Das Gefühl – Chance des menschlichen Ausdruckes

Das Gefühl. Ist das nur chemisch bedingte Dusselei… oder haben Gefühle einen wichtigen Hintergrund?

Herzlich willkommen liebe FreundInnen und LeserInnen!

Habe ich das korrekt ausgedrückt… nach letztem Stand des "Gender-handlings"…?

Welches Gefühl erreicht Dich bei dieser "Begrüßung" grade?
Fühlt es sich grade heraus, ganz logisch an? Oder kommt da zumindest irgendwie ein seltsames Gefühl hoch?

Und schon wären wir mittendrin im Gefühl!

Was hat es also mit dem Gefühl so auf sich… in unserem menschlichen Dasein…?

Ich will mich hier nun nicht lange in irgendwelchen Definitionen versteigen. Auch läge mir nun nichts daran, einen vermeintlichen Unterschied zwischen Gefühl und Emotion zu erläutern.
Ich würde meinen: spätestens wenn jeder von uns mit seinen Gefühlen konfrontiert ist… wen interessiert da Definition?

Wie ist das aber nun mit dem Gefühl?
Ist dies tatsächlich einzig eine Reaktion chemischer Prozesse im Körper, Ablauf von Energieflüssen im Gehirn…? Eine "Herumdusselei", eine Vergabe von Namen, Bezeichnungen dafür. Mehr nicht…?

Nun… rein biologisch (chemisch) gesehen könnte man nun in der Tat darauf reduzieren.
Die Forschung/Wissenschaft hat dies schon von längerer Zeit belegt.

Jedoch…
…selbst wenn diese Prozesse aus körperlicher, oder wie auch immer gearteter Sicht gegeben sind…
…aus welchem Grund wurde uns diese Fähigkeit gegeben?

AUS WELCHEM GRUND / ZU WELCHEM ZWECK HAT DER MENSCH DIE FÄHIGKEIT ZU FÜHLEN ?

Eine Fähigkeit, oftmals ein tiefes Gefühl zu empfinden!

Es genau nicht zu tun…???

Vorweg… ja… es existiert auch bei einem sehr bekannten Begriff, schon lange eine Diskussion aus selbem Hintergrund: Chemie oder Einbildung? Oder Tatsache?
Es geht um die viel zitierte LIEBE.

Unsere "Palette" an Gefühl/Emotion nun umfasst aber nicht nur Liebe. Da gibt es zum Beispiel den großen "Gegenspieler"… Die Angst mit all ihren "Kindern"… Wie Eifersucht, Neid, Minderwertigkeit; Wut etc. etc. Und selbstverständlich die ganze Bandbreite "dazwischen"! Vielfältig wie das Leben selbst.

Wenn wir zurückgehen in der menschlichen Entwicklung, dann war die Angst einst einmal sehr nützlich. Bog da in grauer Vorzeit ein hungriger Säbelzahntiger oder ein wütendes Mammut ums Eck, dann war Angst sicherlich hilfreich.
Egal nun, ob der damalige Mensch dann in den "Flucht- oder Angriffsmodus" überging. Was es "gebracht" hat, lasse ich mal dahingestellt…

Was ist mit Gefühlsbereichen wie Mitgefühl…? Bitte nicht verwechseln mit Mitleid!
Das sei gar das Selbe?
Bei weitem nicht!
Erlaube Dir doch mal hineinzuhören, hineinzufühlen… beide Worte langsam, sehr bedacht, genau, übertrieben deutlich auszusprechen! Am Besten vor einem Spiegel…
Und dann beobachte! Fühle hinein in Dich, was bei der Aussprache möglicherweise hochkommt!

Naaaa…?  wink


Nach einer sehr schönen und für mich stimmigen "Definition" von R. Betz zufolge, sind Gefühle da, um gefühlt zu werden. So wie ein Bonbon dazu da ist, um gelutscht zu werden!

Gefühle.

"Geh und fühle!"


Was allerdings nun geschieht seit Generationen einer Anpassung?
Wir werden in Vorgaben gepresst, in denen es oftmals nicht erwünscht, erlaubt ist, ein Gefühl zu fühlen! Oder die andere "Variante"…: wir dürfen nur das Fühlen, was uns erlaubt ist, was "angesagt" ist.

"Jungs weinen nicht!"   "Du brauchst keine Angst zu haben!"   "Reiß Dich endlich zusammen!"   …und dererlei Aussagen, sind ständige Wegbegleiter.

Gehen wir nun ebenfalls mal in die Basics kindheitlichen Heranwachsens.
Welche Ausdrucksmöglichkeiten hat den ein kleines Kind?

Kommt da mit Geburt ein derart eloquenter kleiner Erdenmensch hervor, der den Erwachsenen gleich einmal tierisch ne Ansage macht? So nach dem Motto: "Ich glaube, ihr irrt hier!"
Wohl kaum!
Das Baby schreit, ob der Dinge, die ihm in dieser kalten, fremden Welt z.B. Angst machen. Das Kind kommt aus DER innigsten Verbindung zu einem Menschen, der Mutter. Wird dann mit Geburt getrennt. Darf sich im weiteren Lebensweg Liebe erst verdienen.
Das z.B. soll keine Angst bereiten?
Nein?
Wer steht dem kleinen Kind denn als das berühmte Engelchen, der Mentor ständig zur Seite und sorgt dafür, dass möglichst erst gar keine unwahren Gedanken entstehen?
Keiner!

Wozu aber nun ist Gefühl dann nütze?


Stellt das gesamte Gefühlserleben für uns Menschen denn nicht ein riesengroßes Potential dar, uns als Mensch Ausdruck zu verschaffen?!?

Wie stellte sich für Dich das Leben dar, könntest Du Dich mit keinerlei Gefühl ausdrücken?

Erlaube Dir doch mal den Gedanken, es gäbe kein Gefühl. Nichts. Gar nichts!
Was wäre das für ein Gefühl? Nur alleine diese Vorstellung…!

Ist es für Dich liebe(r) LeserIn überhaupt möglich, rein gar nichts zu fühlen? Wie alleine fühlst Du Dich bei dieser Frage…?!?

So. Jetzt haben wir also diesen großen Schatz der Gefühlswelt.
Weshalb aber geriet diese in eine Art "Tabu-Zone"? Oder oftmals diese bewertete Trennung von Gefühlen… in "gute" und "schlechte"? "Freude" zum Beispiel darf sein, wird erwünscht, gesucht, ja regelrecht gejagt. "Trauer" hingegen wird unterdrückt, verdrängt, verurteilt.

Aus welchem Grund laufen unzählige Menschen durchs tägliche Treiben… allesamt mit Masken auf???
Gefühle äußern, zeigen…  ein "No-Go"!   "Reiß Dich zusammen!"

Auch hier in diesem Bereich, oftmals dann Auswirkungen in Form passiver Aggressivität zu bemerken.

Nur als Beispiel: Zwei Menschen treffen sich. Übliche Standardfloskeln "Wie geht es Dir?" werden ausgetauscht. Jeder stellt sich entweder total toll in seinem Befinden hin, denn "man kann ja nicht"…  Oder auch oft das umgekehrte Beispiel… alles wird ins Negative gezogen. Es geht ja soooo schlecht.
Masken! Es wird mitunter schöööön gejammert.
Kaum gehen diese zwei wieder ihres Weges, kommt dann innerlicher Groll hoch. Sei es, dass sich diese beiden über den jeweils Anderen ärgern (z.B. aus Neid, Eifersucht, etc.). Oder dass sie sich letztlich über sich selbst und ihr "Unglück" ärgern usw usw.
Und der Nächstbeste, der den beiden dann im Weiteren über den Weg läuft, bekommt diesen Groll, eine allfällige Unzufriedenheit, mehr oder minder zu spüren.

Haben wir zu diesem Zweck denn Gefühle? Um sie sozusagen "hinter Glas" zu stellen, jedoch auch hier nicht einmal zu betrachten…? Oder diese maximal an anderen unpassender Weise auszuleben…


WIE GEHST DU MIT DEINEN GEFÜHLEN UM ???

Um nochmal auf grade angeführtes Beispiel einzugehen… Oder auch eine hervorragende "Spielwiese": Beziehungen!
Was machen diese beiden… oder halt jener, der Groll, Unzufriedenheit u. dgl. empfindet, fühlt…?
Entweder, wie erwähnt, aus mangelnder Konfliktfähigkeit, vielleicht auch mangelndem Selbstbewusstsein, "sich hinten anstellen", diesen Groll dann am Nächstbesten auslassen, der einem über den Weg läuft? Diesen Nächstbesten als Blitzableiter zu missbrauchen, um eigene Verantwortung abzuschieben?
Oder… er/sie macht…  NICHTS.
Verdrängt maximal…

Der Groll jedoch… er bleibt. Er unterliegt keinem Verfallsdatum, besitzt keine Halbwertszeit. Und gärt. Und wächst…

Wer von uns nimmt sich unmittelbar oder zumindest zeitnah die Zeit, ganz genau auf dieses Gefühl einzugehen? Es da sein zu lassen…? Es zu fühlen…?!?

Kommt da jetzt etwa sowas wie… "Das kann man nicht", "Das darf man nicht", "Sowas macht man nicht", "Das gehört sich nicht" …usw. usw. usw.
Oder packts die Denkmurmel da oben auf den Schultern gleich eine Stufe trickreicher: "Dafür hab ich jetzt keine Zeit" … oder dergleichen.

Wie steht es da so mit Deinen Gedanken, Gefühlen…?!?
Ganz ehrlich!

Nimm Dir mal ein paar Minuten Zeit und lasse diese Fragen an Dich wirklich wirken!


***  G E D A N K E N P A U S E  ***


Und? Wie erging es Dir?

Zu zuvor angeführten Vorwänden darf ich an dieser Stelle dann noch ergänzen:
Wer ist alleine schon einmal "man"???  ""Man" darf das nicht!"

Wer oder was … ist diese(r) "Man"???

Das ist eine verbale Ausflucht! "Man" existiert nicht! "Man" ist eine Depersonalisierung, um es wohl leichter mitsamt Verantwortung abschieben zu können. Eine Form der depersonalisierten "Vergesellschaftlichung".
Wenn ich hier die selbe Aussage ""Man" darf das nicht!" transformierte in ein individuelles "Ich darf das nicht!", dann kommen wir alleine anhand dieser Aussage schon einen gewaltigen Schritt näher an das "Grundübel", letztlich einer Angst.

Und zudem:
Welch gewaltiger Grundsatzgedanke offenbarte sich hier…?

"Ich darf das nicht"

Sagt wer bitte!?!?!?!?

Vermutlich habe ich genau diesen Satz dann schon sehr oft in meinem Leben gehört. Ihn irgendwann geglaubt. Ihn zum Grundsatzgedanken gemacht. "Ich darf das nicht"…

Oder dann noch die andere Ausrede: "Ich habe dafür jetzt keine Zeit".
Ich meine… ja… es kann durchaus sein, dass auf die Sekunde hin vielleicht wirklich "schwierig" ist. Wenn ich zum Beispiel in einem Kundengespräch bin.
Jedoch kann mir niemand weismachen, dass zu einem zeitnahen, späteren Zeitpunkt nicht ein paar Minuten frei wären, um mich diesem Gefühl zu widmen. Es zu fühlen, da sein zu lassen!
Nicht analysieren, begründen und all diese teils mühsamen Ansinnen. Einfach nur da sein lassen. Es bewusst wahrnehmen.
Keine Zeit also … hmmm…? Im Hamsterrad der vermutlich bekanntesten Mantras der Menschheit gefangen!  wink


Im Sinne einer Achtsamkeit nun darf ich Dir folgende "Hausaufgabe" mitgeben:
Ich möchte Dich einladen, zumindest in den nächsten Tagen, ganz bewusst auf Deine Gefühlswelt zu achten!!!
Und alles, was da hochkommt, einzig mal ganz bewusst DA SEIN ZU LASSEN !!!
Keinesfalls sofort in einen schier automatisierten Verdrängungsmechanismus zu gehen und Dich sofort abzulenken!

Ja! Es wird Deine Geduld und Fokussierung fordern!
Ja! Es wird sich mitunter nicht angenehm anfühlen!

Jedoch: All diese Gefühle – sowohl "positive" wie "negative"… Sie sind Du… Du bist Sie.
Somit lade ich Dich herzlich ein:

Sei Du! Erlaube es Dir!
Du bist die einzige "Instanz", die dies zu entscheiden vermag!

Gefühl also… im Sinne der "Hausaufgabe" … nicht analysieren, Ursachen zuweisen etc.
Raus aus dem Kopf – hinein ins Herz!

Wenn Du Lust hast… notiere Dir Dein jeweiliges Gefühl… Mache an dieser Stelle Notizen, aufgrund welcher Situation dieses Gefühl kam, um später bei Lust und Laune mal hinblicken zu können!
"Positiv" wie "negativ". Ganz wichtig!

Das Wichtigste bei diesem Gefühlserleben: TUE ES MIT UND IN LIEBE!!!

Wenn sich Deinerseits Fragen auftun sollten, was dann die jeweiligen Gefühle und deren mögliche "Auslöser" betrifft, stehe ich Dir gerne zur Verfügung!

In diesem Sinne wünsche ich Dir also eine schöne Zeit voller Gefühle!

Dein Blogautor
Ernold Prinz
(pscholog. Berater, Lifecoach, Biofeedback (HRV), Sachbuchautor)

PS: Wer die Achtsamkeits-Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen,zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/achtsamkeitstraining/

PS: Ein Direktlink zu meinem neuen Buch: Informations- und Kaufseite zur Verlagsseite von Tao.de