Die Liebe… ein Anschluss an einen kürzlichen Blogbeitrag…

Hallo liebe Freunde!

In diesem Beitrag möchte ich mich einmal eines Themenbereiches annehmen, den wir oftmals schon ziemlich gewöhnlich "Liebe" nennen…

Was hat es mit der Liebe auf sich?

Vielfach zitiert… sehr selten verstanden?

Oftmals habe ich mittlerweile festgestellt, dass mit einer vermeintlichen Liebe eine gewisse Erwartungshaltung einher geht.
Dass Liebe eher mehr einem Deal, einer Interessensvertretung oder Handelspartnerschaft gleicht. Du bekommst, wenn du…
Wenn Du dies oder jenes tust / nicht tust…, diese oder jene Erwartung (meine Erwartung, mein Idealbild) erfüllst, dann bist Du meins. Dann lieb ich Dich!
Es ist also oftmals nur eine Besitzergreifung unseres EGO…?

Besondern bekanntes Beispiel: Beziehungen
Wenn mein Partner/meine Partnerin mir wohlgesonnen ist, mich umhätschelt, mir alle Wünsche schier von den Augen abliest, Vorstellungen umsetzt… dann… ja dann ist alles Friede, Freude Eierkuchen.


Doch wessen Vorstellungen sind das?
Meine…!!!
Oder hat in solchen Momenten die Vorstellung meines Gegenüber auch noch irgendeine Gültigkeit?
Durch diese erhebliche Unbewusstheit im täglichen Leben, dieses Desinteresse wohl selten!
Wir fokussieren unbewusst zumeist auf uns. Das Kind in uns lässt an dieser Stelle laut grüßen!

Oftmals beobachtet man auch grade in Beziehungen, dass ein Partner den Anderen in bestimmten Dingen lieber "anders hätte".
Ihn verändern will… nach seinen Vorstellungen.
Klare Nicht-Akzeptanz des Seins, der Realität also.
Zum Beispiel: Er möchte nicht, dass sie sich ständig mit Freundinnen trifft und mit Männern flirtet.
Oder Sie möchte nicht, dass er mit Kumpels um die Häuser zieht und sich ein paar Drinks in den Hals schüttet.

Die "dunklen Wolken" ziehen aber nun mal  auf, wenn diesen eben eigenen Vorstellungen vom Glück, von der "Liebe" eher bis gar nicht entsprochen wird.
Der/die Partner(in) tut es unbewusst oder gar absichtlich anders… umsorgt nicht, liest nicht ab.
Wenn mein Beziehungsbild durch den Partner – oder "Gott verdamme" – dann noch durch einen/eine Dritte(n) gestört wird…
Oh jeeee…. ja dann ist tierisch Gewitter im Anmarsch. Und das "Grollen" des Donnerwetters kommt da oft aus tiefsten Tiefen unseres Seins.

Was tun wir?

Derjenige, der seine Erwartungen enttäuscht sieht, lässt das Gewitter herniedersausen.
Das Gegenüber zieht möglichst den Kopf ein…oder es kommt zum handfesten Krach und blitzt sozusagen zurück. Kind gerät an Kind.
Nicht jedoch Liebe an Liebe. Die hat in jenem Moment höchstens seeeehr weitläufig damit zu tun.


Was hat dies also nun mit DER Liebe zu tun?
Woher kommt dieser Erwartungsanspruch, der unmöglich auf wirklicher Liebe begründet sein kann?

Mag sein, dass mancher diese meine Worte schon kennt…
…doch die Lösung liegt hier der Einfachheit halber, erneut in unserer Vergangenheit! Nur dort!

Gehen wir doch einmal zurück…
…wir werden vermutlich keine oder nur wenig Erinnerung haben.
Wieso das wohl? Weil es "Honigschlecken" war?
Ganz sicher nicht!


Seit wir aber nun in diese Welt geboren wurden, sehnen wir uns doch letztlich nach Zugehörigkeit und Nähe, nach Intimität und Berührung der Seelen und der Körper.
Was geschah aber?
Wir wurden vielfach ignoriert, zurück gewiesen, kritisiert, ja gar oft verurteilt und musten solche Aussagen wie  sinngemäß "So, wie du bist, können wir dich nicht lieben – ändere dich! So bist du nicht in Ordnung für uns!“

Wir waren also als Menschen geboren in ein System der absoluten Abhängigkeit!
Die Natur hat uns nicht bedacht, etwa wie Tiere gleich nach der Geburt zu laufen. Nein.
Das menschliche Heranwachsen erfordert einen ziemlich langen Zeitraum intensiven Erlernens.
So.
Durch ebendiese Abhängigkeit in allen Dingen… und die der Existenz eines Teufelskreises über Generationen davor… hatten wir gar keine andere Wahl, als gewissen Anforderungen zu entsprechen.
Anforderungen, die schon als kleines Kinder an uns gerichtet wurden!
Die da waren: brav sein, leise sein, sauber sein… und spätestens mit Eintritt in die Schule fleissig sein. Damit einmal etwas aus uns wird!


Scheinbar harmlos diese Aussage – richtig!?

Für ein Kind aber unweigerlich mit der Überschrift verbunden: Du bist noch nichts. aus dir muss erst etwas werden!

Man darf nicht vergessen: wissenschaftliche Studien haben schon mehrfach belegt, dass ein Kind alles um es herum in erster Linie einmal auf sich bezieht!
Folge: der Grundstein für eine gewisse Minderwertigkeit war hiermit gelegt! Das Kind muss ja erst etwas werden! Es ist noch nicht! Zumindest nach herkümmlichem Gesellschafts- und Systemdenken.

Zusatzfrage: hat irgend jemand von uns je definiert bekommen, was dieses "Etwas" überhaupt sein soll??? Nach welchen Vorstellungen ging dies "etwas". Des Kindes…oder der Eltern?

Was bedeutet das für ein reines liebendes Herz?
Wir empfanden Schmerz und verschlossen unser Herz, gingen innerlich auf Distanz zu Mutter, Vater, Geschwistern und anderen. Wir hörten auf, unsere wahren Gefühle und Gedanken zu zeigen und verstellten uns, um den Schmerz der Zurückweisung zu vermeiden.
Wir habens vergessen, ausgeblendet weil es für uns teils höchst unangenehm war. Weil wir es zum Teil nie wieder erleben, erinnern wollten!

Gut. Gleichzeitig schon willkommen beim zweiten Grundstein zum "ewigen Begleiter und hinkünftigen Druckmittel" Angst! Wenn das Kind nicht dies oder jenes gibt, dann…  Das Kind wird – trocken ausgedrückt – erpresst. Angepasst. Zuerst Leistung – dann Belohnung.
Sosehr sich der Äußernde auch ein fadenscheiniges Grinsen ins Gesicht quält. Kinder haben da 1000 Antennen und spüren alles. Jeder noch so verdächtige Zucken im Mundwinkel…


Zurück also zur Liebe:
Das Kind bekommt sehr bald zu spüren, dass es auch Liebe nicht umsonst gibt!
Ist das Kind ruhig, brav, sauber, fleissig… ja dann strahlen Mami und Papi.
Hat es aber schon eine Stunde lauthals geplärrt, eine ordentliche Ladung in die Windel gefeuert…
Ja ist das Mami und das Papi dann noch immer so alles eitel Wonne…???

Was wir mittlerweile gar nicht mehr mitbekommen… und auch unsere Eltern damals nicht… und auch deren Eltern nicht… usw…
…Kinder bemerken jede noch so kleine Veränderung, beziehen auf sich, erfahren…!

Erfahren Entzug von Liebe, "Liebe gegen Leistung"… bilden Erfahrungs- und Gedankenmuster.
Und bei oftmaliger Wiederholung tritt dann zuletzt der fatale Irrglaube ein… dass das Kind dies Erlebte auch tatsächlich glaubt.
Unser Verstand – auch als ewige Prüf- und Beweisinstanz – wird beauftragt, Beiweise zu finden, schärft also seine Beobachtung zu solchen Dingen.
Patsch….schon kommt dann der nächste solche "Vorfall"….und der Beweis ist geliefert.

Und damit ist dieser kleine Teufelskreis geschlossen. Dieser Kleine Mensch nimmt dies – und zusätzlich die Gedanken und Lebensweisen des Umfeldes dann mit bis ins Erwachsenenalter…nicht zuletzt, weil er schon mit diesen Gedanken ins Leben geht … somit "automatisch" genau weiterhin das vorgesetzt bekommt, was er denkt…

Und dann wäre es auch nur ansatzweise verwunderlich, dass wir im Erwachsenendasein dann Liebe mit Erwartung verknüpfen…? Wir habens doch so erfahren, erlernt!
Liebe wurde als "Handel erlernt"!

Hat denn je einer diese unwahren Gedanken aus der Kindheit heraus genommen (bekommen)…? Nein.
Hatten wir z.B. ein Jahr der Selbstfindung – absolut unbeeinflusst von irgendwelchen Fremdgedanken – zur Klärung und Findung unserer eigenen Wahrheit?
Nein.

Wie also sollten wir etwas anderes Leben, als wir damals erfuhren, vom Umfeld übernahmen?

Unser Herzen sehnen sich in der heutigen Zeit wieder nach Nähe, Liebe, Freundschaft und Intimität mit anderen.
Wir suchen die Nähe zu anderen Menschen, vermeiden es aber aus Angst, uns zu öffnen und unsere wahren Gefühle zu zeigen, damit wir nicht wieder verletzt werden.
Wir wollen Nähe, sind aber nicht bereit….oder vielmehr noch nicht einmal bewusst, dass wir Masken tragen. Das wir nicht einmal uns selbst lieben und schätzen, dass wir nicht einmal bereit sind, diejenigen zu SEIN die wir wirklich SIND!

Das macht unsere Partnerschaften und Freundschaften oft so oberflächlich und brüchig.
Hier entstand auch ein Begriff wie "Wegwerfbeziehung". Und dennoch wundern sich so viele…!


In der Tat eine seltsame Sache das…
Wenn wir Sex haben wollen, ziehen wir uns aus und zeigen uns äußerlich nackt.
Wenn wir aber die Liebe ansprechen, dann sind wir wieder bei zuvor Genanntem: wir laufen weiter mit Masken.

Ich denke, dass man – zumindest für eine gewisse Ehrlichkeit – Sex und Liebe definitiv auseinander halten muss!
Sex bekomme ich auch ohne Liebe. Ja – wie wir alle wissen, sie ist sogar käuflich – im wahrsten Sinne des Wortes! Oder Sex kann man auch des reinen Vergnügens halber … oder zur Befriedigung einer Lust, eines beinahe animalischen Verlangens haben. Hallöchen an dieser Stelle an die ONS  😉

Wenn wir also – um auf die Liebe zurück zu kommen – eine wahre, authentische Liebesbeziehung haben wollen, werden wir nicht umhin kommmen, unsere Masken abzulegen und uns auch innerlich nackt (ehrlich, authentisch, verletzlich) zu zeigen!
Wir dürfen wieder dazu übergehen, dem tatsächlichen DU zu begegnen! Dazu allerdings noch ein gesonderter Beitrag!


Wie kann man also dann Liebe definieren?

Gibt es denn überhaupt eine "Definition" dafür?  Oder ist Liebe an sich ein in sich geschlossenes und doch allumfassendes SEIN…?

Wie kann es sein, wenn ich liebe? Setzt diese z.B. einmal Akzeptanz voraus…?

Möglicherweise mit einer "Art Leitsatz" wie:   Alles, was ist, das ist…!?

 

Oder einem Zitat von Osho zufolge:
Liebe um der Liebe Willen!


Lass sein, was ist – wie es ist!

Lass den Menschen sein, wie er ist … und was er tut! Um des Menschen willen, um der Liebe willen! Um dessen Willen, was der Mensch ist!
Das, was und wie ein Mensch ist, muss doch nicht ständig mit meinen Erwartungen überein stimmen! Wie käme man auf diese Vermessenheit?
Ja – einfach ist dies noch bei Dingen, Menschen, mit denen ich nicht in einer nahen Beziehung stehe. Doch je näher eine Beziehung wird, desto wichtiger wird dieser Grundatz… und umso schwieriger wird für uns Menschen die Umsetzung dieser Gültigkeit des Anderen!

Um dessen was er/sie ist – nicht umdessen, was ich gerne hätte!
Nicht gemäß eigenen Vorstellungen, Wunschträumen verändern wollen…, nicht bewerten, nicht erwarten….! Nicht handeln…!
Denn dies käme dem "Pflücken" einer Blume gleich….


Könnte ich dies nicht – so wäre es wieder nur ein Kompromiss. Eine Halbheit. Ein Handeln und Betrug an mir selbst und der Liebe.

Was meine ich damit?

Grundsätzlich schicke ich dazu voraus, dass sich jeder zuerst einmal ureigenst um sich und seine Angelegenheiten kümmert. Nur seine!
Denn an der eigenen Nasenspitze ist die Zuständigkeit aus!
Jedermann geht nur sein eigenes Leben an.
Nicht das des/der Partners/Partnerin, des Freundes, Kollegen, Chefs… bis hin zum Präsidenten oder Papst. Seins!
Und entweder ich nehme mein Gegenüber mit allem was er ist… oder nicht!

Auch hier bitte wieder ein Unterschied…
…vor allem in punkto "nehme ich mein Gegenüber"…!

Annehmen, was ist: JA!
Dass es dennoch nicht übereinstimmen muss: auch JA!
Deshalb kann ich doch trotzdem in Würde und Respekt miteinander umgehen!
Nur grade dies scheinen wir verlernt zu haben.
Grade dies scheint dann schon aus dem "Liebes-Parameter" hinauszulaufen…

Was aber ist dann just an dieser Stelle mit dem Begriff "Kompromiss" anzufangen…?

Na eigentlich sehr schlüssig und einfach!
Ich erkenne mitunter an, dass mein Gegenüber z.B. ein anderes Verständnis von etwas hat. Beide, alle "Beteiligten" erkennen dies an.
Und wenn ich das tatsächlich… bis in die tiefste Faser meines Seins so anerkenne, dann ist der Begriff "Kompromiss" unnötig! Lediglich eine faule Sache! Ein Eitergeschwür von Selbstbetrug.
Ich brauche keinen Kompromiss, weil ich anerkenne… keine eigene Erwartung doch mittels innerem "Schwelbrand" namens "Kompromiss" auf die lange Bank schieben muss!
Entweder ich nehme liebevoll an… oder ganz einfach eben nicht!

Und auch dieses "eben nicht" mag liebevoll geschehen!
Aber hier und jetzt gelingt es mir vielleicht ansatzweise, einmal ein Gefühl zu erhaschen, wie unendlich weit Liebe geht… und noch viel weiter!


Seltsamer Gedanke?
Mitnichten!

Dann zu der Aussage: "was ist, das ist"

Huiiiii…..möglicherweise ein Gefühl, als würde der "Boden weggezogen"…?

Nun… für mich beinhaltet diese Aussage nebst großen Vertrauen ins Leben und mich selbst… dass ich imstande bin, mit allem unzugehen.
Was ist, das ist nun mal. Tatsache. Fakt. Punkt.
Die oftmalige Herausforderung für uns besteht ja darin… belasse ich es bei der Tatsache, dem Fakt… bleibe in meiner Mitte… oder baue ich sofort aus an sich irrationalen Gründen eine Story drumherum.
Um womöglich nicht zuletzt aus der Opferrolle heraus diese Story "besser verkaufen" zu können…?!

Man stelle sich doch bloß einmal vor: wenn jeder diese unzähligen Verstrickungen der Vergangenheit erst einmal klärt und löst, seine gesamten Emotionen annimmt… und vor allem die Negativen transformiert… kurzum mit sich absolut im Reinen ist…es nicht mehr nötig hat, irgendwelche Stories zu erfinden oder gar zu verkaufen…
…glaubt Ihr nicht, dass JEEEEDER damit absolut genug zu tun hat…!?

Und dann…
…wer gäbe mir das Recht, mich in das Leben eines Anderen einzumischen? Will ich, dass sich jemand in meines einmischt…?

Gut. Wenn ich also davon ausgehe…
…dass ich mich in meiner Mitte befinde, mein Leben soweit überblicke…

Wir dürfen uns wieder für das Fühlen und für das Zeigen unserer wahren Gefühle öffnen und bekennen!

Jetzt – als Beispiel – schenke ich meiner Frau etwas…:
Tue ich es…
…um Anerkennung zu bekommen?
…um Dank zu bekommen?
…um von mir aus Sex zu bekommen?
…Aufmerksamkeit…?
…Liebe…?
…oder sie gar – "oh böse böse" – sie von irgendetwas "abzulenken"…?

Oder tue ich es
…weil mir einfach danach ist? Punkt.
…weil ich ihr Anerkennung geben will? Punkt.
…weil ich schenke um des Schenkens willen?
…weil ich… mein Herz… meine Liebe das tun will…???

Ohne geringsten Hintergedanken an eine "Gegenleistung" – egal welcher Art!

Gehen wir doch rein in eine solche Situation:
Ihr schenkt jemandem etwas….und das Gegenüber nit es zwar in Empfang. Reagiert aber womöglich nicht drauf. Und wenns nur nicht gleich im selben Moment ist, weil er/sie grad noch in einer anderen Sache befasst ist…

Oooooooooooooh…. na was spielt sich da in vielen ab…?

Welchen regelrechten "Stich der Enttäuschung" gibt es da in so manchem…?
Bei manchen geht das Gemüt gleich durch und die "Kacke ist am Dampfen"! Schimpfwörter verschiedenster Kategorien blitzen innerhalb von Sekundenbruchteilen durch den Denker da oben auf den beiden Schultern!
Liebe. Pahhhh….

Undankbarer Wicht!?


Jaaaa… die Liebe ist doch schön!
Oder nicht…? Nicht immer…?

Hat irgend jemand denn einmal nachweislich behauptet, dass Liebe immer schön sein müsse…?

Ist es bei der Liebe nicht so, dass Liebe einfach ist. Dass sie alles annimmt und nichts trennt, be- oder veurteilt. Liebe ist.
So schließe ich für mich daraus, dass dann auch – im Beispiel Schenken – unmöglich eine Gegenleistung am Plan stehen kann. Ansonsten es lediglich ein Tauschgeschäft unter dem Pseudonym "Liebe" darstellt.

Liebe heisst einfach geben… um des Gebens willen! Nicht mehr – nicht weniger!


Dieser Gedanke lässt sich somit jetzt natürlich auch höheren "Ansprüchen" anwenden.
Gehen wir weiter in der Beziehung, und der Partner erfüllt z.B. meine Vorstellung vom Hochzeitstag nicht…  Ja… womöglich vergisst er/sie ihn sogar.
Na Donnerwetter.

Wie regiert der/die "Vergessene"…? Was kommen da gleich an Gedanken auf den Weg?
"Ich bin meinem Partner ja nicht genug wert… das seh ich ja jetzt". "Mein Partner ist ein gefühlloses Trampeltier weil er vergessen hat. Er liebt mich nicht genug…"
Die Liste ließe sich wahllos fortsetzen!

Wessen Vorstellungen sind dies aber? Einzig meine?
Und… wer sagt mir dann, dass diese Vorstellungen aber nur eine Art "innerer Kino-Film" sind, die ich mir ausgedacht habe, wie es sein müsste…
Weiß mein Partner überhaupt davon?
Muss der automatisch damit einverstanden sein…?

Müsste, sollte, könnte… an sich alles Dinge, die jeglicher Realität entbehren und nur ein Anzweifeln, ein Ablehnen des wirklichen Geschehens im Jetzt darstellen!

Was ist das aber?
Liebe etwa?
Kaum.
Dies ist nichts anderes als neuerlich eine Reaktion des noch immer in uns vorhandenen kleinen Kindes, ringend, lächzend, heuchelnd nach irgendeiner Form von Aufmerksamkeit, Zuwendung, Liebe. Dinge, die es in seiner Kindheit offenbar zu wenig bekam. Gar nicht bekam. Und sei es nur vermeintlich nicht bekam, aufgrund seiner erschaffenen unwahren Gedankenwelt und der Verblendung durch diese.

Heia Poppeia… und eine "brandheiße Kartoffel" zum Spitzenthema "Fremdgehen" will ich hier noch mal gar nicht ins Detail aufrollen! Das heb ich mir noch für ein Andermal auf 🙂

Doch nur kurz dazu: wie begründen wir den vermeintlichen Besitzanspruch auf den Partner/die Partnerin…?
Wenn wirs gesetzlich sehen, mit einem Stück unterschriebenen Papiers namens Heiratsurkunde? Mit einem Versprechen bis dass der Tod…? Oder womit…?
Gar unter dem Namen Liebe???


Nochmal: ist Liebe ein allumfassender Zustand? Oder ein Tauschgeschäft? Eine Art Handelsvereinbarung… gibst du mir – gib ich dir!
Und somit ein vorgelegter Schlachtplan für Schmerz, Verletzung, Enttäuschung!

Es ist also ganz genau genommen, jeweils die Angelegenheit dessen, der z.B. fremdgeht!
WOOOOOOOOW!  Gehen da die Gemüter hoch?

Aber selbstverständlich ist es so: Jeder darf seine Selbstverantwortung tragen. Und für sein Leben zuständig sein.
Somit ist es die Angelegenheit meines Partners, ob er entscheidet, fremdzugehen oder nicht. Er wird im Anlassfall einen Grund darin sehen.

Meine Verantwortung dazu liegt "im Ernstfall" dann lediglich zu überprüfen, was mir mein Partner mit dieser Handlung spiegelt! Lehne ich Fremdgehen innerlich in mir nur abgrundtief ab? Lehne ich es am Anderen abgrundtief ab? Und werde auf diese Weise damit frontal konfrontiert…?  Und jetzt kommts…: hab ich womöglich doch selbst schon einmal zumindest mit dem Gedanken gespielt… einer Fantasie nachgehangen…? Nur kann oder will ich´s mir letztlich nicht eingestehen….denn wie stünde ich denn dann da…?   Wohoooooooooo…..

Wer absolut unschuldig ist, werfe den ersten Stein!

Oder zeigt mir das damit genau jenes auf, dass ich eigentlich nicht liebe, sondern mich in einer Tauschpartnerschaft befinde… Besitzanspruch auf meinen Partner. Er darf nicht weil….und wenn er, dann ist er ein Dreckschwein u.s.w.? Und spiegle ich das unbewusst auf meinen Partner, sodass dieser – auch wiederum unbewusst – auf meine Ausstrahlung ja geradezu nicht anders "reagieren" kann!?
Wir unterschätzen oder übersehen so derart viel, was sich unter unseren Augen – auf unbewusster Ebene – eigentlich abspielt!!! Wir projezieren den ganzen Tag lang. 365 Tage im Jahr. Unbewusst!

Oder hat es unter dem Strich nichts mit der Liebe zu tun… der Sex, das Abenteuer, das Verbotene…?
Ist es nur dem gleichzusetzen, dass ich – bildlich gesehen – manchmal Schnitzel liebe…manchmal Fisch? Manchmal gehe ich Radfahren, manchmal Schifahren. Und meinen Partner liebe ich trotzdem…!
Ist es am Ende gar wie die polarisierte Geschichte mit Eva und dem Apfel…? Ist es nur der Reiz des vermeintlich "Verbotenen"…?

Das Leben geht of sonderbare Wege. Doch nichts ist ohne Hintergrund, ohne Sinn!

Oder lebe ich wahrlich bedingungslose Liebe?
Ich liebe meinen Partner/meine Partnerin so wie sie ist!
Auch wenn er/sie fremdgeht! Der Mensch ist doch deswegen nicht Luzifer höchstpersönlich! Er ist immer noch der Mensch von zuvor! Er lebte in dem Moment rein sein Leben!
Harte Bandage… oder einfach nur Realität?

Einzig…:
wollte ich vielleicht vorher schon etwas an dem Partner nicht sehen, nicht annehmen und hab mir sozusagen "selbst in den Sack gelogen"?
Hab ich – was wissenschaftlich ja belegt ist, dass der Mensch an sich nicht zur Mongoamie geschaffen ist, sondern dies nur vom Menschen als Idealbild geschaffen wurde – dies im Sinne der menschlichen Evolution gefließentlich "übersehen" und nur blindlings einem "Idealbild" gefolgt…?
Das heisst jetzt nicht, dass ich das als – womöglich als "Dauerzustand" – gemeinsam erdulden muss. Mich sozusagen damit  schon wieder in die Gefahr einer Opferrolle begebe!
Aber jeder von uns hat einen Mund um zu sprechen. Und wenn ich miteinander "feiern" kann, sollte ich auch unangenehme Dinge besprechen und klären können. Sachlich. In Liebe.

Und wenn diese Liebe auch sagt, dass man dann nicht mehr miteinander "feiert". Doch Liebe bleibt bestehen, Achtung, Respekt.
Aber auch die zwischenmenschliche Kommunikation hat man scheinbar verlernt. Und wenn, dann verlegt man die lieber auf Email, SMS oder Chats. Dann muss man dem anderen ja nicht mehr begegnen. Schluss und ab. Erledigt.
Hoch lebe die "Wegwerfgesellschaft".

Ist Liebe nicht auch ein "Sich-Finden" von Menschen, die einander aufgrund ihres Seins – nicht ihres besitzens – anziehen finden, sich zusammentun und das Leben feiern…? Weil zwischen den Menschen eine "Balance" ist und sie sich anziehen?
Und wenn die beiden dann feiern… kommt da überhaupt einer auf Ideen wie z.B. Fremdgehen?
Oder kommen diese "Ideen" dann nicht aus einer "Schieflage"…einer "Un-Balance"… letztlich einem "Mangel"…? Und selbst wenn nicht…, selbst wenn es nur aus Spaß am momentanen Tun geschieht… Ja was denn?!?!?!?

Muss ich mir hierzu tatsächlich per Unterschrift auf einem Vertrag die Liebe signieren…?
Oder ist sie einfach da? Ohne wenn und aber! Ist das nicht ein inneres Sein, das keines Beweises oder gar Vertrages bedarf?

Ist Liebe nicht ein "Zustand" des gegenseitigen Respekts, der Achtung, der Milde, des Verzeihens, des Einvernehmens u.v.m….?
Oder hat hier der Mensch – wieder einmal – Mittel und Möglichkeiten geschaffen, um hier vermeintliche Sicherheit zu begründen. Um sich an mangels Ersatz der Selbstsicherheit einer Liebe eine Möglichkeit geschaffen, mich notfalls an ein Stück Papier klammern oder mich darauf berufen zu können?

Zwangsmaßnahmen einzuläuten nach dem Motto: "und wehe du setzt einen Schritt daneben, dann fährst du in die Hölle…" Trennung. Vorgefertigte Be- und Verurteilung!
Wenn es des Symboles halber verwandt wird… ja. O.K.
Doch wie oft schon habe ich selbst erlebt, dass es bald von der Symbolik zum Vorwand wurde!

Meiner Meinung nach ist für mich Liebe damit verknüpft, dass ich mit meinem Partner dann aufgrund der Liebe halber, den Gründen die uns zusammengeführt haben und aufgrund derer wir beschlossen zu feiern, zusammen bin. Ohne Bedingung. Ohne Erwartung. Ich bin.

Ich gehe sogar noch einen Schritt weiter: Bin ich derart aufrichtig zu mir selbst und Liebe mich um des Liebens Willen? Oder lenke ich mich laufend ab, gehe Komprosmisse ein, "verbiege mich", verdränge, vertusche….dass ich eigentlich mit mir selbst ständig nur Handel eingehe…?

Jeder kümmert sich weiterhin um sein Inneres. Das bleibt unverändert. Sogar eminent wichtig!

Es heisst wiederum nicht, dass wir – in Liebe – den Anderen nicht bei etwas unterstützen dürfen!
Selbstverständlich. Doch ohne der Vorgabe, dass man sich dadurch abhängig macht (Opferrolle) oder in des Anderen innere Angelegenheit einmischt. Ohne vom Anderen zu erwarten. Ich kann auch sehrwohl im Zuge einer Tätigkeit etwas miteinander feiern.
Banales Beispiel: Kochen, Hausarbeit! Warum sollte ich dies nicht – seelich verbunden, "feiernd" – zusammen machen können? Genauso wie Urlaub verbringen.
Gegenbeispiel: mich jedoch einzumischen, was mein Partner zu tun oder zu lassen hätte, diesen zu belehren, entspricht nicht dem feiern. Dies wäre ein Eingriff in die Angelegenheiten meines Partners.

Und…entweder ich liebe meinen Partner dann mit und in dem was und wie er/sie es tut….oder nicht.
Ich sage immer als letzte Konsequenz:  "Halbschwanger gibt es auch nicht!"
Entweder – oder.

Doch die absolut geniale Auswirkung: wenn ich in gegenseitigem Respekt und Achtung wohl gemerkt – als Partner weiterhin gut für mich sorge….es also keinen Grund gibt, meinen Partner womöglich in meinen "Salat" zu verwickeln, verstricken – also eigentlich dessen "Freiheit" einschränke…  Dann kann dies meinen Partner doch nur erfreuen. Und gleiches mich bei ihm/ihr! Dann habe ich in der Tat Zeit und Möglichkeit, mit ihm/ihr in Liebe gemeinsam zu feiern!
Ich hebe damit die Beziehung auf ein gänzlich anderes Niveau!

An dieser Stelle – und damit möchte ich meinen Beitrag für dieses Mal abschließen – möchte ich auch ins Überlegen bringen, dass hierzu eine gesunde Selbstliebe unersetzlich ist.

Überlegen wir doch: Zu wem wird es uns hinziehen…?

Zu jemandem, der in sich ruht, der mit sich im Frieden ist…, der den Überblick in seinem Leben hat…, der kein "Sorgenkind" ist und nichts hinter sich wie ein Rattenschwanz nachzieht…
…oder zu eben einem solchen Menschen, wo letztlich nur Unruhe vorhanden ist. Wo es nicht viel zu feiern gibt…?
Wenn ich in einer umfassenden Liebe dann in mir ruhe, hier keine Rosenkriege mehr vom Zaun brechen muss, sondern kultiviert in Liebe klären kann…
…würden – egal worum es dann in Liebe geht – noch beinahe Ausschreitungen, Streite, manchmal Gewalttätigkeiten auftreten?
Wäre damit nicht ein großer Schritt auch in Richtung eines Friedens getan…?

 

Hören wir da einen Schalter kippen…???
Wenn wir nicht imstande sind, uns selbst zu lieben, uns selbst ausreichend Aufmerksamkeit zur Klärung aller Dinge zu widmen, uns um unsere Selbstverantwortung zu bemühen…
…so können wir niemals erwarten, zum Einen jemand Anderen als dies "anzuziehen". Zum Anderen können wir einen anderen Menschen auch nie mehr lieben, achten, wertschätzen…als uns selbst!
Das geht nicht!

Emotionen werden immer in uns sein. Wir wurden damit geboren.
Doch wir können mit Ihnen umgehen wie lästige Anhängsel… unbeherrscht.
Oder wir können sie wahrnehmen und transformieren. Fühlen… aber nicht gegen uns verwenden. Denn letztlich treffen unsere Emotionen immer uns selbst.

Viele von uns wissen mittlerweile, dass uns an sich nicht ein anderer verletzen kann, sondern nur wir uns selbst! Ein Anderer Spiegelt nur, löst nur aus, spricht an – oder modern ausgedrückt – triggert, was schon in uns IST!
Somit ist also jede vermeintliche Verletzung vielmehr nur Grund und Anlass, uns dieser Verletzung in uns liebevoll zuzuwenden und sie zu heilen!

In all diesem Wissen / Erkennen also…

Riskieren wir Verletzlichkeit! Zeigen wir uns nackt, ohne Rüstung und sagen:
„So geht es mir gerade. Ich fühle mich einsam (ängstlich, verletzt, beschämt, ohnmächtig, schwach, klein, hilfsbedürftig, mutlos, verzweifelt, wütend, traurig usw.)",…

 AAAAAABER…..!!!

…aber ERWARTEN wir bitte NICHT, dass der Andere uns so annimmt, liebt und versteht!!! Dies wäre schon wieder die "Erwartungs-Falle"!
ERWARTEN wir am Besten gar nichts! Sind wir einfach nur, die wir SIND! Tun wir um des Tun´s willen!
Es sind – bei aller Liebe – immer noch zwei verschiedene Menschen, die aufeinander treffen!
Und damit schlösse sich hier nun wieder der Kreis zum bedingungslosen, liebevollen Annehmen des Gegenübers.

Und es liegt in der Verantwortung des jeweils anderen, sich mit unserem Befinden zu befassen… oder aber auch nicht!

Doch stehen wir ZU UNS und unseren Gefühlen. Unser Mut zu Ehrlichkeit und Verletzlichkeit öffnet die Tür zu unserem  eigenen Herzen und für die Nähe zum Herzen von Partner/in oder Freund/in. Einer von beiden muss als erster diese Tür wieder öffnen, damit wahre Herzensverbindung wieder zustande kommt!

Die Liebe zieht viel weitere Kreise…
…die nun offenbar vielen Menschen langsam bewusst werden!
Und denen wir uns auch wieder zuwenden dürfen!

Die Liebe
Liebe ist um der Liebe Willen!
Liebe will nicht besitzen…
Liebe braucht keine Liebe zurück…
Liebe IST!

Liebe ist nur Liebe, wenn sie sich selbst genügt und alles aus sich selbst bezieht!

Lesen wir uns diesen Satz ruhig öfter langsam und aufmerksam durch. Und fühlen einmal hinein in uns…!

Bisher waren wir in einer Art Komfortzone und bewegten unseren Allerwertesten grade mal, wenns unumgänglich war. Das Resultat sehen wir im Alltag!
Sogenannte vermeintliche "alte Werte" scheinen aber nun langsam aufzubrechen…
Nun jedoch darf vielem wieder verstärkt Aufmerksamkeit und Aktivität verliehen werden!

Von Innen – nach Aussen!
Es ist, was es ist!

Liebe ist auch zu vergleichen mit einem Balanceakt!
Aber mit Herz!

Doch wer das Gefühl da oben über den Dingen zu schweben genießen will, darf zuerst "üben" und hinaufklettern zum Seil…

Kein Preis ohne Fleiss!

Lassen wir uns also einfangen von der Liebe…
…und Friede, Freiheit, Freude wird uns geschenkt werden!

Ich habe auch einen schönen Beitrag verfasst unter dem Titel "Selbstliebe – Egotrip…oder Chance zur allumfassenden Liebe?"
Empfehlenswert nachzulesen auf meiner Seite Selbstliebe: Egotrip oder Chance!

In diesem Sinne… …jeder Mensch ist eingeladen für sich seinen Weg zu finden. Und jeweils sein Herz wird ihn fühlen lassen, was für ihn richtig ist! Und nur für ihn!

Die Liebe

Ich heisse mit meinem Beitrag weder etwas gut… noch verurteile ich etwas. Dies liegt nicht in meiner Verantwortung! Ich versuche lediglich, verschiedene Sichtweisen anzusprechen… Möglichkeiten des Lebens zu verdeutlichen, anzustoßen.

Alles kann… nichts muss!

…Noch viel Liebe und Licht Euch allen!

Euer Prinzerl

 

 

 

Bildquelle: Pixabay, 4ever.eu

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