Nicht das Problem ist das Problem, sondern erst unser Problemverhalten verleiht dem Problem erst seinen negativen Charakter!

Willkommen lieber Leser, liebe Leserin!


Vielleicht passend grade zum bevorstehenden Wochenbeginn möchte ich hier ein "Problem" ansprechen.
Das "Problem" an sich, welches – zumindest nach genauerem Hinsehen und vor allen Hineinfühlen – erst dann zu einem "Problem" wird, wenn unser Problemverhalten dazu zumeist "unpassend" verläuft!

Also ich bin ganz sicherlich kein Mensch, der alles nur durch eine rosa Brille sieht. Der alles und jedes unbedingt in ein positives Aspekt "verwandeln" will.
Im Grunde genommen gibt es nichts Positives oder Negatives! Kein Gut und kein Schlecht.
Es gibt letztlich ein IST!

Erst – und dies ähnelt sehr dem Problemverhalten – unsere Denk- und anschließende Handlungsweise verleiht dem IST diese Bewertungscharaktäre.

Und oftmals ist es schier untrennbar, dass diesem Bewertungs- oder Objektdenken, auch eine emotionale Koppelung daran folgt.
Es wird nicht gesehen, was es ist…
…sondern es wird eine Story draus gemacht.

Ein bekanntes, wenn auch krasses Beispiel…

Ein geliebter Mensch "verlässt" uns. Stirbt also.

Was ist das IST?

Das IST ist, dass dieser Mensch stirbt. Alles seinem natürlichen Kreislauf folgt. Punkt.

Was nun ist aber… oder besser wird aus dem IST, nachdem es uns zum Beispiel betrifft?
Es wird zu Trauer, Verlust, in gewissem Sinne Konfrontation, Aufgabe, Problem.

Kann aber nun beides… das IST und das, was wir draus machen, gemeinsam koexistieren?

Das IST ist ohnehin.
Das, was wir draus machen, wird nun unser Problemverhalten darstellen.

Selbstverständlich werden wir trauern. Zumindest in unserer westlichen Kultur ist dies so.
Ich kenne da z.B. andere Glaubensbereiche, in denen man regelrecht feiert!
Soviel also zum Problemverhalten…!

Und ich wage jetzt zu behaupten: wir können, dürfen sehrwohl trauern, wenn uns danach ist. Wir dürfen uns diese Trauer auch genau ansehen. Denn oftmals kommt sie eben aus dem Verlust. Und da wären wir dann letztlich im Mangeldenken, denn wir haben ja etwas… einen Menschen verloren.
Jedoch: verloren wohin? An wen? An was? Gehörte uns dieser Mensch, dass wir "verlieren" können…?
Was also löst diese Trauer tatsächlich aus?

Ich weiß… das ist eine ziemlich heiße Kartoffel!

Aber ich verweise nochmal drauf… hole da kurz aus: Wir wurden in unserem Kulturkreis genau da drauf angepasst. Es war immer so… also hat es auch immer so zu sein! Oder nicht etwa?
Jetzt nur als Einwurf: Stell Du Dich – ob Deiner vielleicht anderen Einstellung, Deinem "morderneren" Problemverhalten – auf den Friedhof zur zusammengekommenen Trauergemeinde… und feier Dir einen ab! Stoße an auf den Verstorbenen, feiere mit ihm, dass er gut gelebt hat. Dass Du ihn/sie begleiten durftest, gemeinsame Zeit und Erlebnisse teilen durftet…
Es würde wohl keine paar Minuten dauern, bis Dich zwei nette Onkels mit der "Ich-hab-mich-lieb-Jacke" abholen…


Jetzt gehen wir aber doch zu den ganz alltäglichen Problemchen!

Wie oft jammern wir zwar großartig herum…
…richten also unser Problemverhalten auf Opferrolle aus…
…und nehmen uns so im Grunde selbst die Sicht auf mögliche Lösungen, Abhilfen.

Machten so gesehen aus einem IST erst gar kein Problem, sondern betrachteten es einfach als das, was es eben IST. Und setzen um, handeln.

Letztlich könnte man also sogar das Wort "Problemverhalten" dann aus dem Vokabular streichen, da es so gesehen kein Problem mehr gäbe. Also auch kein Problemverhalten dazu.


Lieber Leser, liebe Leserin…

…darf bzw. kann ich Dich also dafür begeistern, Dich inspirieren… Ja… Dich einladen, Deine Denk- und Handlungsweise bei allfälligen "Problemen" zumindest einmal zu beobachten? Bewusst zu machen?


Denn eines kristallisiert sich für mich aus zunehmend eigener Erfahrung immer mehr heraus: Ändere ich mein "Problemdenken", habe ich einfach mehr Spielraum, Handlungsfreiheit, mich um das IST, die momentane Herausforderung zu kümmern. Um Lösungen, Angehensweisen, notwendige Schritte zu erkennen. Ich bin nicht nur mit Tunnelblick fokussiert auf das "Problem". Gelähmt, ängstlich.


Ich wünsche Dir lieber Leser, liebe Leserin also einen genialen Wochenstart…
…und würde mich selbstverständlich über die eine oder andere Rückmeldung über neue Erfahrungen sehr freuen!

Dein Prinzerl

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