ich hingegen SCHWEIGE…
…so muss ich mir gar keine großen Gedanken über Stress oder Zeit machen. Alles erhält durch die achtsame Begegnung eine Verlangsamung. Ja in vereinzelten Momenten schier eine Zeitlosigkeit. Eine Präsenz im Jetzt.


Weshalb nun erachte ich diese Balance auch/noch als wichtig?

Grade in der heutigen Zeit hat es sich längst manifestiert, dass unsere Sprache, unser Ausdruck sehr kompakt geworden ist.
Kompakt dahingehend, dass wir in Gedanken zumeist noch viel mehr MEINEN. Was wir letztendlich dann wirklich aussprechen, ist nur mehr eine Zusammenfassung, eine Kurzfassung dessen.
Gleichzeitig aber erwarten wir regelrecht, dass unser Gegenüber aus dieser Kurzfassung das gesamt Gemeinte von selbst erkennt. Er sozusagen halb Gedankenleser sei. Begründet auf irgendwelchen eigenen Annahmen. Und sei es nicht zuletzt die, dass uns unser Gegenüber ja schließlich schon lange genug kenne…
Tut das Gegenüber das wirklich?
Oder nicht vielmehr nur wieder eine dieser gängigen, aber mächtigen unbewussten Täuschungen unsererseits…? Auch ein Ungleichgewicht?
Ich hatte dem Thema der Erwartung… und zumeist folgenden Enttäuschung, ebenfalls schon einen Beitrag gewidmet. Die entsprechenden Hinweislinks findest Du am Ende des Beitrages.


Vermag also auch jener gedankliche Ansatz Raum zu erhalten, dass nun eine achtsame, bewusste, balancierte Gesprächsführung die Möglichkeit fördert, dass dieses erwartete "Gedankenlesen" hintangestellt, erst gar nicht verwendet wird? Dafür aber genügend Bewusstheit vorhanden ist, das vom Gegenüber Ausgesprochene mitunter zu hinterfragen?
Somit also nicht ein weiteres Denken und Handeln auf Vermutungen, Annahmen, Erwartungen bauen und stützen…, sondern auf Inhalt, Wahrheit und tatsächlich Ausgesprochenes?

Um dann vielleicht noch einen schier unbemerkten Kommentar meinerseits am Eingang zu diesem Beitrag aufzugreifen…
Was ist mit der inneren Gesprächs-Balance?

Ich würde nun fast vorausschicken wollen: Selbstgespräche sind keinesfalls irgendwie abnormal, doof oder sonst etwas! Sogar die Wissenschaft meint schon, dass dieses "Zwiegespräch mit sich selbst" sogar gut ist! Ob nun leise…, oder gar laut ausgesprochen: Es wird ausgesprochen!

Wie also läuft es denn so IN uns ab, wenn da die verschiedenen Meinungen, Kritiker, aufeinander prallen? Ist es auch nur ein einziger Sauhaufen, ein Durcheinandergequatsche…? Oder verleihen wir uns selbst hier auch die Balance, dass jeder zu Wort kommen darf, während "die Anderen" einfach nur mal den Rand halten?
Wertschätzung, Achtsamkeit also durchaus wieder einmal in erster Linie zu, für uns selbst!

Innen – so außen!

Balance


Wie nun kommt es also zu dieser Balance?
Bewusstheit hatte ich schon erwähnt. Achtsamkeit ebenso.

Was nun in dem Zuge tatsächlich auch erforderlich werden könnte, ist ein Quäntchen Mut!

MUT, eben die Klappe zu halten, sein Gegenüber SPRECHEN ZU LASSEN!  laugh

Nicht sofort hinter seinen eigenen inneren "Schützenmauern" hervorzufeuern…, selbst loszupoltern, zu unterbrechen, seinen Senf dazu zu geben…  Bevor das Gegenüber ausgesprochen hat! Nicht eigentlich auf SEIN eigenes Thema lenken zu wollen, bevor nicht das des Gegenübers besprochen ist!

Seine "Wichtigkeit" womöglich zurückzustellen.
Oh ja… dazu gehört mitunter Mut!

DAS anzunehmen, DAS auszuhalten, ist nicht jedermanns Sache!


Was mich zur heutigen "Hausaufgabe" bringt!

Die Beobachtung unseres Gesprächsverhaltens habe ich schon erwähnt. Sie wird neuerlich zum Eckpfeiler der Achtsamkeit!

Ob es nun unsere inneren Dialoge sind, die wir beobachten…, oder jene, die wir mit unseren Mitmenschen führen!
Und ich behaupte, es sind womöglich meist grade jene, wo es augenscheinlich um "belangloses Zeug" geht. Dort, wo am meisten Ungleichgewicht herrscht. Unbewusst.

Erneut lade ich ein, zu beobachten, revuepassieren zu lassen, zu notieren. Jeweils auch immer die Begleitumstände dazu. Damit es einmal sichtbar gemacht wird.
Auch erneut erbitte ich, dies nicht zu bewerten, zu be- oder verurteilen!
Es ist bereits – selbst nur eine Sekunde zuvor – geschehen! Esist menschlich. Nicht mehr änderbar.
Für die Zukunft jedoch – sehrwohl!

Es geht um die achtsame Beobachtung des Jetzt. Und die dadurch geschaffene Möglichkeit, das hinkünftige, neue Jetzt, nicht dem vorigen gleichtun zu müssen!

Erlaube Dir selbst die Achtsamkeit hinsichtlich dieser Balance in den hinkünftigen Gesprächen! Dir selbst gegenüber, Deinem Gesprächspartner gegenüber.
Vielleicht wirst Du beim Einen oder Anderen überraschte Gesichter sehen, vielleicht nur Kleinigkeiten davon in der Mimik.
Weil vielfach keiner mehr auf die Balance achtet. Weil es Gewohnheit ist, eigene Komfortzone.

Achtsamkeit ist jedoch immer ein Schritt heraus, aus dieser Komfortzone!

Mit einem sehr schönen Zitat darf ich mich für heute verabschieden und wünsche Dir viel Spaß und Erfahrung, viele Momente der Achtsamkeit…
…indem einer schweigt… und einer redet. Im Mut zur Balance!

 

"Achtsamkeit ist Gewahrsein,
dass kultiviert wird,
indem wir in andauernder und bestimmer Weise aufmerksam sind.
Mit Absicht, im gegenwärtigen Moment
und ohne Beurteilung!"

(Jon Kabat-Zinn, 2013)


In diesem Sinne…

Dein
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

Recht haben oder Harmonie? Was ist wichtiger?

Recht haben

Müssen, wollen wir unbedingt Recht haben, unseren "Kopf" durchsetzen…
…oder wollen wir im Sinne einer Harmonie unseren Standtpunkt erklären?


Herzlich willkommen zu diesem Achtsamkeits-Beitrag liebe LeserInnen!

Ja… mit immer weiterem Fortschritt in unserer Achtsamkeits-Reihe geht es zusehends auch in die Tiefe!

Mit ist durchaus klar, dass man in jedem "Level" noch genügend andere "Beispiele" für eine achtsame Betätigung aufstellen könnte…
…doch soll meine Reihe ja nur ein kleiner Anstoß, Inspiration sein, letztlich aus eigenem Antrieb auf die Reise der Achtsamkeit zu gehen.


Zum heutigen Thema bzw. Titel also…

Wie oft stoßen wir auf Unterhaltungen, in denen – zumindest für außenstehende Beobachtungsposition – ziemlich schnell offenbar wird, dass es da um ein gerne gesehenes Recht haben geht…

Was ist dieses Recht haben jedoch…?


Geht es wirklich um das Recht haben… also in irgendeiner Form um die Festmachung dessen, dass ich als Aussprechender im Recht bin?

Ferner: Was ist dieses Recht überhaupt? Worauf stütze ich mich hier?


Wohl wahr… vielfach wird da nun die inhaltliche Antwort hochkommen, dass diejenigen, die schon etwas festgestellt, festgelegt, erforscht … ja was weiß ich noch alles … haben, eben Recht haben! Dafür zum Teil ja schon Beweise geliefert hätten.

Eben heute habe ich ein Buch fertig gelesen, in dem zum Abschluss ein sehr bekannter Wissenschaftler, eine Koryphäe auf seinem Gebiet, selbst aussagt, dass selbst allfällige Wissenschaftsbeweise eine sehr subjektive Note hätten. Denn wer legte denn zum Beispiel fest, welche Parameter für diese Beweiserbringung anzuwenden wären… und welche nicht? Wäre hier letztlich also noch pure Objektivität gegeben?
Ist jeglicher Beweis somit ungeprüft als Recht zu übernehmen und umzusetzen?

Ich will mich an dieser Stelle nun gar nicht in die gesamte Gesetzgebung und damit zusammenhängende Recht-Sprechung verlaufen. Doch insgesamt sitzen immer noch Menschen hinter diesen Machwerken an Recht. Es sitzen Menschen, die über dieses Recht befinden. Und wir alle wissen, dass die jeweiligen Repräsentationssysteme in jedem von uns, sehr durch eigene Erfahrungen geprägt sind. Somit auch die Art und Weisen eben, was und wie wir etwas auffassen … und letztlich auch interpretieren, umsetzen.


Insgesamt also… wenn ich mir diesen Satz … vor allem den ersten Teil nun so ganz bewusst und tief verinnerliche…
…da käme ich zu dem starken Gefühl, dass ein Pochen auf Recht mitunter ein ziemlich dünnes Eis, also eine subjektive Sache werden könnte…

Recht haben


Was aber ist es dann, was uns mitunter derart auf dieses Recht pochen lässt?

Geht es tatsächlich noch um diese subjektive Rechts-Kiste…?

Oder tritt nach liebevollem Hinsehen da nicht eine gänzliche andere Sache zutage?

Geht es bei diesem Recht haben also viel weniger um das Recht, die damit interpretierte Wahrheit…
…sondern vielmehr ums Gewinnen…?!?

Da lässt an dieser Stelle das Ego wohl auch herzlich grüßen!


Ist es nicht letztlich ein schon uraltes Spiel das wir hier betreiben?

"Wenn ich gewinne, muss der Andere verlieren!"

Und wer bitte verliert denn schon gerne?

Der Kampf ist also sehr schnell in vollem Gange!


Was nun – wenn man den Faden noch weiterspinnt – steckt hinter diesem Machtgeplänkel des Gewinnens, Verlierens…?

Etwas ein Mangeldenken?

Ja wie alleine stünde ich denn dann schon da… wenn ich verlöre? Wenn der Andere doch Recht hat…?
Nicht nur vor diesem Menschen… sondern noch vor… diesem und jenem…?

Spielt also hier eine Befürchtung des Gesichtsverlustes, einer Minderwertigkeit, einer Scham, ja bishin zu Wut, Eifersucht, Zorn und noch so einiges mehr, eine Rolle?

Auf den Punkt gebracht also eine Angst…?


Oh ja! Alte, uralte Muster treten hier zutage! Selbstverständlich in verschiedensten "Schattierungen", Intensitäten. Aber letztlich läuft es immer wieder drauf hinaus.
Muster, die sich bereits in unserer Kindheit gebildet haben. Sei es, dass wir dies von unserem Umfeld ja so wahrnahmen, sei es, dass wir in jener Zeit der Anpassung an Gesellschaft und sonstiges selbst solche Taktiken "erfanden", um eben genau in jenen Zeiten über die Runden zu kommen!


So Du Dir so ein bißchen Zeit schenken möchtest…
…und letztere Unterhaltungen mal so revuepassieren lässt…

…fällt Dir da mitunter etwas auf, was in jene Richtung deuten könnte…?


Wolltest Du auch Recht haben…?


Neuerlich darf ich betonen, dass dies weder eine Fremdanklage noch eine Selbstverurteilung darstellen oder nach sich ziehen soll!
Wir Menschen sind offenbar so.
Und in Zeiten, wo Gefühl immer noch mehr von Gedanken und Handeln abgekoppelt wird, zudem auch immer noch mehr in virtuelle Welten verlegt wird…
…da ist es schier als "normal" zu betrachten.

Was – für mich auf jeden Fall – aber nicht im Geringsten Anlass oder Rechtfertigung ist, dies nicht zu ändern!

Denn…
…wie fühlt es sich denn an?


Ist es sooooo eine Errungenschaft, wenn man grade Recht hatte?
Den Anderen gleichzeitig – wohl unbewusst aber doch – ungespitzt in den Boden gerammt hat? Je nach Intensität, wie dieses Recht haben betrieben wurde…

Oder eben die andere Seite… die "Verlierer-Seite".
Wie vorhin schon erwähnt: "glücklich" ist damit wohl eher keiner…


Geht es uns also um das Gewinnen?

Oder wollen wir – in respektvoller Begegnung – einfach unseren Standpunkt darlegen, erklären, deponieren? Und gut.


Jaaaa… ich weiß…
…vielfach wird mir – genau in diesem Zusammenhang – dann immer eines der berühmten Zitate eines weisen Mannes entgegengebracht… nach dem Motto: "Wenn Du eine Backe hinhälst, halte auch gleich die Zweite hin!"

Wie zuvor erwähnt, ist Recht sehr subjektiv.

Gestehe ich dem Gegenüber also zu, seine Sichtweise ebenfalls darzulegen. Mitunter auch zu behalten?
Wäre es tatsächlich meine Aufgabe, auch nur irgendjemanden von meiner Sichtweise zu überzeugen? Überzeugen zu müssen???

Schriebe ich etwa diesen oder jeglichen anderen Beitrag, um Dich in Deiner Meinung beeinflussen, Recht haben zu wollen oder gar zu müssen?
Ganz sicher nicht!
Ich schreibe meine Meinung, lege meinen Standpunkt dar. Das war´s auch schon.
Bin jedoch immer offen, für Neues. Bin auch bereit, meinen Standpunkt zu erweitern!

Ich hatte mich im übrigen zum Thema "Was ich alles MUSS" schon in einem Beitrag geäußert!

Oder eben liegt es ohnehin nicht am Recht haben, sondern vielmehr am Gewinnen…?

 

Eines würde ich an dieser Stelle also noch einwerfen wollen:  Das Ding mir der "Harmonie".

Ob ich nun meinen Standpunkt respektvoll einfach darlege… oder dies aus dem Hintergrund tue, dass da Harmonie eintreten oder vorherrschen sollte…   Ich würde auch hier zu behaupten getrauen, dass dies mitunter auf ziemlich dünnes Eis führen könnte!

So eher die Absicht auch sein mag…  es könnte dann schon wieder aus einer Art Erwartungshaltung stattfinden. Einer Erwartungshaltung, der das Gegenüber aber nicht unbedingt folgen müsste…

Ich nehme da nun nur ein sachliches Gespräch in einer Firma als Beispiel, wo es eben nun mal um Fakten geht. Und all den Krims-Krams, der dann diesen Zahlen zugeordnet wird.  Hier also nun mit einem Harmoniegedanken ans Werk zu gehen, könnte also zumindest eine ziemlich interessante Überraschung bereithalten…

Oder nehmen wir ein Gespräch in einer Beziehung, wo halt schon mal gerne die Emotionen hochkochen…

Liegt da beim Gegenüber womöglich grade der Sinn nach Harmonie? Ja… ich getraue mich auch zu sagen, dass selbst eine einfache, respektvolle Darlegung meines Standpunktes – genau ob dieser emotionalen Achterbahn – just in DEM Moment nicht ganz durchzudringen vermag, wie mancher es sich vielleicht wünschte…

Ich würde das Ding mit der Harmonie also zumindest mal "in Klammer" stellen…  wink

 

Und noch eine weitere Sache, die ich hier an dieser Stelle anbringen möchte…:

Was nun, gesetzt der Fall, das Gegenüber beginnt also ein Gespräch, verwickelt Dich in ein Recht haben…

Du respektierst Deinerseits des Anderen Blickwinkel, der/die jedoch lässt nicht locker… will also mit allen Mitteln aufs "Siegerpodest"…   Ich nehme an, Du kennst solche Menschen…

Wie also steige ich aus?

Ich würde sagen… nach dem Motto: "Nur sprechenden Leuten kann geholfen werden!"

Was soviel heißt wie: Ich drehe mich nicht einfach nur um, gehe… ignoriere das Gegenüber. Sondern hier gehört nun mitunter eine Portion Selbstvertrauen, Selbstbewusstsein, Mut mit ins Geschehen! Ich kommuniziere!

Ich werde dem Gegenüber dies ganz offen, ruhig, respektvoll mitteilen! Ich erkenne dessen Standpunkt an. Oh ja. Lege meinen – soweit möglich – auch offen dar, kommentiere diesen. Wenn nicht, eben nicht. Klinke mich dann aber ganz bewusst aus diesem Gespräch aus!

Zum Beispiel:  "Ich erkenne Deine Sichtweise, Deine Meinung, Deinen Standpunkt durchaus an – ersuche Dich jedoch auch, im Sinne eines respektvollen Umgangs, auch meinen Standpunkt gelten zu lassen. Sollte dies nicht möglich sein, so ist jetzt möglicherweise nicht der richtige Zeitpunkt, um dieses Thema grundsätzlich zu behandeln. Ich würde vorschlagen, wir verlegen diese Unterhaltung auf einen späteren Zeitpunkt."

Ooooder… es eröffnet sich mir die Möglichkeit, dass ich hier zwischen "Wissen" und "Weisheit" unterscheiden vermag. Und tiefe Weisheit bringt mitunter mit sich, dass man gar nicht mehr erklären WILL… also seinen Standpunkt darlegen WILL…  Es reicht, ihn zu haben, ihn bestmöglich zu Leben, offen zu sein, ihn auch zu ändern…   Aber die Zeiten des Machtgeplänkels sind vorbei! Man geht nicht mehr auf dieses Spiel ein!

 

Zur "Hausaufgabe":

In beiden Fällen also lade ich im Sinne der Achtsamkeits-Hausaufgabe herzlich ein weiteres Mal dazu ein, Dich selbst in der nächsten Zeit zu beobachten!
Zumindest den Tag, die Gespräche am Abend noch einmal bewusst durchzugehen.
Aufzuschreiben.

Und ich wiederhole auch hier erneut: Beobachten! Nicht Be- oder Verurteilen! Gegegebenenfalls ändern – DASS JA!  laugh

Und als kleiner Tipp dann für die "Fortgeschrittenen", die für sich selbst schon erkannt haben, was da als "Antreiber" zum Recht haben wollen dahintersteckt…:

Achte und respektiere immer die persönliche Sichtweise Deines Gegenübers!
Auch wenn sie noch so abstrakt scheint. Auch wenn sie noch so viel Widerstand in Dir erzeugt!
Jeder hat seinen eigenen Blickwinkel. So auch Du!

Du wünscht vermutlich, dass Dein Gegenüber Deinen Blickwinkel respektvoll anerkennt. So gestehe es bitte auch dem Gegenüber zu!


Wenn diese Sichtweise so abstrakt, so widerständig scheint…
…so will sie Dir mit Sicherheit eine Botschaft überbringen!
Dann wird da in Dir ein Knopf gedrückt, etwas getriggert.
Etwas, dass schon IN DIR ist.

Es lohnt sich also, hier genauer hinzusehen…


In diesem Sinne also wünsche ich Euch eine schöne Wochenmitte…
…und viel Beobachtungsmöglichkeit hinsichtlich dem Recht haben wollen… oder doch nur Standpunkt erklären.

Kampf, Machtspielchen austragen wollen… oder Bereitschaft zur Erweiterung des eigenen Horizonts zu eröffnen.


In Achtsamkeit


Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich

 

Ein ehrliches Nein vs. einem unehrlichen Ja

Nein

So ein richtig ehrliches Nein… käme es nicht viel besser zur Geltung, als ein unehrliches Ja?


Herzlichen willkommen liebe Leserinnen und Leser!


Was haltet Ihr gleich mal von dieser eingänglichen Frage?

Beziehungsweise…
a) können wir ein ehrliches Nein in den Raum stellen?
b) halten wir, so wir selbst eines bekommen, dieses auch aus? Nehmen wir es respektvoll an? Oder kommt da gleich das "aber"…?


Diese Fragen mögen auf den ersten Anschein beinahe lächerlich klingen.
"Ja selbstverständlich" wird da manchem gleich über die Lippen gleiten… Nur: Meint derjenige dies auch so? Aus tiefster Überzeugung bzw. Annahme?

Weshalb frage ich diese Dinge ab?

Weil es mir immer wieder begegnet, dass es schon dort beginnt, dass Menschen sich selbst gegenüber, kein ehrliches Nein über die Lippen bringen.

Aus welchem Grund jedoch?

Ist es ein sogenanntes schlechtes Gewissen? Letztendlich eine Anpassung aus früher Zeit?
Ist es in seiner Weise Angst?
Weil… da könnte ich ja zum Beispiel etwas verpassen. Weil… da könnte ich ja am Ende blöd dastehen. Dies… Jenes… Das…!
Unzählige Gründen finden hier plötzlich und oftmals den Weg zum Vorwand!

Ja… oft nicht einmal die eigene Gesundheit, ein psychisches Wohl, hält mitunter dem selbst auferlegten Druck stand… und ein irgendwie herumgewurstetes Ja… wird einem ehrlichen Nein vorgezogen.

Ist ein ehrliches Nein … egal nun in welchem Kontext … nicht möglicherweise für sich selbst, ein weit ehrlicheres Ja?

Nein

Es gibt in Deinem Erinnerungsschatz doch sicherlich irgend ein Geschehnis, wo Du doch schon mal ehrlich Nein gesagt hast!

Wie fühlte es sich dann an?

Beklemmend, "schuldig"… oder kamst Du ziemlich Zeitnah drauf, dass Dir da ein großer Brocken von der Seele fiel, Erleichterung sich breit machte…?

Ist dieses ehrliche Nein nicht letztlich ein deutliches Zeichen einer Wertschätzung an Dich selbst???

 


Wie sieht es anderen Menschen gegenüber aus?

Ich stelle da eine vermutlich nicht allzu neue These auf: Wenn ich es mir selbst gegenüber nicht schaffen, einmal ein klares aber ehrliches Nein zu artikulieren, durchzuziehen…
…dann wird es in Regel gegenüber anderen genauso sein. Wenn nicht noch "schwieriger".

Neuerlich wohl noch in einer Anpassung ans Leben haben wir wohl sehr oft und sehr früh gelernt, was ein Nein bedeutet.
Nicht nur, dass wir in einem eigenen Denken und Handeln zumindest unterbrochen wurden…, es bedeutete oftmals verbunden auch Liebesentzug!

"Lerne, damit aus Dir etwas wird!"… lautete da wohl ein sehr bekannter Satz!

Klingt im ersten Moment logisch, beinahe harmlos.

Ein Kind jedoch, dass zumeist auf sich bezieht, beurteilt dies zu hohem Prozentsatz ja anders.
Das Kind also übernimmt, dass es letztlich erst etwas werden muss!

Zum einen schon mal unklar, was mit dem "Etwas" gemeint wäre…
…reicht es aber noch nicht. Das Kind muss erst werden. Ist also noch nicht oder nichts!


Falls sich jemand jetzt vielleicht fragt, was dies mit dem Nein zu tun hätte…
Ja nun – es ist so gesehen ein zwar nicht wörtlich ausgesprochenes, jedoch wirkendes Nein. Zu dem Kind.
Du bist so nicht in Ordnung. Du musst erst etwas werden!

Nochmal: vielleicht mit diesem Hintergrund so gar nicht gemeint. Jedoch ausgesprochen und vom Kind – sehr oft – in diese Richtung interpretiert!!!

Das ist heutzutage eine der größten "Fallen"! Dass wir immer von uns selbst ausgehen, was wir denken/meinen, im Weiteren sagen… dass kann beim Gegenüber mitunter völlig anders ankommen!
Und beim kleinen Kind saß ja nun mal kein kleiner Mentor auf der Schulter, und bog derartige "Patzer" gleich mal wieder grade, sodass keine unwahren Gedanken länger wirksam werden konnten…


Wie also geht es uns mit dem Nein?

Wie oft haben wir denn – speziell gegenüber Anderen – so unsere Hemmungen?
Nicht zuletzt aus der schier wahnwitzigen Annahme, man könnte den Anderen damit VERLETZEN!?!

Ich halte dieses Verletzen nicht möglich! Purer Unsinn!

Ein Beispiel, damit es vielleicht sichtbarer wird:
Wir beide, liebe Leserin, lieber Leser, machen uns irgendetwas schönes aus (wir vereinbaren zu hochdeutsch).
Im Speziellen Du freust Dich schon wahnsinnig drauf. Alle möglichen Szenarien, Bilder einer Freude schießen schon durch den Kopf.
Dann sage ich in allerletzter Minute ab.
Ohne Begründung noch am Besten.

Springst Du weiterhin vor Freude im Quadrat…?  Oder eher genau umgekehrt?
Das Springen vielleicht ja… aber eher wie das Rumpelstilzchen… vor Ärger!

Fühlst Du Dich jetzt verletzt? Enttäuscht? Gekränkt? Usw.?

Nach herkömmlichem "Denken" interpretieren wir das in der Tat so!

Was jedoch ist geschehen?

Das Thema mit der Enttäuschung bzw. vorangehenden Erwartung habe ich schon in einem anderen Beitrag behandelt. Wer dies gerne nachlesen möchte…: Hier der Links dazu…  https://www.das-neue-ich.com/blogbeitrag/enttaeuscht-was-habe-ich-erwartet/


Ich spreche jetzt aber die vermeintliche "Verletzung" an!

Wie habe ich das gemacht?

Habe ich Dich geschlagen, mit einem Messer gestochen, auf Dich geschossen… wie also?
Nichts dergleichen also ist passiert.

Trotzdem diese Art Schmerz.

Habe ich nun Ärger in Dich hineingeschaufelt, mit Paketdienst liefern lassen und Du musstest eben die Sendung übernehmen?
Auch nicht!

Ich habe also abgesagt.
An sich habe ich getan, was ich getan habe. Egal nun, ob ich einen triftigen Grund hatte oder nicht.

Was ich nun getan habe – und meine Vermutung wurde aus Eigenerfahrung hier schon sehr oft bestätigt – ich habe in Dir eine Wunde berührt. Eine zumeist sehr alte Wunde!
Ich habe einen Knopf gedrückt. Indirekt war ich Bote, Arsch-Engel.
Der Dich auf diese innere, alte Wunde hinweist.

Eine Wunde, die nun zum Beispiel darin bestehen kann, dass hier noch ungesehene Minderwertigkeitsgefühle vergraben sind.
Weshalb Minderwertigkeitsgefühle?

Wie oft nun… grade zum Beispiel bei solchen "plötzlichen Absagen" kommen dann inhaltliche Aussagen wie "Ja… wird ihm/ihr schon wieder mal was Anderes wichtiger sein!".
In gewissem Maße also Eifersucht, nicht wichtig genug, eben minderwertig zu sein. Sonst würde er/sie ja nicht absagen!

Dass dieses Gefühl schon in früher Kindheit womöglich erfahren werden musste… und es bis heute niemand geklärt hat… Ja an DAS denkt man an dieser Stelle nicht. Ist vielen auch viel zu abstrakt!
Der/die Andere ist ja doch schuld. Der/die hat mich versetzt.
Es ist also leichter, die "Schuld" auf Andere zu wälzen, als sich mal selbst in die Verantwortung zu nehmen… und JA zu sagen!


Damit ich aber wieder zurückkomme zum Thema…

Wie oft zum Beispiel sagen wir irgendwo, irgendwem zu… obwohl es in uns geradezu schon lauthals "heult" nach einem ehrlichen Nein?!
Auch… aus zuvor beschriebener Angst, zu verletzen, dumm dazustehen, ins Gerede zu geraten. Denn – oh was könnten die Anderen denn dann über mich denken!

Nur: haben wir denn überhaupt einen Einfluss auf das, was Andere denken?
Wollen wir überhaupt Einfluss haben? Müssen wir uns auf irgendeine Weise in deren Vorstellung, Erwartung präsentieren?
Ist es deren Leben, dass wir zu leben haben… und unseres?

Ich meine…
…ein ehrliches Feedback mag vielfach eine Hilfe sein. Nicht zuletzt, um uns zu entwickeln.
Aber wir müssen ganz sicher nicht ein "fauliges" Ja vorschieben, nur um irgendjemandes Ansprüchen gerecht zu werden!


Ich selbst habe da… na sagen wir mal 3 "Stufen" durchgemacht.

1. Ich hab auch mit diesen halbseidenen Ja´s um mich geworfen, in der irrigen Meinung, stets und schier jederzeit mein "Bestes" geben zu müssen. Dass ich eigentlich der Anderen Wünsche, Vorstellungen, Erwartungen zum Besten genährt hatte, wurde mir da noch nicht klar!

2. Irgendwann kam ich langsam auf den Trichter, dass dieses unehrliche Ja und das ehrliche Nein durchaus was Greifbares, Authenthisches hatte. Trotzdem aber war ich immer noch sauer, wenn ich "die Karten" sozusagen aufdecken konnte. Wenn man mich also "anlog". Ein klares, einfaches Nein wäre mir immer noch am Liebsten gewesen. Aber ich änderte zumindest meine Einstellung, mein Verhalten schon.

3. Jetzt nunmehr geschehen manchmal immer noch solche Dinge, dass ich unehrlichen Ja´s begegne. Wohl nicht ohne Grund. Wohl… oder grade mit ehrlichen Nein´s jedoch kann ich schon seeeehr gut umgehen. Es IST eben so. Auch wenn es ab und an immer noch so ein kurzes emotionales aufflackern gibt… ich habe mittlerweile erkannt, dass dieses Nein eine nicht abänderbare Sache ist. Zumindest für diesen Moment. Also weshalb hier Energie hineinpulvern, wo es zu keinem Ergebnis kommt?

Was sich allerdings grundlegend geändert hat, dass die Annahmen, Vorstellungen, Erwartungen … schon schier automatisch immer weiter zurückgehen. Teils schon verschwinden. Und aus der Begegnung heraus, einer offenbaren Resonanz zwar durchaus Nein´s kommen. Aber sie berühren mich nicht. Ich nehme sie genau so an. Und gut!


Es wäre kein Achtsamkeits-Beitrag, wenn ich da nicht wieder eine kleine Hausaufgabe für Euch hätte liebe LeserInnen!

Im Sinne einer Ehrlichkeit, einer Authentizität und Verantwortung uns selbst gegenüber schon einmal…
…möchte ich Euch herzlich einladen, die nächsten Tage diesbezüglich einmal sehr achtsam zu sein!

Versucht einmal besonders auf Euer Denken und Handeln zu achten! Wie oft überrumpelt, ja eigentlich bescheißt… Ihr Euch mit einem faulen Ja… anstelle eines knappen, ehrlichen Nein…!?

Nur einmal bewusst machen bitte!
Nicht womöglich gleich wieder in die Be- oder Verurteilungsschiene verfallen, die grade in solchen Dingen sehr leicht zur Hand ist.
Wie oft, hilft hier einmal aufschreiben!
Das können nur Stichwörter sein… Wichtig aber, hier auch die Situation, das Umfeld dazu zu notieren, damit man später noch auf mögliche versteckte systemische Wirkungen achten kann.

Und… wer eine "Fleißaufgabe" machen möchte, ist herzlich eingeladen, auch einmal die Kommunikation zum Gegenüber achtsam wahrzunehmen!

Für die ganz "Mutigen" gilt selbstverständlich: Wenn dann ein ehrliches Nein grade ansteht… Dann raus damit! Vielleicht wird manchmal dann ein nicht deutbares Zucken im Gesicht entstehen, Augen werden groß…

Aber zieht es durch!
So aufrüttelnd, "erschreckend" hier plötzlich ein Nein auch wirken mag… Solange dies ein zutiefst ehrliches Nein ist, wird es ganz sicher authentischer wirken, als ein faules Ja! Ihr selbst werdet Euch in einem neuen, anderen Licht darstellen!
Ein starker Schritt auch zum Selbstbewusstsein.


In diesem Sinne liebe Leserinnen und Leser…
…wünsche ich Euch viel Spaß mit diesem neuen Baustein des "Lebensspiels Achtsamkeit".

Ich freue mich sehr, wenn mir auch jemand Feedback dazu gibt! Wie es ergangen ist! Was da in dem jeweiligen Menschen geschehen ist, gedanklich wie emotionell.
Ein für Manche neuer Weg, ich weiß!
Aber was soll denn groß passieren?
Das Einzige, was passieren kann, ist, dass man wieder in den alten Trott zurückfällt.
Wollen wir das?

Ein ehrliches Nein… oder ein faules Ja?

Habt noch ein schönes Wochenende!
Bis bald…

Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

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