Freiheit durch Selbstbewusstsein

Freiheit durch Selbstbewusstsein – welche Art von Freiheit vermag das zu sein?

Herzlich willkommen liebe LeserInnen zu diesem Blogbneitrag!

Über den visuellen Anstoß einer Facebook-Freundschaft (siehe Titelbild), möchte ich heute ein wichtiges Thema aufgreifen…
Ein Thema, welches ich u.a. maßgeblich auch für derzeitige Geschehnisse halte… Für einen Grund der gegenseitigen Ablehnung, Ausgrenzung u.v.m.

Es geht um das Selbstbewusstsein!

Wer sich gerne noch zu einer allgemeinen Definition von „Selbstbewusstsein“ einlesen möchte… hier eine Möglichkeit dazu: https://de.wikipedia.org/wiki/Selbstbewusstsein

Selbstbewusstsein – in Zusammenhang mit Selbstwert – halte ich für eine sehr wichtige Ressource bei/in einer Krisenbewältigung. Je mehr ich mir meiner selbst bewusst bin, je mehr ich mich und meinen „Wert“ kenne, desto leichter, schneller, intensiver, kann ich mich der Herausforderung selbst zuwenden… Selbstbewusstsein erlaubt also auch hier mehr „Freiheit“ in der Aktion, im Agieren… anstelle nur Reagieren. „Freiheit durch Selbstbewusstsein“ ist also grade in herausfordernden Zeiten, weit mehr als nur lapidare Floskel…

Und gleich vorweg: Selbstbewusstsein beginnt/endet für mich nicht bei allfälligen „Mantrasprüchen“ wie „Ach wie bin ich gut, toll, schön, erfolgreich!“ und dergleichen…

 

Worum also gehts?

Wie so oft im Leben, beginnt und endet auch Selbstbewusstsein nicht beim „Sonnenschein“. Also den angenehmen Dingen des Lebens, den reifen Früchten, die man erntet oder die einem gar in den Schoß fallen!
Wie so oft im Leben, beginnt und endet jenes Selbstbewusstsein, die wahre Bedeutung dessen, in jenen Bereichen, die wir  zumeist als unangenehm, befremdlich etc. empfinden. Die Freiheit zum Selbstbewusstsein umfasst auch, nicht nur „austeilen“, sondern auch klassisch „einstecken“ zu können…

Wie im Bild von „GedankenundZitate“ so schön zitiert:

Selbstbewusstsein ist nicht: „Sie werden mich mögen“.
Selbstbewusstsein ist: „Es ist o.k., wenn sie es nicht tun“.

Freiheit durch Selbstbewusstsein

Nicht zuletzt über Coachings, Persönlichkeitstrainings, werden oftmals Suggestions-übungen gebracht, die unser Selbstbewusstsein stärken, aufbauen sollen.
Bitte nicht falsch verstehen… Ich möchte hiermit diese Art von Bewusstseinsschaffung prinzipiell nicht schlechtreden. Allerdings dem hinzufügen, dass simples Vorbeten solcher Suggestionen bis zum Abwinken, oder bis man´s wirklich am Ende „glaubt“, nicht hilft, Selbtbewusstsein zu schaffen, ohne dass die wirkliche, tiefe innere Erkenntnis einkehrt, dass es tatsächlich so sei. Nicht, ohne dass man tief in sich, Frieden und Anerkennung mit sich selbst, dem IST, geschaffen hat…!

Keine dieser Suggestionen biegen uns letztlich jedoch bei, was nun die zweite Seite der Medaille für uns bereit hält.
Nämlich die Möglichkeit, dass „Sie uns nicht mögen“. Selbst nicht, wenn wir … von mir aus Saltos schlagen…

Und wie sehr – so meine These – tritt gerade DAS nun zutage!

 

 

Der Konflikt

Wie nun … nach oft zu beobachtendem Gedanken- bzw. Verhaltensmuster.. entsteht nun Stress, Konflikt, im täglichen Ablauf?

Jemand tut zu etwas seine Meinung kund.
Glaubt sogar „Sie werden mich mögen“
Dann kommt da gleich einmal mehr oder minder schärferer „Gegenwind“… „Sie mögen mich also doch nicht…“

Und schon ist´s vorbei mit dem Selbstbewusstsein. Die „Schildkröte“ zieht sofort Kopf und alle Extremitäten in ihren schützenden Panzer zurück, geht auf „Tauchstation“.

Sooo viele Menschen machen ihr Selbstbewusstsein von der Anerkennung, dem Lob Anderer abhängig! Ihr Wert bildet sich (fast nur) aus dem, den Andere zugestehen!
Ein einstiges Anpassungsprogramm namens Erziehung/Ausbildung, voller „Nein´s“ und sonstiger Ablehnung, schuf diese Entwicklung. Kinder lernten sich dem anzupassen. Richteten ihre gesamte Überlebensstrategie dahingehend aus: „Sie werden mich mögen“. Ein kurzer Anflug von Protest wurde im Keim erstickt. Selbt der großen „Rebellion der Pubertät“, wurde mit Ablehnung, Abwertung etc. begegnet. Irgendwann gaben die Meisten auf.
Die Erwachsenen, die dieses Anpassungsprogramm weitergaben, hatten es selbst nie anders erfahren.
Doch ist das ausreichend als Rechtfertigung, es eben genau so zu tun, weils halt immer schon so getan wurde?
Wieviel eigene Angst-Anteile stecken dahinter?
Denn ist man einmal in der Spirale der Abwertung, ist der Ausschluss nicht mehr weit!

Wie oft alleine in meinem Leben nun, musste… durfte ich dem Umstand begegnen, dass Selbstbewusstsein negativ aufgefasst wurde. Ja teils sogar als Bedrohung empfunden wurde…!? Konflikt ist also geradezu vorprogrammiert. Zumal jene empfundene „Bedrohung“ die eigene Angst, eben „nicht zu gefallen“, berührt. Die Scham, die Eifersucht/den Neid u.v.m.

 

 

Die mögliche Erweiterung

Es ist nun eine Sache, z.B. die Vergangenheit als mögliche Rechtfertigung für das Heute einzuspannen, vorzuschieben. Gemäß den Gesetzen oder Regelmäßigkeiten des Lebens jedoch, werden gewisse Themen immer und immer wiederkehren. Sich steigernd an Intensität. Wie ein Bumerang.

Im Zuge von sogenannter „Selbstreflektion“ kann man nun immer wieder, Dinge, Gedanken, Verhaltensweisen, hinterfragen. So auch inhaltlich das Zitat des Titelbildes.

Ich persönlich nun, würde dem zuvor beschriebenen Zitat, noch die „Krone aufsetzen“ wollen. Eine Steigerungsstufe hinzufügen wollen…

Das Zitat nochmal:

Selbstbewusstsein ist nicht: „Sie werden mich mögen“.
Selbstbewusstsein ist: „Es ist o.k., wenn sie es nicht tun“.

Meine „Steigerung“ nun dazu:

Selbstbewusstsein ist: „Ich nehme/respektiere mein Gegenüber im vollen Bewusstsein mit allem, was und wer er ist!“

Wenn ich in der Lage bin, mein Gegenüber… diesen Menschen vor mir… so zu nehmen, wie er ist… Ohne ihn dafür zu kritisieren, zu maßregeln, zu verändern/manipulieren, be-/abwerten (denn etwas Anderes ist z.B. Beschimpfen nicht)…
OHNE dass ich meinen Selbstwert in Frage stelle, den vom Gegenüber abhängig mache… mir meiner selbst ständig und überall BEWUSST bin…
Und wenn ich dazu mal nicht in der Lage wäre, dann zu allererst einmal mich selbst hinterfrage, reflektiere (nicht beschuldige, verurteile etc.), was mein Bewusstsein trübte…

Dann werden dererlei Dinge, Spaltungen, Gräbenkämpfe wie grade aktuell, kein Thema mehr sein! Wir werden uns dann unabhängig, selbstbewusst und respektvoll begegnen!

 

Wie kommen wir nun also zu Selbstbewusstsein?

Es bedarf hierzu wohl zuerst ein oder mehrerer Schritte zurück, um sozusagen das Bild wieder zu überblicken und nicht mit der Nase direkt davor zu stehen…

WER BIN ICH ?

Es ist hilfreich, sich (endlich) mal selbst kennen zu lernen! Völlig ohne Zwang, ohne Maskerade, eigene Beurteilung/Verurteilung.
Bevor ich nicht weiß, wie der Untergrund, die Basis beschaffen ist, kann ich darauf kein Haus bauen. Oder wird das zumindest dann immer eine ziemliche Herumeierei, ein instabiles Ding.

Bevor wir also zum ersten Teil des Zitates schreiten „Sie werden mich mögen“, bedarf es einer wichtigen Klärung:
Der Klärung der nächsten Frage:

MAG ICH MICH SELBST?

Haben wir je gelernt, uns selbst zu mögen…?

Bitte das nun wiederum nicht verwechseln oder in die Ecke des Egoismus stellen. Oder andererseits mit selbstkritischem, reflektierten Denken systemischer Sichtweise. Das hat damit wenig bis gar nichts zu tun.
Im Anpassungsprogramm „Kindheit“ lernen wir sehr schnell, was zumeist nicht in Ordnung mit uns ist. Es hagelt teils förmlich „Nein´s“, sonstige Ablehnungen. Und wir übernehmen selbst schnell dieses Muster der Bewertung. Nur den liebevollen Umgang mit uns selbst… DEN lehrt man uns nicht. Freiheit durch Selbstbewusstsein wurde sukzessive demontiert. Mit unserer „Mithilfe“. Denn irgendwann hatten viele einfach keine Lust mehr, ein „Nein“ zu hören. Also begannen sie, zu gefallen.

Liebevoller Umgang mit sich selbst, heißt für mich wiederum keinesfalls, dass alles so bleiben müsste, wie es ist. Man kann sich selbst auch liebevoll einer Veränderung zuführen.

Wenn ich soweit gelange, dass ich mich selbst mag… So annehme, wie ich bin… Also im IST lebe und nicht im „was wäre wenn“…
Ja dann könnte einerseits der Schritt gewagt werden zu „Sie werden mich mögen“…

Ooooooder…
…mitunter hat sich dieser Schritt bereits erledigt!
Es wird im Grunde irrelevant sein, ob „Sie mich mögen (werden)“!

Eine quasi Abhängigkeit davon, ob Andere mich mögen oder nicht, wird nicht ausschlaggebend sein. Hier überschneidet sich die „jetzige Welt“ kurz mit der des Selbstbewusstseins. Auch jetzt gibt es Menschen, die uns eben zu Gesicht stehen und jene, die das nicht tun. Jedoch aus der Bewertung, dem Bemühen, der Abhängigkeit heraus, dass „Sie mich mögen werden  (müssen)“. Aus der teils krampfhaften Abhängigkeit, dass das Lebenswohl nur davon abhinge…
Wenn ich jedoch NICHT in dieser selbst auferlegten Abhängigkeit, diesem ständigen Mühen nach „Gefallen“ gefangen bin… Dann anerkenne ich z.B. auch „Andersartigkeit“. Ich muss jedoch nicht gefallen. Es ist egal.

Und was ist das Gegenteil von „Abhängigkeit“?
Freiheit etwa…?!

 

Die Freiheit durch Selbstbewusstsein

Vielerorts definieren wir „Freiheit“ im Heute mit gewissen Verbindlichkeiten, Erlaubnissen, eben „Freiheiten“, dies und jenes zu tun. Wir haben über die Entwicklungsgeschichte der Menschheit hinweg, ein gesamtes Gesellschaftssystem geschaffen, welches vorgibt, was zu sein hat und was nicht…, was Freiheit sei und was nicht…, was dafür an Preis bezahlt werden müsse und was nicht…  Einzeln, wie auch kollektiv. Wir Menschen haben uns im gewissen Sinn nicht ENTWICKELT, sondern eher wohl VERWICKELT, VERSTRICKT.

Und damit schließt sich wieder ein Kreis und ich bin wieder beim Fundament und dem Haus…

Wie soll im Außen eine „Freiheit“ wirklich funktionieren, wenn sie im Innen marode, gar nicht vorhanden ist…?

Wir Menschen hoffen, erwarten ständig und überall. Am Besten vom Gegenüber, vom Leben… Uns selbst klammern wir nur allzu gerne aus.

Stelle Dir doch bitte einmal eine solche Situation vor:
Du begegnest einem Menschen… und unterliegst in keiner Weise einem vermeintlichen Zwang, diesem Menschen gefallen zu müssen! Und dieser Mensch ebenso Dir nicht!
Weil Ihr beide selbstbewusst seid.
Und Ihr beide „tastet Euch gegenseitig ab“ und findet … genau aus und mit dieser Freiheit heraus, dass Ihr Euch auf irgendeine Weise anzieht, ergänzt, was auch immer…!

Glaube mir: diese Freiheit, diese Unabhängigkeit vom „Gefallen müssen“ hat ihren ganz eigenen Flair! Ihre ganz eigene Anziehung!
Und Du wirst gefallen!

DU wirst gefallen!

DU!!!

Von da an, ist es dann nur mehr ein ganz kleiner Schritt zum zweiten Teil des Zitates, zur Freiheit durch Selbstbewusstsein: „Es ist o.k., wenn sie es nicht tun“. Wenn sie Dich nicht mögen…

 

Selbstbewusstheit – woher also nehmen?

Ich darf Dir an dieser Stelle verraten: Ohne Dein aktives Zutun wird es sich nicht ergeben!

Selbstbewusstheit umfasst alle Deine Eigenschaften, Deine Emotionen, Deine Gedanken. Das Wissen um Dich selbst. Es gibt kein nur weiß oder schwarz… es gibt so viel dazwischen. Es umfasst auch nicht nur, was Du „geschaffen“, geleistet hast. Es ist ein Teil von Dir, ja… Aber eben nur ein Teil. Das „Dahinter“, das Dich die „schaffen ließ“… Dort wird´s interessant.

Wie eingangs erwähnt, bedarf es mitunter mehrerer Schritte zurück. Du stehst am Fuße des Berges, den Du erklimmen willst. Doch der Überblick fehlt, ist verloren gegangen.

Ich für meinen Teil, quatsche hier nicht nur leere Worthülsen. Ich selbst habe diesen Weg in Angriff genommen, beschritten. Für mich war es sehr hilfreich, mit jemandem „Unbeteiligten“ den Faden aufzunehmen, aufzudröseln. Zumeist fremden Menschen gleicher Profession, die sich nicht durch Freundschaft, Bekanntschaft und ihre hier mitunter hinderlichen Verstrickungen abhalten, beeindrucken ließen.

Und Leute… angenehm würde ich so manche Dinge gewiss nicht bezeichnen. ‚Es ist auch nicht nur ein einmaliges Agieren, sondern verlangt immer wieder nach liebevollem, aufmerksamem Hinsehen. Aber letztlich führte, führt der Weg nur mittendurch. Und hintennach… entlockt es mir jetzt ein sanftes Lächeln des Verständnisses, der Erkenntnis…, des SELBSTBEWUSSTSEINS…

Freiheit durch Selbstbewusstsein, ist sohin definitv eine höhere Qualität der Freiheit.

Und da ich nun bereits einige holperige Lebenspassagen selbst erfahren habe, kann ich sehr gut nachempfinden. Habe diese Erfahrung zu einer Berufung, einem Beruf gemacht. Biete jedem ernsthaft an sich Interessierten meine Begleitung an.

Begleitung. Gehen darf jeder seinen Weg selbst…

 

Schlusswort zur Freiheit durch Selbstbewusstsein

Wie alles im Leben, wird es einzig DEINE Entscheidung sein, ob Du Selbstbewusst sein willst, wirst… oder eben nicht. Ob Du letztlich mit „Nicht-Mögen“ und gar Angst, sachlich, konstruktiv umgehen kannst… oder eben nicht.

Ob Du als selbstbewusster Mensch in Deiner Mitte ruhen und selbst einem Sturm begegnen kannst… oder eben nicht.

Deine Entscheidung!

Dein Leben!

Und bedenke: Du hast nur dieses Eine…!

Sohin darf ich mit einem wundervollen Zitat von Paolo Coelho schließen:

„Was andere Menschen von Dir denken…

…ist nicht Dein Problem!“

Ernold Prinz

psychologischer Berater,
Counselor grad. BVPPT pädagogisch-therapeutischer Berater,
Experte für Stressmanagement & Burnout-Prävention,
Lifecoach, Humanenergetiker,
Casemanager, Sachbuch-Autor

 

PS: Hier noch Links zu themenverwandten Beiträgen:

https://www.das-neue-ich.com/allgemein/das-beduerfnis-nach-freiheit/

https://www.das-neue-ich.com/allgemein/mit-angst-beeinflussung-von-menschen/

https://www.das-neue-ich.com/blogbeitrag/bewegung/

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