Das Bedürfnis nach Freiheit

Das Bedürfnis nach Freiheit… Keine Bezeichnung fällt in Zeiten wie diese öfter, als jener „Ruf“…

Herzlich willkommen liebe SeitenbesucherInnen/LeserInnen!

Das Bedürfnis nach Freiheit also…

Was nun – gleich eingangs gefragt – verstehen wir unter jenem Bedürfnis nach Freiheit?

Ich denke, ich muss nun nicht extra diverse Gesetzestexte, Resolutionen, Verfassungen etc. bemühen. Wir alle sind uns dahingehend wohl einig, dass eben jenem Bedürfnis nach Freiheit, in all diesen Konvoluten Rechnung getragen wurde. Gewisse „Grundrechte“ als unverletzliche Rechte der Menschheit niedergeschrieben wurden.

Weiters denke ich, dass ich nun nicht erneut diverse Beispiele der Geschichte einer Menschheit bemühen muss, um darzulegen, dass man auf diese Rechte nicht erst ein Mal ziemlich gepfiffen hat. Um es mal ganz ganz vorsichtig auszudrücken…

In westlichen Kulturkreisen nun ging innerhalb der letzten 70 Jahre, zumindest augenscheinlich, die Entwicklung dahin, dass dem Bedürfnis nach Freiheit größtmöglich Rechnung getragen wurde.

So man es so ausdrücken möchte, entstand eine gewisse Selbstbestimmung des Lebens.

 

Die Veränderung

Da wir nun alle mittlerweile seit gut einem Jahr in einem Zustand leben, der einiges an Veränderung mit sich gebracht hat…

Der zum Leidwesen Vieler, jene Veränderungen zu einem Nachteil brachte…

Da will ich nun nicht ins Detail abschweifen, was diese Veränderungen angeht. Da ließen sich wohl ganze Romane dazu schreiben…

Ich möchte heute gezielt bei den zwei Begrifflichkeiten „Bedürfnis“ und „Freiheit“ bleiben. Zusammengefügt dann… Bedürfnis nach Freiheit.

 

Das Bedürfnis

Was nun ist ein „Bedürfnis“?

Dazu hier ein interessantes Tool zur Gliederung der Bedürfnisbereiche nach ihrer Wichtigkeit:

Maslovsche Bedürfnispyramide

(Die Maslowsche Bedürfnishierarchie, bekannt als Bedürfnispyramide, ist ein sozialpsychologisches Modell des US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow. Es beschreibt auf vereinfachende Art und Weise menschliche Bedürfnisse und Motivationen und versucht, diese zu erklären.)

Na dann wollen wir einmal… vor allem, gleich einmal in Relation zum derzeitigen IST-Zustand setzen!

Im unteresten Bereich der Defizitbedürfnisse sind die Grundbedürfnisse zu finden. Sie bilden also die grundlegende Basis des menschlichen Seins. Sowohl auf körperlicher als auch geistiger Ebene. Sind diese Bedürfnisse nicht gesichert, herrscht absoluter „Ausnahmezustand“. Oder mitunter „Über-/Lebensgefahr“. Interessanter Weise wird in einer neumodernen, sehr gestressten Zeit, dem Bereich „Schlafen“, oftmals eine untergeordnete Rolle zugedacht…

In der zweiten Basis-Ebene nun finden wir jenen Bereich, den wir im hinlänglichen Verständnisbereich einer sogenannten Sicherheit zuordnen. Und schon beginnt sprichwörtlich „der Putz bereits zu bröckeln“.

Weshalb?

Nun… Was ist sicher???

Wie vereinzelte Beispiele in moderner Zeit sogar zeigen, ist zum Beispiel Grundstückseigentum gewiss nicht sicher. Tritt da zum Beispiel das Grundstückseigentum sogenannten öffentlichen Interessen im Wege, tritt eine Zwangsenteignung ein… und das war´s schon mit der Sicherheit des Eigentums.

Wie anders ist das mit Job/Beschäftigung/eigenem Unternehmen? Letztlich mit Einkommen? Wenn man´s selbst verbockt… gut. Dann kann man sich nur selbst an der Nase nehmen und lernen für die Zukunft. Was aber nun, wenn man´s nicht selbst verbockt? Wenn dann eine derartige „Krise“ eintritt und plötzlich andere die Entscheidungen treffen? Jobverlust. Zugesperrter Betrieb. Kein Einkommen oder max. staatliche Stütze… Schluss mit Sicherheit!  Und ganz ehrlich… selbst bereits zuvor war es doch schon so… Wenn man einer Chefität nicht mehr zu Gesicht stand – aus welchen Gründen auch immer… Kündigung. Gleiches Ergebnis. Sicherheit ist also relativ. In der jetzigen Zeit ganz offensichtlich eher die Betitelung eines Märchens. Fiktion.

Dann kämen wir zu den sozialen Bedürfnissen. Was nun Partner, Freunde, Liebe angeht…  Ich denke, ich kann mir hier nähere Ausführungen zu den derzeitigen Defiziten redlich ersparen! Die Meisten werden aus ihrem eigenen Umfeld, Kontext, hier wissen, teils selbst erfahren haben, welche Bedürfnisse ich hier meine! Oder läge ich da falsch? Wie sieht es bei Dir konkret aus?

So.

Wie Ihr nun in der grafischen Darstellung erkennen könnt, ist nun eine Trennlinie zu weiteren Ebenen eingebracht. Hier trennen sich Definzitbedürfnisse von Wachstumsbedürfnissen.

Was bedeutet dies?

Die Defizitbedürfnisse bzw. deren Bedeutung richtet sich nach deren Bezeichnung. Oder einfach ausgedrückt: Wenn in einem der Bereiche, die ja letztlich auch das Fundament menschlicher Entwicklung darstellen, Defizite auftreten…  Na was wird dann passieren? Was passiert bei einem Gebäude, dessen Fundament bröckelig wird? Es wird instabil, „haltlos“. Es bietet keine Basis mehr für eine Weiterentwicklung, für Wachstum. Bringt bei entsprechender Beeinträchtigung mitunter das Gesamtbauwerk zum Einsturz.

Jetzt kam jedoch bislang die Bezeichnung „Bedürfnis nach Freiheit“ noch gar nicht vor…!

Bedürfnis nach Freiheit

Die Entwicklungsstufe

Bis jetzt sprachen wir nur von elementaren Bedürfnissen. Der Basis des menschlichen Seins. Bedürfnissen, dass unser „Transportmittel“, der menschliche biologische Körper, „sicher“ durchs tägliche Leben mit seinen Bedürfnissen, manövriert werden kann.

Jetzt sind wir Menschen seit nun ca. 200.000 Jahren Entwicklung, der Gattung „Homo sapiens“ zugehörig. Wir sind also kein instinktgesteuertes Tier. Auch kein funktionierendes „Fleischklöpschen“ alleine.

Eine menschliche Entwicklung also, strebt in der Regel nach „Höherem“. Zu diesem wiederum nun zählen jene in der Grafik dargestellten Wachstumsbedürfnisse.

Diese Wachstumsbedürfnisse reichen von dem wohl bekanntesten, offensichtlichsten Bereich einer beruflichen Verwirklichung, bis hin zu einer persönlichen Verwirklichung. Nicht selten strebt der Mensch nach Anerkennung, Geltung.

Wie nun leider aktuelle Geschehnisse einmal mehr verdeutlichen, ist die Wahl der Mittel, jene Anerkennung, Geltung, zu erreichen „mannigfaltig“. Man geht teilweise nicht grade zimperlich bei der Auswahl und Anwendung um.

Was nur auch sichtbar wird…  Die Anwendung des Einen, dem diese Mittel zum vermeintlichen Erfolg gereichen, offenbart auch die Seite des/der Anderen, denen diese Mittel zum Nachteil gereichen.

Bedürfnis nach Freiheit

Meine These

Und jetzt lasst uns nicht länger um den heißen Brei reden, sondern gehen wir ans Eingemachte!

Zum Einen schon mal…

Wenn wir in einer Gesellschaft leben, in der es überall und ständig jemanden gibt, dem Mittel zum Vorteil gereichen, während andere praktisch das Gegenstück, die Kehrseite der Medaille polieren dürfen…

Wie sieht es dann aus mit der Chance, dass sich Ebenen von Defizitbedürfnissen je gleichmäßig und fruchtbar entwickeln? Wenn Du Dein Haus baust… und Dir ständig einer an Deinem Fundament, Deinen einst tragenden Mauern, herumpfuscht… Du in gewisser Weise andauernd angehalten bist, nachzubessern, damit kein Qualitätsverlust eintritt… Dir also nicht irgendwas ein-/wegbricht…  Wieviel Zeit, Möglichkeit, wirst Du haben, Dein Haus jemals fertig zu bringen?

Benötigst Du noch eine Weile Zeit, um DAS mal zu realisieren…?

Dann nimm sie Dir!

Wenn´s wieder geht, weiter im Text…! Zum Anderen somit…

Wie nun kam es überhaupt so weit, dass eben gewisse auf anderer Menschen „Kosten“ leben?

Ich behaupte, es gehörten – ähnlich wie bei einem Mobbing – immer zumindest 2 dazu! Einer der „mobbt“. Und einer, der „mobben lässt“. Beide haben letztlich mit sich selbst ein Problem!

Ansatzweise gereichen wir dann in die Ebene der Wachstumsbedürfnisse…

Bildlich gesprochen, würde ich folgendes Beispiel nutzen wollen: Da sind 2 Jungs, die einen am Baum hängenden Apfel haben wollen. Sie strecken sich, springen… erreichen ihn nicht. Draufhin nutzt einer den Anderen als „Aufstiegshilfe“ und holt sich den Apfel, beißt noch hinein, während er wieder zu Boden steigt. Einer hat den Genuß, der Andere hat Hände und Knie voller Dreck.

Jetzt eine wichtige Frage, die enorm viel entscheidet:

AUS WELCHEM GRUND BENÖTIGST DU ANERKENNUNG / GELTUNG ?

Gerne natürlich würde ich jetzt Deine Anwort dazu erfahren. Im Zuge eines Blogs/Beitrags nun aber eben nicht möglich…

Zu meiner These nun…

„Brauchen“ wir im heute Anerkennung/Geltung? Aus welchem Grund?

Etwa, weil wir bereits von Kindesbeinen nicht erfahren durften, was das heißt? Weil hierzu ein teils gewaltiges Defizit angewachsen ist?

Selbstverständlich schieben wir nun allzu gerne, dies irgendwelchen äußeren Umständen zu. Oder einem Umfeld. Grade aktuell einer Politik. Oder auch umgekehrt – jene Politiker den Menschen dieses Landes… 😉

Deshalb eine weitere Frage an Dich:

DURFTEST DU JE ERLERNEN, DICH SELBST ANZUERKENNEN…?

DURFTEST DU DICH GELTEN LASSEN…?

Ich behaupte: Nein!

Nein?

War da nicht etwas, dass man nach wie vor „Erziehung“ nennt…? Nein…?

Hattest Du nicht von Beginn an, gewisse Voraussetzungen, Erwartungen u. dgl., zu erfüllen…? Nein?

Angefangen damit, irgendwann nicht mehr in die Windeln zu kacken…, irgendwann nicht mehr so viel zu schreien…, zu essen… Bis hin, „brav“ zu sein, dies oder jenes nicht zu tun… oder zu tun, obwohl es Dir persönlich wiederstrebte…  Bis zu dem Augenblick im Heute, an dem Du Dich befindest…!

WIE SIEHT ES AUS MIT DEINEN BEDÜRFNISSEN UND DEREN ERFÜLLUNG…???

WIE SIEHT ES AUS MIT DEINER BASIS, DEINEM FUNDAMENT…???

DEINEM BEDÜRFNIS NACH FREIHEIT…???

Durftest Du lernen, DEINE BEDÜRFNISSE zu decken? Oder hat man Dich vielmehr angepasst, „erzogen“… weg von Deinen Bedürfnissen…?

Wie kann es dann sein, dass im Heute ein paar Exemplare namens Mensch, zum Beispiel an Staatsspitzen stehen, sich nach dem Apfel strecken…

…während Du im Dreck kniest…???

 

Hier ein Link zu einem Interviewausschnitt mit dem Hirnforscher, Prof. Gerald Hüther:

https://www.dropbox.com/s/jiel22aj6uiivgm/Screen_Recording_20210307-102531_Facebook.mp4?dl=0

 

Der Transfer ins Heute

Meine These nun geht also mittlerweile so weit, dass das eigentliche Problem nicht erst heute, nicht erst mit Corona, begonnen hat… Sondern schon viel früher!

Krisen haben also mitunter nicht nur ausschließlich negative Ausdrücke, Auswüchse. Auch dieser „Medaille“ haftet eine positive Seite an… Und sei es in diesem Fall „nur“, dass Missstände, die zuvor unschwelig dahinglimmten, nun in einem Flächenbrand aufbrechen und sichtbar werden…

Herr. Prof. Hüther spricht in diesem Interviewausschnitt nun u.a. einen wichtigen Punkt an: Die Dauer von einer Krise. Einer Beeinflussung.

Im psychologsichen Bereich setzt man sich für allfällige Veränderungen gerne einen verbindlichen Rahmen, um dies alleine schon zeitlich zu begrenzen. Es nicht in eine „neverending Story“ ausufern zu lassen…  Um also zum Beispiel eine unangenehme Eigenschaft, eine Tätigkeit, abzugewöhnen, schlägt man in der Regel einen Zeitraum von 2-3 Monaten intensiver Auseinandersetzung, Beobachtung vor. Schafft man es innerhalb dieser 2-3 Monate, sein Verhalten zu verändern, geht man davon aus, dass das Gehirn in dieser Zeit entsprechende und ausreichende Verschaltungen begründet hat, sodass dieses neue Verhalten in einen „automatisierten Prozess“ übergeht.

Was ist hierin wieder auffällig?

Die Begrifflichkeit „Neues Verhalten“!

Denn die Hirnforschung, in der auch u.a. Prof. Hüther ein absoluter Experte ist, besagt, dass die Veränderung eines „alten Verhaltens“ wesentlich mühsamer, wenn nicht unmöglich ist. Die Implikation eines „neuen Verhaltens“ wiederum kann das menschliche Gehirn leichter „verdauen“, in einen fixen Bestandteil einbauen…

Was nun passiert jedoch? Nicht seit 2-3 Monaten… Sondern seit einem Jahr!

Abgesehen davon einmal, dass es ein ständiges Hin und Her ist. Zuerst ist etwas völliger Nonsens, unmöglich, absolut untauglicher Schmarren…. Nicht lange Zeit danach plötzlich ist es genau das Gegenteil. Dann teils noch sofort mit Zwangsmaßnahmen verbunden, wie man sie noch aus dem „Programm Erziehung“ kennt. Rückkehr also in alte Muster einer Unfähigkeit, Entwicklung zuzulassen, Erfahrung zu erlauben. Unfähigkeit einer entsprechenden Kommunikation, eigener Wertschätzung, Anerkennung, Geltung. Wie soll man dann etwas, jemanden Anderen anerkennen, wertschätzen, gelten lassen?

Und in der heutigen Moderne nun schlägt dieses „Erziehungsprogramm“… als etwas Anderes kann ich allfällige Regierungsmaßnahmen nicht bezeichnen… noch zusätzlich auf die „Gemüter“ unserer Kinder!

Zwangsbeglückungen so weit das Auge reicht. Maßregelung, Vereinheitlichung, „Gesichtsverlust“. Unterdrückung von kindlichen Bedürfnissen…! U.v.m.!

Wir wundern uns zu einem gewissen Teil, weshalb in der heutigen Zeit z.B. bereits teils derart kalt mit unseren Eltern, Großeltern, umgegangen wird…

Na was glaubt Ihr, wird erst in ein paar Jahren geschehen, wenn die Auswirkungen dessen, was jetzt so beinahe schäbig als „Kollateralschäden“ bezeichnet wird, tatsächlich sichtbar wird!? Wie wird man dann mit Älteren umgehen? Und so mancher der LeserInnen hier werden dann die Älteren sein!

Ein also bisher schon unverantwortliches… oder wie ich es gerne treffend bezeichne… „verkacktes Erziehungssystem“ des Mangels, Defizits, wird nun noch verschlimmert!!!

Und dann rufen viele aus dem Bedürfnis nach Freiheit…?!

Wie kann das klappen?

Wissen selbst wir denn noch, was überhaupt „Freiheit“ bedeutet? Wie vor allem, definieren wir diese für uns selbst?

Und passend dazu… rufen viele auch noch nach Sicherheit! Das Eine ist nur nicht immer mit dem Anderen „kompatibel“…

Ist „Freiheit“ in einem Gesellschafts- und Wirtschaftssystem überhaupt noch andenkbar? Gibt es tatsächlich Sicherheit? Oder ist mittlerweile derart viel in Abhängigkeiten ver-wickelt, sodass das Wort „Ent-wicklung“ völlig fehl am Platz ist…!?

Ist dieses Bedürfnis nach Freiheit, womöglich so eine Art „Übergangs- oder Verbindungszone“ zwischen den Defizit- und Wachstumsbedürfnissen? Da auch in diesem Bereich „Freiheit“,  sowohl Defizit, als auch Wachstum entstehen kann…!?

WO BEGINNT FÜR DICH FREIHEIT…???

Und es ist in diesem Kontext sehr wichtig, wie Du für Dich diese Freiheit definierst! Denn Gedanken folgen der Energie. Den Gedanken folgen wiederum Taten… Und aus diesen Taten wird Deine Realität entstehen…

Meiner bescheidenen Meinung und Erfahrung zufolge, KANN diese Frage nur bei uns selbst begonnen und geklärt werden!

So sehr ich zum Beispiel Demo´s als Ausdruck des Protestes nach außen schätze… So wenig wird dies letztlich etwas verändern!

Nicht umsonst lautet da ein Zitat…:

Nichts ändert sich,

bis Du Dich selbst änderst!

Und dann ändert sich alles!

Im Zuge meiner Tätigkeit als psycholog. Berater, durfte ich auch vielfach erfahren, dass sehr viele Ursprünge immer in der Kindheit zu finden sind. Einer kleiner, kurzer Blick dorthin lohnt sich also durchaus!

Rufe Dir doch bitte zwei Dinge in Erinnerung!

Jenes Interview vorhin von Prof. Hüther…  Und Deine eigenen Erinnerungen an jene Zeit der Anpassung an eine Gesellschaft, ein zukünftiges Erwachsenenleben…

Hast Du denn überhaupt Erinnerungen daran? Wann beginnen diese? Gibt es da etwa eine mehr oder minder lange Zeit, an die Du keine Erinnerungen hast…?

Glaubst Du etwa, diese „Gedächtnislücke“ stamme einzig daher, dass Du ja noch ein kleines Kind warst und da eben die Erinnerung noch nicht so ausgereift war…?

Oder könnte es durchaus sein, dass grade jene Zeit derart voll mit Schmerz, mit Enttäuschung, Erfahrung der Ablehnung Deiner Bedürfnisse… Also kein „Honiglecken“ war…? Sodass da eine Art Schutzfunktion des menschlichen Geistes in massive Aktion trat und vieles von dem Erlebten ausgeblendet, „sicher verwahrt“ hat…?

Heute selbstverständlich meinen wir, dass jeweils ein Geschehnis, ein Gegenüber grade irgendwelchem Mist baut und uns wütend macht, enttäuscht u.v.m.

DEM ist jedoch nur äußerst selten so!

Ja…. jene Dinge, Menschen, die uns begegnen und unsere „Knöpfe drücken“, jene „Arsch-Engel“ … sie gibt es. Ich sehe in Ihnen mittlerweile nur die Ausdrucksweise des Lebens, uns auf „unerledigte Aufgaben“ hinzuweisen!

Und je mehr wir im heute weiter ablehnen, negieren, verdrängen etc., desto heftiger kommt es dann von einer anderen Ecke retour. Das Leben ist schlau!

Bedürfnis nach Freieheit

Die Brücke vom Bedürfnis nach Freiheit

So wir uns nun selbst also – allem Anderen voran – einmal die Erlaubnis, die Ermächtigung geben, für uns zu definieren, was „Freiheit“ heißt…

…so haben wir damit jenen zuvor erwähnten ersten wichtigen Schritt zu unserer Realität getan. Damit ist dem Gedanken einmal Energie verliehen.

Erlauben wir uns zum Schritt zu einer Lösung noch einmal einen Blick auf voriges Zitat! Vor allem einen Blick auf das System dahinter…

Was meine ich mit dem „System“, mit systemisch?

Jeder systemische Ansatz zeichnet sich dadurch aus, dass man sich nicht auf den Problemträger konzentriert, sondern ein ganzes System in den Blick nimmt. Der Einzelne wird nur in soweit als Individuum betrachtet, wie er als Element auf das System wirkt und wie er dessen Wirkungsfeld ausgesetzt ist.

Ein ganz einfaches Beispiel nun dazu:  Stell Dir einen Raum mit Menschen vor. Plötzlich drehst Du aus einem Impuls heraus das Licht ab. Dunkelheit.

Üblicherweise nun konzentriert sich alles auf die Dunkelheit.  Möglicherweise auf Dich als „Licht-Ausschalter“. Mancher wird ein Handy als Beleuchtung verwenden, mancher ein Feuerzeug. Ein Anderer wieder wird in Angst/Panik verfallen.

Und jetzt kommt der systemische Ansatz in Spiel:  Wer konzentriert sich auf das entstehende „Gesamtbild“? Die Unruhe, Dynamik, die mitunter in diesem Raum entsteht?

Du als Einzelner wirkst selbstverständlich mit diesem einfachen, simplen „Klick“ (Druck auf den Lichtschalter). Wie nun jedoch wirkt die gesamte Situation, eben jene Unruhe, Dynamik dann zurück auf Dich? Und jetzt haben wir aber noch nicht einmal von Deiner Motivation gesprochen, auf diesen Lichtschalter zu drücken…!

Im herkömmlichen „Jargon“ fällt jene sich entwickelnde Situation dann unter Begriffe wie Aktion – Reaktion. Wirkung – Gegenwirkung.

Anderes, konkreters Beispiel nun…: Du bist, warst Dir Deiner während Deines bisherigen Lebens noch nie so wirklich sicher. Du hattest nie die Chance, wirkliche Selbstsicherheit zu lernen. Dich selbst anerkennen, mit allem Drum und Dran…? Fehlanzeige! Dich für Dich selbst als das/der/die gelten zu lassen, der/die Du bist…? Fehlanzeige! Man hat es Dir abgewöhnt, aberzogen. Deine Bedürfnisse waren anderen unterzureihen! Etwaige zaghafte Versuche, hat man im Keim erstickt, da es als Egoismus abgetan wurde.

Und jetzt wirst Du irgendwann einmal ins Leben „hinausgespuckt“. Mach! Friss oder stirb! Das berühmte „Haifisch-Becken“ also. Da wo dann noch Andere herumschwimmen, die letztlich nun genau jene Defizite, über übertriebene Befriedigung von Geltungsbedürfnis, auf die andere Seite der „Waage“ schlittern. Grobe Überzeichnungen in diesem Bereich, bilden sich nicht zuletzt dann in Begrifflichkeiten wie Narzissmus ab. Die narzisstische Persönlichkeitsstörung (NPS) zeichnet sich durch einen Mangel an Empathie, Überschätzung der eigenen Fähigkeiten und gesteigertes Verlangen nach Anerkennung aus.

Und hier passte genau jenes eingänglich benannte Beispiel mit dem Mobbing gut hinein…

Bedürfnis nach Freiheit

Die Gegenwart

Oder umgemünzt nun auf die derzeitige Situation…

Wenn nun Menschen über einen langen Zeitraum hinweg, sich in vermeintlicher „Sicherheit“ wiegen… Ihre „Freiheit“ zusehends Anderen überlassen…

Wenn nun immer mehr an eigener Verantwortung, an diverse „Erfüllungsgehilfen“ ausgelagert wird…  Was wird dann automatisch folgen?

Es werden jene auf den Plan treten, die diese Verantwortung „dankend“ und mit breitem Grinsen annehmen/übernehmen… Und irgendwann werden sie dann beginnen, Bedingungen zu stellen… dafür, dass sie diese Verantwortung übernehmen. Leise. Schleichend. Und letzten Endes werden sie es sein, die dann bestimmen, was jene „Freiheit“ für die Anderen bedeutet. Zu bedeuten hat! Und es ist auch derzeit nicht auszuschließen, dass nun über gewisse indirekte Einwirkungen, das Bröckeln, die Instabilität der Bedürfnispyramide, des Fundaments, gefördert wird. Menschen noch weiter in eine Abhängigkeit treiben. Letztlich eine Selbstverwirklichung verhindern…

Eine Spaltung der Menschheit lässt sich spielend leicht inszenieren.

Und wenn nun, wie Prof. Hüther im Interview ausführt, Menschen eine längeren Situation zwangsweise unterworfen sind… Dann werden Bedürfnisse erneut unterdrückt. Mitunter Wiederholung von Traumata. Je länger eine „Zwangsbeglückung“ dauert, je öfter sich etwas ungewolltes wiederholt… Desto mehr zwingt man Bedürfnisse in den „Untergrund“. Doch sie sind dort ja nicht weg! Und sie wirken unbewusst weiter…! Menschen werden mitunter „seltsame Verhaltensweisen an den Tag legen und die Schuld im außen suchen… Dass die „Baustelle“ im Innen liegt… auch das wurde inzwischen verdrängt.

Und dann haben wir eine Situation, wie derzeit. In der Jene sogar beschließen können, einstmalige Festlegungen über eine Freiheit auszuhölen, zu umgehen, sie zu vernichten!

Das systemische Wirken vieler Einzelner hat also dazu geführt, dass Situationen wie diese überhaupt entstehen konnten! Das Wirken Einzelner, die sich „mobben lassen“. Die für sich es übersehen haben, rechtzeitig für sich einzustehen. Dieses „mobben lassen“ noch zeitgerecht zu unterbrechen.

Aber die Komfortzone ist eben eine teuflische Sache! Damit wiederum zusammenhängend ein Selbstbewusstsein, Selbstachtung. Definition von Freiheit.

Verändern wir uns sohin selbst, so verändert dies alles!!!

Auch wenn es aus der kleinen Perspektive eines Einzelnen nicht so wirken mag…

Wiederum noch schnell ein Beispiel: Stelle Dir vor … Du kommst erneut in einen Raum, wo viele Menschen gelangweiligt, missmutig, ziellos herumeiern. Wer ist nun von diesen Menschen – inklusive Dir selbst – für was verantwortlich? Letztlich Du, dass Du diesen Menschen nun Beschäftigung, Ziel gibst? Bessere Laune? Ja was weiß ich…?

Nein. Deine Verantwortung beginnt und endet einzig bei Dir. Die Anderen dürfen – jeder für sich – selbst für eine entsprechende Befindlichkeit sorgen. Eigenverantwortung. Bist Du nun in diesem Raum der/die Einzige, die guter Launer und voller Ziel, mit Bestimmung Deiner Freiheit ist… Dann vermagst Du mitunter nicht die Welt aus den Angeln zu heben. Aber ich getraue mir einiges zu verwetten, dass Du zumindest den Einen oder Anderen mit deiner energiegeladenen, positiven Art und Weise „anstecken“ wirst. Den oder die aus seiner/ihrer Lethargie reißen. Systemisches Wirken!

Und dann stell Dir vor, dass diese Jene, die Du nun „mitnehmen“ konntest, ebenfalls Weitere wieder aus Ihrer Lethargie holen…! Eine Lawine kommt ins Rollen.

Und dann versuche Dir letztlich vorzustellen, dass alle Anwesenden in Klarheit ihrer Bedürfnisse, voll guter Laune und Motivation, sogar zusammenarbeiten, um dem Bedürfnis nach Freiheit nachzugehen. Co-Creation.

Ein wichtiger Standpunkt der Eigenverantwortung, der Umsetzung eines Bedürfnisses, sind jedoch nicht die Anderen.

TU ES REIN FÜR DICH!

ES IST DEIN LEBEN!

Erwarte nicht von Anderen, fordere nicht von Anderen. Da ist nicht Deine Verantwortung.

Dein Leben ist es sehr wohl! Und es ist wertvoll!

Bedürfnis nach Freiheit

Schluss-Satz

Das Bedürfnis nach Freiheit gibt es seit Anbeginn der Menschheit.

Die Frage ist, was wir daraus machen!

Wenn wir im Leben…, Du in Deinem Leben, nicht die einzige wahre Sicherheit für Dich bist, kann es niemand anderer sein! Du bist die Konstante, das Zünglein an der Waage!

Und wenn Du es schaffst, diese Brücke, dieses Bedürfnis nach Freiheit der Gestaltung Deines Lebens, umzusetzen, DANN bis Du letztlich im obersten Bereich, der Spitze der Bedürfnispyramide… der Selbstverwirklichung!

Und wer immer glaubte, Selbstverwirklichung ginge nur mit dem berühmten „Gang über Leichen“ einher… DER wird seine Rechnung irgendwann präsentiert bekommen. Und diese wird niemals ohne den „Wirt“, in diesem Fall dem Leben, gemacht…

 

Zusammenfassend bzw. abschließend kann man also ausführen, dass viel an der Problematik im Heute, selbstgeschaffen ist.

Ich für meinen Teil würde nun den Part „Gesundheit“ in der Defizitebene einordnen. Also eine Basis für weitere Entwicklung. Es hilft jedoch bei allem Bewusstsein um Gesundheit nicht, in Panik, Angst zu verfallen. Angst ist ein Hemmschuh, eine teils gewaltige Bremse.

Im Heute besteht nun regelrecht eine Kluft zwischen den Menschen, wie weit die Freiheit der Gesundheit nun reichen dürfe. Ich spreche insbesondere das Thema der Impfung an. Wer nun hätte das Recht, mir zu befehlen, was meinem Freiheitsverständnis zu entsprechen hätte? Ich! Und nur ich selbst!

So wie jeder für sich entscheiden kann, jene Impfung in Anspruch zu nehmen.

Gleich einem Mobbingprozess, ist es nunmehr schwierig, aus dieser verfahrenen Kiste wieder herauszukommen. Vor allem … WIE …?!?  In diesem Fall gibt es offenbar keine „unabhängige 3. Partei“, welche hier klärend eingriffe…  Der „Mobbende“ erkennt nicht, sieht sein Unrecht nicht ein. Der „Gemobbte“… naja… er betrachtets mitunter von der falschen Seite. Gibt die Schuld dem „Mobber“…

Blicken wir also weiterhin nur auf einzelne Geschehnisse und nicht auf das systemische Gesamtbild, wo alle ihren Beitrag dazu leisten…  Dann wird es keine Lösung geben. Es wird maximal noch mehr Verstrickung geben… Bis es zu einer Art „Explosion“ oder „Implosion“ kommt. Wobei „Explosionen“ gleich einem lange gärenden Vulkanausbruch in der Regel häufiger zu beobachten sind. Und zumeist teils verheerende Schäden hinterlassen.

Einige der heutigen Experten mahnen seit geraumer Zeit, nicht ständig – wie eine Schlange auf das Karnickel – zu starren. Die Gesamttragweite, im Sinne von Public Health zu sehen. Also aus dem Blickwinkel der Wissenschaft und die Praxis zur Verhinderung von Krankheiten, Verlängerung des Lebens und Förderung der Gesundheit durch organisierte Anstrengungen der Gesellschaft (Acheson 1988, WHO 2011).

Das Ganze nun noch zumindest eine Ebene weiter von oben zu betrachten, allfällige Mit-Erscheinungen, Auswirkungen, einzubeziehen, wäre auf jeden Fall nützlich!

WER WIRD DAS ÜBERNEHMEN…???

Wäre also mitunter genau DAS eine der Fragen, die nun aus systemischer Sicht dringend zu klären wäre?

Demonstrieren, Gegenwehr gegen Maßnahmen, die dem Bedürfnis nach Freiheit widersprechen… Die eine Seite!

Die systemische Seite nun verlangt nach anderen Maßnahmen! Und letztlich wird es dazu Menschen benötigen, die Ihre Bedürfnisse genau kennen. Sie genau definieren, artikulieren können. Und die – jeder für sich – Schritte setzen, diese zu erreichen. Und jene werden sich dann finden … und möglicherweise auch gemeinsame Schritte kreieren… Der Kreis schließt sich…

Bedürfnis nach Freiheit

Meine Einladung

Ich persönlich sähe eigene Bedürfnisse gerne in dem Bereich persönlicher Ressourcen. Denn was verleiht mehr Kraft, Kreativität, Wissen, Ausdauer, als die wirkliche Umsetzung eines Bedürfnisses?

Und man kann dem auf den Grund gehen!

Wenn Du also im Moment grade nicht so sicher bist, wie Deine Bedürfnisse aussehen…

Wenn Unsicherheit Dich quält und mal einen Schritt in Deine Freiheit finden möchtest, dann melde Dich gerne bei mir! Ich kann Dir jetzt schon sagen, dass das teils Arbeit wird. Teils eben auch Schatten hervorbringt, die wir nur allzu gerne verdrängen. Doch wo Licht ist, ist eben auch Schatten. Wenn wir diese jedoch annehmen, anstelle zu verdrängen… Dann wird das eine Einheit. Dann werden Bedürfnisse erreichbar. Freiheit lebbar!

Lässt Du Dich sohin ein auf das Abenteuer DEINES Lebens?

Oder „lebst“ Du lieber das von Anderen…?

DEINE ENTSCHEIDUNG !!!

DEINE FREIHEIT !!!

 

Ernold Prinz

Psychologischer Berater, Counselor grad. BVPPT,

https://www.das-neue-ich.com/mein-angebot-im-detail/psychologische-beratung/

Experte für Stressmanagement & Burnoutprävention

Lifecoach, Sachbuch-Autor