Die Eifersucht: Ist sie eher Geisel, Qual, jene Sucht die einzig Leiden schafft… oder doch gar Notwendigkeit, um Mängel vermeintlich zu befrieden?

Hallöchen zusammen zu Teil 2!

 

Heute also zur Beantwortung der sich ergebenden Fragen aus Beitrag 1 – zur Eifersucht…

Falls jemand den Teil 1 nicht erst lange suchen mag… gerne hier direkt nachzulesen:  Beitrag – Teil 1

 

Zur ersten Frage…

Wer löst die Angst aus – wer ist der "Feind" und Übertäter? Ist mein Partner, Kollege, Freund, Bekannter…  ein "Schwein" – also schuld daran?
 

Nun… ich würde mich da jetzt ein wenig weiter "aus dem Fenster lehnen" mit meiner Meinung dazu:

Zum einen – augenscheinlich im Aussen – wird natürlich nun von einem Zweiten oder Dritten, einem Anderen, eine Handlung gesetzt, die in mir dieses Gefühl der Eifersucht erweckt. In der Regel wird also diesem vermeintlichen "Schwein" die Schuld zugewiesen. Er/sie ist der Übertäter.

Was löst die Eifersucht aber nun aus?
Sei es nur ein Blick (wobei man selbst hier vorsichtig sein darf, weil oft rein aus einer falschen Laune heraus etwas falsch aufgefasst/interpretiert wird…. man "sieht" nur das was man zuweilen sehen will…)
Sei es dann eine Handlung. Angefangen ebenfalls von Kleinigkeiten wie z.B. Sticheleien unter Kollegen, Bekannten – hin bis zu "schweren Geschützen" … wie zum Beispiel in Partnerschaften das Fremdgehen, in Firmen z.B. die nachweisliche Bevorzugung eines Kollegen  u.v.m. Es geht unterm Strich um Mängel. Des Neides, der Minderwertigkeit, des mangelnden Selbstbewusstseins, einer vermeintlichen "Ungleichbehandlung", Aufmerksamkeit… Mangel an Liebe.

Der Betroffene – also im Weiteren der Eifersüchtige – wird also augenscheinlich irgendwo, mit irgendwas benachteiligt, außen vorgelassen etc.

Eifersucht

 

So. Jetzt aber zur eigentlichen "Feindbilddefinition", eine Ebene tiefer, wie es mein Herz es mir sagt:

Wie im ersten Beitrag angeführt, geht diese Eifersucht – also Angst, immer von uns selbst aus. Wir senden diese unbewusst aufgrund unbewusst gelebter Minderwertigkeit, Kleinheit, Schuld usw. aus. Es gibt hier viele vermeintlich negative Aspekte und Auswüchse der Angst, die wir zumeist unbewusst ausstrahlen.
Und es kommt wie ein Bumerang irgendwann zurück.

Ich verwandte zuvor auch die Definition: "….die in mir dieses Gefühl der Eifersucht ERWECKT."
Gerne wird viel einer sogenannten "Wortklauberei" abgewälzt, mir so manches als BlaBla unterstellt…. ich weiß.

Doch ich interpretiere es nun so, dass etwas…die Eifersucht…erweckt!
Nicht also erst irgendwo einen Schnitt macht und da eben erst reinpflanzt!
Es – die Eifersucht – und somit Angst – ist schon da! Die Eifersucht schlummert schon in uns. Schon lange!

Freilich taucht in diesem Zusammenhang nun auch gleich jeder augenscheinliche erste Gedanke auf:

Zum Beispiel:  "Na mein Partner/meine Partnerin hat ja doch schließlich Scheisse gebaut – mich grade eben… (und womöglich lange zuvor schon) … angelogen – was auch immer!

Oder… "Der Kollege/die Kollegin hat dem Chef ja eben grade Honig ums Maul geschmiert, ist ihm/ihr in den Arsch gekrochen… hat mir angeschwärzt!"

Aus einem Impuls die sofortige Schuldprojektion auf das Gegenüber, Abschiebung von Eigenverantwortung!
Und nicht nur der Partner/die Partnerin… der Kollege/die Kollegin… wir können diese Schuldzuweisung auf alles und jeden beliebig erweitern!

Ja.. auf den ersten Blick mag es so aussehen, als wäre das Gegenüber der Schurke!
Doch wiederum: Das Gegenüber setzt nur eine Handlung, löst aus!

Tut nach seinem besten Wissen und Gewissen. Tut, was er/sie gerade glaubt, tun zu müssen. Er / sie kann in diesem Moment nicht aus seiner Haut heraus!
Verantwortlich für dieses Geschehen des Gegenübers… ist rein das Gegenüber! Verantwortlich für sich!
Ausschlag gebend ist MEINE Reaktion auf (s)ein Geschehen!

Ruhe ich – begründet auf innerer Ruhe, Ausgeglichenheit, Frieden, Liebe, Selbstwert – in mir, und stelle einzig als Fakt fest, dass mein Gegenüber eine Handlung gesetzt hat?
Ein Fakt…eine Handlung.
Oder ich raste komplett aus – eben aufgrund nicht Vorhandenseins dieser "Attribute" – sehe den Anderen als den bösen "Feind" und gehe sowohl in Opferrolle als auch Ohnmacht? Ich gebe meine Macht und Verantwortung für mich ab….schiebe dem Anderen Schuld zu?


Könnte also dem Gedanken Wahrheit inne wohnen, dass das Aussen, das vermeintliche "Schwein"…dieses Ding da in uns namens Eifersucht nur weckt? Nur spiegelt? In Form einer unbewussten Handlung, die aufgrund der Ausstrahlung meiner unbewussten Gedankenwelt ja geradezu herausgefordert wurde…?
Vergessen wir bitte nicht: das Leben ist weit schlauer, als es zumeist unser EGO zu glauben scheint!

Weil wir es "bewusst" zwar wegschieben, unterdrücken…und meinen, damit wär der Käse gegessen! Spätestens eben bis zum nächsten Anlass.
Doch "unbewusst" spätestens tragen wir dies wie ein Brandmal auf der Stirn. Unsichtbar. Und dennoch so präsent wie das Leben selbst. In all unserer Haltung, unserer Sprache, unseren Gedanken…insgesamt unserem Ausdruck! Beinahe wie eine Aufforderung, genau dies im Leben zu präsentieren!

Und jedes Gegenüber….bzw. dessen Unterbewusstsein bekommt dies auf seine Weise mit.
Wenn also eine Eifersucht – wie auch jede andere Angst – uns im Griff hat, dann werden wir dem folgen… und das Leben muss uns geradezu hineinführen in solche Situationen….
So lange, bis wir uns dem liebevoll zuwenden und einmal klären. Annehmen.
Annehmen als einen Teil von uns. Und klären, was unser Anteil daran ist!
Jeder von uns hat es in sich. Doch weil es eben zumeist unangenehm ist, schieben wir es weg, täuschen, tarnen….manchen "gute Mine zum bösen Spiel". Bescheissen uns also letztlich nur selbst!

Und solche Situationen sind dann genau dazu da: Um uns den eigentlichen Betrug an uns selbst zu offenbaren. Zu Spiegeln. Unseren Anteil zu zeigen. Der unweigerlich da ist!

Beweis?

Na … eben das Geschehene!  Wenn wir keinen Anteil daran haben, dann begegnet uns das Geschehen nicht. Nicht in dieser Form! Es geschieht uns also nichts ohne Hintergrund! Leben hat da so seine eigene Weise, sich "bemerkbar" zu machen…  wink

 

Um uns aber – sozusagen – zur "Auflockerung" und Veranschaulichung nochmal so eine Eifersuchtsszene zum Ansehen! Genial!

Und so nebenbei: Nicht nur Eifersucht an sich wird hier angesprochen, sondern auch das große Thema gegenseitiger Erwartung, wie der jeweils Andere zu sein hätte…

Ein Beispiel zur Eifersucht…

So spielt sich´s ab…und noch viel "bunter"!

Muss man dazu also noch viel sagen???
Hier ist alles damit erklärt…alles, worüber ich bisher schrieb in meinem Beitrag!

Unwahre Gedanken, Ängste, Vergangenheit, Erwartungen, Projektionen zuhauf!

Und der Ansatz zu einem alternativen Gedanken!

Nämlich dem, dass nicht unbedingt immer zwangsweise wirklich ein "schuldhaftes Verhalten" des Gegenüber vorliegen könnte, sondern nur ich dieses aus meiner tiefen Eifersucht heraus erschaffe, projiziere…!?  wink


Der Andere tut oder unterlässt. Für sein Leben, auf seine Weise.
Er / sie ist nicht ich!

Vielfach geht aber genau DAS unter!


Alles klar soweit?  Schon eine wirklich heisse Kartoffel das mit den Beziehungen….und der Eifersucht, oder…? Egal ob nun privat oder geschäftlich.

 

Die nächsten beiden Fragen fasse ich gleich zusammen:

Wie oft zitiert: Gehört Eifersucht zur Liebe? In eine Partnerschaft?
Und… Eifersucht: ist sie eine regelrechte folternde Geisel … oder ein Aphrodisiakum für eine Beziehung?

Diese Frage ist eine der meist diskutierten Fragen!
Gehört sie dorthin…oder nicht? Die Eifersucht…

Ist es mit der Eifersucht – wie auch in anderen Dingen – ein regelrechter Eiertanz, ein Balanceakt zwischen einer "würzenden Prise"…oder einem zuletzt "peinigenden Wahn"?

Meiner Meinung nach kann eine Eifersucht nicht entstehen, wenn ich vollkommen bei mir bin. Wenn ich für jeglichen Selbstzweifel ausgeräumt und mich zu 100% angenommen habe, wer ich bin. Wenn ich weis, wer ich bin.
Ohne Umschweife, ohne Selbstbetrug.
Wenn ich auch für mich annehme, dass einzig ich selbst mir gehöre. Niemand anderer. Auch wenn andere Dinge dies vermeintlich vorgaukeln wollen.
Rein gar nichts begründet einen wie auch immer gearteten Besitzanspruch an jemand anderem!
Dies ist nur eine Erfindung des sogenannten Verstandes, des Ego! Eines einst zu kurz gekommenen Kindes, dessen unwahre Gedanken bis heute nicht einer Klärung und/oder Richtigstellung zugeführt wurden.
Leider nur werden dadurch – zumeist eben in Beziehungskisten – ständige Irrtümer und Reibereien ja geradezu herausgefordert.


Wenn ich in mir ruhe, mir meiner bewusst bin (bitte nicht verwechseln mit Egoismus oder Arroganz, Verblendung)….
…wie soll dann eine Angst entstehen, etwas verlieren zu können?
Wie kann ich etwas verlieren … oder jemanden, der nicht mir gehört? Nie gehört hat?
Selbst unserer menschlicher Körper scheint uns nur für eine bestimmte Zeit geliehen…

Wenn ich meine Aufgabe der umfassenden Selbstverantwortung trage und so bin, wie ich bin… und auch mein Partner dies tut… und ich sowohl mich als auch meinen Partner genau deshalb liebe… DEN GANZEN MENSCHEN…
…dann bin ich frei. Beide sind frei und können miteinander das Leben feiern! Jeder überlässt jedoch dem jeweils anderen die Freiheit, sich zu entscheiden.

Eine Angst der Eifersucht kann somit für sich selbst … als auch in einer Partnerschaft oder sonstigen zwischenmenschlichen Beziehung zu anderen Menschen (Freundschaft, Kollegialität etc.) eine "Schieflage", einen Mangel bezeugen! Bzw. eigentlich… diesen schon bestehenden Mangel vielmehr aufzeigen, verdeutlichen.
Ob man dadurch dann in der Lage ist, großartig zu feiern… ich lasse es mal dahin gestellt. Es wird eher dazu gereichen, dass man sich dann noch mehr an etwas festzuhalten sucht, um nicht abzurutschen.
Freilich darf man sich dann diesem Mangel in sich liebevoll zuwenden und klären!

Ob nun eine "gewisse Eifersucht" dann eine Beziehung beleben kann…?
Meiner Meinung nach dazu ein klares NEIN.

Denn dann ruht die Beziehung nicht in sich. Sondern sie ist eher eine ausgefahrene Landstrasse. Eine Nutzgemeinschaft, in der man verlernt hat, sich immer wieder neu zu begegnen, auszutauschen. Die Aufmerksamkeit schläft ein.

Irgendwann nun beginnt zumindest einer der beiden nun doch wieder SEIN Leben zu leben, sich dafür zu interessieren. Und dann schreckt nun der Andere hoch… fühlt sich plötzlich benachteiligt, nicht mehr wahrgenommen.

Oooooder…. schon weit vorher lebt eben einer der beiden sein Leben. So wie er es immer getan hat. Und der Andere sieht sich aber nun in seiner Vorstellung, Erwartung (dem Traumbild des Gegenüber) getäuscht, verraten. Sieht sich zurückgesetzt, nicht mehr so beachtet, gesehen. Nicht mehr in seinen Interessen vertreten. Und um diesen eigenen Mangel zu vertuschen, tritt nun die Eifersucht auf den Plan, um wieder in eine vermeintlich neu geteerte Landstrasse rückverwandeln zu können.
Welch Irrglaube!
Mir wird auf der ruhigen See langweilig und dann schlage ich halt ein paar Wellen, dass Abwechslung rein kommt. Oder alles wie vorher würde. Nur wo wäre dann die Grenze…?

Diese Aussage bitte muss nicht zwangsläufig bindend für jemand anderen sein! Sie stellt nur meine Meinung und meine vielfachen Beobachtungen dar!


Zur letzten Frage:
Bekommt man die Eifersucht irgendwie in den Griff…oder ist man auf ewig dazu verdammt?

Zum einen sagt mir mein Herz, dass nichts im Leben auf Ewigkeit bestimmt ist, ob denn der Liebe. Sie ist die Einzige, die immer schon war, ist, und sein wird.

Emotionen in uns sind jedoch in Bewegung – E-motion. Abgeleitet E vom Zeichen für Energie, als bekanntestes Beispiel Albert Einstein. Und "motion" aus dem Englischen für "Bewegung".
Also: Energie in Bewegung.

"In den Griff bekommen" ist so eine "hau-mit-dem-Hammer-drauf-Taktik". Mit selbst auferlegtem Zwang verbunden. Und somit meist kontraproduktiv.
Man sagt sich oft: "Ich soll / darf nicht so eifersüchtig sein!"

Liebe Freunde….

…diese Dinge wie "soll nicht, darf nicht, sollte, könnte, müsste"… sie sind vielleicht aus gut gemeintem "Vorsatz". Doch sie entsprechen nicht dem IST.

Das Leben liefert den Beweis!
Wenn etwas wirklich so sein (nicht sein) sollte, dann wäre es ja auch (nicht)…!

 

Fühlt diesem Gedanken ruhig mal in Ruhe nach…
…und entlasst Euch selbst aus einer Art Zwang!

Mein Herz fühlt, dass man jedes Gefühl – auch eine Eifersucht – in erster Linie einmal DA SEIN lassen darf. Genau in dem Moment, wo es auftaucht! Fühlen. Beobachten. Annehmen als eine Schöpfung von mir…in mir.
Das Gefühl – so auch dieses – will gefühlt werden!
Bewusst! Womöglich so richtig aufkochen lassen und FÜHLEN!
Wir sind Menschen. Wir sind geboren mit Gefühlen…um zu fühlen… um zu erfahren!

Wobei… wenn das Gefühl merkt, dass es plötzlich nicht mehr weggeschoben wird, auf einmal aktiv gefühlt wird… wird es mitunter plötzlich innehalten…
…denn bis zu diesem Moment durfte es das nicht. Zumindest nicht bewusst!

Wir machten nur unbewusst dem ganzen Groll Luft und ließen ein Donnerwetter los… wälzten auf den vermeintlichen "Auslöser" ab… oder wer eben grade zur Verfügung stand.
Nicht aber befassten wir uns in dem Moment mit uns selbst!

Wenn wir im Weiteren dem Gefühl durch Fühlen einmal die "Daseinserlaubnis" gegeben haben…, es liebevoll angenommen haben als unsere Schöpfung…. womöglich der schlimmste Groll abgezogen ist…

Oooohhh….was sage ich da….?

…"der schlimmste Groll abgezogen ist…"…???

Ja sieh einer an!
Was ist da vielleicht grade passiert?

Dieser Groll ist abgezogen?
Haben wir ihn grade rausgeschmissen, hinaus komplimentiert, weg geschickt…oder sonst wie gezwungen…?
Oder ging er plötzlich … ohne größeres Zutun…? Still … unbemerkt…?
Ging er von sich aus…?
Lies er uns los…?

Macht sich da jetzt am Ende eine Art Erleichterung breit…?
Entspannung…?  Weite…? Ruhe…?

Ja?

Spüren, fühlen wir das?

Wenn ja….dann hatten wir eben grade eine Begegnung mit einem kleinen Geheimnis des Lebens!
Jenem, dass wir in unserem Leben nichts "loswerden" können…
…so sehr wir uns auch dran verbeissen oder es losschicken.

Erst wenn wir uns etwas liebevoll und wirklich zugewandt haben, wenn wir es SEIN lassen in uns und es als unsere Schöpfung anerkennen…
…dann wird es uns loslassen und gehen! Es hat seine "Bestimmung" erfüllt.

Nichts – also auch die Eifersucht – ist für immer. Sie ist nur solange, solange wir ihr durch Verdrängung oder Unliebe Raum verschaffen!

Einem sehr bewegenden Thema – dem "Fremdgehen" – hatte ich "vorbauend" auf diese beiden Beträge – bereits zwei gesonderte Blogs gewidmet. Zu finden auf meiner Blog-Insel.

 

Zum Abschluss nun möchte ich Euch eine kleine Möglichkeit an die Hand geben, um generell Gedanken, Emotionen zu hinterfragen.
Es ist keine Technik, kein Patentrezept zur ewigen Erleuchtung, kein Hokupokus!
Eine Möglichkeit nach Kathie Byron… namens "The work"

Diese Möglichkeit kann Euch lediglich einen Ansatz bieten, Eure Gedanken ganzheitlich zu hinterfragen. Es wird sowohl der Verstand als auch das Herz mit einbezogen.
Und Ihr bekommt eine Möglichkeit, zu allfälligen Gedanken zumindest eine andere Sichtweise, eine Bewusstheit, eine Option zu schaffen.

Es ist eine Möglichkeit, bei der weder ich noch jemand Andere eine Antwort, eine vermeintliche Lösung anbietet. Die jeweilige Antwort, die Lösung kommt rein aus Euch.
Nichts fordert Euch dazu auf, diese Option auch anzunehmen und den usprünglichen Gedanken zu verdammen. Es obliegt Euch, Eurem Entscheidungswillen.
Das was Ihr zu sehen gedenkt, beachsichtigt, das werden Ihr auch sehen und leben!


Zur Übung:

Nehmt Euch bitte ernsthaft ein paar Minuten aktiv Zeit! Alle Störquellen (Radio, Tv, Handy) AUS!


Stellt sicher, dass Ihr eine Weile ungestört seid …und bleibt!

Bitte …dann nicht gleich den gesamten Text weiterlesen und einen wichtigen Part überspringen! Das
wäre, als würde man "das Pferd von hinten aufzäumen"!
Eine Frage nach der Anderen durchgehen! Am Besten die Fragen am Bildschirm erst nacheinander abscrollen, so, dass man nicht alles sofort lesen kann!

Die Abfolge ist für die ganzheitliche Erfassung sehr wichtig! Und dieser Gedankenprozess soll aus Euch erwachsen. Nicht aus dem Text.
Es geht um das Erfühlen einer persönlichen Wahrheit.
Das, was aneckt, sich reibt, Unbehagen erzeugt, verspannt, ….wird in der Regel uns nicht ansprechen. Genau diesem versuchen wir in der Regel auszuweichen.
Dem jedoch, dem Wohligkeit, Weite, Entspannung, entspringt…. was sich stimmig anfühlt, DEM wird Wahrheit innewohnen.


WICHTIG !!!
Nimm Dir neben Zeit –  Papier und Bleistift zur Hand, zur Beantwortung von 4 Fragen und einer "Ergänzung"!
(Auf jeden Fall alles aufschreiben – denn so steht die Frage- wie auch jeglicher Gedanke festgeschrieben und Du kannst ihn später einer Überprüfung unterziehen. Ansonsten neigt unser Geist dermaßen schnell zu sein, sodass wir innerhalb Minuten nicht mehr wissen, was vorher der ursprüngliche Gedanke war!)


Bereit?

Gehen wir nun also von der "zusammengefassten" Annahme aus, die vielleicht schon viele Gedacht haben (wie schon gesagt… es kann an dieser Stelle jeder Gedanke eingesetzt werden):


Notiere den Satz:  "Ich soll / möchte nicht so eifersüchtig sein!"

 

 

1. Frage:
Stimmt die Aussage: "Ich soll / möchte nicht so eifersüchtig sein"? (Gemeint ist, ob diese Aussage FÜR DICH richtig ist? Ob Du tatsächlich so denkst/fühlst! Es ist völlig unerheblich, was Andere denken!)
(Beantworten bitte nur klar mit JA oder NEIN. Keine Geschichten drumherum…)

 

 

2. Frage:
Bist Du Dir 100%-ig sicher, dass die Aussage stimmt: "Ich soll / möchte nicht so eifersüchtig sein"?
Hast du dafür womöglich sogar Beweise?  100%-ig!!! … Nicht 99% ….nicht 90%… nicht sonst was!

(Beantworten bitte ebenfalls nur klar mit JA oder NEIN!, Alles was nicht 100% ist, darf mit NEIN als beantwortet betrachtet werden!)

 

 

3. Frage – und hier nun bitte tief in Dich hineinFÜHLEN:
Wie ergeht es Dir in Deinem Leben, Deinem Alltag mit diesem Gedanken. Wie gehst du durch den Tag? Wie FÜHLST Du Dich bei diesem Gedanken?
(Mögliche Empfindungen als Beispiel: eng, niedergedrückt, geschwächt, gefesselt etc.
Nimm Dir ausgiebig die Zeit zur Beantwortung und schreibt ALLES nieder!
)

 

 

4. und letzte Frage  (und lasse dabei jetzt "zur Not" Deine Vorstellungskraft spielen):
Wie würde es Dir ergehen, wie würdest Du Dich fühlen…, wenn dieser Gedanke "Ich soll / möchte nicht so eifersüchtig sein"?…nicht da wäre? Nicht existent wäre? Es ihn in Deinem Leben nie gegeben hätte…???
(Mögliche Empfindungen als Beispiel: frei, gelöst, leicht….etc.
Nimm Dir ausgiebig die Zeit zur Beantwortung und schreibt ALLES nieder…und fühle grade hier mal so richtig rein!
)

 


5. und letzter Punkt – die Ergänzung – Umkehrung:
Erschaffe zum ursprünglichen Gedanken "Ich soll / möchte nicht so eifersüchtig sein" eine Option, eine Umkehrung, die zumindest gleich wahr…wenn nicht sogar wahrer sein könnte!
Schreibt alles auf!

Lass hier Deiner "Schöpferkraft" absolut freien Lauf!

 

Beispiel:
Die logische absolute Umkehr könnte sein: "Ich soll / möchte so eifersüchtig sein".

Da dieser Gedanke aber vermutlich unangenehm oder wenig motivierend anfühlt, wird er kaum wahr oder gar wahrer sein, oder? Was fühlst Du?


Eine Alternative dazu könnte also lauten, die zumindest gleich wahr oder wahrer ist:
"Ich darf eifersüchtig sein!"

 

Ooooohhh!

Wie kling das? Wie fühlt sich dies an?

Tut sich da schon was? Sprießt da sowas wie Entspannung in Dir? Du darfst! Du erlaubst Dir selbst! Ja wie cool! Du haderst und verdrängst womöglich nicht mehr!

 

Tasten wir uns weiter…

Wie FÜHLT sich das als Option an…:
"Ich brauche nicht eifersüchtig sein, weil ich selbst wertvoll BIN"?


Wohooooooo….! Was spielt sich da jetzt in Dir ab? Fallen da Lasten ab…? Kann dies wahrer sein, als der ursprüngliche Gedanke…?

 

Besteht zuletzt die Möglichkeit, jenem Gedanken Raum zu verleihen und Wahrheit zu fühlen:
"Ich bin nicht mehr eifersüchtig!"


FÜHLE auch diesem Gedanken einmal tief nach! Schreib alles nieder, was Dir nun an Gedanken und Gefühlen/Emotionen begegnet! Bewerte dies nicht, be- oder verurteile dies nicht! Dies ist nicht die Aufgabe oder der Sinn!

Schenke Dir genug Zeit, die Übung nun "ausklingen" zu lassen.

————

 

Und?
Wie erging es Dir?

Man kann diese Möglichkeit der Hinterfragung zu allen Themen machen. Man kann auch alle gefundenen Optionen immer wieder dieser Hinterfragung unterziehen.
Alle Antworten, die dabei erschaffen werden, sind letzten Endes eine Form der Wahrheit. Nur eben mögliche Option und Darstellungsmöglichkeit derer.
Wie gesagt… es obliegt uns, für welche unser Herz sich entscheidet. Welche für uns stimmig ist!

 

In diesem Sinne danke ich für Eure aktive Teilnahme und würde mich über die eine oder andere Reaktion freuen!

Falls jemand neugierig geworden ist: es gibt in jedem Buchhandel gut sortierte Lektüre über die Arbeitsweise von Kathie Byron…, aus welcher diese Übung entnommen ist.  wink

 

Nun liebe Leserin, lieber Leser…

…wir sind am Ende dieses Beitrags-Zweiteilers angelangt.

Was hast Du für Dich mitnehmen können?

 

Was auch immer es sein mag … oder auch nicht…

Ich wünsche Dir einen wunderschönen Sonntag!

Und nicht nur für heute, sondern für Dein restliches Leben viele Momente einer Bewusstheit! Momente, in denen Du viele Deiner Gedanken hinterfragen kannst, um sie hinsichtlich einer Aktualität, dem JETZT zu überprüfen. Um alte Grundsatzgedanken, Glaubenssätze… wie auch jene der Eifersucht… diesmal ohne Angst offen zu legen, zu klären. Und möglicherweise Veränderung für Deine Zukunft einzuleiten. Denn nur, weil wir einst als Kinder unwahre Gedanken schufen, heißt dies längst nicht, dass wir diese im Heute immer noch gelten und leben müssten…  laugh

Alles kann – nichts muss!

 

Dein

Ernold Prinz

 

Bildquelle: Eigen(c), Pixabay

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.