Persönliche Entwicklung

Persönliche Entwicklung: Ist das purer, teils unbezahlbarer Luxus… oder Notwendigkeit?

Es ist in der heutigen Zeit so ein Ding mit der persönlichen Entwicklung. Einerseits tauchen da Argumente auf, dass diese für den herkömmlichen „Normalverbraucher“ nicht mehr leistbar sei…  Andererseits jedoch häufen sich die Anlässe immer mehr, die sozusagen „zum Jammern auf hohem Niveau“ regelrecht einzuladen scheinen.

Liegt es somit wirklich an den äußeren Umständen, dass unser Päckchen, dass wir mit uns tragen, immer größer wird?

Oder ist es eine immer deutliche werdende „Unflexibilität“, ein steigender Unwille aus der persönlichen Komfortzone herauszutreten, um mit den täglichen Herausforderungen zurande zu kommen?

Ist es gar eine Einladung des Lebens, endlich aus den Puschen zu kommen und einmal all die ungesehenen, unerledigten persönlichen Themen anzugehen, ins Reine zu bringen?

 

Immer wieder treffe ich verschiedener Orts auf die Aussage:

„Bleib, wie Du bist!“

Wie vieles im Leben, könnte man diese Aussage nun von mehreren Seiten sehen!

Eine Sichtweise könnte es z.B. bedeuten, dass der Aussprechende damit meint, dass eine Veränderung des Gegenüber grade (bis auf Weiteres) gar nicht gewünscht ist. Eine Veränderung würde für sie/ihn erneuten Mehraufwand bedeuten. Mehraufwand, da man sich wieder neu auf das Gegenüber einstellen müsste, anstelle schön gemütlich weiterzutun, wie bisher.

Was aber nun, wenn der/die Angesprochene – bewusst oder unbewusst – gar keinen Bock hat, genau so zu bleiben, wie er/sie ist? Wenn er/sie beschlossen hat, eine persönliche Entwicklung, einen Lern- und Reifeprozess im Leben zu durchlaufen…?

Sowohl für den Aussprechenden, also denjenigen/diejenige, die vom Anderen wünscht, so zu bleiben… , als auch für denjenigen/diejenige, die so bleiben soll oder selbst gar will, wird hier auf diese Weise die sogenannte Komfortzone klar sichtbar! Wie kommt es zu diesen Verhaltensmustern?

Sobald wir in dieses Leben eintreten, ja mitunter schon vorher (pränatale Prägung) beginnt eine Beeinflussung durch ein Umfeld. Wir nehmen, ja saugen in der Hilflosigkeit eines Kleinkindes beginnend, alles um uns herum auf. Finden es mangels Möglichkeit der „Gegenwehr“, anderer „Alternativen“ sehr bald „normal“. Es wird zu unserer jeweiligen Norm. Von Generation zu Generation. Im Weiteren zieht sich diese Normierung über Erziehung, Schulbidlung, Berufsausbildung etc. etc. Wir alle hatten dies hinzunehmen. Proteste wurden entweder übergangen oder eingestellt. So oder so. Wer kennt es nicht, das wütende Kind…

Wo beginnt dann oft der erste wirkliche Aufstand? Wir alle kennen dies unter dem Begriff „Pubertät“.

Ich überspringe nun einmal einen gewissen Zeitraum und klinke mich zeitlich wieder bei dem oft belächelten Thema „Midlife Crisis“ ein. Betroffen sind sowohl Männer als auch Frauen.

Was geschieht hier? Manche werden immer noch als übergeschnappt bezeichnet, weil plötzlich die Erfahrung gemacht wird, dass man im Leben z.B. etwas verpasst hätte. Und das nun auf die eine oder andere Art und Weise „nachgeholt“, ausgelebt wird. Andere Menschen wiederum kehren in sich. Entdecken, dass sie bisher einer Normierung gefolgt sind, die jedoch letzten Endes nicht sie selbst als Individuum zugelassen hat. Sie entdecken sich selbst wieder.

Andere nun wiederum laufen mit riesen Schritten, ausgebreiteten Armen in ein Burnout. Mehr als 30% der westlichen Bevölkerung befindet sich – nach aktuellen Zahlen – bereits im Burnout (es gibt hier verschiedene Einstufungen dazu). Erst seit kurzem ist nun Burnout auch als Krankheit gem. ICD-10 anerkannt – zumindest einmal im arbeitstechnischen Kontext – http://icdscout.de/ICD2017/Z73

 

An dieser Stelle wirft sich dann die Frage auf:

Wie war das nun mit der persönlichen Entwicklung?

„Ent-Wicklung. Aus einer Wicklung…, Ver-Wicklung heraus.“

Und ich würde mal mit Nachdruck meinen, dass die gesamte Entwicklung von Kindesbeinen an, definitiv eine „Ver-Wicklung“ in alle möglichen Dinge ist.

Nun ist es eben auch so, dass wir durch unsere verschiedensten Anpassungen, Normierungen, an dieses Leben, genau nur jene Erfahrungen machen konnten/durften, die sich innerhalb dieser Normen ermöglichen. Wir können sozusagen über unseren „Tellerrand“ nicht hinausblicken!

An dieser Stelle nun möchte ich einmal den Begriff der „Fremdunterstützung“ ins Spiel bringen. Ob diese nun dann „Beratung„, „Coaching„, „Training“ oder wie auch immer, genannt wird.

Ohne das ich nun einen freundschaftlichen Rat auch nur ansatzweise, irgendwie in Misskredit zu bringen versuchte…  Eine professionelle Herangehensweise ist damit niemals vergleichbar!

Vor allem: Ein Freund wird mir seine Meinung sagen, seine Sichtweise der Dinge. Wie er/sie es eben nach seiner Anpassung, Normierung, Erfahrung etc., machen würde. Die professionelle Herangehensweise arbeitet in der Regel nicht so. Sondern ein Professionist wird so vorgehen, dass er/sie – zumeist z.B. über systemische, zirkuläre Fragen – den Klienten anregt, selbst seine Komfortzone zu verlassen und neue Wege zu finden. SEINE / IHRE eigene Lösung zu finden!

Was versteht man unter der Komfort-Zone?

Verharrt ein Mensch mehrheitlich in dieser Komfort-Zone, bleibt er in vielen Bereichen im Leben stehen und entwickelt allenfalls einseitige Wahrnehmungen über sich, seine Mitmenschen und die ganze Welt. Eine täuschende „Sicherheit“ wird erschaffen. Was geschieht, wenn man diese Komfort-Zone nicht verlässt?

Die Sicherheit der Komfortzone ist jedoch trügerisch. Es ist regelrecht erstaunlich, wie lange Menschen in der Komfortzone ausharren, ja sich regelrecht darin festklammern, verstricken. Auch wenn sich um sie herum die ganze Welt verändert und ihr zum Teil stures Ausharren die eigene Sicherheit gefährdet (z.B. weil man einem Job nicht mehr gewachsen ist, weil man sich nie einer persönlichen Entwicklung unterziehen wollte, in einem zukunftsträchtigen Thema). Nicht selten hat es zur Folge, dass man nicht mehr selber bestimmt, sondern sehr unsanft aus der Komfortzone gekickt wird – und dann hat man meistens nicht mehr die gleichen Wahlmöglichkeiten. Eine Frusttoleranz, Resilienz sinkt. Viele gehen dann aber erst recht in eine „Opfer-Rolle“.

persönliche Entwicklung

Was hat es nun mit der Panik-Zone auf sich?

Wie es das Wort schon ausdrückt, ist dieser Schritt dann ebenso unproduktiv, wie der in der Komfort-Zone. Ist z.B. der Schritt aus der Komfortzone zu gross, gelangt man in die Panikzone. Wo die Panikzone beginnt, ist individuell unterschiedlich.

Jedenfalls fühlt sich ein Mensch in der Panik-Zone zumeist blockiert, weil er sich überfordert fühlt, ängstlich und verunsichert ist. Das ist, als würde ich mit jemandem, der unter Höhenangst hat, gleich die größte Schlucht für ein Cannyoning auswählen. Auch ist der Mensch in dieser Phase, zum Teil oder noch zur Gänze, abgeschnitten von sich selbst und seinen sonst vorhandenen Fähigkeiten. Darauf folgende Reaktionen können neben Erstarrung auch ein Angriff auf denjenigen sein, der einen aus der Komfortzone gelockt bzw. gezwungen hat, sowie Verweigerung oder Flucht.

Für viele «bewahrende Menschen» ist der Schritt aus der Komfortzone bereits ein Schritt in die Panikzone, denn solche Menschen sind veränderungsresistent.

Wozu nun dient die Lern-Zone?

Bevor etwas geerntet werden kann, darf zuerst einmal gesäht werden! Kein Mensch kann eine Sprache sprechen, bevor er nicht vorher zumindest die wichtigsten Skills dazu (Vokabular, Grammatik) erlernt hat! Gleiches gilt auch bei persönlicher Entwicklung. Wie soll sich etwas entwickeln, was nicht vorher „in uns gepflanzt“ wurde?

Tun wir diesen oft nur einzigen fälligen Schritt, haben wir die Chance, uns weiterzuentwickeln, zu wachsen, Neues kennenzulernen, neue Menschen zu treffen, die uns inspirieren. In dieser Zone machen wir neue Erfahrungen, die Erfolgserlebnis oder Frust sein können – das weiss man nicht im Voraus. Für viele Menschen braucht es Mut, den Schritt aus dem gewohnten Umfeld zu machen und sich selber diesen neuen Erfahrungen (und Gefahren) auszusetzen.

Will sich jemand weiterentwickeln in seinem Leben, „muss“ er zwangsläufig den Schritt in diese Zone wagen und das Risiko eingehen, anfänglich nicht zu wissen, wie das Resultat aussieht. Vertrauen in sich – und das Leben – oder auch einfach Neugier und Freude an Neuem sind hier sehr hilfreich.

Und zu guter Letzt die Wachstums- und Entwicklungs-Zone:

Hier nun ist die Zeit der Entwicklung, der Förderung, der Findung! Und schließlich der „Ernte“ dessen, was wir in uns entwickelt haben. Hier entsteht dann persönliches Wachstum und Entwicklung.

 

Und GENAU DAZU wiederum nun ist eine professionelle Begleitung mitunter extrem hilfreich! Grade durch zuvor erwähnte Anpassungen, Normierungen, Erziehung zu Zwangserfüllung fremder Bedürfnisse, haben wir Menschen unsere angeborene Neugier, unser Talent, unser VERTRAUEN in uns selbst, teils oder komplett verloren! Hängen unser „Glück“ an die Reaktion Anderer.

Welche „Gründe“ sprechen für den Schritt in die Lern- / Wachstums- / Entwicklungszone:

  • Man kommt vom Reagieren ins Agieren – und damit bieten sich mehr Wahlchancen und man kommt selber in eine andere Energie.
  • Es bieten sich neue Chancen und damit neue Erfahrungswerte.
  • Sich den eigenen Ängsten stellen, macht frei, selbstbewusst und stolz.
  • Man erkennt Stärken und Talente, die einem gar nicht bewusst waren – und man erkennt Schwächen, wegen derer man sich gezielt Hilfe suchen kann.
  • Man wird selber vielseitiger und damit ein noch interessanterer Gesprächspartner.
  • Diese Veränderungen halten einen jung und vital bis ins hohe Alter.
  • Ist der Schritt gemacht, macht es sehr häufig auch sehr viel Spass.
  • SPASS statt STRESS!
  • Viele Mitarbeiter erhalten sich mit diesem Schritt auch ihre Arbeitsmarktfähigkeit, was in der heutigen Zeit unumgänglich ist.

Persönliche Entwicklung also…

Das ist etwas, das nicht (ausschließlich) von alleine geschieht! Es bedarf einer bewussten, aktiven „Beteiligung“!

Da eben immer wieder das Thema auftaucht, dass diese Entwicklung nicht (mehr) leistbar sei…

IST DAS SO ???

Wovon sprechen wir da? Welche Dinge können mich unterstützen?

  • Faktor Zeit: Kostet es mir auch nur einen Cent, dass ich mir grundsätzlich einmal ZEIT für mich selbst nehme? Für meine Anliegen, Themen, Bedürfnisse?
  • Faktor „Rituale“: Kostet es mich einen Cent, z.B. anstelle in der Mittagspause irgendeinen Fast-Food-Schmarren hastig in den Hals zu stopfen und anschließen im Handy/PC zu versinken, mir eine annähernd anständige Mahlzeit in Ruhe zu genießen?  Oder anstelle täglich abends vor der Glotze im Couchmobiliar zu versinken, noch einen kleinen Spaziergang an der frischen Luft zu machen?
  • Wir haben doch ständig und überall irgendwelche Freizeitgestaltung am Plan. Von Kino, Konzerten, Schwimmbad, diverse sportliche Hobbies, Urlaube, mit Freunden Essen gehen, Kaffepläusche ohne Ende u.v.m. Selbstverständlich absolut nichts dagegen einzuwenden. Jedoch sei an dieser Stelle festgehalten, dass auch diese Aktivitäten sowie ein einfaches Alltagsgeschehen, einen gewissen finanziellen Aufwand erfordern…  denn geschenkt hab selbst ich noch nie irgendwo etwas bekommen…   Also…  Kostet es jedoch deshalb mehr, wenn wir in dieser Freizeit  einmal bewusst Kontakte zu andersdenkenden Menschen suchen? Wenn wir mal eine Aktivität planen, die ein wenig Überwindung kostet? Wenn wir einmal fremde Menschen ansprechen, uns für diese interessieren? Bücher, Vorträge, etc. nutzen, um uns über etwas zu informieren, von dem wir keine Ahnung haben?
  • Kostet es mehr, wenn wir einmal etwas deligieren, anstatt unseren „inneren Antreibern“ zu folgen und alles selbst machen?
  • Kann ich – bei entsprechendem Willen zur Entwicklung, zum persönlichen Wachstum – ganz einfach mal eine Art Kostenplan über mein Finanzgebahren aufstellen und dann möglicherweise „Umschichtungen“ tätigen, die mir dann ein Budget für meine „persönliche Entwicklung“ erlauben? Mit liebem Gruß an die Raucher – vielleicht mal das eine oder andere Päckchen weniger kaufen…?
  • Schlussendlich kommt es einzig auf die Gewichtung der Proritäten an!
  • Faktor Verantwortung: Übernehme ich für mich selbst die Verantwortung oder nicht? Tue ich es nicht, dann brauche ich mich aber auch nirgends (!) zu beklagen.

Wir haben in der heutigen Zeit für alles Mögliche Zeit und Geld! Wenn wir das WOLLEN!

Als Beispiel: Erst kürzlich beobachte ich in einem Markt einen Kunden, der durchs Geschäft schlendert. Als er bei einem Promotor für einen Aufstrich vorbeikommt und angesprochen wird, ob er denn gerne einmal probieren möchte, kommt wie „aus der Pistole geschossen“ die Antwort, „Nein – ich habe keine Zeit“ und sein Schritt beschleunigt merklich. Keine 10 Meter weiter jedoch trifft er auf einen offensichtlich Bekannten und lässt sich geschlagene 7 Minuten auf ein lebhaftes Gespräch über den letzten Urlaub ein. Tatsächlich also keine ZEIT…???  Oder viel eher nur keine Lust… und unwillens, genau das und einfach auszudrücken?

Und genau so verhält es sich mit der persönlichen Entwicklung!

Wenn ich keine Zeit haben will, dann werden sich 1000 Ausreden, Vorwände, finden, um eben genau keine Zeit zu haben! Werde ich kein Geld haben wollen, um in mich, mein größtes Potential, meine größte Chance, zu investieren, dann werden sich 1000 Ausreden und Gründe finden, um es letztlich nicht zu haben! Man kennt so etwas auch als „selbsterfüllende Prophezeiung“. Der menschliche Geist programmiert sich also selbst auf ein „Versagen“ und wird – zumeist durch unbewusstes Denken und Verhalten – genau auf jenes Ergebnis zusteuern, um letztlich seine Bestätigung zu erhalten. „Ha! Ich habs doch gewusst, gesagt!“ Ich werde „entwicklungsresistent“ sein und maximal einen Schritt in die Angst-Zone machen, dort meine Ausreden platzieren, meine Rechtfertigung finden… und mich dann wieder schön auf mein Komfort-Sofa zurückziehen. Von dort aus weiter jammern und be-/verurteilen.

Wachstum, persönliche Entwicklung ist zumeist ein längerfristiger Prozess. Dieses Wachstum, diese Entwicklung, kann nun angeregt werden durch verschiedene Ereignisse, Geschehnisse im täglichen Leben. Mitunter auch durch Stillstand. Grade im Stillstand, kommt der Antrieb aus einem ersten Gefühl der Ohnmacht, Hilflosigkeit und dem Gedanken, sich nicht damit abfinden zu wollen.

Welche zwei Fragen können Sie für sich nun einmal klären?

Stärken / Wissen: Worin bin ich wirklich gut?

Skills / Pläne: Worin möchte ich mich gerne verbessern?

Haben Sie zu diesen beiden Fragen auch ausreichend Antworten? Vor allem zur Ersten?

Und wenn Ihnen nun eine Schamesröte ins Gesicht steigen soll, weil sich eben nur wenige oder keine Antworten finden…  Pfeiff drauf! Es geht hier in keiner Weise um einen Wettbewerb! Es geht vielmehr darum, dann genau diese Gelegenheit gleich beim Schopf zu packen und mal zu entdecken, worin Sie wirklich gut sind. Und ich bin mir absolut sicher, dass es da Dinge gibt!

Welchen abschließenden Apell darf ich hinsichtlich dem persönlichen Wachstum an Sie richten?

Er lautet:  „Halten Sie durch!“

Bis das Wachstum spürbar wird und Sie Ihr gewünschtes Ziel erreichen, wird es mitunter einige Zeit dauern. Geraten Sie nicht in Panik, wenn nicht alles sofort auf Anhieb klappt und geben Sie nicht auf, wenn es mal schwierig wird. Scheuen Sie nicht, sich Hilfe zu holen, wenn Sie selbst nicht weiterwissen.

Gerne stehe ich in diesem Zusammenhang für Ihre Anfrage zur Verfügung!

https://www.das-neue-ich.com/kontakt/

oder

https://www.facebook.com/DasNeueIch/

 

Wenn Sie sich selbst genug Zeit geben und bewusst und fokussiert an sich arbeiten,persönliche Entwicklung können Sie durch Wachstum nahezu alles erreichen, was Sie sich vornehmen.

 

Ich wünsche Ihnen somit eine erfahrungs- und erfolgreiche Zeit Ihrer persönlichen Entwicklung!