Vertrauen und dessen Würdigkeit

Vertrauen und dessen Würdigkeit… eine der großen Lebensfragen!

Nicht zuletzt durch meine kleine Prinzessin bin ich dieser Tage erneut vom Leben geprüft. Sie soll nun in doch noch sehr jungen Tagen langsam an eine Kinderbetreuung „eingewöhnt“ werden. Und die dortigen Umstände… na sagen wir mal… laufen nicht nach meinen Vorstellungen. Und sichtlich schon gar nicht nach denen meiner kleinen Tochter!

Ein Gesellschaftssystem und/oder wirtschaftliches System versucht hier wieder voll zu greifen. Für die Eingewöhnung ist ein gewisses Konzept vorgesehen und fertig. Aufgrund der Umstände sei kein Platz für großartige Individualität. Und wenn es uns nicht passt, wäre es mitunter besser, den Betreuungsvertrag wieder zu kündigen. Punkt.

Wie also wäre es hier schon mit dem Vertrauen???

Ja… diese olle Kamelle, dass es bei uns „damals“ ja auch nicht besser gewesen sei und wir es auch überlebt hätten…  Ich kann´s teils schon nicht mehr hören.

Ja. Es war damals so. Wir habens überlebt.

Gleichzeitig jedoch wundern wir uns mitunter über dieses oder jenes Problemchen in unserem Leben?

Hätte ich nicht vor einigen Jahren einen ganz neuen Weg, zu mir selbst eingeschlagen, würde ich heute wohl auch noch immer Verfechter dieser Aussage sein.

So aber nun durfte ich vielerorts schon direkt hinsehen, verborgenen Schmerz ansehen, dasein lassen, aufarbeiten. Diese Situation nun wohl eröffnet mir auf seine Weise, dass längst noch nicht alle „Arbeit“ getan ist. Das Leben hat seine eigenen Arten und Weisen, uns den Spiegel vor´s Gesicht zu halten und einzuladen, etwas zu tun.

Wie also ist das mit dem Vertrauen und dessen Würdigkeit?

Ist das mit dieser pädagogischen Einrichtung nun würdig, Vertrauen entgegen zu bringen? Einerseits unbedingt! Die Pädagoginnen dort geben sich in ihrem Rahmen große Mühe. Sie sind auch an jene Konzepte gebunden. Wollen sie denen nicht folgen, gibt es ebenfalls die simple Ansage: „Dann gehen Sie woanders hin. Bei uns nicht!“ Andererseits ist mir im Sinne meiner Tochter nun hier schleierhaft, wie ich Vertrauen einbringen soll, wenn doch augenscheinlich Dinge zeigen, dass meine Kleine noch nicht so weit ist. Leider ein persönliches Umfeld auf nächste Zeit aber wenig andere Möglichkeit lässt…

 

Wie ist das mit dem Vertrauen denn in unserem sonstigen Umfeld?

Bevor wir hier gedanklich – wie beinahe üblich – schon wieder zu unseren Mitmenschen springen…  Da wollen wir doch mal den berühmten Besen vor der eigenen Türe schwingen!

Seien wir uns doch ehrlich…

Jeder von uns hat in seinem Leben doch schon mal Scheiße gebaut. Sei es, dass wir damit dann uns selbst oder andere Menschen „verraten“ haben, auf deren Gefühlen herumgetrampelt sind etc. War es so, dass diese sogenannten „Fehler“ vermeintlich absichtlich getätigt haben oder sie passiert sind. Sei es, dass wir eigene Regeln gebrochen, Werte verletzt haben u.v.m.

Erlauben wir uns jedoch kurz eine „Gedenkminute“. Und versetzen uns in diese Situation/Situationen zurück. Wussten wir es – just in diesen Sekunden der Entscheidung – wirklich besser? Oder ist dies nur eine Vorgaukelei des Verstandes im Nachhinein? Dies sei jetzt bitte keine Entschuldigung für allfälliges Verhalten…  Aber wir konnten aus unserer Haut in DER Sekunde nicht heraus. Punkt. Ende.

Was geschah nun mit dem Vertrauen und dessen Würdigkeit?

Die Würdigkeit des Vertrauens wurde vom Umfeld zumeist rigoros gestrichen, in die Tonne geknickt. „Persona non grata“ – man wurde zur unerwünschten Person. Unser Verhalten hatte bestimmte Knöpfe am Gegenüber gedrückt, wobei dies jedoch zumeist so aussah, dass wir die Bösen waren, die andere verletzt, beleidigt etc. hatten.

 

Sind wir – trotz alldessen – vertrauenswürdig?

Stellen wir uns doch schnell eine solche Situation vor. Jemand – vielleicht sogar aus dem engsten Umfeld – hat uns in unserem Vertrauen erschüttert. Heftig erschüttert.

Und jetzt hole ich meine Prinzessin als praktisches Beispiel ins Boot: Ich… Wir… als Eltern… haben sie jetzt in die Krabbelstube gebracht. Lassen sie dort allein. Helfen ihr nicht, als die Pädagogin sie beim „Verabschieden“ sogar wegzieht. Mami und Papi sind weg! Und das Ganze ist extrem stressig für die Kleine. Belastet. „Ihr Verräter … Ihr habt mich da alleine gelassen!“

Bin ich / sind wir als Eltern noch vertrauenswürdig???

Grundlegend:  JAAAAAA – in Gottes Namen!

Sind wir!!!

Ja. Einerseits ist es derzeit noch unmöglich, dem Kind – schon gar nicht sprachlich – zu erklären, weshalb es nun in die Krabbelstube gehen soll und nicht bei den Eltern bleiben darf. Jedoch… Kinder sind bei Gott nicht doof! Auch wenn der Inhalt sprachlich noch nicht ankommt… Sie verstehen sehr stark auf emotioneller Ebene!

Eltern sind also stark eingeladen, sich genau um diese emotionelle Ebene anzunehmen!!! Und hierbei nicht vergessen: die Eltern dürfen sich nicht nur um die Ebene des Kindes annehmen, sondern zumindest in gleichem Maße auch um die Eigene!

Sind wir noch in der Lage, zu fliegen? Vertrauen wir auf uns, unsere Fähigkeiten?

Vertrauen und dessen Würkdigkeit

Hatten wir als Kinder ausreichend Gelegenheit, Vertrauen zu empfangen? Damit wir es einst weiterschenken können? Oder saßen wir da schon auf dem verkümmerten Ast des Lebensbaumes?

Wie so oft, liegt somit „der Grund“ zum Vertrauen nicht beim Gegenüber, sondern vor allem bei und in uns selbst!?

Wir Leben also in einer Welt und Zeit gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Normierung. Es ist für uns Erwachsene oft nicht leicht, diesen Parcour zu meistern. Na was ist denn erst mit dem zerbrechlichen Seelchen eines Kindes…!?

Für Interessierte hier auch ein Vortragsausschnitt mit dem Gehirnforscher Prof. Gerald Hüther…  Eines der Dinge, die der Mensch für die Entwicklung seines Potentials benötigt, ist eben das Vertrauen!

https://geraldhuether.de/Mediathek/Potentialentfaltung/was_wir_brauchen.mp3

 

Was nun mit dem Vertrauen und dessen Würdigkeit auch im sogenannten Erwachsenenleben?

Wie sieht es auch mit dem Entwicklungspotential aus – vor allem in den verschiedenen persönlichen Beziehungsbereichen? Damit es gleich mal richtig einschlägt und die Emotionswelle hochschwappt: Wie war das noch eben mit dem Fremdgehen?

Üblicherweise wird dem „schuldigen Partner“ Tod und Verderben an den Hals gewünscht. Vertrauen und dessen Würdigkeit existiert nicht mehr in einem Wortschatz objektbezogener Bewertung und Be-/Verurteilung.

Ist dieser vermeintlich „schuldige“ Mensch aber nun sein restliches Leben lang nun nicht mehr vertrauenswürdig???

IST DAS SO???

Auch hier nun eröffnet das Leben erneut sein gesamtes „Einladungsspektrum“! Jeder „Betroffene“ ist herzlich eingeladen, in sich, in die Tiefe zu gehen und dort einmal zu erkunden, was hier tatsächlich an alten Wunden besteht, die zu diesem Verhalten Anlass geben.

 

Vertrauen und dessen Würdigkeit…

Ist dieses Vertrauen und dessen Würdigkeit also tatsächlich ein wahres Grundvertrauen?

Oder ist dies letztlich nur mehr ein verstümmelter Rest, ein verkrüppeltes Ende einer Bewertungs- und Verurteilungsmaschinerie? Ein Bedingungselement, Rechtfertigung und Voraussetzung für mein Verhalten?

„Ich vertraue Dir, wenn Du…!“

„Und wenn nicht, dann schieb Dir Dein Vertrauen sonst wohin!“

Sind wir in der Lage, unser Denken und Handeln zu verändern? Vertrauen wir selbst uns zumindest soweit, dass wir diese Frage klar mit einem „JA“ beantworten können und wollen?

Kann meine kleine Prinzessin mir/uns soweit vertrauen, dass sie regelrecht spürt, dass diese Frage mit „JA“ beantwortet werden kann? Im Sinne der starken Bindung zu uns wird sie dies erkennen können. Wichtig ist, dass sie dazu jetzt ausreichend Liebe und Zeit von uns erhält.

Können wir für uns, den Begriff „Vertrauen“ von einer Bedingung losknoten? Ist in uns Menschen nicht immer ein innerer Kern der Unschuld, der Wahrheit und guter Wille vorhanden? Sind wir in der Lage und willens, darauf zu vertrauen?

Trauen wir uns das zu?

Vertrauen und dessen Würdigkeit

Die Chance zur Veränderung

Was auch eine schöne Sache im Leben ist:

Auch wenn wir gedanklich, emotionell, uns in einer Sackgasse gefangen glauben… Das Leben lädt immer und immer wieder ein, neu zu beginnen!

Nein. Vergangenheit lässt sich nicht mehr ändern. Was ist, das ist. Doch jede einzelne Sekunde lädt das Leben ein, neu zu beginnen. So auch Vertrauen und dessen Würdigkeit „anders“ als bisher zu betrachten, zu leben!

 

Ich lade Dich abschließend mal zu einer kleinen Überlegung ein:

Stelle Dir doch nochmal einige jener Situationen vor, in Dein Vertrauen erschüttert wurde, verloren ging…

Toll?

Vermutlich nicht. Es nagt noch immer, richtig?

Was nun, wenn Du eine Möglichkeit erhieltest, dieses nagende Gefühl in ein wertvolles Gefühl zu verwandeln? Wenn Du Chance bekämst, Dein gesamtes Leben neu auszurichten?

Es wird weder gratis sein, noch umsonst…  Das ist ganz gewiss sicher. Doch klammern wir einmal ein Erwartungsdenken und eigenen Bedingungen dazu aus und lassen nur diese Chance, als sie selbst stehen!

Denke und fühle Dich da mal rein in diesen Gedanken!

Und wenn Du den für „erstrebenswert“ findest, dann melde Dich bei mir

https://www.das-neue-ich.com/kontakt/

Dann wollen wir mal sehen, wie wir Dein Vertrauen und dessen Würdigkeit auf den für Dich richtigen Weg bringen!

 

Ich gehe jetzt mal weiterbasteln an meinem Weg! Denn ich weiß, dass der einfach gut werden muss!  🙂  Es geht nicht anders.

Wie sieht´s mit Dir aus…?

 

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