Ein „Zauberwort“ mit 5 Buchstaben: DANKE

Ein Zauberwort namens DANKE…
…wieviel vermag es zu bewirken?!


Herzlich willkommen liebe Freunde und LeserInnen der Achtsamkeits-Reihe!


Als letztem Themen-Beitrag widme ich diesen heute einem Wort, dass grade in zwischenmenschlicher Begegnung irgendwie abhandengekommen scheint.
Es hat sich irgendwie als Selbstverständlichkeit eingebürgert, dass ein Gegenüber, eine Leistung einfach zur Verfügung zu stehen hat.

Eigentlich sind es ja zwei Wörter. Nämlich BITTE und DANKE.
Aber dem Zweiten möchte ich heute inhaltlich mehr Aufmerksamkeit zuwenden. Was nicht hieße, dass nicht BEIDE angewendet werden dürfen!  laugh

DANKE


Wie wirkt das Wort DANKE auf Euch?

Ist es nur so eine beläufige, hohle Phrase…? Weil man uns nicht zuletzt als Kind vielleicht schon eingebläut hat, dass man gefälligst BITTE und DANKE zu sagen hätte…?

Oder ist das Wort DANKE bei Aussprache doch sehrwohl mit einem innigen Gefühl aufrichtigen Dankes verbunden? Existiert eine Dankbarkeit…?

Möglicherweise gibt es auch Abstufungen in der Wertigkeit eines DANKE…?

So ähnlich, wie der Mensch es tatsächlich fertigbringt, Liebe in gewisse "Stufen", Wertigkeiten zu klassifizieren…


"Apropos" Liebe…:
Auch bei der einfachen Ausdrucksweise von Worten, spricht man dennoch von Schwingungen. Schwingungen, die mit ein paar zusammengesetzten Buchstaben erzeugt werden können.

Wie bei schier jedem Wort also könnte man also argumentieren, dass mit einem DANKE – gleich wie Liebe – sehr "hohe" Schwingungen erschaffen werden.


In der Tat…, so mancher tut dies mit den Schwingungen als irgendwelchen spirituellen Hokuspokus ab. Allfälliger Blödsinn einer Eso-Szene.
Nun… jedem sei seine Sichtweise "erlaubt"…

Nicht zuletzt jedoch ein Wissenschaftler namens Masaru Emoto lieferte eindrucksvolle Beweise hinsichtlich der Reaktion von Worten, somit Schwingungen, auf Wasser!

Hier ein kleines Video (15 Minuten) mit einem Interview Emoto´s:


Immer noch Hokuspokus also?
Oder auch eines der Geheimnisse des Lebens?
Welches aber ob seiner "Unverständlichkeit", für den menschlichen Geist abgetan bis ausgeblendet wird…


Ein DANKE also…
…welches nachgewiesener Weise in Wasser eine wunderschöne Struktur schafft.

Wenn dieses Experiment, mittlerweile auch schon oft wiederholt… also auf Wasser in einem Gefäß solche Wirkung hat…
…wie sieht es dann mit einer Wirkung auf uns Menschen aus, die wir zu hohem Prozentsatz aus Wasser bestehen…?


Haben wir – in gewissem Sinne – also dem Wasser schon einmal ein DANKE ausgesprochen…?
Dieser so wertvollen Substanz, die ein großer Teil von uns selbst ist! Lebensgrundlage bildet!


Ich will hier ja keine Spekulationen vom Zaun brechen…
…jedoch was vermag Wasser… bei wenig bis gar keiner Achtung, so gar keinem Dank bzw. reiner Selbstverständlichkeit dann bewirken?
Ist es in gewisser Sichtweise dann noch verwunderlich, dass der menschliche Körper "ungesund" durchs Leben gesteuert wird…?


Zurück aber zum Wort DANKE…

Wie oft schenken wir uns selbst ein DANKE?


Wie oft… oder wohl eher… wie selten, anerkennen wir unser Tun…, unser Sein…?

Ja im täglichen Treiben, dieser immer mehr zunehmenden Hektik sogenannten Fortschrittes folgend, wird auch unser Tun und Sein für uns selbst zur Selbstverständlichkeit. Nur allzu leicht und gerne lassen wir uns vom Umfeld ablenken!
Da meint man womöglich, einmal im Jahr (mehr kann sich der "Durchschnitt" ja nicht mehr leisten), die zwei Wochen Urlaub sind DANK genug!
Da lassen wir´s uns mal gut gehen. Entweder wir liegen die zwei Wochen dann irgendwo schier regungslos herum und bewegen uns maximal zu einem Buffet. Oder wir haben selbst diese 2 Wochen straff durchgeplant und hetzen von einer "Freizeitgestaltung" zu nächsten. Und der Urlaub ist noch nicht mal rum, da wird schon am Nächsten geplant und gefeilt…

Wo aber bleibt das tägliche DANKE?

Ist es tatsächlich so selbstverständlich, dass wir morgens aufwachen…? Uns letzten Endes halt wieder einem täglichen Trott hingeben und hoffen, dass es bald Abend…, Wochenende…, Urlaub wird…?

Jeder Tag ist ein kleines Leben –
jedes Erwachen und Aufstehen eine kleine Geburt

Jeder frische Morgen eine kleine Jugend,
und jedes Zubettgehen und Einschlafen ein kleiner Tod.

(Arthur Schopenhauer)


Dürfen wir…, wollen wir…, somit nicht einmal DANKE sagen?
Aber wie schon angedeutet…: Nicht einfach automatisch runterleiern, wie in einer Kirche eben zu gewissen Abläufen gewisse "Gebete" runtergeleiert werden… Sondern ganz bewusst, achtsam, auch so gemeint!

Erneut beginnt jene Möglichkeit, Chance, der Achtsamkeit… und – zumindest für mich – Lebensqualität, mit der Anwendung bei uns selbst!

Wie wollte ich jemandem DANKBAR sein können, wenn ich mir selbst nicht DANKE sagen kann? Dankbar sein kann?
Es wird nicht funktionieren!


Unser eigenes Leben "erfordert" also eine gewisse Fülle, damit wir weiterschenken können.
Aus einem leeren Glas werde ich niemandes "Durst" löschen können!

Und neuerlich tritt zutage:
Niemand anderer, als wir selbst… ist in der Lage, für diese Fülle zu sorgen!
Da kann ein Gegenüber selbst Purzelbäume schlagen…, wenn wir in uns selbst nicht diese Fülle zulassen.


Wie ist es also nun in zwischenmenschlichen Begegnungen?

Nehmen wir uns überhaupt noch Zeit, uns zu begegnen? Haben wir noch Geduld dazu, Willen dazu, dem Gegenüber zu begegnen, es wahrzunehmen… und letztlich DANKBAR zu sein?


So…
…und ich treibe es jetzt sogar noch auf die Spitze!

Ich verwende gerne wieder das Beispiel mit dem mies gelaunten Chef, oder Kollegen…
…der mich frühmorgens gleich mal anpault…

Oder jeglichem anderen "Arsch-Engel", der meine Laune zu versüßen sucht.  wink


Für viele stellt dies einen persönlichen Angriff dar. Sie sind dann enttäuscht bis verletzt. Entsprechende Emotionen werden dann nach außen gezeigt, am "Besten" gleich noch aufs ganze Umfeld verbreitet.

Selten schaffen wir den Gedankensprung, dass wir diesem Gegenüber, diesem "Arsch-Engel" am Ende DANKBAR sein dürfen!


Dankbar??? Dafür, dass das Gegenüber keine Manieren hat, mich anscheißt… beleidigt… ja und was weiß ich noch alles???

Oh ja!
Genau das!

Denn letztlich hat das Gegenüber mich – auf seine Weise – auf einen Punkt IN MIR hingewiesen, der bis dato offenbar verdrängt oder "vergessen" war.
Der gesehen und geklärt werden möchte! Er/sie war einzig der Bote des Lebens.

Doch wer von uns geht – grade nach solchen Vorkommnissen – noch auf das jeweilige Gegenüber zu…
…und BEDANKT sich???


Wollen wir mal ganz kurz "Kopf-Kino" zulassen…?
Stellt Euch mal vor…
…genau jene Situation, dass Euch da gleich frühmorgens jemand "rund macht"…
…und Ihr geht dann lächelnden Gesichtes auf diesen Menschen zu und bedankt Euch aus genau solcher, tiefer Empfindung!

Selbst wenn wir gedanklich, emotionell so gefestigt sind…
…ich wäre doch tatsächlich gespannt auf den Gesichtsausdruck meines Gegenübers!   laugh


DANKE im Sinne einer Achtsamkeit also…
…zur "letzten" Hausaufgabe dieser Serie
:

Wie fühlt sich für Euch ein richtig herzliches DANKE an?

Könnt Ihr Euch vielleicht grade an eine Situation erinnern, in der Ihr ein intensives DANKE geäußert habt…?

Wie klingt es alleine schon? Angenehm … oder das Gegenteil?


Es mag jetzt bescheuert klingen, aussehen…
…aber stellt Euch mal vor einen Spiegel…
…und sprecht ganz bewusst, deutlich das Wort DANKE aus!

Verknotet sich da krampfhaft die gesamte Backenmuskulatur…?
Oder öffnet sich – grade beim "A" – unser Mund.

Beinahe ähnlich dem Vergleich: Nein … und Ja.

Sprecht mal ganz deutlich ein NEIN aus… fühlt Eure Gesichtsmuskulatur, fühlt hinein in Euch…
…und sprecht dann ein langes JAAAAA aus…

Spürt Ihr den Unterschied?

Ebenso vermag es mit dem DANKE zu sein.


Was vermag dieses DANKE … in mir selbst wie auch somit im Menschen gegenüber, zu bewirken?!?

Könnten wir in so einem klitzekleinen DANKE, also in gewissem Sinne eine tägliche "Medizin" sehen?
Ist es durchaus ein Zeichen der Anerkennung, der Wertschätzung?

Womöglich ist es der Baustein einer Verbindung, die entweder erst geschaffen, oder auch vertieft wird!?

Könnte dem Gedanken sogar Raum zuteil werden, wenn ich behauptete, dass dieses DANKE eine Art Selbstoffenbarung wäre? Eine Form inneren Selbstausdruckes…?


Zu uns selbst… wie auch zu anderen Menschen…!?


Als kleiner Tip dazu:
Auch wenn unsere Sprache immer mehr "demontiert" wird, Zeit ja einem Matra "Ich hab keine Zeit" geopfert wird…

Verwendet mal nicht nur dieses eben schnellschnell, irgendwie bezugslos zugeworfene DANKE…
…sondern die bewusste Aussage: "Ich DANKE Dir / Ihnen!"

Ein wenig "Aufwand" von genau 2 Worten mehr…
…jedoch aus der "Ich-Form" heraus, eine direkte und persönliche Wertschätzung!
Wesentlich wirkungsvoller.

Mit der Beachtung: Bitte keine Erwartung hineinstecken, dass das Gegenüber womöglich dies beim ersten Mal sofort bemerkt. Oder dem zumindest Ausdruck verleiht… Denn bemerkt wird es in jedem Fall. Zumindest vom Unterbewussten!
DANKE wird – so meine bescheidene Meinung – dann "wahr" ausgesprochen, wenn es um den DANK an sich geht. Nicht, wenn man eine Reaktion erwartet…  wink


In diesem Sinne also wünsche ich Euch ein schönes Wochenende…
…und viel Möglichkeit und Raum, bewusst zu machen, achtsam zu sein…
…und viele DANKE´s zu "verteilen" und auch zu erhalten!


Euer
Ernold Prinz

(Lifecoach, psycholog. Berater)

 

PS: Wer die vorherigen Beiträge nicht gelesen hat / erst jetzt "eingestiegen" ist…  Die Blogs sind gerne nachzulesen unter: https://www.das-neue-ich.com/meine-blog-insel/ … oder zusammengefasst auf der Projekt-Seite  https://www.das-neue-ich.com/projekt-achtsamkeit-im-taeglichen-umgang/

 

Bildquelle: Pixabay – Beitragsbild gesamt (C) Das Neue Ich